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ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON GRUENEN-NATIONALRAT JONAS FRICKER, AM SAMSTAG, 30. SEPTEMBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Jonas Fricker (Gruene-AG) sitzt mit einem verbundenen Arm an seinem Pult, waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 1. Juni 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Grünen wollten nach dem Auschwitz-Skandal keine endlose Affäre riskieren: Jonas Fricker räumt sein Pult im Nationalrat – wohl nicht ganz freiwillig.  Bild: KEYSTONE

«Entweder gehst du, oder es wird dreckig» – so forcierten die Grünen Frickers Rücktritt

Nach der fatalen Rede im Nationalrat wurde der Druck in der Partei zu gross – trotz Entschuldigung. Dies sorgt mancherorts für Unverständnis. 

henry habegger und rolf cavalli / Aargauer Zeitung



Er war der Einzige, der am Donnerstag im Nationalratssaal auf die ungeheuerlichen Aussagen von Jonas Fricker (Grüne/AG) reagierte. SVP-Nationalrat Roland Büchel (SG) trat ans Rednerpult und sagte, er sei «geschockt» gewesen: «Heute hat ein Redner gesagt, dass es die Tiere schlimmer hätten, als es damals die Menschen in Auschwitz gehabt hätten, weil sie quasi dem sicheren Tod entgegengingen und die Menschen in Auschwitz noch eine kleine Lebenschance gehabt hätten.» Gestern sagte Roland Büchel dazu: «Ich hätte Fricker am liebsten am Kragen gepackt, fasste mich dann aber, atmete tief durch.»

«Nach Einschätzung der Situation habe ich ihm gesagt, dass ein Rücktritt wahrscheinlich die beste Lösung ist.»

Daniel Hölzle

Was den SVP-Nationalrat noch jetzt irritiert: Dass ausser ihm niemand reagierte. Natürlich sei der Saal halb leer gewesen, viele hätten nicht zugehört, es herrschte Kehrausstimmung. Dass gerade die Grünen nicht sofort intervenierten, verstehe er nicht. Aber auch vom Nationalratspräsidium kam keine Reaktion. Auch von Präsident Jürg Stahl (SVP) nicht, der die Sitzung leitete. Mittlerweile haben die Grünen reagiert, umso heftiger und entschlossener. Nach internem Druck – gerade auch vonseiten der Aargauer Grünen – hat Jonas Fricker am Samstag gegenüber der «Schweiz am Wochenende» seinen Rücktritt aus dem Nationalrat erklärt. «Nach Einschätzung der Situation habe ich ihm gesagt, dass ein Rücktritt wahrscheinlich die beste Lösung ist», sagt der Aargauer Grünen-Präsident Daniel Hölzle.. Er habe Fricker «die Gefahren aufgezeigt für ihn und für die Partei, wenn man nicht handle». 

Druck der Grünen nachgegeben

Doch nicht nur Frickers unsäglicher Vergleich von Schweine-Transporten mit dem Holocaust hat viele erschüttert. Sondern auch die saloppe Weise, mit der er sich später am Rednerpult entschuldigte. Nicht etwa bei den Holocaust-Opfern, sondern bei den Parlamentariern: «Ich möchte mich in aller Form für meinen unangemessenen Vergleich entschuldigen, den ich in meiner Naivität gemacht habe. Danke, dass Sie meine Entschuldigung annehmen. Sie kommt von Herzen.» Das sagte er mit einem Lächeln im Gesicht.

Das kam auch bei den Grünen gar nicht gut an. Ebenso wenig seine wolkigen Aussagen in der «Nordwestschweiz» vom Freitag. Auf die Frage, ob er Antisemit sei, sagte er nur: «Nein, ich habe alle Menschen gerne.» Die Grünen mussten mit weiterem Unheil rechnen. Es drohte eine endlose Affäre Fricker wie vorher schon die Affären Geri Müller oder Jolanda Spiess-Hegglin in Zug. Schnelles Handeln war angesagt. «Die Nerven waren diesmal bei einigen schnell blank», heisst es. Fricker sei beschieden worden: «Entweder gehst du, oder es wird dreckig.»

