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Ikonische Retro-Frisuren, die 2026 ruhig mal ein Revival haben könnten

Ikonische Retro-Frisuren, die 2026 ruhig mal ein Revival haben könnten

Bild: www.imago-images.de
04.01.2026, 06:2005.01.2026, 08:45
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Mit all den Oden und Elegien zum Tod von Brigitte Bardot wurde uns ein Detail wieder mal vor Augen geführt: Verdammt, ist das eine geile Frisur!

Ihr wisst schon welche – die hier, von 1959:

Brigitte Bardot – "The Towel Session" by photographer Sam Lévin 
https://www.christies.com/en/lot/lot-5487380
Bild: imago

Die Haarpracht etwas auftoupiert, aber gehörig zerzaust, wie es zum Vibe passt, dieser als «Badetuch-Fotoshooting» in die Annalen der Geschichte eingegangene Bilderserie von Fotograf Sam Lévin.

(Ach. Schade, war sie später im Leben eine derartige Fürsprecherin rassistischer Politik. Na ja – anderes Thema.)

Ob dieses Haar-Styling aufgrund des Todes von Bardot ein Revival feiert? Wir werden sehen.

Doch wenn wir es uns gerade so überlegen: Aktuell befinden wir uns in der Style-Ära des «anything goes» – auch, was Frauenfrisuren betrifft. Weshalb uns nebst BBs blonder Mähne von 1959 auch weitere ikonische Damen-Hairstyles von anno dazumal in den Sinn kommen, die doch durchaus ein Revival verdienen würden.

Hier – zur Inspiration – eine Auswahl:

Audrey Hepburn in «Sabrina», 1954

AUDREY HEPBURN in SABRINA, 1954, directed by BILLY WILDER. Copyright PARAMOUNT PICTURES. Credit: PARAMOUNT PICTURES / Album
Bild: www.album-online.com

In Anbetracht dessen, dass die Fünfzigerjahre in Sachen Frauenmode stark von Glamour und Üppigkeit geprägt waren, ist es bemerkenswert, wie viele ikonische Kurzhaarschnitte sich durchsetzten. Und keine davon war ikonischer (oder kürzer) als die von Audrey im Filmklassiker «Sabrina» von 1954.

Disco-Afro: Diana Ross, 1975

LOS ANGELES - JULY 16: Singer Diana Ross poses for a portrait session on July 16, 1975 in Los Angeles. California (Photo by Harry Langdon/Getty Images)
Bild: Archive Photos

Diana Ross könnte mehr als sonst jemand im Alleingang für den Verkaufsboom von Afro-Perücken in den Siebzigerjahren verantwortlich sein. Ihr Afro war – in ihren eigenen Worten – «large and in charge, glorious and glamorous».

Marilyn Monroe in «Niagara», 1953

*MANDATORY BYLINE* PIC BY LIMITED RUNS / CATERS NEWS - (PICTURED: Marilyn Monroe during filming of the movie Niagara, in upstate New York. Pic by Allan Snyder) - A collection of never-before-seen imag ...
Bild: CATERSNEWS

Während Marilyn zweifellos der Inbegriff der platinblonden Sexbombe der Fünfziger ist und bleibt, wird oft vergessen, dass die betreffende Frisur eine ziemlich kurz geschnittene und locker getragene Angelegenheit war. Verdient vielleicht mal ein Comeback!

«Bad Girls With Beehives»: The Ronettes, 1964

The Ronettes, 1964.

retro history showbiz musik
Bild: imago

«Frisur» ist hier nur das Vorwort, denn die «Bienenstöcke» der Ronettes waren riesige Haarteile, die einer sorgfältigen Montage bedurften. Doch hey – Amy Winehouse hat es auch hinbekommen. (Und Letztere hatte auch die korrekte Antwort parat auf die Frage eines Paparazzo, ob das ihre «eigenen Haare» seien: «Ja, ich habe sie mir selbst gekauft.»)

«Crimson and Clover»: Joan Jett, 1982

Sängerin Joan Jett (USA), 1982.
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Ein sehr ähnlicher Haarschnitt («the wolf cut») war kürzlich bei den Gen-Z-Kids sehr beliebt. Aber Joan Jetts «black shag» war zuerst da.

«A View To a Kill»: Grace Jones, 1985

Bildnummer: 55182212 Datum: 24.05.1985 Copyright: imago/EntertainmentPictures
1985 - A View to a Kill - Movie Set May 24, 1985; San Francisco, CA, USA; Actress/singer/model GRACE JONES as May Day in t ...
Bild: imago

Eine 200-km/h-Frisur, so ikonisch und skulptural wie Grace Jones selbst. Perfekt für das taffste Bondgirl der Achtzigerjahre.

