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Behindertenverband informiert über entlassenen Sexualstraftäter, der auf Stellensuche ist        



INSOS, der Nationale Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung, hat seine Mitglieder über die Freilassung eines verurteilten Sexualstraftäters orientiert, der kurz vor Ablauf eines Berufsverbots wieder auf Stellensuche ist. Er will damit einmal mehr auf das Problem heikler Anstellungen aufmerksam machen.

«Wir wollen niemanden an den Pranger stellen», sagte INSOS-Geschäftsführer Peter Saxenhofer der Nachrichtenagentur sda. Deshalb habe INSOS auch keinerlei Informationen zur Person weitergegeben. Der Fall habe aber Gelegenheit geboten, die Mitgliederinstitutionen in einem Newsletter wieder einmal daran zu erinnern, bei Neuanstellungen sehr vorsichtig vorzugehen.

Auslöser für die Meldung ist ein Mann, der wegen sexuellen Missbrauchs eine mehrjährige Freiheitsstrafe verbüsst hat. Er war auch mit einem Berufsverbot belegt worden, das jedoch bald ablaufen wird. Nun wurde bekannt, dass der Betroffene im Bereich Heilpädagogik und Sozialpädagogik auf Stellensuche sein soll.

«Wir wollen dazu motivieren, dass bei neuen Anstellungen genau hingeschaut wird.»

INSOS hat nach dem Missbrauchsfall des Berner Sozialtherapeuten, der sich während Jahrzehnten in verschiedenen Heimen an über hundert Behinderten vergangen hatte und 2014 zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden war, gemeinsam mit anderen Verbänden eine Präventionscharta ausgearbeitet, um sich vor solchen Fällen zu schützen.

In dieser Charta steht, dass bei der Personalauswahl gründlich und achtsam vorgegangen werden soll. Die Einreichung eines Strafregisterauszugs sei Anstellungsvoraussetzung für Mitarbeitende, die in direktem Kontakt mit Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf stehen.

Zeugnisse sorgfältig prüfen

Die Arbeitgebenden sollen die Zeugnisse sorgfältig prüfen und vor der Anstellung Referenzen einholen, welche auch zum Umgang mit Nähe und Distanz Auskunft geben.

Der Branchenverband habe nun die Gelegenheit ergriffen, seine Institutionen erneut auf die Charta und das Problem von heiklen Anstellungsverhältnissen aufmerksam zu machen. «Wir wollen dazu motivieren, dass bei neuen Anstellungen genau hingeschaut wird», sagt Saxenhofer weiter. Zu diesem Thema seien auch viele Weiterbildungen angeboten worden.

INSOS Schweiz vertritt als nationaler Branchenverband die Interessen von gegen 800 Institutionen für Menschen mit Behinderung. 60'000 Menschen finden in oder dank diesen Institutionen Arbeit, eine Tagesstruktur sowie ein Zuhause und erhalten die Möglichkeit, eine Integrationsmassnahme oder eine Berufliche Massnahme zu absolvieren. (whr/sda)

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