Bringen wir's hinter uns. Eine Anmerkung in eigener Sache quasi. Eine Selbstzerknirschung. Manchmal sind die Grenzen des guten Humors einfach überschritten. Manchmal fühlt sich das Gegenüber dann einfach schlecht. Besudelt vom Tomatensugo des Sauglattismus. Ich habe vor einem halben Jahr anlässlich der «Bachelor»-Reunion-Sendung deren Moderatorin Adela Smajic beleidigt, ohne das zu wollen oder zu merken, was sie mir danach auf Instagram hocherzürnt um die Ohren gehauen hat.
Zuerst habe ich mich deswegen in selbtsgerechter Erhabenheit gesuhlt, aber dann habe ich versucht, meinen Erguss noch einmal aus ihrer Perspektive zu lesen, und muss sagen: Ich kann sie verstehen. Ich wäre an ihrer Stelle auch «düredräit» und «überegheit», wie das der heurige «Bachelorette»-Gewinner Alessio so gerne sagt. Manchmal muss man sich einfach entschuldigen, und ich hoffe, Adela nimmt die späte Entschuldigung an.
Und damit wären wir wieder back to Reality. Bei Larissa und ihrem Auserwählten Alessio. Der sich ebenfalls dringend entschuldigen sollte. Oh. Mein. Gott. Was für ein Desaster! Natürlich sind die beiden nicht mehr zusammen, mich wundert das ja nicht, mein Bauchgefühl kollabierte irgendwann während des Finales und braucht seither einen Treppenlift.
Was also ist passiert? VIELES! ZUVIEL! Und es ist alles echt nicht schön. Zum Beispiel dies: Alessio liess sich in den letzten Wochen im Ausgang von einer 19-Jährigen küssen, die ihm seinen Ring klaute, ihn sich an den Finger steckte und sagte: «Du hesch mi ghüratet.» Alessio fand das verzeihbaren jugendlichen Leichtsinn, aber Alessio findet ja auch Frauen über 30 unverzeihliche «auti Pfanne».
Seinerseits äusserte er jedoch eine bedenkliche Eifersucht, als Larissa mit anderen ihrer Kandidaten den «Kontaktaufbau» suchte – und brachte sie dazu, die Nummer von Kandidat Lars zu blockieren.
Die Kandidaten Juju und Mike, die sich immer grössere Sorgen um eine kranke (Lungenentzündung!) und zunehmend isolierte Larissa machten, schildern, wie Alessio Lars im Gruppenchat drohte.
Alessio «lieh» Larissa ein Cartier-Armband und drohte nach dem Beziehungsaus damit, sie zu verklagen, wenn er es nicht zurückbekäme.
Als sich Alessios Götti via Instagram bei Larissa meldete, sagte Alessio: «Haut di färn vo mire Familie!»
Larissa beschreibt sein Verhalten als «iischchaut» (eiskalt), und das, obwohl er in Südafrika doch immer davon geredet hat, wie alles in ihm «chocht» und «explodiert» und so, wenn er mit ihr zusammen ist.
Das war im Märli. Doch der Alltag in der Schweiz ist keins. Alessio verlässt Larissa, weil er plötzlich alles zu toxisch findet (etwa auch sich selbst?). Larissas dahingemetzelte, wie ein blutendes Tier auf der Strasse liegenden «Gfüu» bleiben verzweifelt an Alessio hängen und kleben.
Juju und Mike und Lars, denen Larissas Schicksal ECHT zu Herzen geht, versuchen, sie von dem «manipulativen Arschloch» wegzuweisen. Ihr Herz zu befreien. Das Bemühen der drei und ihre absolute Solidarität mit Larissa sind herzig und herzzerreissend. Adela unterstützt sie mit einer astreinen No-Bullshit-Haltung und detektivischen Methoden.
Alessios Erklärungen werden immer wirrer und stossen auf ungläubiges Lachen der anderen. Es ist alles eine traurige Tragödie, wie wir sie in dem Ausmass am Ende dieser Show noch nie gesehen haben. Es werden gewiss noch viele böse Worte fallen. Larissa wird noch mehr verletzt werden. Dass die anderen für sie da sein werden, ist in dieser Wüste ein Trost.
Witzig fand ich noch das Zitat der Bachelorette: "ich will jemanden kennen lernen der mich will, und nicht dem Ruhm der Sendung Bachelorette."
Der Ruhm der Sendung....🤭🤭🤭🤭
Hab den überblick (den ich nie hatte) verloren……
Bin echt überfordert mit dem gelesenen.🙈
Liegt nicht an Dir Simone, im Gegenteil ich bewundere Dich dass Du da noch durchblickst und das Ganze sogar noch schriftlich zusammenfassen kannst😜🙈
Aber zum Glück ist es jetzt fertig: du hast es geschafft, Simone💪
Ich könnte keine ganze Folge durchhalten🤭