«Entweder gehst du, oder es wird dreckig.» Erzwangen die Grünen also Frickers Rücktritt? Die Genfer Nationalrätin Lisa Mazzone, Vizepräsidentin der Grüne Schweiz, sagt es so: «Wir standen in stetem Austausch mit Jonas Fricker. Tatsache ist: Es gibt nur eine Person, die über den Rücktritt aus dem Nationalrat entscheiden kann: der Betroffene selbst. Und das hat er getan. Er hat die klarst mögliche politische Konsequenz aus einem schweren Fehler gezogen, den er begangen hat. Das verdient Respekt.»

«Menschen und Tiere zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist inakzeptabel und falsch.»

Lisa Mazzone, Vizepräsidentin Grüne

Inhaltlich sagt sie: «Wir Grünen haben sofort reagiert und seine Aussagen zurückgewiesen und verurteilt, uns ohne Wenn und Aber davon distanziert. Menschen und Tiere zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist inakzeptabel und falsch. Die Grünen engagieren sich sehr für das Tierwohl und den Tierschutz. Aber es gibt eine klare Trennung zwischen Mensch und Tier, darüber gibt es keine Diskussion.» Mit dem Rücktrittsschreiben zeige Fricker, «dass er sich von seiner Aussage in grösster Deutlichkeit distanziert und mit Würde und Konsequenz handelt».

Böse Geister geweckt

Jonas Fricker hat mit seinen Aussagen üble Geister geweckt. Lisa Mazzone sagt: «Ich persönlich habe nur Reaktionen erhalten von Leuten, die die Aussage als inakzeptabel erachtet haben.» Aber Genf sei nicht die Restschweiz, wo es teils anders tönt. Ein Problem der Grünen: Sie haben einen Flügel mit Tierrechtsfanatikern und Ecopop-Sympathisanten. Von da erfuhr Fricker denn auch Zuspruch, etwa auf Social Media. SVP-Nationalrat Büchel umgekehrt, der sich gegen Frickers Aussagen stellte, erhielt in den letzten Tagen viele hasserfüllte E-Mails. Es gibt Leute, die solidarisieren sich jetzt nicht nur mit Fricker, sondern auch mit seinen widerrufenen Aussagen. Fricker selbst wollte sich gestern nicht mehr äussern. Er teilte mit: «Die letzten Tage habe ich gesagt, was es zu sagen gibt. Sehr wichtig ist mir, dass der Schweizerische Israelitische Gemeindebund meine Entschuldigung angenommen hat und darum bat, diesen Fall nicht zu skandalisieren. Wir sind alle nur Menschen, und ich bin sicher, dass Sie Verständnis dafür haben, dass ich nun Ruhe brauche.»

Im Bundeshaus mit Hamid und Mohammad

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alterssturheit 02.10.2017 14:53
    Highlight Highlight Ich denke persönlich auch, dass die gemachte Aussage mehr als nur blöd war. Aber man kann von gewählten Volkvertretern im Bundeshaus schon verlangen, dass sie in der Lage sind ihre Wortwahl besser als der Stammtisch zu wählen. Sonst kann sich ja schlussendlich jeder damit herausreden, nach dem Motto "ist doch nicht sooo schlimm, kann doch passieren, war nicht so gemeint," etc.
    • häfi der Spinat 02.10.2017 20:41
      Highlight Highlight Ich befürchte das der gewählten Volkvertretern, nicht intelligenter oder sonnstwie befähigter ist, als der durchschnittliche 0815 Bürger.
    • rodolofo 03.10.2017 09:51
      Highlight Highlight @ häfi
      Aber sie sind wohl raffinierter, ähnlich wie die "professionellen" Verkäufer (= Trickbetrüger).
      Sie beherrschen das "So tun als ob" au dem FF.
      Und sobald mal jemand einen ehrlichen Satz sagt, verhalten sie sich wie aufgeregte Hühner, die gerade vom Fuchs einen Besuch erhalten...
  • häfi der Spinat 02.10.2017 14:30
    Highlight Highlight Fricker war möglicherweise ein fanatischer Tierschützer.

