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Former first lady Michelle Obama speaks at a rally to encourage voter registration on Friday, Sept. 28, 2018, in Coral Gables, Fla. (AP Photo/Brynn Anderson)

Die ehemalige First Lady Michelle Obama beteiligte sich an Kampagnen zur Wählermobilisierung. Bild: AP/AP

Wie die Demokraten die Midterms noch vermasseln können

Die US-Demokraten haben gute Chancen, bei den Kongresswahlen in einer Woche zumindest die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern. Es könnte aber auch ein böses Erwachen wie 2016 geben.



Er steht nicht auf dem Wahlzettel. Und doch dreht sich bei den Kongresswahlen am 6. November alles um ihn: US-Präsident Donald Trump. Die Midterms seien ein Referendum über ihn und seine Politik, sagen Kommentatoren. Sagt Trump selber. Fast täglich jettet der Präsident durchs Land, als Wahlhelfer für Kandidaten seiner republikanischen Partei.

Lange sah es gut aus für die oppositionellen Demokraten. Es galt als sicher, dass sie die Mehrheit der 435 Sitze im Repräsentantenhaus erobern würden. Und sogar im Senat schienen die Chancen auf eine demokratische Kontrolle intakt, obwohl die Konstellation ungünstig ist. Nur neun der 35 Sitze, die zur Wahl stehen, werden von Republikanern gehalten.

8 Rohrbomben an Obama & Co: Trump rügt Medien

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Video: srf

In letzter Zeit aber haben sich die Aussichten eingetrübt. Die «Blaue Welle» – in Anspielung auf die Parteifarbe der Demokraten – schien zu verebben. Die Chancen auf eine Mehrheit im «House» bleiben intakt, doch den Senat haben sie so gut wie verloren. Innerhalb der Partei geht deshalb die Angst um vor einer Wiederholung des Debakels bei der Präsidentschaftswahl 2016.

Hass auf Trump

Werden die Demokraten erneut auf der Ziellinie alles verlieren? Dafür sprechen die gute Wirtschaftslage und die in letzter Zeit gestiegene Popularität von Donald Trump. Dagegen spricht die enorme Abneigung, um nicht zu sagen der Hass, den viele gegenüber dem polarisierenden Präsidenten empfinden. Besonders die Frauen lehnen Trump mehrheitlich ab.

Wie sehr das Klima in den USA vergiftet ist, zeigen die Gewalttaten der letzten Tage. Werden sich diese Ereignisse auf die Wahlen in einer Woche auswirken? Oder überwiegt die Zufriedenheit vieler Amerikaner mit ihrer verbesserten wirtschaftlichen Lage, wie die «New York Times» mutmasst? Ein Überblick über einige wichtige Aspekte der Midterms:

Umfragen

Mit den Umfragen in den USA ist es so eine Sache, seit sich die Demoskopen vor zwei Jahren verzockt haben. Noch am Abend der Präsidentschaftswahl gaben sie Hillary Clinton die grösseren Siegeschancen als Donald Trump. Am Ende der Nacht hatten sie sich kräftig blamiert. Auch der vermeintlich unfehlbare «Zahlenguru» Nate Silver hat damals einen Schuh voll rausgezogen.

Bild

Nate Silvers aktuelle Prognose für das Repräsentantenhaus.

Nun geht Silver in seinem Blog FiveThirtyEight davon aus, dass die Demokraten mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 80 Prozent die Kontrolle im Repräsentantenhaus übernehmen werden. Ihre Chancen haben sich in den letzten Tagen eher wieder verbessert. Fast ebenso sicher ist für Silver, dass die Republikaner den Senat halten oder ihre Mehrheit sogar ausbauen können.

Sein einstiger Mitarbeiter Harry Enten kommt auf CNN zu einer identischen Prognose. In der Querschnittumfrage der Website RealClearPolitics, die alle «seriösen» Einzelumfragen erfasst, haben die Demokraten auf nationaler Ebene einen Vorsprung von mehr als sieben Prozent auf die Republikaner, was für eine Mehrheit im Repräsentantenhaus reichen könnte.

