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Trump zum Fall Khashoggi: «Schlechteste Vertuschung in der Geschichte der Vertuschungen»



Die Chronologie des Falls Khashoggi

Im Zusammenhang mit der Ermordung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi haben die USA erstmals Sanktionen gegen Saudi-Arabien erlassen. Das Land verbietet 21 saudiarabischen Staatsbürgern die Einreise. Das US-Aussenministerium erklärte, den Betroffenen würden keine Visa erteilt, bereits bestehende würden ungültig. 

Damit ziehen die USA erstmals konkrete Konsequenzen aus den Vorwürfen, Khashoggi sei im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet worden. 

Derweil hat Präsident Donald Trump Saudi-Arabien, dessen Ministerien und Geheimdienste in ungewohnt scharfer Manier kritisiert. Während einer Sitzung mit Armeekadern liess er am Dienstagabend verlauten, was er von der Tötung Khashoggis hält:  

«Das war ein totales Fiasko, vom ersten Tag an, schon von der Idee an, wessen Idee auch immer das war, das war keine gute Idee.»

Donald Trump

Zwar vermied es Trump weiterhin, den saudischen Kronprinzen bin Salman verantwortlich zu machen, aber er kritisierte das Vorhaben ohne auf dessen Stellung Rücksicht zu nehmen: 

«Die Saudis hatten ein sehr schlechtes Konzept und es war auch noch schlecht ausgeführt. Und die Vertuschung war die schlechteste in der Geschichte der Vertuschungen.»

Donald Trump

Es sei ganz einfach ein «sehr schlechter Deal» gewesen, über den man nicht einmal hätte nachdenken dürfen. Zwar glaube er dem saudischen Kronprinzen, wenn dieser ihm sage, er habe nichts mit der Tötung Khashoggis zu tun gehabt und dass diese auf einem tieferen Level angeordnet worden sei, aber: 

«Irgendjemand hat es so richtig versaut.»

Donald Trump

Zahlreiche Regierungen hatten die bisherige Erklärung des Königshauses in Riad als unzureichend erklärt, Khashoggi sei bei einer Auseinandersetzung im Konsulat versehentlich ums Leben gekommen.

Khashoggi hatte die diplomatische Vertretung am 2. Oktober aufgesucht, um Unterlagen für seine bevorstehende Hochzeit abzuholen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Saudi-Arabiens Staatsführung vorgeworfen, den regierungskritischen Journalisten ermordet zu haben. Am Dienstag hatte sich Erdogan in den Fall eingeschaltet. 

Wer Saudi-Arabien die Waffen liefert

(sda/thi)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 24.10.2018 18:53
    Highlight Highlight .
    Benutzer Bild
  • Fafefu 24.10.2018 11:26
    Highlight Highlight Seit wann ist ein geplanter Mord ein Deal?
  • rodolofo 24.10.2018 10:51
    Highlight Highlight Nachhilfe-Unterricht vom Ober-Mafiaboss für einen seiner lokalen Ableger:
    "Man will schliesslich ja nur helfen."
    (Trump'sche Art der Entwicklungshilfe)
  • Ernesto (1) 24.10.2018 09:12
    Highlight Highlight Hmm Trump glaubt er hätte es besser gemacht .... klar er ist der beste .. oder nicht oder doch ....
    Das ist keine Verurteilung sondern nur eigenes Schulter klopfen ..

    So eine Unverschämtheit typisch Trump er ist der grösste
  • Influenzer 24.10.2018 08:53
    Highlight Highlight Trump kritisiert die laienhafte Ausführung eines politisch motivierten Mordes. Wo bleibt die Kritik am Verbrechen selbst? Bin Salman hat entweder Mörder in seinem Geheimdienst oder er ist selber einer. Die stümperhafte Ausführung ist dabei eine Randnotiz.
    • brico 24.10.2018 09:55
      Highlight Highlight Trump kritisiert eben das Verbrechen per se gar nicht. Offensichtlich stört es ihn nicht, wenn politische Gegner umgebracht werden, so lange dabeiprofessionell vorgegangen wird. Das ist aber schon ziemlich bedenklich.
  • Scrat 24.10.2018 08:50
    Highlight Highlight Trumps Aussagen kann man dahingehend interpretieren, dass es durchaus legitim ist, kritisch/anders Denkende zu eliminieren - man sollte es einfach nicht so offensichtlich und dilletantisch umsetzen. Anstatt eine klare Reaktion gegen solche Machenschaften zu zeigen, legitimiert er diese mit seinen Aussagen auch noch. In Zukunft werden Regierungen und andere Organisationen nach Lust und Laune Gegner ausschalten, ohne dass dies Konsequenzen haben wird - weil ja auch der US-Präsident das durchaus OK findet... Mir bleibt echt die Spucke weg!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 24.10.2018 09:35
      Highlight Highlight Es gab ja erst gerade einen Fall, in welchem ein Mann seine Grabscherei damit rechtfertigte, dass Trump gesagt hat dass es ok sei.
  • bytheway 24.10.2018 08:30
    Highlight Highlight «Die Saudis hatten ein sehr schlechtes Konzept und es war auch noch schlecht ausgeführt. Und die Vertuschung war die schlechteste in der Geschichte der Vertuschungen.»

    Mit anderen Worten: Hätten sie es doch nur besser gemacht und vertuscht, könnten wir unsere Waffen trotzdem liefern.
  • Jungleböy 24.10.2018 08:06
    Highlight Highlight Etwas zu dilettantisch. Das war genau so geplant meiner meinung nach.
  • paddyh 24.10.2018 08:04
    Highlight Highlight Also für mich klingt das nicht wirklich nach ernsthafter Kritik. Es klingt eher nach: Weil ihr zu dem seid jemanden sauber umzulegen, muss ich mich jetzt um diesen Dreck kümmern.
    Er ist verärgert, weil es nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden kann.
  • Clife 24.10.2018 07:53
    Highlight Highlight Die Einreise für die 21 Menschen zu verbieten, ist nichtmal eine richtige Sanktion. Die wahren Übeltäter (Salman und der Kronprinz inkl. Konsorten) werden dies akzeptieren und es geht munter drunter und drüber. Wenn man Sanktionen ausübt, dann endlich gegen die von dort stammenden Ölproduktionen!
  • Sebastian Wendelspiess 24.10.2018 07:52
    Highlight Highlight Gut so.
  • Sisiphos 24.10.2018 07:49
    Highlight Highlight Trump kritisiert die Art der Ausführung und nicht den Mord an sich. Die Saudis waren seiner Meinung nach einfach zu blöd diesen Mord auszuführen. Er bedauert wahrscheinlich einzig, dass er wahrscheinlich keine Waffengeschäfte mehr mit denen machen kann. Trump in allen Lebenssituationen der gleiche miese Charakter.
  • Scaros_2 24.10.2018 07:48
    Highlight Highlight Eins muss man Trump eben schon lassen. Der Umstand das ihm die politische Korrektheit ziemlich egal ist führt unweigerlich dazu, dass er eben überaus ehrlich sein kann.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 24.10.2018 07:56
      Highlight Highlight Naja. Wenn es für dich ehrlich ist, dass er am nächsten Tag nichts mehr von den am Vortag gesagten Dinge gesagt haben will.
      Beispiele sind da zur Genüge bekannt.
      Ach Moment. Er hat bisher, erwiesenermaßen, mehr gelogen als jeder vor ihm.
    • demokrit 24.10.2018 08:18
      Highlight Highlight Vor Tagen hielt er die Vertuschungsaktion ja noch für glaubhaft. Solange nicht der Kronprinz selbst belegt wird, sind das reine Alibisanktionen. Ein funktionierender Schweizer Finanzplatz würde jetzt die gehorteten Milliarden der Saudis blockieren.
    • Snowy 24.10.2018 08:29
      Highlight Highlight Absolut.

      Eines der ersten Male, dass ich Trump Respekt zolle. Nicht für sein Handeln, aber weil er - anders als z.B. europäische Politiker - schonungslos die Wahrheit sagt.

      Ja, die Saudis sind Verbrecher, aber es sind nun mal stinkreiche Verbrecher und ich möchte Ihnen weiterhin meine Waffen verkaufen.
      Und Ja, der cashflow ist mir wichtiger als moralische Bedenken.

      Also eigentlich im Ergebnis genau dasselbe wie Merkel, Macron und May.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophon 24.10.2018 07:34
    Highlight Highlight Trump meint also die Saudis haben den Mord einfach schlecht ausgeführt und die Vertuschung versaut- sonst wäre es OK.

    Er ist und bleibt eine krankes Geschöpf und gehört in eine Klinik.
    • Sebastian Wendelspiess 24.10.2018 09:46
      Highlight Highlight Ach und du meinst vor Trump hätten die Saudis sowas nicht gemacht, resp. die Ams haben das früher nicht gewusst? Trump zeigt einfach ohne Maske wie die Politik funktioniert. Es interessiert sich keiner für Demokratie oder Menschenrechte. Die tun alle nur so.
  • Flötist 24.10.2018 07:28
    Highlight Highlight «Die Saudis hatten ein sehr schlechtes Konzept und es war auch noch schlecht ausgeführt. Und die Vertuschung war die schlechteste in der Geschichte der Vertuschungen.»

    So redet man über einen Mord, wenn einem das Opfer sowas von egal ist.
  • N. Y. P. 24.10.2018 07:16
    Highlight Highlight «Das war ein totales Fiasko, vom ersten Tag an, schon von der Idee an, wessen Idee auch immer das war, das war keine gute Idee.»
    Donald Trump

    Also, jetzt spinnt er völlig. Ist Mr President sich eigentlich bewusst, was er da gerade wieder rauslässt.

    Er meint :

    «Hey Leute, foltert und mordet, wie es euch beliebt. Journalisten sind eh eine Plage. Aber geht das nächste Mal nicht so dilettantisch vor. Dieses Theater kann ich jetzt echt nicht gebrauchen.»
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 24.10.2018 12:48
      Highlight Highlight Schön und präzise aus dem trumpischen übersetzt. 😄

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