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Studiochef von Warner Bros. stolpert über Liebesaffäre

19.03.2019, 12:08

Nach wochenlangen Medienberichten über eine Affäre mit einer jungen Schauspielerin, der er zu Filmrollen verholfen haben soll, tritt der Chef der Hollywood-Studios Warner Bros., Kevin Tsujihara, zurück. Das teilte der Chef des Mutterkonzerns Warner Media, John Stankey, am Montag mit.

«Es liegt im besten Interesse von WarnerMedia, Warner Bros., unserer Mitarbeiter und unserer Partner, dass Kevin als Vorsitzender und Geschäftsführer von Warner Bros. zurücktritt», erklärte Stankey.

Als Warner Bros. Chairman und Chief Executive Officer in einem der mächtigsten und prestigeträchtigsten Studios Hollywoods ist Tsujihara eine der ranghöchsten Führungskräfte, die von Anschuldigungen wegen sexuellen Fehlverhaltens betroffen ist.
Als Warner Bros. Chairman und Chief Executive Officer in einem der mächtigsten und prestigeträchtigsten Studios Hollywoods ist Tsujihara eine der ranghöchsten Führungskräfte, die von Anschuldigungen wegen sexuellen Fehlverhaltens betroffen ist.Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Kevin habe eingesehen, dass «sein Fehlverhalten» die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens behindern könnte, erklärte Stankey weiter, ohne auf die Hintergründe einzugehen. Einen Nachfolger nannte der Konzern zunächst nicht.

Tsujihara soll seiner Geliebten, Charlotte Kirk, zu Rollen verschafft haben.
Tsujihara soll seiner Geliebten, Charlotte Kirk, zu Rollen verschafft haben.Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Warner hatte nach Medienberichten über die Affäre eine interne Untersuchung eingeleitet. Laut den Berichten soll der 54-jährige verheiratete Studio-Boss im Jahr 2013 eine Liebesbeziehung mit der 26-jährigen Britin Charlotte Kirk gehabt haben und seinen Einfluss missbraucht haben, um der jungen Schauspielerin Rollen zu verschaffen, wenngleich mit bescheidenem Erfolg: Nach Informationen der Hollywood-Medien spielte sie nur kleinere Rollen in den Warner-Filmen «How to be Single» (2016) und «Ocean's 8» (2018).

Tsujiharas Anwälte weisen die Vorwürfe zurück: Er habe auf die Casting-Entscheidungen der Filme keinen Einfluss genommen, versichern sie. Tsujihara hatte erst kürzlich im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung von WarnerMedia mehr Verantwortung übernommen. (whr/sda/afp)

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