Landkarte

Die Demokraten brauchen einen deutlichen Vorsprung auf die Republikaner, weil sie von der politischen Landkarte benachteiligt werden. Dort haben ländlich-konservative Regionen ein übergrosses Gewicht. Ein Problem ist auch das berüchtigte Gerrymandering, bei dem die Wahlkreise so gezeichnet werden, dass eine sichere Mehrheit für eine Partei resultiert.

epa06242398 People against gerrymandering inflate a blow-up figure named 'Cleanup Carl', with words that read 'Corruption Cleanup' on it's body; at an anti-gerrymandering rally outside the Supreme Court after the Court heard oral arguments for the case Gill v. Whitford, in Washington, DC, USA, 03 October 2017.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Protest gegen das Gerrymandering vor dem Obersten Gerichtshof. Bild: EPA/EPA

Die Republikaner haben das Gerrymandering in den von ihnen beherrschten Bundesstaaten zur Perfektion praktiziert. Das Brennan Center for Justice an der New York University kommt deshalb in einem Bericht zum Schluss, dass die Demokraten auf nationaler Ebene sogar einen Vorsprung von fast elf Prozent benötigen, um die Mehrheit in der Abgeordnetenkammer zu erringen.

Benachteiligt werden die Demokraten auch durch Gesetze, die angeblich Wahlbetrug verhindern, in Wirklichkeit aber vor allem mehrheitlich zu den Demokraten tendierende Wählerschichten wie Junge und Angehörige von Minderheiten bei der Stimmabgabe einschränken sollen. Einige besonders krasse Gesetze in republikanisch dominierten Staaten haben die Gerichte kassiert.

Mobilisierung

Der Schlüssel zu Donald Trumps Wahlsieg 2016 war die unerwartet starke Mobilisierung von überwiegend weissen Wählerinnen und Wählern. Auch bei den Midterms wird dieser Faktor eine entscheidende Rolle spielen. Die Demokraten müssen mit dem Handicap umgehen, dass Junge, Schwarze und Latinos bei den Zwischenwahlen häufig durch Abwesenheit glänzen.

A group of women early vote in the midterm elections after the Women's March Chicago on Saturday, Oct. 13, 2018 in Chicago.   Thousands of people marched through downtown Chicago to express their displeasure at President Donald Trump and encourage voters to go to the polls for next month's midterm election.  (Ashlee Rezin/Chicago Sun-Times via AP)

Vorzeitige Stimmabgabe in Chicago: Die Demokraten hoffen auf die Frauen und die Jungen. Bild: AP/Chicago Sun-Times

Die grosse Frage ist, ob die Wut auf Trump stärker ist als diese Stimmfaulheit. Eine Harvard-Umfrage zeigt, dass die jungen Wählerinnen und Wähler in Rekordzahl teilnehmen wollen. Allerdings verspüren auch die Republikaner Rückenwind, nicht zuletzt durch die Kontroverse um den umstrittenen Richter Brett Kavanaugh. Sie scheint erneut die Weissen zu mobilisieren.

Wer profitiert mehr? Das ist schwer zu sagen, aber die Wahlbeteiligung dürfte hoch werden. Das zeigen Zahlen aus jenen Staaten, die eine vorzeitige Stimmabgabe ermöglichen. Laut NBC News haben bislang mehr Leute gewählt als zum gleichen Zeitpunkt vor zwei Jahren, was verblüffend ist. Denn bei den Midterms ist die Beteiligung in der Regel niedriger als bei Präsidentschaftswahlen.

Kavanaugh

Die Vergewaltigungsvorwürfe und die harten Angriffe der Demokraten gegen das neue Mitglied des Obersten Gerichtshofs waren für die Republikaner wie ein Geschenk des Himmels. Sie schreckten viele Konservative auf, darunter auch solche, die Donald Trump bislang abgelehnt hatten. Die Republikaner würden bei den Midterms vom Kavanaugh-Effekt profitieren, lautet ein oft kolportierte These.

Über 160 Verhaftungen bei Kavanaugh-Protesten

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Video: srf

Die Umfragen zeigen ein anderes Bild. In einer AP-Erhebung begrüssen nur 35 Prozent der Befragten die Ernennung von Kavanaugh, 43 Prozent lehnen sie ab. Nur 25 Prozent glauben, er habe vor dem Senat die Wahrheit und nichts als die Wahrheit gesagt. Eine Umfrage von USA Today ergab, dass der Kavanaugh-Effekt «den Demokraten mehr Schub verleiht als den Republikanern».