    Anstelle von ihm werfen die "Grünen" nun eine vermutich fanatische Islamversteherinn in,s Rennen.
  • lilie 02.10.2017 14:07
    Highlight Highlight Ich finde das Drama um diese Aussage etwas übertrieben.

    Natürlich war der Vergleich ungeschickt gewählt, und zwar nicht wegen dem Mensch-Tier-Vergleich, sondern weil die Vernichtung der Juden aus Bösartigkeit und rassistischen Vorurteilen erfolgte, während Tiere zu Nahrungszwecken gehalten und getötet werden.

    Das kann man verurteilen, aber der Vergleich mit den Vernichtungslagern der Nazis ist einfach unangebracht.

    Ich glaube nicht, dass Fricker ein Antisemit ist. Er hat sich einfach ungeschickt ausgedrückt und sich dafür entschuldigt, damit sollte die Geschichte abgeschlossen sein.
  • Skip Bo 02.10.2017 13:24
    Highlight Highlight Fricker hat bei den NR Wahlen die Listenerste überholt. Somit wurde die grüne Wunschkandidatin nicht gewählt. Mit solchen Vorzeichen kann eine unüberlegte, missverständliche Rede schon mal eine geballte Rücktrittsforderung zur Folge haben.
    Das hat gescheppert...
  • Angelo C. 02.10.2017 13:06
    Highlight Highlight Wenn man sieht, wen die Grünen da als Nachfolgerin Frickers nachschiebt, dann wird diese Partei für Manche nun gänzlich unwählbar, auch wenn die dem Islam sehr nahestehende junge Frau im Parlament mit ihren Anliegen zur reinen Lachnummer, für andere dagegen zum Ärgernis pur wird 🤔 :


    «Werde mich beim Islam mit der SVP anlegen»

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/23828170
    • rodolofo 02.10.2017 15:07
      Highlight Highlight Das ist jetzt aber eine unlautere Vorverurteilung.
      So was geht natürlich erst recht nicht!
    • ströfzgi 02.10.2017 18:34
      Highlight Highlight Irène hat die Haare schön 🙈
    • Roterriese 02.10.2017 20:56
      Highlight Highlight Feministin und Studentin der Religionskulturen. Tönt vielversprechend.
  • Theor 02.10.2017 11:27
    Highlight Highlight «Menschen und Tiere zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist inakzeptabel und falsch.»

    Ich kann verstehen, dass der Nazivergleich totale Banane war, aber so eine Aussage von einer Grünen zu lesen, finde ich dennoch schade. Denn auch Tiere haben eine Seele, auch sie verspühren Angst und Schmerzen und haben ein Recht auf dieser Erde zu sein.

    Die Aussage von Frau Mazzone ist daher für mich ähnlich plump wie die von Fricker. Allerdings griff Fricker nur zu einem schlechten Vergleich, Mazzone's Aussage hingegen lässt tief blicken über den Stellenwert, den Tiere bei ihr haben.
  • häfi der Spinat 02.10.2017 11:25
    Highlight Highlight Lächerliches Theater.
    Ein Rücktritt wegen solch einem läppischen Spruch ist nur noch surreal.
    Bin mir fast sicher, dass es sich im Fall Fricker um eine interne Abrechnung handelte.
    Der Mann war vermutlich innerhalb der Partei schon angeschossen gewesen.
    Ein Glättli z.B. wäre doch im selben Fall niemals gegangen worden.
    • rodolofo 02.10.2017 15:04
      Highlight Highlight @ häfi
      Für einmal gehe ich mit Dir völlig einig!
      Das soll aber hier nicht zur Gewohnheit werden, gell? ;)
    • häfi der Spinat 02.10.2017 15:55
      Highlight Highlight rodolofo
      Und wieso nicht?
      Ich habe dich noch nicht völlig verloren gegeben!
      ; )
    • poga 02.10.2017 17:35
      Highlight Highlight Es tun sich in dieser Diskussion sowieso ganz andere Gräben auf als sonst. Ganz spannende Situation.
  • Burdleferin 02.10.2017 11:00
    Highlight Highlight Aber Waffen MÜSSEN jederzeit griffbereit sein. Man kann sich damit verteidigen und andere nützliche Dinge tun.
    Ich könnte kotzen.
  • Leventis 02.10.2017 09:51
    Highlight Highlight «Menschen und Tiere zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist inakzeptabel und falsch....Aber es gibt eine klare Trennung zwischen Mensch und Tier, darüber gibt es keine Diskussion.»
    Lisa Mazzone, Vizepräsidentin Grüne

