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Assange trifft sich mit britischen Behörden



epa05974926 Wikileaks founder Julian Assange speaks to reporters on the balcony of the Ecuadorian Embassy in London, Britain, 19 May 2017. According to a statement by the Swedish prosecutor's office on 19 May 2017, Sweden has dropped a rape probe against WikiLeaks founder Assange.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Assange in der Botschaft - wie lange noch? Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE

In den festgefahrenen Konflikt um Wikileaks-Gründer Julian Assange kommt offenbar Bewegung. Assange hat laut einem Medienbericht einen für Montag geplanten Auftritt wegen eines «unmittelbar bevorstehenden» Treffens mit britischen Behörden verschoben.

Assange habe die Entscheidung auf Anraten seines Rechtsbeistands getroffen, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Kreise. Dazu, für wie lange der Auftritt aufgeschoben werden soll, gab es zunächst keine Angaben. Das Twitter-Profil von Wikileaks blieb stumm, der schwedische Anwalt von Assange wollte den Bericht nicht kommentieren.

Assange wollte ursprünglich am Montagnachmittag zum fünften Jahrestag seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors vom Balkon der Vertretung sprechen und hatte dafür eine «besondere Ankündigung» in Aussicht gestellt. Der für 14.00 Uhr MESZ anvisierte Auftritt fand allerdings nicht statt.

Er hoffe, dass es für ihn bald eine Lösung geben werde, sagte Assange zuvor der PA. Der 45-jährige Australier war in die Londoner Botschaft geflüchtet, um einer Festnahme und Auslieferung nach Schweden zu entgehen.

Die schwedische Justiz hatte ihre Ermittlungen wegen Vergewaltigungsvorwürfen zwar im Mai eingestellt. Die britischen Behörden erklärten aber, dass sie ihn wegen anderer Vergehen beim Verlassen der Botschaft trotzdem festnehmen würden.

Angst vor Auslieferung

Assange hatte stets erklärt, er befürchte am Ende eine Auslieferung in die USA. Washington macht ihn für die Veröffentlichung von brisanten US-Dokumenten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak über die WikiLeaks-Plattform verantwortlich.

Im vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampf veröffentlichte Wikileaks von Hackern gestohlene E-Mails der Demokratischen Partei und schadete damit der am Ende unterlegenen Kandidatin Hillary Clinton.

Assange hatte zuvor angekündigt, sein Exil aufzugeben und freiwillig in die USA zu gehen, falls Whistleblowerin Chelsea Manning freikomme. Sie gilt als eine Quelle für einige der bekanntesten Wikileaks-Enthüllungen. Als Manning nach der vorherigen Begnadigung durch US-Präsident Barack Obama im Mai das Gefängnis verliess, feierte der Wikileaks-Gründer dies zwar als Sieg, liess seiner Ankündigung aber keine Taten folgen. (sda/dpa)

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