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Germany's next Topmodel, Staffel 12, 2017

Foto: © ProSieben/ Richard Huebner

Dieses Bild darf einmalig bis 01. Maerz 2017 einmalig honorarfrei fuer redaktionelle Zwecke und nur im Rahmen der Programmankuendigung verwendet werden. Spaetere Veroeffentlichungen sind nur nach Ruecksprache und ausdruecklicher Genehmigung der ProSieben Television GmbH moeglich. Nicht fuer Titel! Nicht fuer Poster! Nicht fuer EPG! Verwendung nur mit Copyrightvermerk. Die Fotos duerfen nicht veraendert, bearbeitet und nur im Ganzen verwendet werden. Sie duerfen nicht archiviert werden und nicht an Dritte weitergeleitet werden. Bei Fragen: 089/9507-1166.

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Und wenn sie nicht gestorben sind, walken sie noch heute. Die Spannung ist in diesem Bild aus «Germany's Next Topmodel» sichtbar auf dem Höhepunkt. bild: ProSieben/ Richard Huebner

Nackt und tot? Egal. Das Reality-TV erschlafft an seiner eigenen Routine

Unbedeutend, abgebrüht, überraschungsfrei und abgestumpft: Das Reality-TV probiert alles und packt nicht mehr. Eine Untergangsdiagnose.



Es ist mal wieder grün, braun und madig. Mittendrin: Menschen. Unbekannte. Nein, halt, da ist die Natascha, Mutter der Ochsenknecht-Brut (Jimi Blue, Wilson Gonzalez, Cheyenne Savannah). Und da ist die Tatjana (Gsell), die mal im Knast sass, weil lang nicht klar war, ob sie die Ermordung ihres Gatten nun in Auftrag gegeben hatte oder nicht. Das Gericht kam zum Schluss: Hat sie nicht.

Aber weil sie so sehr unter den Verdächtigungen litt, dachte sie sich: Mach ich's doch wie die Schwerverbrecher in Filmen und leg ich mir einfach durch ein neues Gesicht ein neues Leben zu. Was beides irgendwie misslang. Sie ist immer noch unglücklich und sieht aus wie die Skizze eines sexistischen Game-Designers. Egal, Hauptsache, es gibt so tolle Sendungen wie «Ich bin ein Star – holt mich hier raus», die noch immer Verwendung für sie haben.

Bild

Von diesen vier aktuellen Dschungelschlänglein ist die Rede: Jenny, Matthias, Natascha und Tatjana (von oben links mit pinken Kopfkringeln). bild: rtl

Wie Matthias Mangiapane ins Dschungelcamp kam, weiss ich nicht. Er ist halt irgendein singender «Mallorca-Auswanderer» und sogenannt schwul und schrill. Er verträgt sich nicht mit Jenny Frankhauser, deren Schicksal es ist, ausgerechnet die Halbschwester von Reality-Starblondine Daniela Katzenberger zu sein. Blöd! Denn Jenny hat nicht nur mit Matthias Krach, sondern auch mit Daniela, weshalb sie vor ihrer Reise ins Camp eine Stoffkatze wegschmiss, um zu beweisen, dass sie «auch ohne Katze» jemand sei. Ist sie natürlich nicht, aber die Gedanken und Hoffnungen sind bekanntlich frei.

Dschungelcamp 2018

Jenny und Matthias sind (miteinander) am Ende. Bild: RTL

Und hier, liebste Leserinnen und Leser im uns bekannten Universum, muss sie auch schon abbrechen, unsere Berichterstattung über die 12. Staffel des Dschungelcamps. Es gibt zu wenig zu berichten. Erstens kennt kein Schwein mehr die «Stars», die Arsenale deutscher C- bis Z-Prominenz scheinen ausgeschöpft. Zweitens, da beschwerte sich sogar Dschungelcamp-Produzent RTL höchstselbst, gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach all den Jahren viel zu routiniert an die Challenges! Die ekeln sich gar nicht mehr so wirklich! Aber was soll man auch sagen?

In Zeiten, wo man auch bei uns Falaffel aus Maden und frittierte Heuschrecken kaufen kann, stellt es keine wirkliche Zumutung mehr dar, diese und etwas grösser geratene Verwandte auch roh zu verzehren.

Seien wir ehrlich: Das Reality-TV ist gerade im tiefsten Tief seiner Existenz. Über Folge 1 des brandneuen Formats «Get the F*ck out of My House» berichteten noch alle – also auch wir – und dann? Totenstille. Als hätten die hundert, die gemeinsam in ein Haus einzogen, um sich gegenseitig zwei Wochen lang durch ihre reine Existenz zu foltern, gar nie existiert. 

