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epa07287558 Democratic Senator from New Jersey Cory Booker (C) and Democratic Senator from California Kamala Harris (R) attend the the Senate Judiciary Committee confirmation hearing for Attorney General nominee William Barr, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 15 January 2019. Barr, who was nominated by President Trump to replace the embattled Jeff Sessions, has assured members in private that it is in the best interests of everyone to let the Mueller probe finish it's work.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Cory Booker und Kamala Harris wollen beide die USA präsidieren. Bild: EPA/EPA

Wie die Fake-Attacke auf Schauspieler Smollett Top-Demokraten in die Bredouille bringt



Auf offener Strasse hätte man ihm einen Strick um den Hals gebunden und ihn mit einer unbekannten Chemikalie übergossen, erzählte «Empire»-Star Jussie Smollett Ende Januar. Mehrere demokratische Präsidentschaftskandidaten zeigten sich danach empört über den homophoben und rassistischen Angriff.

Dumm nur: Der Angriff fand in der Form gar nie statt. Am Donnerstag gab die Polizei bekannt, dass Jussie Smollet wegen Falschaussage verhaftet wurde. Er habe den rassistischen und homophoben Angriff selbst inszeniert und für die Attacke zwei Brüder angeheuert. Smollett und sein Anwalt bestreiten die Vorwürfe. Am Donnerstag sagte er laut «New York Times», dass er sich betrogen fühle.

Der angebliche Angriff auf Smollett sahen viele Kritiker als Beispiel für die zunehmende Gewalt gegen Minderheiten in den USA, für die sie auch die aggressive Rhetorik von Präsident Donald Trump verantwortlich machen.

Mehrere Präsidentschaftskandidaten unterstützten daraufhin Smollett. Zu den prominentesten und vehementesten Unterstützern gehörten zwei Senatoren: Kamala Harris (Kalifornien) und Cory Booker (New Jersey). Beide sprachen von einem «modernen Lynch-Versuch».

Harris beschrieb Smollett als «einen der nettesten und freundlichsten Menschen, den sie kenne.»

Doch was nun, wenn das Opfer gar kein Opfer war? Bis jetzt reagierten erst drei prominente Stimmen: Kamala Harris kritisierte am Donnerstag auf Facebook das Vorgehen von Smollett. Es schädige den wahren Opfer von Homophie und Rassismus.

Auch Tulsi Gabbard, Abgeordnete aus Hawaii, verlangte eine harte Bestrafung Smolletts, falls sich die Vorwürfe verdichten. Zukünftige «Hoaxer» sollen abgeschreckt werden.

Die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand äusserte sich am Donnerstagabend gegenüber Reportern. Sie hoffe, dass der Fall Smollett die Opfer von Homophobie und Rassismus nicht unter Generalverdacht stelle, schreibt CNN.

Biden schweigt

Drei prominente Demokraten schweigen bisher: Cory Booker, Julian Castro (ehemaliger Bürgermeister von San Antonio und Minister unter Obama) und Ex-Vizepräsident Joe Biden haben sich bisher nicht geäussert. Anfangs Woche sagte Booker noch, dass er sich erst äussern wolle, wenn es offizielle Informationen gebe. Seit gestern gibt es die, ein Statement hat er jedoch noch nicht veröffentlicht.

Joe Biden im Januar:

Smollett gegen Kaution freigelassen

Der wegen mutmasslicher Falschaussagen festgenommene Jussie Smollett ist mittlerweile gegen Zahlung einer Kaution von 100'000 Dollar freigekommen. Der Star aus der TV-Serie «Empire» wurde am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Chicago aus dem Gewahrsam entlassen. Ihm drohen wegen der Vortäuschung der Attacke drei Jahre Haft. (jaw/sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • echter Züricher 22.02.2019 13:03
    Highlight Highlight 😑
    Benutzer Bild
  • Scorpy 22.02.2019 13:03
    Highlight Highlight Solange nicht klar ist, was wirklich geschehen ist, sollte auch niemand ein Statement oder eine Vorverurteilung abgeben. Dies betrifft insbesondere die Medien.
  • DemonCore 22.02.2019 13:00
    Highlight Highlight Der erste Nagel im Sarg einer demokratischen Präsidentschaft 2020-24
    • INVKR 22.02.2019 14:55
      Highlight Highlight Ja klar, das wird sicher das Wahlkampfthema Nr 1 im Jahr 2020 sein...

