Beginnen wir ganz einfach: Wie viele Geschwister hat Elon Musk?
Zwei leibliche. Schwester Tosca (1974) und Bruder Kimbal (1972). Tosca ist Filmemacherin und Produzentin. Sie hat den Streaminganbieter Passionflix gegründet, der einzig und allein Verfilmungen von romantischen Bestsellern mit einem gewissen Hang zur Erotik zeigt und herstellt. Kimbal ist Gastrounternehmer, Koch und Venture Capitalist (Philipp Löpfe sagt, das brauche man nicht zu übersetzen) und sitzt aktuell in zwei Verwaltungsräten von Unternehmen seines Bruders Elon (1971).
Und das ist alles?
Natürlich nicht.
Wieso nicht?
Weil Elons Mutter Maye (1948), die Model ist und die wir alle aus der 2022-er Staffel von «Germany's Next Topmodel» kennen (sie sass neben Heidi Klum in der Jury), zwar keine weiteren Kinder hat, aber Elons Vater, der Ingenieur Errol (1946), schon. Und jetzt wirds kompliziert. Schliesslich ist Errols Motto: «Das Leben ist dazu da, um sich fortzupflanzen.»
Zwischenfrage!
Ja?
Wieso haben sich Maye und Errol getrennt und bei wem wuchsen die Kinder auf?
Errol war gewalttätig. Maye flüchtete mit Tosca und Kimbal nach Kanada, Elon blieb beim Vater in Südafrika, was er später sehr bereute, denn Errol hämmerte Elon mit sadistischem Genuss Tag für Tag ein, dass er ein Nichts sei und es zu nichts bringen werde. Es scheint ihm auch gefallen zu haben, dass Elon auf dem Schulhof von den anderen verprügelt wurde. Einer der Knochenbrüche, die Elon sich dabei einfing, war so schwer, dass er heute noch Atemprobleme hat.
Aha, die Urszene für Elons Getriebenheit!
Vielleicht. Aber das ist jetzt Spekulation.
Und für seine Weltflucht! Wer den Mars urbar machen will, muss ja schon ziemlich genug von der Erde haben.
Auch das ist reine Spekulation – aber natürlich immer auch im Graubereich des Möglichen. Können wir jetzt zum Komplizierten zurück?
Bittesehr!
Elon Musk hat einige Halb- und Stiefgeschwister. Jana Bezuidenhout (1988), Alexandra Musk (1993), Elliot Rush Musk (2017) und Asha Rose Musk (2022).
Dann ist Jana die Stief- und die anderen die Halbgeschwister?
Sozusagen. Jana ist nämlich auch die Mutter von Elliot Rush und Asha Rose, deren Vater wiederum Janas Stiefvater Errol ist. Elon, der mit Jana aufgewachsen ist (sie war seit ihrem vierten Jahr in der Familie Musk), ist also gleichzeitig Bruder und Onkel der Kleinen. Fiese Stimmen schlagen vor, die beiden «Error» zu taufen.
Das klingt ja wie bei ...
... Woody Allen und seiner Adoptivtochter Soon-Yi Previn? Genau! Errol ist ja auch auch 39 Jahre älter als Jana. Woody ist 35 Jahre älter als Soon-Yi.
Okay, unappetitliches Nebengeleise. Errol hat also sieben Kinder. Und wie viele hat Elon?
Zehn.
Nicht neun?
Nein, zehn. Das erste, Söhnchen Nevada Alexander, starb 2002 zehn Wochen nach der Geburt an plötzlichem Kindstod. Wenige Tage zuvor hatte Elon PayPal für 175 Millionen Dollar verkauft.
Traurig. Und dann?
Folgten fünf Kinder mit Ehefrau Nummer eins, der kanadischen Vampirsegment-Schriftstellerin Justine Wilson (1972). 2004 kamen Zwillinge, 2006 Drillinge zur Welt. Die trans Frau Vivian Jenna Wilson hat jede Beziehung zu ihrem Vater abgebrochen. Ihre Brüder Griffin, Kai, Saxon und Damian nicht.
Justine also. Wie müssen wir uns diese Ehe vorstellen?
Da Justine schreiben kann, hat sie dies glücklicherweise 2010 in der «Marie Claire» selbst ausführlich beschrieben. Wie romantisch Elon zu Beginn war. Wie er ihr seine Kreditkarte in einer Buchhandlung überliess und sagte: «Kauf dir alles, was du willst.» Wie er bei ihrem Hochzeitswalzer sagte: «Ich bin der Alpha in unserer Beziehung.» Und später: «Wenn du meine Angestellte wärst, würde ich dich feuern.» Wie sie immer reicher und ihre Ehe im Kern immer leerer wurde und er verlangte, dass sie sich die Haare immer blonder färbte. 2008 reichte er die Scheidung ein.
Nice. Danach kam doch diese Schauspielerin, oder?
Talulah Riley (1985), bekannt aus «Pride and Prejudice». Sechs Wochen, nachdem Elon die Scheidung eingereicht hatte, textete er Justine, dass er mit Talulah verlobt sei. Und Justine dachte: «Scheisse, ‹Pride and Prejudice› ist richtig gut.»