Ein Blick in Folge 3 zeigt: Dieses Konzept ist ein massiver Rohrkrepierer. Zuviele Leute sind der Tod der Dramaturgie, es gibt keine Chance, dass sich böse oder gute Einzelcharaktere entwickeln könnten. Ebenso tödlich: Das Imagebewusstsein der Teilnehmenden.

Viele von ihnen haben eine Berufsausbildung als «Influencer» absolviert, haben also eine starke Vorstellung von Körper- und Imagepflege.

Da lässt sich so schnell niemand gehen. Kommt dazu, dass alle Challenges (Bälle in Körbe werfen, Lebensmittel durch ihren Geruch erkennen), zu bieder sind. Wo sollen da beim Publikum so schöne Emotionen wie Ekel, Fremdscham, Schadenfreude hochkommen?

Bild

Viele Leute schlafen schlecht: Die Nachtkamera in GTFOOMH fängt ähnliche Bilder ein wie ihre Kollegin im Dschungelcamp.  Bild: screenshot prosieben

Oder täusch ich mich? War früher nicht alles peinlicher, lustiger, unvorhersehbarer? Sind die schuld, die mitmachen und – mental gründlich durchtrainiert – auf alles vorbereitet sind? Sind wir schuld, die wir uns schon lang an den simplen Konzepten satt gesehen haben? Ist es Zeit für etwas Neues? Bloss, wofür? Etwas mit nackt gibt's ebenfalls zuhauf. «Love Island», «Adam sucht Eva» ... Vielleicht was mit Tod?

Der Philosoph Walter Benjamin schrieb einmal: «Es gibt für die Menschen, wie sie heute sind, nur eine radikale Neuigkeit – und das ist immer die gleiche: der Tod.»

Tod tot Hans Baldung Grien: „Tod und Frau“ (1518–1520)

Tod, Symbolbild. (Hans Baldung-Grien: «Tod und Frau»). Bild: wikipedia

Gibt's noch nicht? Gibt's schon lang. Die Niederländer, die ja alle televisionären Perversionen entwickeln, haben seit 2002 «Over Mijn Lijk» (Über meine Leiche) im Angebot. Aktuell läuft die siebte Staffel. Jeweils fünf todkranke Menschen zwischen 15 und 35 werden da begleitet, die Sterberate ist hoch, von den 30, die in den ersten sechs Staffeln gezeigt wurden, sind nur noch zwei am Leben.

Sie sind, wenn man so will, Gewinner in einer Sendung, in der es eigentlich nur Verlierer gibt. Trauerfeiern sind der Höhepunkt, gerne zeigt man die Toten in offenen Särgen, Kerzen flackern, Tränen fliessen, und die Quoten waren eine Weile superb, nahmen mit den Jahren aber ab, «Over Mijn Lijk» kam auf einen schlechteren Sendeplatz. Auch der Tod ist irgendwie schon vorbei. Schweden und Belgien haben «Over Mijn Lijk» dennoch adaptiert, für den Rest der Welt ist die Show zu krass. Danke, Rest der Welt.

epa04197601 Model Stefanie Giesinger (R) reacts as she wins near German topmodel and jury member Heidi Klum (C) and second finalist Jolina (L) during the finale of the German television casting show of 2014 'Germany's Next Topmodel' in Cologne, Germany, 08 May 2014.  EPA/HENNIG KAISER

«Germany's Next Topmodel», Symbolbild. Bild: EPA/DPA

Legen wir sie also allmählich zu Grabe. All die «Bachelors» und «Bacheloretten», all die Menschen, die unter kompetitiven Bedingungen zum gescripteten Zusammenleben gezwungen werden und schon lang nichts mehr Bemerkenswertes anstellen.

