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Selbstfahrendes Uber-Auto fährt in den USA Fussgängerin tot

Nach einem tödlichen Unfall im US-Bundesstaat Arizona stoppt der Chauffeurdienst Uber vorerst die Erprobung von selbstfahrenden Autos. Die Unterbrechung gelte für Nordamerika, sagte eine Sprecherin am Montag.
19.03.2018, 22:3220.03.2018, 08:59

Ein autonom fahrender Wagen von Uber war in der Stadt Tempe mit einer Fussgängerin, die ein Velo schob, zusammengestossen. Die 49-Jährige erlag nach Polizeiangaben im Spital ihren Verletzungen. Es war der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto.

Die Fahrzeuge werden auf der ganzen Welt getestet, weil Autokonzerne und Unternehmen wie die Google-Mutter Alphabet und Uber darin eine Schlüsseltechnologie der Zukunft sehen.

Nach Polizeiangaben fuhr der Unfallwagen vom Typ Volvo XC90 zum Zeitpunkt des Aufpralls in der Nacht zum Montag autonom. Eine Sprecherin des chinesisch-schwedischen Unternehmens sagte, die Technik fürs autonome Fahren stamme nicht von Volvo. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und die Unfallermittlungsstelle NTSB kündigten an, eigene Teams nach Tempe zu entsenden.

So sehen Ubers selbstfahrende Autos aus.
So sehen Ubers selbstfahrende Autos aus.Bild: AP/AP

Mögliche Auswirkung auf Politik

Der Unfall dürfte sich auf die politische Diskussion auswirken. Die Alphabet-Tochter Waymo sowie Uber hatten erst am Freitag an den Kongress in Washington appelliert, die Entwicklung selbstfahrender Autos mit einer weitreichenden Gesetzgebung voranzutreiben. Einige Politiker von den Demokraten haben Sicherheitsbedenken geäussert und dürften sich nun bestätigt fühlen.

Arizona hat vergleichsweise lockere Regeln und wollte damit Unternehmen anlocken. Allein Uber erprobt im Grossraum Phoenix, zu dem auch Tempe gehört, mehr als 100 selbstfahrende Wagen. Der Konzern will mit der Entwicklung der Autos langfristig von Menschen gesteuerte Fahrzeuge überflüssig machen.

Sicherheitsbedenken mit Blick auf selbstfahrende Autos gibt es schon seit einem tödlichen Unfall mit einem Wagen von Tesla im Juli 2016. Er fuhr aber nur mit einem teilautonomen System, das unter Kontrolle eines Menschen stand. Das System von Uber braucht eigentlich keinen Fahrer mehr.

(sda/reu)

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67 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ich !
19.03.2018 20:26registriert Oktober 2017
So traurig das für die Frau und ihre Angehörigen ist, muss man doch die Relation bewahren.
In den USA gibt es jährlich 40'000 Verkehrstote, das sind über 100 pro Tag. Zu erwarten, dass selbstfahrende Autos nie an einem tödlichen Unfall beteiligt oder sogar auch einmal schuld sind, wäre unrealistisch. Längerfristig gehe ich davon aus, dass selbstfahrende Autos sicherer fahren als Menschen. Sie sind immer konzentriert, nie betrunken, lassen sich nicht ablenken und halten sich an Tempolimits.
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LubiM
19.03.2018 19:45registriert Mai 2014
Also so wie es in den Berichten tönt, war dies nicht auf einem Führerstreifen sondern die Frau ist vor das Auto gelaufen, wenn man da mit 60-70 kmh fahren kommt kann der Computer noch so schnell arbeiten.... Da hätte auch der Mensch keine Chance zu bremsen.
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Exodus
19.03.2018 20:36registriert Februar 2018
Was passiert ist, ist schlimm.
Die Statistik beweist aber, dass es für die gleiche gefahrene Kilometer mit einem selbstgefahrenen Auto viel weniger Unfälle verursacht werden.
Wenn es einen Unfall gibt, man erfährt in der Regel alles über den Unfall.
Von all die Personen, die dank dieser Technologie in Zukunft nicht verletzt werden, oder noch weiterleben werden können, wird man nie etwas erfahren...
Diese Technologie muss weiterentwickelt und verbessert werden, indem man auch von diesen tragischen Ereignissen etwas lernt, damit solche Fälle in Zukunft nicht mehr passieren.
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