Ein Engel für Charlie: Farrah Fawcett, 1976

Farrah Fawcett Characters: Jill Munroe Television: Charlie S Angels TV-Serie Usa 19761981, 21 March 1976 CHARLIES-1-SPTI-09.tif PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: ColumbiaxPicturesxTelevisionx ...
Bild: www.imago-images.de

Der perfekte Sturm: Die TV-Serie «Charlie’s Angels» wurde just zu dem Zeitpunkt zum Mega-Hit, als deren Hauptdarstellerin in einer landesweiten Werbekampagne für den «Lady Schick Speed Styler» zu sehen war. Und auf einen Schlag wollte die gesamte Bevölkerung der westlichen Hemisphäre Farrahs «gefiederte» Lockenpracht.

Janet Jackson in «Poetic Justice», 1993.

POETIC JUSTICE, Janet Jackson and her box braids, 1993 ACHTUNG AUFNAHMEDATUM GESCHÄTZT PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xColumbiaxPictures/CourtesyxEverettxCollectionx MSDPOJU EC001
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Mehr Neunziger geht kaum: «Box braids» – Schachtel-Zöpfe – hiess sowas amtlich. Seit deren Blütezeit Mitte der Neunziger eher selten anzutreffen – wäre doch Zeit für ein Revival, nicht?

Die Elfe: Mia Farrow, 1968

mia farrow 1960 london http://www.ziuaconstanta.ro/divertisment/lifestyle-vintage/katherine-hepburn-brigitte-bardot-paul-newman-si-multi-altii-in-perioada-lor-de-glorie-galerie-foto-507060.html
Bild: ziuaconstanta.ro

«The pixie cut» – der «Elfen-Schnitt»: Nein, Mia Farrow war mitnichten die Erste, die diesen Stil trug (siehe oben genannte Audrey Hepburn oder etwa auch Jean Seberg). Doch Ende der Sechzigerjahre, als sich unter dem Einfluss der Hippies jede und jeder die Haare wachsen liess, sicherte Mia sich mit ihrem unverwechselbaren Look ein Stück Eigenständigkeit.

Stummfilm-Glamour: Louise Brooks, 1928

LOUISE BROOKS. 1928
Bild: imago

Wenn wir schon bei ikonischen Kurzhaar-Frisuren sind: Ta-daaa – «the bob cut». Keine trug einen schöneren als Stummfilmstar Louise Brooks – und versinnbildlichte dabei mehr das Konzept der flapper girls, jener Jazz hörenden, Charleston tanzenden, Cocktail trinkenden urbanen jungen Damen der Zwanzigerjahre.

«The Lob»: Anna May Wong, 1933

Anna May Wong 7 1933 !AUFNAHMEDATUM GESCHƒTZT! PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY

Anna May Wong 7 1933 date estimated PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY
Bild: imago stock&people

Trug Frau den Bob hinten etwas länger, die Franse vorn aber kürzer, sprach man vom «lob» – «the long bob» (ein Vokuhila-Bob, quasi). Und niemand sah damit besser aus, als Anna May Wong, die erste asiatische Filmgöttin Hollywoods.

Die Fetish-Franse: Bettie Page, 1952

CIRCA 1952: Pin-up model Bettie Page poses for a portrait in circa 1952. (Photo by Michael Ochs Archives/Getty Images)
Bild: Michael Ochs Archives

Vielleicht waren es die Flappers der Zwanzigerjahre, die der Pony-Franse den Hauch des Rebellischen einhauchten; vielleicht war es Anna May Wong mit ihrer geheimnisvollen Exotik. Unbestritten ist, dass es Pinup-Queen Bettie Page mit ihren Fetish-Fotos war, die der Mitte-Stirn-Franse endgültig den Stempel des Verruchten aufsetzte. In den Nullerjahren erlebte dieser Look in den Punk- und Rockabilly-Subkulturen ein Revival. Zeit für ein neues!

«Simply the Best»: Tina Turner, 1989

DETROIT - AUGUST 28: American-Swiss singer and actress, Tina Turner performs at the Joe Louis Arena during her Private Dancer Tour on August 18, 1985, in Detroit, Michigan. PUBLICATIONxNOTxINxUSA Copy ...
Bild: imago

Eine Frisur wie ein Befreiungsschlag: Tina Turner hatte sich aus dem Würgegriff ihres ehemaligen Ehemanns Ike befreit und eine Solokarriere gestartet, die bald sogar ihren bisherigen enormen Erfolg mit der Ike and Tina Turner Revue in den Schatten stellen sollte. Auf der Bühne stets ein unbändiger Wirbelwind von Leidenschaft und Energie, bewies sie der Welt, dass sie die ultimative, unangefochtene Königin des Rock'n'Roll war. Die Frisur passte: Diese war, wie Tinas Stimme und Performance, gross, wild und ungezügelt.

