DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

20 Jahre 9/11 – 20 Bilder, an die wir uns (wohl) ein Leben lang erinnern

10.09.2021, 11:4410.09.2021, 14:14

«Ich weiss noch genau, wo ich am 11. September 2001 war.» Diesen Satz wird man in den nächsten Tagen wieder vermehrt hören, denn der 11. September 2001 jährt sich zum 20. Mal.

Der 11. September 2001 – ein Dienstag übrigens – war ein Tag des Terrors, denn 19 Al-Kaida-Terroristen entführten vier Flugzeuge und töteten 2996 Menschen aus 93 Ländern.

Zum 20. Jahrestag haben wir 20 Momente und ihre Geschichten herausgepickt, die wohl für immer in unseren Köpfen bleiben werden:

Brennende Türme

Bild: getty

Am 11. September 2001 werden die beiden Flugzeuge American Airlines (AA) Flüge 11 und United Airlines (UA) Flug 175 von Al-Kaida-Terroristen entführt und in die Twin Towers des World Trade Centers (WTC) in New York geflogen. Um 8:46 Uhr (Ortszeit) fliegt Flug AA 11 in den Nordturm, um 9:03 Uhr (Ortszeit) explodiert Flug UA 175 im Südturm. In und ums WTC starben 2763 Menschen aus 92 Ländern. Mehr als 3200 Kinder verloren einen oder beide Elternteile.

Bushs Reaktion

Bild: keystone

Während das erste Flugzeug in den Nordturm fliegt, ist der US-Präsident George W. Bush gerade dabei, eine neue Bildungsinitiative vorzustellen: 16 Zweitklässler erwarten ihn in der Kleinstadt Sarasota, Florida, zu einer Lesestunde.

Trotz der Nachricht, dass ein Flugzeug abgestürzt sei und wohl etwas mit dem WTC nicht stimme, wird der Lesestunde-Termin zuerst wie geplant fortgesetzt: Vor laufender Kamera betritt der Präsident in dem Augenblick, als das zweite Flugzeug in den Südturm kracht, mit einem «good morning» den Klassenraum 301 der Grundschule in Sarasota.

Der zweite Flieger

An diesen Moment erinnern sich Millionen Menschen auf der ganzen Welt, denn sie konnten ihn am Fernseher live mitverfolgen: Ein Flugzeug kracht in den Südturm der Twin Towers, während vom Nordturm bereits Rauch aufsteigt.

Panik auf den Strassen

Bild: keystone

Menschen rennen in Panik durch die Strassen Manhattans, während hinter ihnen der Südturm einstürzt. Rund 15'000 Menschen konnten die Türme rechtzeitig verlassen.

Dichter Rauch

Bild: IMAGO

Dichter Rauch steigt nach den Flugzeug-Crashs von den Twin Towers auf. Die Idee zu einem Welthandelszentrum in New York kristallisierte sich zu Beginn des Zweiten Weltkrieges heraus – nach dem Motto «Weltfriede durch Handel».

Menschen in der Sackgasse

Bild: Getty

400 Meter über dem Boden hängen Menschen an der Fassade der Twin Towers und versuchen so, vor dem dichten Rauch und der Hitze zu fliehen.

Der fallende Mann

Bild: keystone

Viele Menschen sprangen in den Tod. Dieses ikonische Bild erhielt den Namen «the falling man». Es wurde um 9:41 Uhr (Ortszeit) aufgenommen. Nach den Anschlägen wurde das Bild von vielen Medien in den USA zurückgehalten, um die Integrität der damals noch namenlosen Person zu schützen.

Nach intensiver Recherche kam der Fotograf, Richard Drew, zum Schluss, dass es sich bei dem fallenden Mann um den Toningenieur Jonathan Briley handle, der während der Anschläge im Restaurant im obersten Stockwerk des Nordturmes gearbeitet hatte. Heute steht Jonathan Briley stellvertretend für die vielen Menschen, die aus Verzweiflung aus den Twin Towers sprangen.

Der Einsturz

Bild: Imago

Die Twin Towers in Flammen. Im Bild: Um 9:59 Uhr (Ortszeit) kollabiert der Südturm. Um 10:28 Uhr bricht schliesslich auch der Nordturm zusammen. Die herabstürzenden Trümmer zerstörten insgesamt 23 Gebäude im Umfeld so stark, dass sie in der Folge abgerissen werden mussten.

Frau in der Apokalypse

Bild: getty

Der NYPD-Officer Mike Brennan hilft einer verzweifelten Frau, nachdem der erste Turm eingestürzt ist. Die Strassen sind mit Asche und Trümmern bedeckt – alles erscheint apokalyptisch. Später zitiert das NYPD Brennan in einem öffentlichen Bericht mit den Worten: «never again».

Flucht vor dem Staub

Bild: getty

Der Südturm bricht zusammen. Menschen rennen durch die Strassen Manhattans.

Die Tränen der Helden

Bild: getty

Die Tränen im Gesicht zeugen von seiner Fassungslosigkeit. Das Bild dieses verzweifelten Feuerwehrmannes ging um die Welt.