    Ist das so, Frau Mazzone? Hat das religiös-dogmatische Gründe, oder ist diese Aussage wissenschaftlich-philosophischer Natur? Wo ist denn die genaue Trennlinie zwischen Mensch und Tier wohl ungefähr zu verorten?
    Ich kann verstehen wenn man sich von Fricker distanzieren mag. Aber gerade so, und dann noch von einer Grünen..hmmm..
    • mogad 02.10.2017 10:40
      Highlight Highlight Wie wir mit der Umwelt umgehen, so gehen wir mit den Tieren um und so gehen jene die Macht haben auch mit den Menschen um. Und wie dieser Umgang ist, sehen wir am Zustand der Welt: Umweltzerstörung, tierquälerische Nutztierhaltung, Geldgier auf Kosten Anderer und ja, Entsolidarisierung, Krieg und Terror.
    • Tilman Fliegel 02.10.2017 11:06
      Highlight Highlight Die Trennung ist eigentlich die eigene Spezies gegenüber anderen Spezies. Das ist in der Natur absolut normal und gehört zur Evolution.
    • Liselote Meier 02.10.2017 11:37
      Highlight Highlight Verläuft analog der Trennlinie zwischen Baum und Pflanze ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 02.10.2017 09:37
    Highlight Highlight Hoffentlich hilft diese Kontroverse den Tieren nachhaltig.
    • Rabbi Jussuf 02.10.2017 11:47
      Highlight Highlight Tiere?
      Um die geht's doch schon längst nicht mehr.
  • lipangalala 02.10.2017 09:31
    Highlight Highlight Man kann Tiertransporte mit Recht schrecklich finden. Aber es gibt absolut keine Rechtfertigung dafür, den verbrecherischen industriellen Massenmord an den Juden mit irgendetwas zu vergleichen und schon gar nicht mit Tiertransporten. Wer diese Aussagen zu relativieren versucht stellt sich ins rechte Abseits, mehr noch als die viel kritisierten SVP-ler.
    • demokrit 02.10.2017 10:29
      Highlight Highlight Sie irren. Die industrielle Fertigung (und auch die sich auf ihre Methoden berufende industrielle Vernichtung der Juden) hat ihre Inspirationsquelle (zumindest indirekt) in der industriellen Tierschlachtung. Henry Fords Geniestreich war es ja gerade, die Prinzipien der Industrieschlachtung auf die Autoproduktion zu übertragen.

