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President Donald Trump turns to talk to the gathered media during a Christmas Eve video teleconference with members of the mIlitary at his Mar-a-Lago estate in Palm Beach, Fla., Sunday, Dec. 24, 2017. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Packt einen Spruch der eher älteren Sorte aus: US-Präsident Donald Trump. Bild: AP/AP

Trump macht sich über globale Erwärmung lustig – mit ziemlich altem Spruch



Präsident Donald Trump hat sich angesichts eines massiven Kälteinbruchs in weiten Teilen der USA über die globale Erwärmung lustig gemacht. Anlass sind die kältesten Wintertage in Teilen der USA seit Jahrzehnten.

«Im Osten könnt es der kälteste Silvesterabend werden, der jemals registriert wurde», schrieb der Republikaner am Donnerstag auf Twitter. «Vielleicht könnten wir ein bisschen von dem guten alten Treibhauseffekt gebrauchen, zum Schutz gegen den unser Land, aber nicht andere Länder, Billionen von Dollar zahlen sollten. Zieht euch schön warm an!»

Hast du diesen Spruch auch schon gebracht?

Mit seinem Hinweis auf die Billionen Dollar bezog sich Trump offensichtlich auf den Pariser Klimavertrag. Die USA hatten ihn unter Präsident Barack Obama unterzeichnet, aber Trump den Ausstieg daraus angekündigt.

Teile der USA erleben zurzeit die kältesten Wintertage seit Jahrzehnten. Hinzu kommen zum Teil heftige Schneefälle. In New York müssen sich die Menschen bei der traditionellen Silvesterfeier auf dem Times Square Meteorologen zufolge auf die niedrigsten Temperaturen zur Jahreswende seit etwa einem halben Jahrhundert einrichten.

Extreme Kältewelle und Rekordschneefälle in Nordamerika

Eine extreme Kältewelle mit eisigen Temperaturen und Rekordschneefällen hat den Norden der USA und weite Teile Kanadas im Griff. In Kanada gaben die Behörden für mehrere Landesteile Warnungen vor Extremkälte aus, dort herrschen Temperaturen zwischen minus 15 und minus 42,8 Grad Celsius. In Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio erfror ein Obdachloser an einer Bushaltestelle.

In Kanada gab der Wetterdienst wegen einer arktischen Strömung für die Provinzen Québec, Ontario, Manitoba, Saskatchewan und Alberta Warnungen vor Extrem-Kälte aus. Dies bedeute, dass Gesundheitsgefahr etwa durch Erfrierungen und Unterkühlung bestehe, hiess es.

In der Provinz Nova Scotia im Osten Kanadas fiel nach einem Wintersturm für 160'000 Haushalte der Strom aus. Laut dem Meteorologen Alexandre Parent liegen die Temperaturen in Kanada derzeit zwischen 10 und 20 Grad Celsius unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Aussergewöhnlich sei zudem die grosse geografische Ausdehnung und lange Dauer der Kältewelle, die noch bis Anfang Januar andauern könnte.

Auch im Norden der USA herrscht eisige Kälte. In Duluth im Bundesstaat Minnesota wurden am Dienstag minus 37,7 Grad Celsius gemessen, in Minot in North Dakota minus 29 Grad. Einwohner berichteten, die Kälte sei so extrem, dass das Atmen schmerze. Der Manager eines Cafés berichtete, er und seine Angestellten hätten einen Topf kochendes Wasser vor die Tür geschüttet, und es sei sofort zu Schnee kristallisiert.

Rochelle Carlotti, 28, shovels steps near her home after a record snowfall on Tuesday, Dec. 26, 2017, in Erie, Pa. The National Weather Service office in Cleveland says Monday's storm brought 34 inches of snow, an all-time daily snowfall record for Erie. (Greg Wohlford/Erie Times-News via AP)

Schneeschaufeln kann in Pennsylvania in diesen Tagen ziemlich anstrengend sein. Bild: AP/Erie Times-News

Ungewöhnlich viel Schnee in Pennsylvania

Die Behörden des US-Bundesstaates Pennsylvania riefen wegen extremer Schneefälle den Notstand aus. Der Stadt brachte ein Schneesturm innerhalb von zwei Tagen knapp anderthalb Meter Schnee. Allein am ersten Weihnachtstag fielen dort 86 Zentimeter Schnee - ein Rekord für die Stadt am Eriesee. Seit Anfang des Monats fielen dort insgesamt bereits 245 Zentimeter Schnee - das ist der schneereichste Dezember in der Geschichte der Stadt.

Die Behörden riefen Bewohner dazu auf, nur in dringenden Fällen vor die Haustür zu gehen. Sie empfahlen, sich höchstens mit Notfallkoffern mit Abschleppseilen, Taschenlampen, Schaufeln und Fackeln auf die Strasse zu wagen. Die Nationalgarde war im Einsatz.

«Die Truppen sind draussen, können aber einfach nicht mit den Schneemassen mithalten», erklärte ein Behördenvertreter auf Facebook. Laut Meteorologen führten eisige Winde, die über den Eriesee bliesen, zu den gewaltigen Schneemassen. Der Eriesee ist einer der fünf Grossen Seen Nordamerikas. (cma/sda/afp)

43 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass sich die Erde verändert hat

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