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Dumm gelaufen: Disney darf seine «Star Wars»-Filme nicht selbst streamen

09.08.18, 02:01 09.08.18, 08:12


Es klingt wie der ultimative Master-Plan: 2019 wird der Mauskonzern seinen eigenen Streaming-Dienst auf den Markt bringen und damit gegen Netflix und Co. antreten. Der Schritt scheint logisch, hat Disney selbst doch einen gigantischen Katalog an Film- und Serientiteln.

Prinzessin Leia

Sollte ab 2019 bei Disneys Streaming-Dienst zu sehen sein: Prinzessin Leia. Bild: Disney

Dumm nur, dass Disney vor zwei Jahren einen Deal abgeschlossen hat, der ihnen nun ordentliche Probleme bereitet. 2016 hat Disney nämlich die TV-Senderechte für diverse «Star Wars»-Filme an den Konkurrenten Turner Broadcasting verkauft. Und weil damals bei Disney anscheinend noch niemand daran gedacht hatte, dass ein eigener Streaming-Dienst eine gute Sache wäre, haben sie die Streaming-Rechte gleich mitverkauft – und zwar bis 2024.

Laut dem Branchenmagazin Bloomberg soll Turner ungefähr 274 Millionen US-Dollar für die Rechte der «Star Wars»-Filme bezahlt haben, die zwischen 1977 und 2005 erschienen sind, plus «einigen neueren Titeln». Damit hat Turner also mindestens die Streaming-Kontrolle über Episode eins bis sechs.

Star Wars Holiday Special

Ob der Deal auch diesen schrecklichen Film beinhaltet? 🤔 Bild: Lucasfilm

Für Disney, das bei ihrem neuen Streaming-Service vor allem auf «Star Wars»- und Marvel-Filme setzt, ist das natürlich äusserst ärgerlich. Was macht der Mauskonzern also? Er bietet Turner eine Menge Geld, um die Rechte vorzeitig zurückzuerhalten. Und was macht Turner? Sie lehnen ab.

Verständlich, denn Turner gehört zum gleichen Konzern wie das Filmstudio Warner Bros. Und dieses ist mit seinen DC-Superhelden-Filmen einer der schärfsten Konkurrenten von Disney. (pls)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 09.08.2018 11:31
    Highlight Sie werden sich selbst kannibalisieren. Konkurrenten gibts schon, die den Wettbewerb fördern. Mehr Streamer durch reine Gier wird den Markt zerstören.
    6 1 Melden
  • Aegnor 09.08.2018 09:46
    Highlight Ist ja bei Netflix-CH und House of Card genau so geschehen...
    12 1 Melden
  • pun 09.08.2018 08:10
    Highlight Die Filmbranche hats immernoch nicht gecheckt, dass sie uns halbwegs ehelichen zahlkräftigen Zuschauern das bezahlen von Streams einfacher machen müssen und nicht mit tausenden Anbietern, bei denen man womöglich überall ein Monatsabo lösen muss, alles wieder kompliziert machen.
    39 2 Melden
    • supremewash 09.08.2018 09:55
      Highlight Ich verstehe jetzt nicht was am Streaming bzw. dem Bezahlen dafür so kompliziert sein sollte.
      Auch wenn nun alle grossen Studios eigene Plattformen lancieren möchten (von denen sich nur wenige behaupten werden).
      Unter dem Strich sind dann zwei oder drei Streaming-Abos auch nicht teurer als ein Kabelanschluss.
      4 13 Melden
    • Pascal Scherrer 09.08.2018 10:08
      Highlight @supremewash: Grundsätzlich hast du recht. Allerdings planen im Moment fast alle grossen Film- und TV-Konzerne ihre eigenen Streaming-Dienste.

      Disney macht was, Warner Bros, CBS hat was vor. Auch in England gibt es Sender, die jetzt alles auf eigenen Streaming-Plattformen zeigen wollen.