      Man kann es auch für ein Verbrechen halten, Tiere zu schlachten. Das ist eine rein ethische Frage der persönlichen Befindlichkeit und keine der Rechtfertigung. Ethik lässt sich nicht rechtfertigen.
    • lipangalala 02.10.2017 12:25
      Highlight Highlight Man kann es ebenfalls ein Verbrechen finden, einen Baum umzusägen, oder Weizen zu ernten. Man kann alles ad absurdum führen. Und dabei Fundamentalisten jeglicher Couleur Rechtfertigungen liefern.
    • rodolofo 02.10.2017 12:30
      Highlight Highlight Ich gebe demokrit recht.
      Die Nazis holten sich ihre Inspirationenen für die Zucht einer Arischen Herrenrasse aus der Tierzucht, wo es auch darum geht, dem Zuchtziel nicht entsprechende "Schwächlinge" auszumerzen und zu Anhängseln ihrer Mega-Euter gewordene Kühe mit Spermien von Kraftstrotzenden Super-Bullen zu besamen.
      Eine weitere Verbindung zwischen dem Militärisch-Industriellen Komplex wissen viele nicht:
      Nach dem Krieg wurde Stickstoff anstatt für die Herstellung von Sprengstoff als Kunstdünger auf die Felder ausgebracht.
      Der "Weltkrieg gegen die Natur" löste also den 2.Weltkrieg ab...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Valon Gut-Behrami 02.10.2017 09:31
    Highlight Highlight Er muss gehen, weil er sich antisemitisch geäussert habe. Dass er aber kein Antisemit ist, ist auch jedem klar. Er muss gehen, weil man gar nicht mehr nachdenkt.
    • Iltis 02.10.2017 10:32
      Highlight Highlight Er muss gehen, weil er gar nicht mehr nachdenkt
    • Valon Gut-Behrami 02.10.2017 11:00
      Highlight Highlight Nein, er sich ja geäussert und um Entschuldigung gebeten.
    • praxis 02.10.2017 11:38
      Highlight Highlight @Datsyuk: Nein, mir ist das zum Beispiel nicht so klar. Die Ökobewegung hat ein Antisemitismusproblem, seit jeher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 02.10.2017 09:14
    Highlight Highlight Finde die Empörung der SVP heuchlerisch. Sie nutzt jetzt die Gelegenheit dem politischen Gegner eins aus-zuwischen. Wenn andere dauernd mit dem Nazivergleich kommen um Parteien wie die AfD zu diffamieren, sagt niemand der Holocoust werde dadurch verharmlost. Was Fricker wahrsch. sagen wollte: Das Haus- und Nutztier ist dem Menschen total ausgeliefert, während der Mensch durch Intelligenz, Willenskraft und Glück ev. die Chance hat, Widerstand zu leisten, sich zu befreien. Vielleicht haben die Heuchler noch etwas Empörung übrig für die gequälten Nutztiere.
  • rodolofo 02.10.2017 09:05
    Highlight Highlight Die Grünen wollen wieder mal Christlicher als die Christen sein...
    Dabei sollten sie doch für NATÜRLICHKEIT sein!
    Und zur Natürlichkeit gehört auch, dass einem Menschen im Eifer des Gefechts mal die Emotionen durchbrennen, wie wilde Pferde, die nicht mehr zu halten sind, und die dann über eine weite Wiese preschen!
    Nachher kann sich der Sünder ja reumütig vor der Grünen Glaubensgemeinschaft niederknien, sich bekreuzigen und zehn Vater Unser, sowie zehn Ave Maria's (Gleichberechtigung der Geschlechter!) murmeln.
    Aber die Grüne Gemeinde reagiert (faschistoid) hart auf Fricker's Aussetzer...
  • Rabbi Jussuf 02.10.2017 08:53
    Highlight Highlight Unglaubliches Affentheater!

    Oder war das jetzt auch ein menschenverachtender Tiervergleich???
  • Neruda 02.10.2017 08:49
    Highlight Highlight Wer von dieser Aussage "erschüttert" ist, ist wohl auf einem wunderbaren Ponyhof aufgewachsen oder hat die letzten Jahre einfach verpennt.
  • demokrit 02.10.2017 08:48
    Highlight Highlight «Menschen und Tiere zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist inakzeptabel und falsch. Die Grünen engagieren sich sehr für das Tierwohl und den Tierschutz. Aber es gibt eine klare Trennung zwischen Mensch und Tier, darüber gibt es keine Diskussion.» - Lisa Mazzone (Grüne)

    Und diese unter den Teppich gekehrte Trennung wäre? Hat Frau Mazzone auch schon einmal in ein Biologiebuch geguckt?

    Und der EX-Fifa-Marketingchef Rino Büchel fühlt sich besonders ethisch. Wein trinken und Wasser predigen.
  • andrew1 02.10.2017 08:29
    Highlight Highlight Bei mir spielt es keine Rolle wer etwas sagt. Sondern nur was gesagt wird. Die empörung von seiten der svp ist wohl nur so gross weil es ein politischer gegner ist. Wäre es jemand aus der bdp,svp,fdp gewesen wäre der aufschrei wohl weniger gross gewesen. Da muss man einfach grösse und fairness zeigen und alle gleich stark verurteilen / gleich behandeln unabhängig von der politischen gesinnung.
  • Madison Pierce 02.10.2017 08:17
    Highlight Highlight Erbärmliche Aktion der Grünen. So geht man nicht mit einem verdienten Parteimitglied um. Fricker hat einen Fehler gemacht, diesen aber sofort eingesehen und sich entschuldigt. Alle Menschen machen Fehler und mit Reue sollte auch Vergebung möglich sein. Ich hätte von der Parteileitung erwartet, dass sie Fricker bei der Bewältigung beigestanden hätten, aber stattdessen fordern sie seinen Rücktritt. Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein...