Erschöpfung

Bild: keystone

Völlig erschöpft stützt der freiwillige Feuerwehrmann Bill Fennelly aus Baldwin, NY, seinen Kopf in seine Hand.

«The Dust Lady»

Bild: Getty

«The Dust Lady» Marcy Borders gehörte zu den Überlebenden. Hier hält sie das ikonische Bild, das sie selber zeigt, wie sie bedeckt von Staub und Asche den Nordturm verlässt. Borders war Angestellte der Bank of America im Nordturm. Sie starb 2005 im Alter von nur 42 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Borders Leben nach den Anschlägen vom 11. September war bestimmt gewesen von psychischen Problemen und Drogen.

Ruinen

Bild: keystone

Die Ruinen der Twin Towers stehen inmitten der noch rauchenden Trümmer. Die Gebäude des WTC-Komplexes waren alle asbestverseucht, weshalb sich die Aufräumarbeiten für die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter als schwierig erwiesen. Bei den Aufräumarbeiten wurde versucht, die Überreste der Opfer herauszusuchen – und genetisch zu identifizieren.

Die Lücke

Bild: Getty

Ground Zero: Im Mai 2002 waren die Aufräumarbeiten offiziell beendet. Ein riesiges Loch klaffte nun mitten im dicht überbauten Manhattan. Am 7. Mai 2002 erfolgte der Spatenstich für die Neubauten. Das am 10. Mai 2013 fertiggestellte «One World Trade Center» – das auf dem Grundstück der ehemaligen Twin Towers steht – ist mit einer Höhe von 541 m das höchste Gebäude der westlichen Hemisphäre sowie das sechsthöchste der Welt. Die Bauarbeiten für weitere Gebäude auf dem WTC-Grundstück sind noch im Gange.

Die Nebenschauplätze

Bild: IMAGO

Nicht nur das WTC wurde von den Terroristen angegriffen: Um 9:37 Uhr (Ortszeit) krachte der AA Flug 77 ins Pentagon. 189 Personen verloren ihr Leben.

Die Kampfansage

Bild: Imago

Der damalige US-Präsident George W. Bush winkt vor dem zerstörten WTC-Komplex mit einer amerikanischen Flagge. Zuvor hatte er die Auslieferung des Terroristen Osama bin Laden gefordert. Nachdem Afghanistan dem nicht nachgekommen war, rief Bush den «Krieg gegen den Terror» aus. Gleichzeitig forderte er alle Nationen auf, sich für die Unterstützung der USA zu entscheiden: «Entweder seid ihr auf unserer Seite oder auf der, der Terroristen.»

Der Hintermann

Bild: IMAGO

Diesen Mann kannte nach den Anschlägen vom 11. September schlagartig die ganze Welt: Osama bin Laden war der Kopf der Terroristenorganisation Al-Kaida. Am Terroranschlag waren 19 Flugzeugentführer beteiligt, 15 von ihnen waren Staatsbürger Saudi-Arabiens und stammten aus wohlhabenden, eher säkular eingestellten Familien. Die anderen Entführen stammten aus den VAE, Ägypten und dem Libanon.

Der Gegen-Hass

Bild: keystone

Der 11. September, drei Jahre später: Pakistanische Demonstranten zünden die amerikanische Flagge und eine Puppe an, die George W. Bush abbildet. Sie demonstrieren gegen die militärischen Angriffe der USA im Irak, Afghanistan und dem Iran, die in Folge der Anschläge des 11. Septembers 2001 durch das US-Militär durchgeführt wurden. Diese Länder wurden von den USA beschuldigt, terroristische Organisationen zu unterstützen und somit Teil der «Achse des Bösen» zu sein.

Die Erinnerung

Bild: Getty

«Tribute in Light»: Am 11. März 2002 – sechs Monate nach den Anschlägen – erinnern zwei blaue Lichttürme an die zerstörten Twin Towers. Seither wird die Lichtinstallation alljährlich am 11. September zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang wiederholt. (yam)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Evolution der US-Flagge

1 / 15
Die Evolution der US-Flagge
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Hinter mir ein voller Saal mit 9/11-Ersthelfern.»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die grosse 9/11-Verschwörung – und was davon zu halten ist

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 erschütterten die Welt. 19 Jahre danach sind viele immer noch überzeugt, dass es sich um eine von den USA inszenierte Verschwörung handelte. Wir machen den Reality Check.

Es ist eines jener weltgeschichtlichen Ereignisse, bei denen jeder Mensch genau sagen kann, wo er sich aufgehalten hat, als er davon erfuhr. Am 11. September 2001 rasten zwei Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center (WTC) in New York. Eine weitere Maschine kollidierte mit dem Pentagon in Washington, und ein vierter Jet, der vermutlich in Richtung Washington unterwegs war, zerschellte im Bundesstaat Pennsylvania am Boden.

Die Anschläge von 9/11 erschütterten die Welt. Als …

Artikel lesen
Link zum Artikel