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FILE PHOTO --  Ivanka Trump and her husband Jared Kushner watch as German Chancellor Angela Merkel and U.S. President Donald Trump hold a joint news conference in the East Room of the White House in Washington, U.S., March 17, 2017. REUTERS/Jim Bourg/File Photo

Spielen in Trumps Team eine wichtige Rolle: Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner. Bild: JIM BOURG/REUTERS

«Wie eine grosse amerikanische Firma» – Trump schafft neuen Posten für Schwiegersohn 



Kurz nach seiner Niederlage beim Versuch der Abschaffung von «Obamacare» versucht US-Präsident Donald Trump, Handlungsfähigkeit und die Bereitschaft für neue Wege zu demonstrieren. Am Montag stellte er ein Amt für amerikanische Innovation vor, das im Weissen Haus angesiedelt ist und von seinem Schwiegersohn Jared Kushner geführt wird.

Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, diese Behörde solle in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsexperten die Regierung effizienter machen. Sie solle Trumps Denkungsart «schneller als der Zeitplan und günstiger als vereinbart» in die Regierung tragen.

«Unabhängig von ihrer politischen Einstellung können alle Amerikaner sehen, dass das Stagnieren der Regierung unsere Fähigkeit, richtig zu funktionieren, behindert hat», sagte Trump der «Washington Post». Jetzt wolle er Ergebnisse produzieren.

Trump ist überrascht

Medienberichten zufolge zeigte Trump sich überrascht über das Ausmass, in dem sich das politische System in der US-Hauptstadt selbst blockieren kann. Es wird vermutet, dass das Amt für amerikanische Innovation als eine Art Sachverständigenrat demonstrieren soll, dass das Weisse Haus auch unabhängig von Partei- und Tagespolitik agieren kann.

Allerdings sind für die Gesetzgebung und das Umsetzen von Politik nach wie vor die beiden Kammern des Kongresses – des US-Parlaments – unabdingbar.

President Donald Trump listens during a meeting with women small business owners in the Roosevelt Room of the White House, in Washington, Monday, March 27, 2017. (AP Photo/Evan Vucci)

Hat sich das Regieren einfacher vorgestellt: Donald Trump. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Kushner sagte in einem Interview, sein Team wolle führende Talente aus Wirtschaft und Regierung zusammenbringen: «Die Regierung sollte geführt werden wie eine grosse amerikanische Firma. Wir hoffen, dass wir für unsere Kunden, die Bürger, Erfolg und Effizienz erreichen können.» Zunächst wolle sich das Amt um die Angelegenheiten von Kriegsveteranen kümmern und um den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er fungiert als Berater des Präsidenten und ist unter anderem in diplomatischen Missionen für Nahostfragen oder Mexiko unterwegs. Politische oder Regierungserfahrung hat er nicht. (cma/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • fcsg 28.03.2017 10:15
    Highlight Highlight Trump hat immer noch nicht gemerkt, dass das politische System nicht sich selbst sondern die Trumpsche Politik blockiert. Er kann noch soviele Familienmitglieder in seine Regierung einberufen, daran wird sich nichts ändern. P.S. Eric und Donald Jr. hätten vielleicht auch noch Interesse an einem Regierungsjob?
  • Zeit_Genosse 28.03.2017 09:17
    Highlight Highlight Die US-Demokratie wie eine amerikanische Firma führen!? Man kann auch das was sich ausschliesst zusammenbringen wollen.
  • Linus Luchs 28.03.2017 08:48
    Highlight Highlight Eine Volkswirtschaft wie ein Unternehmen zu führen, ist gefährlich. Unternehmen stehen untereinander in Konkurrenz. Die starken überleben, die schwachen gehen unter. Wenn Länder so miteinander umspringen, drohen Handelskriege. In der Volkswirtschaft muss es darum gehen, miteinander und unter fairen Bedingungen Handel zu betreiben, damit ALLE profitieren können. Das entspricht einer ganz anderen Zielsetzung als diese enge Konkurrenzoptik von Trump und seinem Gefolge.
  • Saraina 28.03.2017 08:40
    Highlight Highlight Das Land als Firma führen? Hey cool! Problemfälle wie Arme, Obdachlose, solche, die sich keine Krankenversicherung leisten können, Mexikaner, Muslime und Demokraten kann er dann einfach feuern! Die bringen eh kein Revenue.

    Ja, regieren muss endlich wieder so einfach werden, wie damals im Fernsehen. Da waren doch auch die Einschaltquoten so great!
  • who cares? 28.03.2017 08:36
    Highlight Highlight "Drain the swamp!"

    *erfindet Jobs für Familienmitglieder*
  • Töfflifahrer 28.03.2017 07:30
    Highlight Highlight Ich habe gestern House of Cards gesehen, die Realität hat Hollywood und das Fernsehen weit überholt.
  • pd90 28.03.2017 07:06
    Highlight Highlight Und in 4 Jahren wird das Amt wieder stillgelegt... sehr kosteneffizient der Herr Trump
  • A. Dent 28.03.2017 06:46
    Highlight Highlight Tönt für mich eher nach dem Amt für Lobbying. Wie war das Trump wollte den Sumpf der Verflechtung aus Wall Street und Politik trockenlegen, das Amt bezweckt ja wohl gerade das Gegenteil.
    • HansDampf_CH 28.03.2017 08:03
      Highlight Highlight Den einen Sumpf legt man trocken und pflegt den eigenen Sumpf
  • Charlie Brown 28.03.2017 06:36
    Highlight Highlight Trump versucht das Land eher wie ein KMU in Familienbesitz zu führen.
  • Simon 28.03.2017 05:17
    Highlight Highlight Denkungsart? Vielleicht wäre "Weg der Denkung" noch chli wörtlicher übersetzt gewesen?
    • Anonymer 28.03.2017 08:06
      Highlight Highlight Oder halt "Art des Denkens"
    • who cares? 28.03.2017 08:34
      Highlight Highlight Denkweise?
  • LaPaillade #BringBackHansi 28.03.2017 05:10
    Highlight Highlight Und wenn ein Präsident in Afrika so etwas macht kommen sogleich Weltbank, WTO etc. und schreien Korruption.
  • lilie 28.03.2017 04:51
    Highlight Highlight Ich finde Trumps Idee, die Regierung wie eine amerikanische Firma zu führen, irgendwie bestechend. Haben die nicht das Hire-and-Fire-Prinzip? Vorerfahrung und Diplome haben keine Bedeutung, man wird eingestellt, und wenns nicht klappt, fliegt man halt wieder raus.

    Ich finde z.B., dass der Clown mit dem orangen Gesicht nicht viel taugt. Könnte man den nicht feuern?
  • Tilman Fliegel 28.03.2017 02:45
    Highlight Highlight Es wäre sicher viel effizienter, wenn er das Parlament abschaffen würde. Bis dahin wird nichts aus der Idee, die USA zu führen wie eine Firma.
    • R. Schmid 28.03.2017 05:20
      Highlight Highlight Zum Glück nicht. Politik ist mehr als nur Business. Der Ausgleich der Interessen, Schutz von Minderheiten, etc. gehören zwingend dazu.

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