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Warum Republikaner ein Gesetz verhindern, das geistig Kranken verbietet, Waffen zu kaufen



FILE PHOTO: A sign is posted on an electricity pole outside a house near Sandy Hook Elementary School, nearly two weeks after a gunman shot dead 20 students and six adults, in Newtown, Connecticut December 27, 2012.  REUTERS/Adrees Latif/File Photo

Schild vor der Grundschule von Sandy Hook, Connecticut, wo 26 Menschen von einem geistig Kranken erschossen wurden. Bild: ADREES LATIF/REUTERS

Jemand, der mental nicht in der Lage ist, sich um sich selbst zu kümmern, darf in den USA keine Waffe kaufen. Bisher wurden die Betroffenen in das «National Instant Criminal Background Check System» aufgenommen, das Waffenverkäufer konsultieren müssen, bevor sie ihre Ware verkaufen. Doch der Kongress ist drauf und dran, diese Regelung zu kippen. 

Um diese hatte es lange einen Hickhack gegeben, bis Präsident Barack Obama 2012 die Gesetzgebung forcierte. Der Grund: Damals hatte ein geistig Kranker in der Sandy-Hook-Grundschule in Connecticut 26 Schüler und Lehrer massakriert. Es dauerte dennoch bis Dezember 2016, bis Beamte entsprechende Leitlinien verfasst hatten.

epa05675522 Gun control advocates protest outside the National Rifle Association (NRA) to call for 'sensible gun laws' on the fourth anniversary of the Sandy Hook massacre in Fairfax, Virginia, USA, 14 December 2016. Twenty-year old Adam Lanza gunned down 20 children and six school staffers with an AR-15 military-style assault rifle at the Connecticut Elementary School on December 14, 2012, leading to a renewed national outcry to reduce gun violence.  EPA/JIM LO SCALZO

Eltern protestieren Mitte Dezember 2016 in Sandy Hook für strengere Waffengesetze. Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

Unfaire Stigmatisierung?

Der republikanisch dominierte Kongress hat 60 Tage Zeit, um solche Leitlinien zu prüfen – und winkte das neue Gesetz nun nicht durch: Es enthalte geistig Kranken ihre Rechte vor und stigmatisiere sie, lautete die Argumentation. Am Mittwoch wird der Senat die Ablehnung des Gesetzes bestätigen.

«Diese Regel stigmatisiert unfairerweise Menschen mit Behinderungen», zitiert Huffington Post den Republikaner Chuck Grassley aus Iowa. Seiner Meinung nach könnte schon einem Amerikaner mit Essstörungen der Kauf einer Waffe, der in der Verfassung garantiert wird, verboten werden, wenn die Regelung in Kraft treten würde.

Dabei haben gleich zwei Untersuchungen gezeigt, dass diese Aussage Grassleys nicht haltbar ist. Senator Chris Murphey, der aus Connecticut kommt, hatte denn auch kein Verständnis für die Aktion des politischen Gegners.

«Die Republikaner sind so heuchlerisch bei diesem Thema», motzte der Demokrat. «Dauernd sagen sie, wir sollten bestehende Gesetze verschärfen und gleichzeitig schrieben sie ein Gesetz so um, dass weniger Leute ihren Hintergrund überprüfen lassen müssen.»

Und weiter: «Ich weiss nicht, warum wir denken, dass jemand, der nicht mal seine eigenen Finanzen regeln kann, ein verantwortungsbewusster Waffenbesitzer sein könnte. Am Ende tun sie einfach nur, was die Waffenlobby ihnen sagt.»

(phi)

Make Hüpfburgen, not war!

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