      (Sarkasmus)
    • DemonCore 22.02.2019 16:01
      Highlight Highlight Nein, aber es zeigt wie ein Teil der Demokraten mit allen Mitteln versucht ein Rassenhass-Narrativ zu etablieren und die Massenmedien machen sich zu willigen Huren dieser Manipulation. Denkst du so gewinnt man das Vertrauen der Leute die aus Protest gegen den Medienklüngel und das Demokratische Establishment Trump gewählt haben?
  • Grendelbacher 22.02.2019 12:39
    Highlight Highlight Lol, klassisches Eigentor!
  • Dr. Unwichtig 22.02.2019 12:00
    Highlight Highlight Peinlich ist vor allem, wenn man Herrn Smollett als "nettesten und freundlichsten Menschen, den man kennt" qualifiziert - dabei hat er offensichtlich ziemlich einen an der Waffel. Allerdings ist das auch nicht hanebüchener, als eine Persönlichkeit wie Donald Trump ins Amt des US-Präsidenten zu wählen...
  • Amboss 22.02.2019 11:43
    Highlight Highlight Ich sehe hier die Bredouille nicht. Die Öffentlichkeit wurde ja mutwillig hereingelegt. (Wobei mir Sinn und Zweck dabei irgendwie nicht klar werden).
    Insofern muss man sich ja nichts vorwerfen. Dazu stehen, eine angemessene Reaktion zeigen (was Frau Harris meiner Meinung nach tut) und gut ist.
    • Amboss 22.02.2019 13:45
      Highlight Highlight @Hayek:
      Ja, dieser Vorfall ist Fakenews. Da muss man jetzt halt dazu stehen, dass man dadrauf reingefallen ist, dies richtig begründen und erklären, aber dann ist die Sache auch wieder gegessen.
      Denn es ist ja nicht so, dass solche Vorfälle nicht vorkommen, im Gegenteil.
      Keiner der Politiker hat ja wegen diesem Vorfall irgendwie seine Meinung geändert, eine neue Richtung eingeschlagen oder so.
    • INVKR 22.02.2019 15:00
      Highlight Highlight Hayek1902: So haarsträubend ist die Geschichte eigentlich nicht. Solche Vorfälle haben tatsächlich stark zugenommen seit Trump im Amt ist und entsprechende Gesetzesänderungen sind nach wie vor angebracht. Die Statistik spricht eine klare Sprache (https://www.vox.com/policy-and-politics/2018/11/13/18091646/fbi-hate-crimes-2017), da ändert auch diese Story nichts daran. Oder ist das in Ihren Augen jetzt deswegen auch alles erfunden?
    • Pana 22.02.2019 17:35
      Highlight Highlight Sehe ich genau so. Trump und Freunde jubeln jetzt natürlich, da erfundene Vorfälle normalerweise ihre Spezialität ist. Aber: Der grosse Unterschied hier ist: Die Demokraten verurteilen einen Vorfall, wie er leider (wie oben erwähnt) durchaus vermehrt vorkommt. Ob echt oder nicht, das Verurteilen des Vorfalles ist eine legitime Aktion. Genauso wie das Verurteilen der Täuschung.

      Auf Fake-News hereinfallen und Fake-News selber produzieren (Trump on a daily basis) sind zwei paar Schuhe.
  • Turi 22.02.2019 11:11
    Highlight Highlight Ich finde, man dürfte durchaus darüber nachdenken, offensichtliche Falschanschuldigungen mit derselben Strafe zu ahnden, die eine tatsächliche Tat nach sich gezogen hätte.

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