Die Punk-Katze: Soo Catwoman, 1976

Soo Catwoman (Susan Lucas) - the "Face of London Punk", 1976.
https://en.wikipedia.org/wiki/Soo_Catwoman
Bild: wikicommons

DO IT YOURSELF. Das ist das wahre Ethos des Punks. Ob in der Musik oder im Style. Und die Londonerin Susan Lucas, genannt Soo Catwoman, kreierte anno 1976 ihren Look tatsächlich ganz allein. Bis heute bleibt ihre exzentrische Frisur einzigartig – wenn auch dadurch ein wenig nischenhaft.

«The Miseducation of Lauryn Hill», 1998

Portrait of American pop and rhythm & blues musician Lauryn Hill, 1998. (Photo by Anthony Barboza/Getty Images)
Bild: Archive Photos

Als die sonore Stimme der Fugees stieg sie zum internationalen Star auf. Und als ihr erstes Soloalbum «The Miseducation of Lauryn Hill» erschien, wurden ihre «luftigen» Dreadlocks («bouncy dreads») zum Kultstil einer ganzen Generation junger Afroamerikanerinnen.

Gugus-dada: Veronica Lake, 1943

Lake, Veronica by A.L. "Whitey" Schafer (Paramount, 1943). Still. feat. a black panther. Colorized. Publicity photo. 1 Lake, Veronica 02C11,183 KB !AUFNAHMEDATUM GESCHƒTZT! PUBLICATIONxINxGE ...
Bild: imago stock&people

Sie nannten es die «Peek-a-Boo-Haarlocke» – was am ehesten als «Gugus-Dada-Locke» übersetzt werden könnte. Dies, weil der Haarschnitt Veronicas Gesicht fast zur Hälfte verdeckte und nur ab und an ihr Auge hervorblitzen liess. Natürlich war dies Kalkül der Hollywood-Diva, weil es ihr jene geheimnisvolle Aura verlieh, die so gut zu dem Film-Noir-Genre passte, in dem sie brillierte. Fakt ist, es sah unendlich cool aus.

Die Jazz-Locke: Josephine Baker, 1927

Josephine BAKER Josephine BAKER 1906-1975 assise et en costume de scene, carte postale vers 1927. Credit : Collection IM/KHARBINE-TAPABOR. *** Josephine BAKER Josephine BAKER 1906 1975 seated and in s ...
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Einen Bob hatten bald mal viele – auch schon damals, in den Zwanzigerjahren. Josephine Baker, Tänzerin, Sängerin, Schauspielerin und der erste wahre globale Superstar dieser Ära, stylte sich noch eine Locke zum Bob – exzentrisch und ikonisch zugleich.

Mein Königreich für einen Pferdeschwanz: Cher, 1972

Cher, ca 1972.PSDCHER EC037 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xx PSDCHER EC037 PSDCHER_EC037_H
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Chers Pferdeschwanz der frühen Siebziger war ein Stilstatement, gefeiert für seine dramatische Länge bis zu ihrer Taille und darüber hinaus. Dieser Look passte zudem perfekt zu den extravaganten Bob-Mackie-Kostümen, die sie in ihrer TV-Show «The Sonny & Cher Comedy Hour» trug, und festigte ihren Status als Popkultur- und Modeikone – bis zum heutigen Tag.

«Material Girl»: Madonna, 1985

MADONNA in VISION QUEST, 1985, directed by HAROLD BECKER. Copyright WARNER BROS. PICTURES. Credit: WARNER BROS. PICTURES / Album
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Madonna am Anfang ihrer Karriere: Ein Wirrwarr an Netz-Leibchen, Punk-Armbändeli, katholischem Kitsch, «Boy Toy»-Gürtelschnallen und – ja – Haarspray. Ach, wie wir uns damals alle augenblicklich verliebten! Sie war «Like a Virgin» und «Material Girl» zugleich ... und ihre Frisur gewissermassen auch: dunkle Haarwurzeln und blondierte Spitzen. Und, ja, nochmals: Haarspray. Es waren die Achtziger.

Fehlen noch welche Beispiele? Sagt es uns in den Kommentaren!

Hey, es wäre ja langweilig, wenn alle Menschen da draussen stets nur die drei, vier Frisuren tragen würden, die gerade in Mode sind. Suchst du eventuell einen etwas ikonischeren Look, lohnt es sich vielleicht, ein wenig Inspiration aus der Geschichte der Popkultur zu holen. Nicht alle diese Frisuren gefallen allen gleichermassen. Doch wir alle sollten uns gleichermassen darüber freuen, wenn sich jemand eine davon zulegt. Do it.

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Sie haben die Haare schön: Besonders schräge Fussballer-Frisuren
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Antoine Griezmann (Frankreich).
quelle: keystone / joan monfort
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