Schweiz
Appenzell

Appenzeller Bahnen: Hälfte der Tango-Züge haben zu hohen Verschleiss

Appenzeller Bahnen ziehen zwei Wochen alte Züge aus dem Verkehr – zu hoher Verschleiss 🤔

19.10.2018, 10:2319.10.2018, 14:05

Wegen Problemen mit den neuen «Tango»-Zügen ist die Strecke der Appenzeller Bahnen (AB) zwischen Appenzell und Teufen unterbrochen. Vier der sieben Zugkompositionen von Stadler Rail mussten wegen zu hohem Verschleiss an den Rädern aus dem Verkehr gezogen werden. Als Ursache kommen auch die neu verlegten Gleise in Frage. Im Testbetrieb auf älteren Strecken trat das Problem nicht auf.

Tango Züge Appenzeller Bahnen
Der Tango-Zug in einer Visualisierung.Bild: zvg

Auf der Strecke von St.Gallen bis Teufen fahren die Züge regulär. Zwischen Teufen und Appenzell fahren Ersatzbusse, wie die Appenzeller Bahnen am Freitag mitteilten. Die Dauer der Störung sei zurzeit unbestimmt.

Bei vier Fahrzeugen sei der Verschleiss der Räder höher als erwartet. Die Fahrzeuge seien aus dem Betrieb genommen worden. Die Gleise würden laufend beobachtet, um das Zusammenspiel zwischen Rad und Schiene zu analysieren.

Die Tango-Züge bei einer Testfahrt:

Spezialisten der Bahn und des Lieferanten seien mit Hochdruck daran, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Drei Züge zeigten keine Auffälligkeiten und blieben im Einsatz, heisst es im Communiqué.

Die neuen Züge der Firma Stadler Rail namens Tango sind erst seit knapp zwei Wochen im Einsatz. Bei den Zugkompositionen, die später auf der gesamten neuen Durchmesserlinie zwischen Appenzell und Trogen eingesetzt werden sollen, handelt sich um eine Mischung zwischen Tram und Überlandbahn. (sda)

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Video: srf/SDA SRF
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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Donald
19.10.2018 11:44registriert Januar 2014
Ist wohl einfach eine Schmalspurbahn, die überland Fährt. Und in Städten wir das gleiche Teil auch Tram genannt :)
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Quaoar
19.10.2018 12:28registriert Januar 2018
Da wollte die AB wohl viel Geld sparen.
Das Proplem ist, das die Neuerdings durchgehende Strecke, Appenzell-Gais-St.Gallen und Trogen-St.Gallen zwar die selbe Spurweite aber ein unterschiedliches Schienprofil aufweisen. Das heißt, früher könnten keine Fahrzeuge ausgetauscht werden!
Die Radprofilierung der neuen Züge wurde so angepasst, das sie mit beiden Profilen klarkommen sollten. Das größere Spiel zwischen Spurkranz und Schiene scheint zu größeren Abnutzung zu führen.
Lösung: Netz trennen und Züge für die Seite Appenzell oder Seite Trogen profilieren.
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