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Wie Jussie Smolletts Fake-Attacke Top-Demokraten Ärger bringt

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Cory Booker und Kamala Harris wollen beide die USA präsidieren.Bild: EPA/EPA

Wie die Fake-Attacke auf Schauspieler Smollett Top-Demokraten in die Bredouille bringt

22.02.2019, 10:48
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Auf offener Strasse hätte man ihm einen Strick um den Hals gebunden und ihn mit einer unbekannten Chemikalie übergossen, erzählte «Empire»-Star Jussie Smollett Ende Januar. Mehrere demokratische Präsidentschaftskandidaten zeigten sich danach empört über den homophoben und rassistischen Angriff.

Dumm nur: Der Angriff fand in der Form gar nie statt. Am Donnerstag gab die Polizei bekannt, dass Jussie Smollet wegen Falschaussage verhaftet wurde. Er habe den rassistischen und homophoben Angriff selbst inszeniert und für die Attacke zwei Brüder angeheuert. Smollett und sein Anwalt bestreiten die Vorwürfe. Am Donnerstag sagte er laut «New York Times», dass er sich betrogen fühle.

Der angebliche Angriff auf Smollett sahen viele Kritiker als Beispiel für die zunehmende Gewalt gegen Minderheiten in den USA, für die sie auch die aggressive Rhetorik von Präsident Donald Trump verantwortlich machen.

Mehrere Präsidentschaftskandidaten unterstützten daraufhin Smollett. Zu den prominentesten und vehementesten Unterstützern gehörten zwei Senatoren: Kamala Harris (Kalifornien) und Cory Booker (New Jersey). Beide sprachen von einem «modernen Lynch-Versuch».

Harris beschrieb Smollett als «einen der nettesten und freundlichsten Menschen, den sie kenne.»

Doch was nun, wenn das Opfer gar kein Opfer war? Bis jetzt reagierten erst drei prominente Stimmen: Kamala Harris kritisierte am Donnerstag auf Facebook das Vorgehen von Smollett. Es schädige den wahren Opfer von Homophie und Rassismus.

Auch Tulsi Gabbard, Abgeordnete aus Hawaii, verlangte eine harte Bestrafung Smolletts, falls sich die Vorwürfe verdichten. Zukünftige «Hoaxer» sollen abgeschreckt werden.

Die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand äusserte sich am Donnerstagabend gegenüber Reportern. Sie hoffe, dass der Fall Smollett die Opfer von Homophobie und Rassismus nicht unter Generalverdacht stelle, schreibt CNN.

Biden schweigt

Drei prominente Demokraten schweigen bisher: Cory Booker, Julian Castro (ehemaliger Bürgermeister von San Antonio und Minister unter Obama) und Ex-Vizepräsident Joe Biden haben sich bisher nicht geäussert. Anfangs Woche sagte Booker noch, dass er sich erst äussern wolle, wenn es offizielle Informationen gebe. Seit gestern gibt es die, ein Statement hat er jedoch noch nicht veröffentlicht.

Smollett gegen Kaution freigelassen

Der wegen mutmasslicher Falschaussagen festgenommene Jussie Smollett ist mittlerweile gegen Zahlung einer Kaution von 100'000 Dollar freigekommen. Der Star aus der TV-Serie «Empire» wurde am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Chicago aus dem Gewahrsam entlassen. Ihm drohen wegen der Vortäuschung der Attacke drei Jahre Haft. (jaw/sda)

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

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Bernie Sanders, Senator aus Vermont, Jahrgang 1941. Sanders ist zwar ein unabhängiger Senator, aber Mitglied der demokratischen Fraktion.
quelle: epa/epa / tannen maury
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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Turi
22.02.2019 11:11registriert März 2016
Ich finde, man dürfte durchaus darüber nachdenken, offensichtliche Falschanschuldigungen mit derselben Strafe zu ahnden, die eine tatsächliche Tat nach sich gezogen hätte.
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Amboss
22.02.2019 11:43registriert April 2014
Ich sehe hier die Bredouille nicht. Die Öffentlichkeit wurde ja mutwillig hereingelegt. (Wobei mir Sinn und Zweck dabei irgendwie nicht klar werden).
Insofern muss man sich ja nichts vorwerfen. Dazu stehen, eine angemessene Reaktion zeigen (was Frau Harris meiner Meinung nach tut) und gut ist.
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4-HO-MET
22.02.2019 13:03registriert April 2016
😑
Polizei: «Empire»-Star Jussie Smollett hat Prügelattacke selbst inszeniert
😂🤣
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9
Kamala Harris ist nicht perfekt und trotzdem fast alternativlos
Nach Joe Bidens Rückzug müssen die Demokraten schnell die Nachfolge regeln. Im Prinzip ist das Rennen offen, doch faktisch kommt nur Vizepräsidentin Kamala Harris infrage.

Die USA haben in den letzten Jahren einige politische Turbulenzen erlebt. Nun kommt ein neues Kapitel hinzu: Präsident Joe Biden hat am Sonntag seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekannt gegeben. Der zunehmend gebrechliche 81-Jährige hat sich der Realität gebeugt, dass er im November kaum eine Chance gegen Donald Trump gehabt hätte.

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