Die beiden heirateten 2010 zum ersten und 2013 zum zweiten Mal und liessen sich auch zwei Mal scheiden. Aus beiden Ehen gingen keine Kinder hervor. Heute ist Talulah übrigens mit Thomas Brodie-Sangster (1990) zusammen, der einst in «Love Actually» den süssesten aller Buben und in «Queen's Gambit» ein Schachgenie gespielt hat.
Gut, aber der hat jetzt nichts mit Elon zu tun.
Nein, aber die beiden sind ziemlich sicher das Herzigste in dieser ganzen Geschichte.
Und dann kam Amber.
Exakt. Zwischen Juli 2016 und Februar 2018 daten sich Amber Heard (1986) und Elon Musk. Sie befindet sich im Scheidungskrieg mit Johnny Depp, er zu Beginn noch in jenem mit Talulah Riley. Sie sieht Elon eher in der Friendzone. Er klagt der Zeitschrift «Rolling Stone»: «Ich war wirklich verliebt, und es tat entsetzlich weh. Sie hat mit mir Schluss gemacht, mehr als ich mit ihr.»
Wir haben inzwischen 2018. Elon hat seit 12 Jahren kein Kind mehr gezeugt und will doch den Mars bevölkern. Geht es damit endlich vorwärts?
Ja! Wer passte besser zu Marseroberer Elon als Marsmädchenmusikerin Grimes (1988)? Beziehungsweise wer passt weniger zu ihm als die unabhängigkeitsliebende Elektrokünstlerin? Aber gut, mit Elektronik haben sie's ja beide. 2018 machen sie auf Twitter den gleichen Joke über eine auf künstlicher Intelligenz basierende Foltermethode und finden so zueinander. 2020 werden die beiden Eltern von X Æ A-12 oder X A.I. Archangel oder einfach X. Während ihrer ersten Schwangerschaft fällt sie so oft in Ohnmacht, dass sie und Elon ihr zweites Kind von einer Leihmutter austragen lassen. Im Dezember 2021 kommt Tochter Exa Dark Sideræl oder Y zur Welt.
Aber der Skandal! Was ist mit dem Skandal?
Ach so, ja, bereits im November 2021 waren Elon und Shivon Zilis (1986), eine Managerin in seinem Unternehmen Neuralink, Eltern von Zwillingen geworden. Grimes gibt sich alle Mühe, den komplizierten Beziehungsstatus von ihr und Elon schönzureden: «Es gibt kein richtiges Wort dafür, ich würde ihn wahrscheinlich als meinen Boyfriend bezeichnen, aber wir sind sehr fluid. Wir leben in getrennten Häusern. Wir sind beste Freunde. Wir sehen uns immerzu», sagt sie im April 2022 in der «Vanity Fair». Und dass sie und Elon mindestens drei, vier gemeinsame Kinder möchten. Das Interview wurde allerdings schon ein paar Monate früher geführt.
Ohhh, das klingt ein bisschen herzzerreissend.
Tut es. Der betreffende Artikel steht auch schon im März online, und Grimes twittert: «Ich und E haben uns *wieder* getrennt seit dieser Artikel geschrieben wurde, haha, aber er ist mein bester Freund und die Liebe meines Lebens.»
Me and E have broken up *again* since the writing of this article haha, but he’s my best friend and the love of my life, and my life and art are forever dedicated to The Mission now, I think Devin wrote that part of the story rly well. Sique - peace out
— 𝔊𝔯𝔦𝔪𝔢𝔰 (@Grimezsz) March 10, 2022
Dann ist er jetzt mit dieser Shivon und den Zwillingen glücklich?
Wer weiss! Es ist ja alles so fluid! Aber nein, wahrscheinlich nicht, denn seine neue Flamme ist die australische Schauspielerin Natasha Bassett (1992), die jetzt gerade in «Elvis» von Baz Luhrman im Kino zu sehen ist. Mit ihr hat er bereits eine Hochzeit von Freunden besucht und Ferien in St. Tropez verbracht, wo die beiden am liebsten Pommes assen und Rosé dazu tranken. Natasha backt gerne, kann Klavier spielen und hat in einem Biopic Britney Spears gespielt.
Und hat er jetzt mit Nicole Shanahan, der Frau von Google-Mitgründers Sergey Brin, geschlafen oder nicht?
Er dementiert es. Unter anderem mit einem Tweet, den niemand glaubt: «Hatte sogar seit Jahren keinen Sex (seufz).»
Haven’t even had sex in ages (sigh)
— Elon Musk (@elonmusk) July 25, 2022
Was ist eigentlich Elons Beziehungs-Motto?
Er sucht eine lange, monogame Beziehung und sei kein Typ für One-Night-Stands, sagt er. Anfang Juli twitterte der reichste Mann auf Erden: «Ich tue mein Bestes gegen die Unterbevölkerungs-Krise. Eine abnehmende Geburtenrate ist bei weitem die grösste Gefahr für die Zivilisation.» Ach, Mann. Aber Kind Nummer elf dürfte bei solchen Ansagen nicht mehr lang auf sich warten lassen.
Doing my best to help the underpopulation crisis.
— Elon Musk (@elonmusk) July 7, 2022
A collapsing birth rate is the biggest danger civilization faces by far.
Fortsetzung folgt.