Eine Prognose bleibt schwierig. Dennoch spricht einiges dafür, dass die Demokraten zumindest in der grossen Kammer die Mehrheit übernehmen und Trump damit das Leben schwer machen können. Der «Kristallkugel»-Blog des renommierten Politologen Larry Sabato von der University of Virginia geht davon aus, dass die Republikaner eine kleine Chance haben, das Repräsentantenhaus zu halten. Die Demokraten aber hätten deutlich mehr Optionen.

Und trotzdem besteht nach den ernüchternden Erfahrungen von 2016 die Gefahr, dass sie es erneut vermasseln werden. Wenn eine Partei darin geübt ist, sich selbst ein Bein zu stellen, dann sind es die Demokraten.

Wenn wir schon dabei sind: Trumps mögliche Gegner 2020

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 02.11.2018 09:20
    Highlight Highlight Wie sagt man so schön: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. ;-)
  • Pirat der dritte 01.11.2018 22:53
    Highlight Highlight Trump wird diese Wahlen gewinnen, ganz einfach deshalb, weil er dafür kämpft, sich an seine Wahlversprechen hält, tatsächlich auch etwas auf den Boden bringt, erfolgreich ist und die Medien dank Trump viele Clicks generieren. Seine Art und Weise ist zwar scheisse, aber das interessiert zuletzt niemanden.
    • swisskiss 02.11.2018 21:37
      Highlight Highlight Pirat der dritte: Es geht um mehr als 500 verschiedene Einzelwahlen, für die Trump weder antritt, noch in der grossen Mehrheit genügend Einfluss hat, um das Resultat nachhaltig zu beeinflussen.

      Ist ja schön , wenn Du ein Trumpist bist. Das ändert aber nichts an den Fundamentaldaten, die klar gegen Deine Ansicht sprechen.
    • Hiker 02.11.2018 23:40
      Highlight Highlight Leider haben Sie damit vermutlich recht.
  • rodolofo 01.11.2018 22:19
    Highlight Highlight Nach dem Bolsonaro-Schock erwarte ich einen weiteren Trump-Schock.
    Nach dem Putin-Schock, dem Salvini-Schock, dem Orban-Schock, dem Erdogan-Schock, dem Katschinski-Schock, dem Duterte-Schock, und so weiter, bin ich abgestumpft.
    Es geht mit voller Kraft zurück in die 50er-Jahre.
    Ein Vintage-Modetrend...
  • swisskiss 01.11.2018 22:18
    Highlight Highlight Zum Verständnis von Umfragen und deren Leseart und Aussagekraft. Präsiwahl war ein "Einzelereignis" dass statistisch fast korrekt bewertet wurde (Clinton 3 Millionen Stimmen mehr als Trump) aber den Verlust wichtiger Schlüsselstaaten für die Dems nicht erkennen konnten ( weniger als1% aller Stimmen , machten den Ausschlag für Trump)

    Hier haben wir es mit mehr als 500 einzelnen Polls zu tun (Kongress, Senat, Gouverneur)

    Das sind die Tendenzen klarer erkennbar und werden nicht durch externe Einflüsse verfälscht. Senat bleibt Rep, House geht an Dems.
  • Juliet Bravo 01.11.2018 21:56
    Highlight Highlight So schlecht wie die Umfrageinstitute dort drüben in Prognosen sind, erwarte ich gar nichts. Es kann alles rauskommen. (Demgegenüber hat in Brasilien Datafolha tagtäglich aktualisierte prozentgenaue (!) Prognosen geliefert. Sogar der Trend war exakt).
    • crik 02.11.2018 00:23
      Highlight Highlight Schlechter Vergleich. 435 Wahlkreise in den USA ist viel komplexer als 1 Wahlkreis in Brasilien.

      Woher willst du wissen, dass der Trend stimmte? Effektiv gewählt wurde ja nur 2 mal.

