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President Donald Trump speaks to members of the media before boarding Marine One at the White House, Saturday, Dec. 2, 2017, in Washington. Trump is traveling to New York for a fundraising event. (AP Photo/Andrew Harnik)

«Ich musste General Flynn feuern, weil er den Vizepräsidenten und das FBI belogen hat»: Donald Trump verteidigt sich.  Bild: AP/AP

Trump belastet sich in der Russland-Affäre gerade selbst – und schiesst gegen Hillary



Weil sein früherer Sicherheitsberater Michael Flynn mit dem FBI kooperiert, steigt der Druck auf Donald Trump immer weiter an. Umso mehr, als er sich mit einer ungeschickten Aussage gerade selbst belastet. 

«Ich musste General Flynn feuern, weil er den Vizepräsidenten  und das FBI belogen hat», twitterte Trump. «Er hat sich dieser Lügen schuldig bekannt. Es ist eine Schande, denn seine Handlungen während des Übergangs waren gesetzeskonform. Es gab nichts zu verbergen!», so der US-Präsident. Trump bezog sich damit auf Flynns Gespräche im Dezember 2016 mit dem damaligen Moskauer Botschafter in Washington, Sergej Kisljak.

Trump wusste also zum Zeitpunkt, als Flynn unter Druck zurücktrat, dass dieser neben dem Vizepräsidenten auch das FBI belogen hatte. Dies ändert die Dramaturgie der ganzen Russland-Affäre. 

FBI zieht Ermittler wegen Trump-Kritik ab

Die US-Bundespolizei FBI hat einen hochrangigen Beamten von den Ermittlungen zur Russland-Affäre abgezogen. Dieser hatte zuvor privat kritische Textmitteilungen über Präsident Donald Trump verschickt.

Wie das Büro von Sonderermittler Robert Mueller am Samstag mitteilte, wurde der stellvertretende Chef der Spionageabwehr beim FBI, Peter Strzok, unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus dem Team des Sonderermittlers abgezogen. Wie die «Washington Post» und die «New York Times» berichteten, wurde Strzok bereits im Sommer abgezogen. Bis dahin hatte er demnach eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen zu möglichen Absprachen zwischen dem Trump-Team und russischen Regierungsvertretern rund um die Präsidentschaftswahl 2016 gespielt.

Zuvor war er auch schon an den FBI-Ermittlungen zur Nutzung privater E-Mail-Server durch Ex-Aussenministerin Hillary Clinton beteiligt gewesen. (sda)

Demokraten attackieren Trump

Der Knackpunkt: Just am Tag nach dem Rücktritt bat Trump den damaligen FBI-Chef James Comey, die Untersuchungen gegen Flynn einzustellen. «Er ist ein guter Mann. Ich hoffe, Sie können das sein lassen», hatte Trump damals laut Comeys Aktennotizen zum FBI-Chef gesagt. Dieser hat die Aussagen unter Eid bestätigt. 

Dementsprechend wittern die Demokraten nun Morgenluft. 

«Das ist Justizbehinderung. Jetzt gibt es Trump sogar zu», schreibt der demokratische Abgeordnete Ted Lieu auf Twitter

Sein Parteikollege Adam Schiff sieht es ähnlich: «Warum haben Sie dann so lange gewartet, Flynn zu feuern. Warum haben Sie erst gehandelt, als der Fall an die Öffentlichkeit gekommen ist?»

Trump schiesst gegen Hillary

Derweil versucht Trump, von sich abzulenken und nimmt seine ärgste Gegenspielerin ins Visier. Er wirft dem FBI Doppelmoral vor. Während das Leben von General Flynn nun zerstört sei, werde Hillary Clinton in Ruhe gelassen. Da werde nicht mit gleich langen Ellen gemessen. 

(amü)

Donald Trump ahmt Menschen nach

Video: watson

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