    Ein Kontrast zum Umgang mit Geri Müller: der durfte Palästinenser unterstützen und Nacktselfies verschicken, war beides kein Problem für die Partei.
    • mogad 02.10.2017 10:06
      Highlight Highlight Ich deute den Rücktritt als Zeichen von "Busse", das es ihm ermöglicht bald wieder mit gereinigter Weste in die Politik zurückzukehren.
    • häfi der Spinat 02.10.2017 15:00
      Highlight Highlight Der kommt nicht mehr wieder.
  • Spektor 02.10.2017 08:14
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wie der Mensch immernoch an der Überzeugung fest halten kann, dass er aus irgendeinem legitimen Grund über den Tieren steht. Aber so lange die Mehrheit an diesem Irrglauben festhällt, wird die Qual der Tiere weitergehn. Jeder der das Leid der Tiere herabsetzt, sollte einmal selbst so einen Transporter besteigen und danach seine Gefühle erforschen.
    Menschen und Tiere auf eine Stufe zu stellen bedeutet nicht den Menschen herab zu würdigen, sondern dem Tier endlich die Achtung entgegen zu bringen, welche es verdient.
    • Tanea 02.10.2017 09:59
      Highlight Highlight Das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht! Ich stimme dir absolut zu.
    • Liederli 02.10.2017 10:06
      Highlight Highlight Danke❤️
    • mogad 02.10.2017 10:07
      Highlight Highlight Danke!
  • Karl33 02.10.2017 08:13
    Highlight Highlight erinnert mich an die art und weise, wie burger aus der unia gemobbt wurde. durch ein privates schieds'gericht'. gleiches politisches spektrum, gleiche art. burgers austritt wurde, wie man vernahm, am ende mit mehreren zehntausend franken erkauft.
    wer wählt denn eigentlich noch diese grünen?
    • Karl33 03.10.2017 17:42
      Highlight Highlight wie kommst du auf die svp? ichs spreche von der unia. und den grünen.
  • ohjaja! 02.10.2017 08:11
    Highlight Highlight Ich hatte in mathe einen fensterplatz... aber eigentlich sind 0.1% (oder wieviel auch immer) grösser als 0% überlebenschancen oder nicht? 🤔 er hebt ja sogar den unterschied zwischen mensch und tier hervor
  • dracului 02.10.2017 07:41
    Highlight Highlight Fällt jemandem auf, wie stark die Zeit des Nationalsozialismus dauernd und überall thematisiert wird? Neben Hitler Memes, Hitler-Blödelfilme, Weltwocheartikel vom Propagandaminister persönlich, politisiert ganz Europa wieder gerne an (Gesetzes-)Grenzen. Selbst grünen Politikern kommt kein besserer Vergleich in den Sinn, als auch in das alte Kameradenlied einzustimmen. Was macht bloss diese unsägliche Faszination des Nationalsoazialismus aus? Kommt es von den alten Nazis, die nie entnazifiziert wurden in der Schweiz oder doch den Jungen, welche diese Zeit posthum romantisieren?
    • poga 02.10.2017 17:31
      Highlight Highlight Eine interessanten Input den du hier lieferst. So habe ich das nicht gesehen. Ich glaube dass ein Teil davon ist, dass man konservative Ideen gerne mit dem Nationalsozialismus als mögliche extremste Konsequenz bekämpfen will. Auch ist die momentane Frage der Redefreiheit und Denkfreiheit an keinem Ort besser zu diskutieren als auf dem Buckel des Nationalsozialismus. Die Faszination dafür rührt wohl daher, dass es halt immer mehr zu einem Tabu glorifiziert wird.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 02.10.2017 21:01
      Highlight Highlight Wahnsinn Faszinierte Menschen schon immer.

