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Sean Spicer lieferte gestern eine «alternative Bedeutung» von «Wire Tapping».
Sean Spicer lieferte gestern eine «alternative Bedeutung» von «Wire Tapping».Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

«Wire Tapping» – Trump soll es wieder einmal anders gemeint haben

14.03.2017, 04:4714.03.2017, 14:00

Es hat mittlerweile System im Weissen Haus: Trump brüllt unüberlegt Anschuldigungen in die Welt hinaus, diese stellen sich dann relativ schnell als falsch heraus, worauf Sean Spicer und Kellyane Conway die Sache wieder einigermassen gerade biegen müssen.

Seinen letzten richtigen Wutausbruch hatte Trump vor Wochenfrist, als er Obama beschuldigte, seine Telefone abgehört zu haben. Wir erinnern uns:

Bis gestern hätte das Justiz-Departement nun belegen müssen, dass Obama das wirklich getan hat. Doch es wurden keine Belege gefunden. 

Spicer relativiert 

So lag es gestern also wieder an Sean Spicer, den Schlamassel auszubaden. Trump habe das mit dem Abhören, «Wire Tapping», gar nicht so wörtlich gemeint, erklärte Spicer im Medienzentrum des Weissen Hauses. Deswegen habe er «Wire Tapping» auch in Anführungszeichen gesetzt. 

Trump habe eigentlich die breite Überwachung und andere Aktivitäten gemeint, die während den Wahlen im Jahr 2016 stattgefunden hätten, so Spicer. Es sei auch kein Angriff gegen Obama persönlich gewesen, sondern gegen die Obama-Administration.

Dass Trump Obama einen «kranken Typen» genannt hatte, ging bei Spicers Erklärung freilich vergessen.

Conway spricht über Mikrowellen

Eine «alternative Erklärung» für das Wort «Wire Tapping» lieferte auch Kellyane Conway. Bei den Vorwürfen gegen die Obama-Administration sei es viel mehr um «Überwachung allgemein» gegangen, sagte Trumps Top-Beraterin im TV-Interview mit «CNN».

Ob sie wisse, dass der Trump Tower wirklich abgehört wurde, wollte der Moderator wissen. «Es gibt viele Wege einander zu überwachen», antwortete Conway ausweichend und wies darauf hin, dass sogar Mikrowellen plötzlich zur Überwachungskamera werden können. (cma)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SemperFi
14.03.2017 05:55registriert Februar 2014
Pressesprecher ist ein frustrierender Job. Würfeln die wohl aus, wer den nächsten Tweet geradebiegen muss?
«Wire Tapping» – Trump soll es wieder einmal anders gemeint haben
Pressesprecher ist ein frustrierender Job. Würfeln die wohl aus, wer den nächsten Tweet geradebiegen muss?
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Scaros_2
14.03.2017 05:19registriert Juni 2015
Das ist einfach nur Lächerlich. Das ist wie wenn ich hingehen würde und einen Politiker einer Partei öffentlich aufs übelste Beleidige und wenn ich Fakten liefern soll sage ich plötzlich. "Ach eigentlich bin ich generell mit der "Art" der Politik dieser Partei unzufrieden.

Dieses Beispiel zeigt eindrücklich wie wenig Ahnung Trump hat und einfach nur polarisieren kann. Liefern kann der Mann nicht.

Deshalb hat Obama das Thema auch gekonnt ignoriert da dieser wusste das dahinter sicher nichts ist.
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Chääschueche
14.03.2017 06:54registriert Februar 2014
Eine Mikrowelle mit Kamera für das perfekte Snapchatfoto 😍
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