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Studiochef von Warner Bros. stolpert über Liebesaffäre

Studiochef von Warner Bros. stolpert über Liebesaffäre

19.03.2019, 12:0819.03.2019, 12:08

Nach wochenlangen Medienberichten über eine Affäre mit einer jungen Schauspielerin, der er zu Filmrollen verholfen haben soll, tritt der Chef der Hollywood-Studios Warner Bros., Kevin Tsujihara, zurück. Das teilte der Chef des Mutterkonzerns Warner Media, John Stankey, am Montag mit.

«Es liegt im besten Interesse von WarnerMedia, Warner Bros., unserer Mitarbeiter und unserer Partner, dass Kevin als Vorsitzender und Geschäftsführer von Warner Bros. zurücktritt», erklärte Stankey.

FILE - This April 21, 2015 file photo shows Kevin Tsujihara, chairman and CEO of Warner Bros., during the Warner Bros. presentation at CinemaCon 2015 in Las Vegas. Tsujihara is stepping down after cla ...
Als Warner Bros. Chairman und Chief Executive Officer in einem der mächtigsten und prestigeträchtigsten Studios Hollywoods ist Tsujihara eine der ranghöchsten Führungskräfte, die von Anschuldigungen wegen sexuellen Fehlverhaltens betroffen ist.Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Kevin habe eingesehen, dass «sein Fehlverhalten» die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens behindern könnte, erklärte Stankey weiter, ohne auf die Hintergründe einzugehen. Einen Nachfolger nannte der Konzern zunächst nicht.

Charlotte Kirk attends the world premiere of "Ocean's 8" at Alice Tully Hall on Tuesday, June 5, 2018, in New York. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP)
Tsujihara soll seiner Geliebten, Charlotte Kirk, zu Rollen verschafft haben.Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Warner hatte nach Medienberichten über die Affäre eine interne Untersuchung eingeleitet. Laut den Berichten soll der 54-jährige verheiratete Studio-Boss im Jahr 2013 eine Liebesbeziehung mit der 26-jährigen Britin Charlotte Kirk gehabt haben und seinen Einfluss missbraucht haben, um der jungen Schauspielerin Rollen zu verschaffen, wenngleich mit bescheidenem Erfolg: Nach Informationen der Hollywood-Medien spielte sie nur kleinere Rollen in den Warner-Filmen «How to be Single» (2016) und «Ocean's 8» (2018).

Tsujiharas Anwälte weisen die Vorwürfe zurück: Er habe auf die Casting-Entscheidungen der Filme keinen Einfluss genommen, versichern sie. Tsujihara hatte erst kürzlich im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung von WarnerMedia mehr Verantwortung übernommen. (whr/sda/afp)

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Nach Amokfahrt: Täter muss vorerst in die Psychiatrie
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat das Amtsgericht angeordnet, den Täter vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Dem 33-jährigen Deutschen werden zweifacher Mord sowie versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig weiter mitteilte.
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