      Ich selbst verstehe nicht, wieso man irgendwas aus der Zeit gut finden kann.

      In Deutschland selbst scheiterte die Entnazifizierung, auch weil man Zeit sparen wollte und Altnazis (Nein, auch Menschenrechtsverbrecher) wieder in Alte Positionen setzte.
      Die konnten die Saat weitergeben die halt immer öffters spriest und "Prächtig" gedeiht.

      Nicht wenige Westkommunisten wie z.B. Ie RAF waren in Sachen Juden auf der gleichen Linie, ebenso wie ihre Verbündeten, die PLO.
      Die Idee eines Weltjudentums konnte sich in den Köpfen festsetzen wie Unkraut
  • LeChef 02.10.2017 07:18
    Highlight Highlight "Ebenso wenig seine wolkigen Aussagen in der «Nordwestschweiz» vom Freitag. Auf die Frage, ob er Antisemit sei, sagte er nur: «Nein, ich habe alle Menschen gerne.»"

    "Wolkig"..? Er hat ja gesagt, dass er kein Antisemit sei. Was hätte er sonst noch tun sollen? Auf die Verfassung schwören und sich dabei pathetisch an die Brust fassen? Einen öffentlichen Entschuldigungsbrief im Sonntagsblick schreiben?

    So eine Berichterstattung ist einfach nur unehrlich und unfair.
  • oliversum 02.10.2017 06:44
    Highlight Highlight "ungeheuerliche Aussagen" - mein Gott, man kann es auch übertreiben. Jeder SVPler sagt jeden Tag schlimmeres, aber bei denen nimmt man es einfach hin.
    • Linksanwalt 02.10.2017 07:32
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu Aussagen der SVPler, war Frickers Aussage nicht einmal so gemeint, wie es für viele klang. Schade, dass genau bei ihm so viel Öl ins Feuer geschüttet wird.
    • Eagle21 02.10.2017 07:55
      Highlight Highlight Bitte den letzen Ausschwitzvergleich eines SVPlers? Diese Anschuldigung müssen Sie schon belegen. Richtig ist: die Linke beobachtet die Rechte mit Argus-Augen, jede Aussage wird auf die Goldwage gelegt. Wer den Moralfinger so hoch hebt, darf sich selber keinen Fehltritt erlauben.
    • Sillum 02.10.2017 08:11
      Highlight Highlight Dem Himmel sei Dank, glaubte ich doch schon ein Grüner hatte da einmal etwas nicht so ganz Gescheites gesagt. Nun hat doch ein noch Gescheiterer herausgefunden, dass die SVP JEDEN Tag viel schlimmeres von sich gibt. Nein, Paranoia ist nicht heilbar, lieber oliversum
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 02.10.2017 06:37
    Highlight Highlight Die Grünen werden meine Stimme in naher Zukunft nicht mehr erhalten. Die Behandlung ihres Fraktionsmitglieds ist unter aller Sau. Mag Frickers Wortwahl auch suboptimal gewesen sein, in der Sache hat er zu 100% recht. Die industrielle Verarbeitung von Tieren zu Nahrungsmittel, wie sie heute praktiziert wird, ist auf jeden Fall ein Verbrechen das mit der Judendeportation vergleichbar ist! Und alle die das jetzt verneinen sind gleichzustellen mit der grossen Masse der Deutschen, welche damals die Verbrechen der Nazis aus Eigennutz tolerierten und unter den Teppich kehrten.
    • Thinkdeeper 02.10.2017 07:53
      Highlight Highlight Wenn man Tieren als Lebewesen die gleiche Würde wie Menschen zugestehen will, kann man dies ethisch durchaus begrüssen.
      Wenn man Menschen die gleiche Würde wie wir sie Tieren zugestehen wollen, und das haben Wirtschaft, Nazis und Supremacy im Kern in sich, ist dies ethisch unakzeptabel.

