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President Donald Trump waves to members of the media before boarding Marine One on the South Lawn of the White House in Washington, Monday, Nov. 26, 2018, for a short trip to Andrews Air Force Base, Md., and then on to Tupelo, Miss. for a rally. (AP Photo/Andrew Harnik)

Bild: AP/AP

Trump plant am G20-Gipfel 7 hochbrisante Treffen – doch für einen hat er keine Zeit



Mit einem Schwerpunkt auf den von ihm selbst vom Zaun gebrochenen Handelskonflikt will US-Präsident Donald Trump die Bühne des G20-Gipfels nutzen, um der Weltpolitik seinen Stempel aufzudrücken.

Der Präsident plant nach Angaben des Weissen Hauses insgesamt sieben teils hochbrisante bilaterale Treffen mit Staatsleuten aus aller Welt.

epa07182584 German Chancellor Angela Merkel leaves after her speech at the Day of the Employers conference in Berlin, Germany, 22 November 2018. The Confederation of German Employers' Associations (BDA) is the umbrella organization of the German Industry.  EPA/CLEMENS BILAN

Mit Angela Merkel will Trump unbedingt sprechen.  Bild: EPA/EPA

Neben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gehören auch Russlands Präsident Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Chinas Staatschef Xi Jingping zu den Gesprächspartnern.

Nicht nur bei dem Treffen mit Angela Merkel dürfte es vorrangig um die verfahrene Handelspolitik gehen. Der EU drohen die USA mit Zöllen auf Autoeinfuhren – vor allem für das Autoland Deutschland eine empfindliche Stelle. Nach einem Bericht der «Wirtschaftswoche» unter Berufung auf EU-Quellen könnte es schon in der Woche nach dem Gipfel zu neuen Zöllen kommen.

G7-Treffen in Bayern: Staatschefs treffen sich vor idyllischer Kulisse

Treffen mit Xi Jingping

Mit dem Chinas Staatschef Xi Jingping hat Trump noch einen härteren Kampf auszutragen. Das Weisse Haus hält jedoch eine Einigung noch in Argentinien für nicht ausgeschlossen. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, könnten die USA die verhängten Sonderzölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar anheben – von zehn Prozent auf 25 Prozent.

Schlimmstenfalls könnten die Amerikaner sogar alle Warenimporte aus China im Wert von insgesamt über 500 Milliarden Dollar mit Zöllen belegen. «Das mag nicht die erste Wahl sein, ich sage nur, das ist eine Sichtweise», sagte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow.

Nach seinen Angaben müsse sich China zu bestimmten Zugeständnissen durchringen. «Bestimmte Bedingungen müssen erfüllt werden», betonte er. «Sie sind jetzt eine grosse Volkswirtschaft, es ist nicht so wie vor 25 oder 30 Jahren.»

Ziel sei weiterhin, die gegenseitigen Zölle auf Null herunterzufahren, dasselbe gelte für andere Handelsbarrieren und für Subventionen. Unter anderem müsse sich China aber zu freiem, fairem und wechselseitigem Handel bekennen.

Neue Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China:

Video: srf

Diebstahl geistigen Eigentums ein Thema

Zu den Bedingungen der USA gehört seit langem auch ein Bekenntnis Chinas zum Verzicht auf den Diebstahl geistigen Eigentums. Dies ist seit Jahrzehnten eine Sorge westlicher Unternehmen und Regierungen. Kudlow betonte, die USA seien in Argentinien in einer starken Verhandlungsposition.

epa07179619 Director of the National Economic Council Larry Kudlow, speaks to the media outside the White House in Washington, DC, USA, 20 November 2018.  EPA/ERIK S. LESSER

Larry Kudlow Bild: EPA/EPA

«Die meisten Beobachter glauben, Chinas Volkswirtschaft ist in einem Abwärtstrend, während die USA aus einer sehr soliden, starken Position heraus in den Gipfel gehen», sagte er. «Ich glaube, wir sind in einer weit besseren Verfassung, um dies durchzustehen, als es China ist.»

Auf der Liste der bilateralen Treffen Trumps stehen auch Japans Premierminister Shinzo Abe, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Südkoreas Staatschef Moon Jae-In, Gastgeber Mauricio Macri sowie Indiens Präsident Narendra Modi, der zu dem Gespräch mit Abe hinzugezogen werden soll.

Kanye West trifft Donald Trump:

Geplantes Gespräch mit Putin in Zweifel

Der Gipfel ist am Freitag und Samstag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. In einem am Dienstag erschienenen Interview mit der «Washington Post» zog Trump das geplante Treffen mit Putin allerdings schon wieder in Zweifel. Er erwarte erst einen Bericht seines Nationalen Sicherheitsteams zur Krise in der Ukraine. «Ich mag diese Aggression nicht», sagte Trump der Zeitung.

Russian President Vladimir Putin speaks during a meeting in Moscow's Kremlin, Russia, Tuesday, Nov. 27, 2018. Putin and German Chancellor Angela Merkel spoke on the phone in the early hours on Tuesday, and the Russian president expressed a

Bild: AP/Pool Sputnik Kremlin

Keine Zeit für Treffen mit saudischem Prinz

Ausdrücklich nicht auf der Liste von Trumps Gesprächspartnern steht Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman. «Die Möglichkeiten für bilaterale Treffen sind voll bis überfüllt», sagte der Nationale Sicherheitsberater im Weissen Haus, John Bolton, zur Begründung.

FILE - In this Oct. 24, 2018photo released by Saudi Press Agency, SPA, Saudi Crown Prince, Mohammed bin Salman addresses the Future Investment Initiative conference, in Riyadh, Saudi Arabia. Salman’s first trip abroad since the killing of Khashoggi will offer an early indication of whether he will face any repercussions. The prince is visiting close allies in the Middle East before attending the Group of 20 Summit in Argentina, where he will come face to face with Trump, who appears keen to preserve their friendship, as well as European leaders and Turkey’s president, who has stepped up pressure on the kingdom.  (Saudi Press Agency via AP, File)

Für Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat Trump keine Zeit. Bild: AP/Saudi Press Agency

Trump selbst hatte ein Treffen mit Salman zuvor ins Gespräch gebracht. Der Kronprinz steht im Verdacht, hinter der Tötung des Journalisten Jamal Kashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul zu stecken.

Am Rande des Treffens will Trump mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau und Mexikos scheidendem Präsidenten Enrique Peña Nieto das hart erfochtene gemeinsame Handelsabkommen unterzeichnen. Es soll dem Nafta-Abkommen folgen, das Trump einst als einen der schlechtesten Freihandelsverträge der Geschichte bezeichnet hatte. (sda/dpa)

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