Am 8. Februar geht «Germany's Next Topmodel» in die 13. Staffel. Allein die Vorstellung ist Valium. Zum 13. Mal «Ich habe leider kein Foto für dich», zum 13. Mal Einzug in die Modelvilla, zum 13. Mal «international gefeierte Topfotografen» wie Rankin, die nichts anderes tun als, na ja, zu fotografieren. Und «Mädchen», die nichts anderes mehr sind und sein wollen als Rädchen in einem Businessmodell.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sarkasmusdetektor 24.01.2018 10:16
    Highlight Highlight Die ultimative Steigerung ist natürlich nicht eine Sendung über Sterbehilfe, sondern der Kampf bis zum Tod. Es ist ja kein Zufall, dass solche Szenarien in der Science-Fiction immer wieder thematisiert werden, von Running Man bis zu Hunger Games. Auch frühere "Hochkulturen" hatten ihre Gladiatorenkämpfe, wenn die Kultur des Hasses weiter gefördert so wird wie im Moment, schaffen wir das bestimmt auch noch. Kandidaten dafür zu finden wäre wahrscheinlich das kleinste Problem.
  • Obey 24.01.2018 06:53
    Highlight Highlight Fast uneingeschränkt deiner Meinung. Aber wieso schiesst du noch gegen Rankin, der "nunja, nichts anderes tut als fotografieren"? Was tut eine Journalistin mehr als, nunja, zu schreiben? Oder ein Koch anderes als zu kochen?
    Rankin, man kann seine Bilder mögen oder nicht, ist in seinem Bereich der Fotografie Weltklasse. Oder wolltest du mit deiner Aussage ausdrücken, das Fotograf irgendwie ein minderwertiger Beruf ist? Dass es kein Talent oder Anstrengungen braucht um auf dieses Level zu kommen? Liebe Simone, wird doch du erst mal national eine Top Journalistin bevor du über Topshots wetterst.
    • killah_priest86 24.01.2018 11:22
      Highlight Highlight Soll ich dir eine Tränenvase reichen?
  • DerRaucher 24.01.2018 03:24
    Highlight Highlight Man ist zu abgestumpft geworden. Zudem langweilt uns das deutsche Free-TV Jahr für Jahr mit den selben Sendungen. Ob nun Dschungelcamp, DSDS, Promi BB oder Supertalent. Es ist Jahr für Jahr das selbe. Sowas kann sich doch nur noch jemand angucken, der den ganzen Tag zuhause ist, und auch das RTL Nachmittagsprogramm konsumiert. Oder eben ganz junge, die es noch nicht jahrelang schon kennen. Ich hab mein TV Abo per ende letzen Jahres gekündigt, alles was ich visuell konsumiere kommt übers Internet. Und wenn doch mal, gibts noch seiten wie Zatto etc.
  • metall 23.01.2018 23:34
    Highlight Highlight Also ich schaue es.
  • jjjj 23.01.2018 22:52
    Highlight Highlight Interessiert doch keinen.
    Also reality tv.
  • TanookiStormtrooper 23.01.2018 22:44
    Highlight Highlight Reality-TV ist nur für eine bestimmte Zielgruppe: Vollassis, die gerne zusehen wie sich noch grössere Vollassis vor der gesamten TV-Nation zum Volltrottel machen lassen. Nach dem Motto: Ich bin zwar peinlich aber immer noch besser als die da!
  • HerrCoolS. 23.01.2018 22:05
    Highlight Highlight Übelster TV-Trash? Ja absolut. Dennoch - ohne Quoten würden die Formate wohl nicht mehr am Laufmeter produziert werden, oder?
  • manuel0263 23.01.2018 19:35
    Highlight Highlight Nachdem all die GNTMs, Dschungelcamps, Frauentausche, Geissens, DSDS, Schwiegertochter gesucht, Bauer sucht Frau/ Bauer ledig sucht, Adam sucht Eva usw. etc. seit Jahren eigentlich nur noch Wiederholungen der Wiederholungen sind, wäre längst der Weg zu wieder ein wenig mehr Niveau mehr als dringlich. Man hat nämlich alles zigmal gesehen, und weiter nach unten geht's (fast...) nicht mehr. Ich hätte niemals gedacht, dass sich all das so grausam lange hält, aber solange die Quoten halbwegs okay sind ändert sich nie etwas. Hauptsache, billig produziert bei zugleich wahnwitzigen Werbeeinnahmen.
    • Nominator 23.01.2018 20:24
      Highlight Highlight Darum braucht es keine staatlich verordnete Gebühren. Man muss nur das produzieren was die Mehrheit sehen will, um wahnwitzige Werbeeinnahmen zu generieren. Das Problem ist, dass eine Minderheit die Mehrheit dominieren will, weil sie sich für schlauer hält. Ha! Wir kommen der Wahrheit immer näher.
    • manuel0263 23.01.2018 20:51
      Highlight Highlight @Nominator