      In der Schweiz wird das dann bestimmt interessant. Entweder Netflix oder Amazon kann sich weiterhin Streaming-Lizenzen schnappen, die Studio-eigenen Dienste hier nicht rentieren oder wir müssen für gefühlt jeden Film ein eigenes Abo lösen. Oder die Filme sind erst gar nicht mehr via Streaming verfügbar.
      27 0 Melden
    • M.. 09.08.2018 10:39
      Highlight Das Problem ist einfach, dass die Filmstudios immer noch Exklusivrechte vergeben. Das führt zu der Zerstückelung. Musik gibs hingegen parallel auf Spotify, Deezer, iTunes, Google Play u.a.m. und jeder kann sich seinen bevorzugten Dienst aussuchen.

      Macht sowas wie kinox.to in guter Qualität, mit korrekter Lizenzierung und ohne DRM-Gängelung (HDCP-Mist u.ä.) für 20-40 CHF/Monat und die Leute werden die Abos in Scharen kaufen.
      8 1 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi 09.08.2018 06:23
    Highlight Scharf? Ihre Superheldenfilme sind ja eine Katastrophe. Agsser Nolans The Dark Knight-Trilogie und Wonder Woman, haben sie ja jeden Film in den Sand gesetzt.
    70 6 Melden
    • Pascal Scherrer 09.08.2018 07:12
      Highlight Nein, nein, «Green Lantern» war mindestens so gut wie The dark Knight. 😂

      Nein, ernsthaft: Ja, klar, rein von der Qualität her, sind DC-Filme keine Konkurrenz.

      Aber von den Ambitionen und den Ressourcen her eben schon. Und «Suicide Squad» hat gezeigt, dass auch schlechte DC-Filme genug einspielen können.
      65 1 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 09.08.2018 07:27
      Highlight Der letzte Satz ist ganz schön. xD

      Stimmt Ambitionen und Ressourcen haben sie. Nur keinen Plan was sie damit Anfangen sollen.
      38 2 Melden
    • swizzbliss 09.08.2018 07:38
      Highlight Die Darknight Trilogie ist nicht von dieser Welt und meiner Meinung nach bester Superheldenfilm
      44 10 Melden
    • Caturix 09.08.2018 08:28
      Highlight Dark Knight lag auch am Batman Darsteller. Schade das es wieder einen neuen gegeben hat und dann noch so einen schlechten.
      18 2 Melden
    • TanookiStormtrooper 09.08.2018 10:36
      Highlight Ganz ehrlich, die Marvel Filme werden Teils aber auch sehr schön geredet. Nehmen wir mal Iron Man, der 1. Teil war grossartig, danach ging es steil bergab. Teil 2 hatte einen farblosen Bösewicht, der mehr Witzfigur als bedrohlich war und Teil 3 hatte extrem viele Logiklöcher und einen dämlichen Plottwist. Ohne Robert Downey Jr. müsste man sich die Filme gar nicht antun. Auch Age of Ultron hat mich nicht gerade aus den Socken gehauen, immerhin hat James Spader einen guten Job gemacht und einen klasse Bösewicht abgegeben.
      5 3 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 09.08.2018 11:03
      Highlight Naja. um ehrlich zu sein: Affleck war am Ende etwas vom besseren an BvS.

      Dass die DTK-Trilogie so gut fuhktiohiert hat, lag an ganz vielen guten Beteiligten und am Zeitpunkt.

      Sie ist einer Dieser Filmserien-Erfolgen, die sich nicht so einfach wiederholen lassen.
      2 0 Melden
    • Pascal Scherrer 09.08.2018 11:14
      Highlight @Tanooki: Ich versteh auch den Hyp um Black Panther noch immer nicht (also jetzt rein von der Story her).

      @Dingo: Ja, die DTK-Trilogie wurde auch nicht von Zack Snyder inszeniert. Und ich glaub, es ist auch nicht unbedingt ein Vorteil, dass Warner Bros - im Gegensatz zu Disney - für jeden Film ein eigenes Kreativteam hat.
      4 0 Melden

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