      Man sollte, nach Entschuldigung und Rücktritt, das Thema als geschmachslose, deplatzierte Fehlleistung ruhen lassen.

      Fehler machen ist menschlich und passierte hier im naivem "Guten Glauben" im Gegensatz zum braunen Sumpf, wo es nur darum geht Privilegien für bestimmte zu etablieren.
    • Betty88 02.10.2017 08:01
      Highlight Highlight 100% Ihrer Meinung!
    • Nevermind 02.10.2017 08:49
      Highlight Highlight Die Juden wurden transportiert wie Tiere, nicht umgekehrt. Und dann hört alles vergleichbare auf!
      Informier dich doch zuerst über die Abläufe des Holocaust bevor du andere als Verbrecher gegen die Menscheit betitelst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snegurotschka 02.10.2017 06:35
    Highlight Highlight Unverständlich, dass Fricker diese Aussage machte. Verständlich ist deshalb sein Rücktritt. Zum Mainstream jedoch, der diesen forderte: Menschen und Tiere sollen nicht nicht vergleichbar sein (Aussage einer Grünen). Trotzdem soll die Aussage von F. eine Relativieriung der Verbrechen der Nazis gegenüber Menschen darstellen? Wie unsäglich schwach und falsch ist diese Argumentation!
  • Gapunsa 02.10.2017 06:10
    Highlight Highlight Dieser Herr wurde gewählt. Er steht in der Verantwortung , in dieser Zeit seine Wähler zu vertreten. Meiner Meinung nach drückt er sich vor den Konsequenzen. Tut es ihm wirklich leid, oder will er einfach wiedergewählt werden?
    • mogad 02.10.2017 09:27
      Highlight Highlight Nein, er nimmt mit seinem Rücktritt dem politischen Gegner den Wind aus den Segeln. Der kann jetzt noch ein bisschen ins Leere hinaus schimpfen. Wichtig ist, dass die jüd. Cultusgemeinde Frickers Entschuldigung angenommen hat, das sind nämlich die Betroffenen. Da wird das Gekeife seiner politischen Gegner höchstens noch die Atemluft verunreinigen.
  • Wilhelm Dingo 02.10.2017 05:40
    Highlight Highlight Natürlich war die Aussage daneben. Aber was danach abgeht ist ein Affentheater. Der SVPler war ganz schlau und hat sich sogar noch profiliert. Auch das Gerde darüber, dass er sich beim Parlament entschuldigte und nicht bei den Holocaustopfern ist zwar theoretisch richtig aber ebenso denn Haaren herbeigezogen.
    • JoWu 02.10.2017 08:10
      Highlight Highlight Angesichts der Geschichte der entmenschlichenden antisemitischen Rhetorik ist diese Aussage wirklich inakzeptabel, auch wenn sie die Aufwertung der Tiere statt die Abwertung der Menschen zum Ziel gehabt haben sollte. Der Vergleich von Juden mit Schweinen ist historisch einfach alles andere als unschuldig und transportiert einen schrecklichen Subtext, ob der Fricker das nun wollte oder nicht.
    • Grundi72 02.10.2017 08:30
      Highlight Highlight Ach... SVP Reimann hat gestern in Talk Täglich klar für Fricker Stellung bezogen und ihn in Schutz genommen. Kleiner Verschwörungstheoretiker bisches?
    • Loi 02.10.2017 08:46
      Highlight Highlight ein kleine Detail: man kann sich nicht selbst entschuldigen, sondern nur darum bitten. Kennst du diesen Unterschied?
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Nationalrat will das Schreddern lebender Küken verbieten

In der Schweiz soll es verboten werden, lebende Küken zu schreddern. Das fordert der Nationalrat. Er hat am Donnerstag oppositionslos eine Kommissionsmotion angenommen.

Über den Vorstoss muss noch der Ständerat entscheiden. Nach dem Willen des Nationalrates soll die Tierschutzverordnung geändert werden. Diese erlaubt heute das Schreddern lebender Küken. Bei dem Vorgang kommt es vor, dass Küken überleben - beispielsweise mit abgeschnittenen Füssen, wie Kommissionssprecherin Isabelle …

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