      Täglich aktualisierte Prognosen gibt's übrigens auch in den USA zuhauf.
  • In vino veritas 01.11.2018 21:18
    Highlight Highlight Ich hoffe sehr, dass die Demokraten nebst dem Repräsentantenhaus auch den Senat erobern. Aber leider wird in Amerika immer alles auf (oder eben gegen) den Präsident bezogen, auch wenn es ja nicht direkt um ihn geht. Gerade deswegen ist es fatal, wenn eine Hillary vorprescht (die Sanders Vorwahlphase korrumpiert hat) und sich für das Präsidentenamt bereit fühlt. Das könnte meiner Meinung nach sehr viele frustrieren und sie vom Wählen abhalten, da es für sie schon um Trump oder Hillary geht, nicht um die Midterms.
    • Ville_16 02.11.2018 06:46
      Highlight Highlight Ihre Hoffnung ist umsonst.
  • Howard271 01.11.2018 20:46
    Highlight Highlight Die Demoskopen haben sich nicht „verzockt“, sondern Journalisten und andere Berichterstatter können oft solche Wahrscheinlichkeitsaussagen nicht richtig interpretieren. Wenn man sagt, Clintom hatte eine 5/6 Chance zu gewinnen, heisst das nicht, dass sie auf jeden Fall gewinnt, sondern eben in 5 von 6 Szenarien. Das ist wie bei einen Würfel: Die Chance, dass man keine 1 würfelt ist grösser, als dass man sie würfelt. Man würde klar sagen, dass „keine 1“ viel wahrscheinlicher und zu erwarten ist. Das heisst aber nicht, dass danach eben doch eine 1 gewürfet werden kann.
    • Switch_On 02.11.2018 13:04
      Highlight Highlight Das stimmt.

      Aber es ist halt so, dass 12 von 8 Journalisten mit Mathe total überfordert sind ;)
  • roger.schmid 01.11.2018 20:37
    Highlight Highlight "Tired of winning" sind die Reps sicher nicht. Die riesen Mauer bleibt ein Hirngespinst, die Steuersenkungen betreffen nur Superreiche, bei den Krankenversicherung sieht es schlecht aus und das Defizit erreicht neue Rekordhöhen.
    Was macht also Trump? Angstmacherei ohne Ende, während seine Kumpanen alles daran setzen, die Demokraten am wählen zu hindern. Hoffentlich geht es nicht auf.
  • Ville_16 01.11.2018 20:35
    Highlight Highlight Können sie nicht, haben sie schon lange.
  • DerRabe 01.11.2018 20:31
    Highlight Highlight Da sich die Demokraten nur unmerklich von den gemässigten Republikanern unterscheiden, haben Sie ausser Trump nichts wofür/wogegen es sich zu kämpfen lohnt. Das führt selbstverständlich zu Wahlmüdigkeit. Kann schon sein, dass der Anti-Trump-Reflex diesmal ausreicht. Aber die Demokraten müssen schleunigst progressiver und sozialistischer werden, damit sie die Abgehängten und Enttäuschten dieses beinahe Drittweltlandes wieder auf ihre Seite bringen können.
    • FlaviaKleiner=ECFR=Soros 01.11.2018 21:44
      Highlight Highlight Verkehrte Welt. Bush und Konsorten sind gemässigte Republikaner und der Trump ein extremer.
      Naja...Muss ja nicht logisch sein sondern ins Weltbild passen und das tut es ja augenscheinlich ;)
    • Ohniznachtisbett 01.11.2018 22:32
      Highlight Highlight Wie du auf die idee kommst dass progressiv und Sozialismus in US und A erfolgreicher sei für die Dems? In einem Land wo viele ex Dems GOP wählen, weil ihnen die Dems zu fest nach links gedriftet seien...
    • sweeneytodd 01.11.2018 22:33
      Highlight Highlight Klingt ja schön, aber mit einem sozialistischen Wahlprogramm könnten sie gutes tun, werden jedoch nicht gewählt. Die Dems müssen sich vlt wieder einen bisschen mehr zur Mitte hinbewegen, um im Jahre 2020 die Swingstates zu holen. Ein Land kann man nicht regieren wenn man nur eine Bevölkerungsgruppe anspricht. Auch Trump spricht nur die Hardliner an und genau dies wird ihm m.M. nach zum verhängnis werden.
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