      Das sind aber keine "Mehrheiten", die all diese Sendungen schauen; es sind nur genügend viele für eine Quote, die bei geringen Ausgaben hohe Werbeeinnahmen generiert. Die einfach strukturierte Minderheit dominiert dadurch die etwas anspruchsvollere Mehrheit seit Jahren, und die schaltet einfach nicht mehr ein.
    • Nominator 23.01.2018 21:38
      Highlight Highlight Eine Staffel Dschungelcamp kostet 35 Mio.
      Eine Staffel Bestatter kostet 4.3 Mio.
      Daraus kann man jetzt beliebige Schlüsse ziehen. Die anspruchsvolle Mehrheit ist wirklich zu bedauern. Und jetzt noch die No-Billag-Initiative, das ist der Untergang der Mehrheit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nominator 23.01.2018 19:22
    Highlight Highlight Uiihhh! Ich schaue das alles. Und finde es lustig. Nur immer hochwertige Inhalte reinziehen ist einseitig und nicht wirklich unterhaltend. Eine Sache der Bandbreite. Wahrscheinlich bin ich nicht der Einzige, sonst würde man diese Sendungen nicht machen. Das sind doch genau die Sachen die nicht staatlich subventioniert werden. Irgendetwas stimmt da nicht, wenn die Mehrheit der Medienkonsumenten unmündig sind und die Kindergärtner sich von ihnen bedroht fühlen.
  • ThePower 23.01.2018 17:32
    Highlight Highlight Tut doch nicht so, ihr schaltet ja trotzdem wieder ein😂😂
    • Nominator 23.01.2018 21:54
      Highlight Highlight Ja, es sind diese Scheinheiligen, die diesen Formaten die Quoten verschaffen, und gleichzeitig über eine Minderheit lästern die gar nicht relevant ist. Ein ganz falsches Spiel wo es nur ums Geld geht.
  • Samurai Gra 23.01.2018 17:07
    Highlight Highlight Eine Frage, wieso genau schaut man sich diesen Reality-Trash an?
    Möchte es verstehen 🤔

    Mich könnte man Foltern mit Reality und Casting TV, moment... Wäre das nicht ein neues Reality-Format? 🤔
    • ThePower 24.01.2018 03:27
      Highlight Highlight Also ich gucke gerne das Dschungelcamp, ein Mal pro Jahr darfs ein bisschen Trash sein. Warum? Trump, Erdogan, Putin, Little Rocket Man, die SVP, der Klimawandel, unsere anstregende Leistungsgesellschaft ect wecken in mir einfach auch den Wunsch, mich geistig ab und zu einfach mal auszuklinken für ein paar Stunden. Da kommt IBES ganz gelegen.
  • Sandro Lightwood 23.01.2018 17:01
    Highlight Highlight Wie ist man eigentlich „sogenannt schwul“? 🤨
    • Nominator 23.01.2018 21:12
      Highlight Highlight Wenn man so genannt werden darf weil man sich dazu bekennt, also geoutet hat. Sonst scheint es eine Beleidigung zu sein. Ich verstehe das auch nicht mehr mit diesen neuen Regeln was beleidigend ist und was nicht. Hat irgendwie mit Religion und Gleichstellung zu tun. Also mit der Normierung der Gesellschaft, so ähnlich wie bei ISO,
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 23.01.2018 16:53
    Highlight Highlight Reality-TV bedient eben unsere voyeuristischen Triebe...

    Sex und Gewalt, beides verbunden mit Formen der Demütigung, sind wohl am spannendsten.

    Mein Vorschlag für GNTM wäre daher: Bewaffnet die Meeedchen und stellt ein par hübsche Kerle dazu - die Quote wäre bestimmt super.

    • Roman h 23.01.2018 17:32
      Highlight Highlight Im Herbst kommt gntm in die Schweiz
      Neu
      Es können auch Männer mitmachen.
      Ob es auch Waffen gibt weiss ich jetzt nicht.
  • Walter Sahli 23.01.2018 16:11
    Highlight Highlight Naja, "Running Man" von Richard Bachmann (aka Stephen King), also das Buch, nicht der abartig schlechte Noldi-Film, bietet da ja schon mal einen Ausblick in die Zukunft. Freuen wir uns also auf Spielshows wie "Schwimm mit den Krokodilen" und "Laufband des Todes".
    • Oj Manbrook 23.01.2018 16:31
      Highlight Highlight Wie bitte? Da musste ich mich jetzt aber extra anmelden um dir zu sagen:
      Mein Herr, ich lieben diesen schlechten Noldi-Film ! :-)
    • blobb 23.01.2018 16:39
      Highlight Highlight "Todesmarsch" nicht vergessen...
    • Walter Sahli 23.01.2018 16:48
      Highlight Highlight Ein Herzli für Ihr Engagement, Herr Manbrook!
      Sie sollten aber das Buch wirklich mal lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Guzmaniac 23.01.2018 16:07
    Highlight Highlight Bin nur hier für die Kommentare.

    Habs nicht gelesen, weil mich diese Trashkacke sowas von niiiiicht interessiert.

    Habt trotzdem einen schönen Tag!
  • D(r)ummer 23.01.2018 16:07
    Highlight Highlight Apropos GNTM...

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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

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