International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

EU rüstet sich für Handelskrieg und droht USA mit Zöllen auf Blue Jeans



Die Europäische Union wappnet sich gleich in mehreren Wirtschaftszweigen für einen Konflikt mit den USA. «Ein Handelskrieg hat keine Gewinner», warnte EU-Kommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel.

Falls die USA – wie von Präsident Donald Trump angekündigt – Zölle auf Stahl und Aluminium verhängten, werde man reagieren und europäische Arbeitsplätze schützen, sagte Malmström. Für diesen Fall droht die Brüsseler Behörde mit Strafgebühren auf ur-amerikanische Produkte wie Blue Jeans oder Erdnussbutter.

Es werde eine angemessene Antwort auf die US-Drohungen vorbereitet, sagte Malmström. Man erstelle eine Liste mit US-Waren, für die bei der Einfuhr in die EU Zölle fällig würden. Dazu gehörten etwa Whiskey, Orangensaft und Erdnussbutter. Insgesamt sind es US-Produkte im Wert von 2,8 Milliarden Euro. Die Aufstellung muss noch mit den EU-Mitgliedern besprochen werden.

Trumps Wirtschaftsberater nahm den Hut

Für zusätzliche Unruhe sorgte der Rücktritt des Chef-Wirtschaftsberaters von Trump – offenbar wegen Meinungsverschiedenheiten. Gary Cohn galt im Weissen Haus als Verfechter des Freihandels.

Auslöser ist die Ankündigung von Trump aus der vorigen Woche, Stahl und Aluminium bei der Einfuhr in die USA mit neuen Zöllen zu belegen. Er rechtfertigte den Schritt mit Gründen der nationalen Sicherheit.

Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, warnte, eine Auseinandersetzung mit wechselseitig angehobenen Einfuhrzöllen könne niemand gewinnen.

USA wollen «keinen Handelskrieg»

Die USA streben nach den Worten ihres Handelsministers Wilbur Ross «keinen Handelskrieg» an. Der Minister sagte am Mittwoch gegenüber dem Sender CNBC, die Entscheidung für Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sei «wohl durchdacht» getroffen worden.

Führende Vertreter der US-Notenbank Fed warnten vor Gefahren eines Handelskrieges – auch für die USA. Alles, was die Beziehungen zu Partnern wie Kanada und Mexiko belaste, schade US-Interessen, sagte etwa der Präsident des Fed-Bezirks von Dallas, Robert Kaplan. (whr/sda/reu/dpa)

Konzerne vs. Trump

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Volksinitiative will 7500 Franken für jeden Schweizer

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Billy the Kid 08.03.2018 12:00
    Highlight Highlight Diese armselige Handelspolitik ist doch nichts als Augenwischerei. Trump will einfach seiner nostalgischen Rustbeltklientel ein paar Krümel hinwerfen, sodass er wiedergewählt wird und noch mehr für seine tatsächlichen Freunde aka die 1% Superreichen erledigen kann. Es ist doch bezeichnend, dass gerade die Kohle- und Stahlindustrie einen so hohen Stellenwert für Trump anscheinend hat - obwohl jeder wissen sollte, dass gerade diese Jobs nicht an China oder die EU "verloren" gingen, sondern der technische Fortschritt dafür gesorgt hat, dass diese Arbeiter schlicht NIE mehr gebraucht werden.
  • Billy the Kid 08.03.2018 08:25
    Highlight Highlight Waren made in USA sind also noch Whiskey, Erdnussbutter und Orangensaft. Da verwundert es kaum, dass der Handelsminister keine Angst vor einem Handelskrieg hat - man stellt ja alles Wesentliche schon selber her.
  • TheCloud 07.03.2018 21:46
    Highlight Highlight EU sollte Gegenmassnahmen gegen Russland und nicht gegen die USA treffen. Trump vollzieht ja nur Putins Befehle.
  • Oberon 07.03.2018 20:24
    Highlight Highlight Eigentlich schmeisst China mit Stahl um sich, aber egal die EU ist sicher schuld. ***

  • Albi Gabriel 07.03.2018 20:00
    Highlight Highlight Ein Grund mehr, nicht diesem Verein beizutreten. Wer auf Strafzölle mit Strafzöllen reagiert, hat offensichtlich gar nichts kapiert. Das kann nur Verlierer geben. Aber was anderes kann man von einem Mitglied der EU-Kommission schon erwarten...
  • tooempty7 07.03.2018 18:55
    Highlight Highlight Die Reaktionen auf die amerikanischen Einfuhrzölle sollen und werden nicht primär gesamtökonomischer Natur sein. Es werden gezielt bekannte amerikanische Produkte ausgewählt, um damit auch Druck aus der Bevölkerung aufzubauen.
    Die EU hat dies 2002 bereits sehr erfolgreich gemacht, in dem gezielt gegen Swing States vorgegangen wurde und somit der Druck auf G.W.Bush erhöht wurde. Wobei dann auch tatsächlich ca 200‘000 Arbeitsplätze in den USA verloren gingen.
  • Armend Krasniqi 07.03.2018 17:55
    Highlight Highlight Bangladesch liegt also neu in den USA vom wegen Blue Jeans.
  • RAZZORBACK 07.03.2018 17:45
    Highlight Highlight Man könnte doch alle Apple Produkte mit Strafzöllen belegen. Das wäre wirkungsvoller als läppische Jeans.
    • Pisti 07.03.2018 20:06
      Highlight Highlight Dachte die hatten immer schon Zölle drauf, bei dem Preis 😉
  • Stigs 07.03.2018 17:39
    Highlight Highlight Angenommen Putin mischt im Weissen Haus mit, dann wäre dass ein guter tacktischer Zug um die USA und Europa zu spalten.
  • w'ever 07.03.2018 17:16
    Highlight Highlight mal im ernst. auf was genau in den staaten produzierte artikel will die EU genau einen zoll erheben? apple produkte (keine eier)? ami autos (will eh niemand)? starbucks (zahlt ja keine steuern)?
    lustig diese EU
    • TheCloud 07.03.2018 21:55
      Highlight Highlight Wie wäre es mit Steuern auf Microsoft, Oracle, Cisco, IBM Software, Tintenpatronen, US-Aktien und Anleihen, Soya etc?
      Als Nebeneffekt gibt es Milliarden zusätzliche Einnahmen für die EU-Staaten.
  • Käsebrötchen 07.03.2018 16:54
    Highlight Highlight Eine nette Liste, was die heilige EU so alles für (nicht zu knappe) Strafzölle erhebt. Die sollen sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
    https://www.focus.de/finanzen/news/55-anti-dumping-massnahmen-strafzoelle-auf-mandarinen-und-fahrraeder-wie-die-eu-unternehmen-vor-china-schuetzt_id_7343387.html
  • w'ever 07.03.2018 16:32
    Highlight Highlight seit wann werden blue jeans noch in den staaten produziert?
    • Rolf Meyer 07.03.2018 19:24
      Highlight Highlight Nur die Headline gelesen? Weil das spielt im Prinzip keine Rolle, die EU wählt mehrere Produkte aus, die insgesamt etwa dem Gegenwert der Verluste aus Stahl und Aluminium entsprechen.
    • w'ever 07.03.2018 20:31
      Highlight Highlight das ganze gelesen. aber ich halte es trotzdem für einen witz solche strafzölle erheben zu wollen. die EU würde besser daran tun, gewisse US firmen mal richtig zu besteuern.
  • Benjamin Goodreign 07.03.2018 16:13
    Highlight Highlight Wie viele Promille der in die EU importierten Jeans werden überhaupt noch in den USA produziert? - Chaschperlitheater!

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel