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Polizisten untersuchen die auf La Réunion gefundene Flügelklappe.
Polizisten untersuchen die auf La Réunion gefundene Flügelklappe.
Bild: EPA/ZINFOS974

Tests mit Flügelteil belegen: MH370 stürzte weiter nördlich ins Meer

21.04.2017, 10:4821.04.2017, 11:06

Mehr als drei Jahre sind vergangen seit dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370. Im Januar wurde die Suche nach dem Wrack der malaysischen Boeing 777 ergebnislos eingestellt. Nun haben australische Wissenschaftler mit einem Experiment ermittelt, dass die Maschine nicht im bisherigen Suchgebiet im Indischen Ozean abgestürzt sein soll, sondern weiter nördlich.

Diese Vermutung ist nicht neu, sie wurde bereits im letzten Dezember in einem Expertenbericht der australischen Verkehrssicherheitsbehörde formuliert. Für die Regierungen Australiens, Chinas und Malaysias, die den Fall gemeinsam untersuchen, war dies zu wenig, um die Suche fortzusetzen.

MH370

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MH370
quelle: getty images asiapac / chinafotopress
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Nun hat die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), die staatliche Behörde Australiens für wissenschaftliche und industrielle Forschung, am Freitag einen Bericht veröffentlicht, der die These des weiter nördlich gelegenen Absturzgebiets erhärtet. Er basiert auf einem Experiment, das mit einer echten Flügelklappe einer Boeing 777 durchgeführt wurde.

Kein Grund für neue Suche

Sie entspricht jenem Wrackteil, das im Juli 2015 auf der Insel La Réunion entdeckt wurde. Bislang gab es Versuche mit Replikas, nun wurde erstmals ein originales Flugzeugteil verwendet. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich die Flügelklappe im Wasser verhält. «Wir haben herausgefunden, dass sie gegenüber den Nachbauten 20 Grad nach links abweicht und schneller vorankommt», sagte David Griffin, der Leiter des Forschungsteams, gemäss der BBC.

Mit dem Fundort auf La Réunion habe dies zur Überzeugung geführt, dass sich MH370 «höchstwahrscheinlich im neuen Suchgebiet befindet», sagte Griffin. Es ist mit rund 25'000 Quadratkilometern etwas mehr als halb so gross wie die Schweiz. Der australische Verkehrsminister Darren Chester hielt am Freitag fest, man sehe keinen Grund für eine neue Suche. Man habe den Bericht aber nach Malaysia geschickt, das die Führungsrolle bei der Untersuchung spielt.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März 2014 mit 239 Personen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Die Fluglinie will nun ein globales und satellitengesteuertes Flugverfolgungssystem einführen. Diese neue Technologie könne Flugzeuge auch in entlegenen Gegenden in Echtzeit orten, sagte ein Sprecher von Malaysia Airlines.

Man wolle das neue System 2018 als erste Fluggesellschaft in Betrieb nehmen, hiess es weiter. Es gebe keinen Zusammenhang mit Flug MH370. Vielmehr sei das von der Firma Aireon entwickelte System, das sich auf die ADS-B-Technologie stützt, erst seit kurzem verfügbar. (pbl/sda)

Zwei Jahre nach dem Verschwinden von MH370

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Zwei Jahre nach dem Verschwinden von MH370
quelle: ap/ap / joshua paul
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