Schweiz
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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. watson

Handysüchtige Schweizer und immer mehr Polizistinnen in den Sonntagszeitungen



Grosse Verspätungen auf Bahnstrecke Bern-Zürich

Auf der Paradestrecke der Bahn zwischen Zürich und Bern hatte in den vergangenen vier Wochen jeder dritte Zug Verspätung. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf eine Fahrtenauswertung eines IT-Fachmannes auf der Internetseite «pünktlichkeit.ch». In Fahrtrichtung Bern lag die Pünktlichkeit der Züge bei 61.3 Prozent, in Richtung Zürich bei 74.2 Prozent. Die durchschnittliche Verspätung nahm im letzten Quartal zu.

Genaue Gründe für die Verspätungen gebe es nicht, schreibt die Zeitung. Eine Pannenserie mit unter anderem einer entgleisten Rangierlok in Bern führte in den vergangenen Tagen zu Problemen. Im letzten Jahr waren zwischen den beiden Städten gut 80 Prozent aller IC-Verbindungen pünktlich. Die Verspätungen betrugen einige Minuten. Die Bundesbahnen selber sagen, sie hätten auf diesem Abschnitt keine speziellen Probleme. Die SBB entgegnen, man müsse die Zuverlässigkeit über einen grösseren Zeitraum beobachten, in einzelnen Wochen seien immer Ausreisser möglich. Und sie betonen, dass diese Daten nur die Verspätungen der Züge angeben, nicht aber, wie viele Kunden betroffen waren. In Bezug auf die Pünktlichkeit pro Kunden seien die Werte in dieser Region gut.

Huhn stolziert auf Gleis herum:

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Video: watson

Gewalt bei Schweizer Sportveranstaltungen 

Im Schweizer Fussball ist es innert sechs Monaten bei jedem dritten Match zu gewalttätigen Ereignissen gekommen, beim Eishockey war jede zehnte Begegnung betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung einer neuen Software von Bund und Kantonen zur Erfassung von Fan-Gewalt, über die die «SonntagsZeitung» berichtet.

Im Fussball kam es bei 18 Prozent der Spiele zu besonders schweren Verstössen. Meist in Zürich: GC kam während der Testphase auf elf entsprechende Spiele, der FC Zürich auf acht. Die Daten zeigen laut der Zeitung auch, dass sich die Gewalt im Fussball oft ausserhalb der Stadien abspielt. In 44 Prozent aller Fussballspiele rapportierten die Beobachter das Abbrennen von Pyrotechnik. Gleich häufig registrierten sie Sachschäden. Ferner kam es in 18 Prozent der Spiele zu verletzten Drittpersonen. Das Verfahren, bei dem Polizisten und Vertreter der Vereine jede Partie beobachten und Delikte in ein standardisiertes System eintragen, wurde ein halbes Jahr getestet. Das System soll nun definitiv eingeführt werden.

Immer mehr Polizistinnen

Die Zahl der Polizistinnen in der Schweiz nimmt zu. Zwischen den Jahren 2000 und 2014 hat sich die Zahl der Beamtinnen von 2500 auf über 5000 verdoppelt, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik (BFS) berichtet. Die weiblichen Angestellten machen heute bei den Polizeicorps 18 Prozent der Belegschaft aus, verglichen mit 5 Prozent zu Beginn des Jahrtausends.

Die deutschsprachigen Kantone schneiden bei der Frauenquote besser ab als die Westschweiz. Rekordhalter ist Bern mit einem Anteil von 22 Prozent. Darauf folgen Aargau (20 Prozent) und Zürich (19.3). In der Westschweiz schneidet nur der Kanton Freiburg mit 19 Prozent besser ab als der Landesdurchschnitt, gefolgt von Neuenburg (16). Im Jura liegt der Anteil weiblicher Polizistinnen bei nur 12.9 Prozent.

In der Schweiz lebender Pole sitzt in Indonesien in Haft

Ein 39-jähriger in Lausanne lebender Pole sitzt in Indonesien wegen eines mutmasslichen Waffendeals mit Dschungel-Rebellen seit knapp zwei Monaten im Gefängnis. Laut dem «SonntagsBlick» hat ihn die Regierung in Jakarta zur Gefahr für die innere Sicherheit erklärt. Er soll versucht haben, einen Waffendeal mit gewalttätigen Separatisten einzufädeln und eine Unabhängigkeitsrevolte der Papua-Bevölkerung im Osten des Landes zu entfachen. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft wegen Hochverrats.

Der Mann arbeitete während Jahren in einer Fabrik in Lausanne und war politisch aktiv. Unter anderem weibelte er Anfang Jahr in der Romandie für die No-Billag-Initiative. Die Vorwürfe gegen ihn weist er zurück. Er sei nach Papua gereist, um sich die Region anzusehen, sagte er der Zeitung über ein ins Gefängnis geschmuggeltes Mobiltelefon. Er sei völlig isoliert, er dürfe weder Freunde noch Familie kontaktieren. Das Schweizer Aussendepartement (EDA) hat Abklärungen zum Fall vorgenommen. Weil der Mann aber nur einen polnischen Pass besitze, könne man sich nicht weiter äussern.

Mobbing an der EPFL

An der ETH Lausanne (EPFL) wehrt sich mindestens ein Professor gegen Mobbinganschuldigungen und hat einen Whistleblower wegen Verleumdung angezeigt. Die Staatsanwaltschaft verlangte von der Hochschule die Herausgabe von Akten über den Professor und die Vorwürfe, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Eine EPFL-Sprecherin bestätigte die Anzeige.

An der renommierten Hochschule herrscht ein aufgeheiztes Klima. Die Zahl der Anschuldigungen gegen Professoren stieg in letzter Zeit stark. Sie beobachte eine Zunahme der Beschwerden seit Ende letzten Jahres, sagte EPFL-Ombudsfrau Isabelle Salomé Daïna der Zeitung. Die Anwältin sprach von verschiedenen Übergriffen, die vielleicht als Mobbing qualifiziert werden könnten. Die EPFL leitete in den letzten zwei Jahren achtmal Administrativuntersuchungen ein. Dabei ging es in zwei Fällen um Übergriffe, in einem Fall um ein Diplom und in fünf Fällen um wissenschaftliches Fehlverhalten.

Handysüchtige Schweizer

Jeder zweite Schweizer findet einer Umfrage zufolge, dass er selber zu oft am Handy ist. Laut der dem «SonntagsBlick» vorliegenden Studie der Beratungsfirma Deloitte unter rund Tausend Befragten kommen 48 Prozent der Handybesitzer zum Schluss, dass sie zu häufig am Smartphone hängen. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sind es gar zwei Drittel. Vier Prozent wachen in der Nacht auf, um ihr Mobiltelefon zu prüfen. Aus den Daten geht demnach auch hervor: Je grösser das Handy, desto länger beschäftigen sich die Besitzer damit.

In der Studie bekannten viele Befragten, körperliche Probleme durch exzessiven Handykonsum bekommen zu haben. Sechs Prozent erlebten mindestens einmal Sehschwierigkeiten, weil sie das Mobiltelefon zu oft benutzten, fünf Prozent Kopfweh oder schmerzende Finger. Die Wissenschaftler sind sich nicht einig, wann man von Handysucht sprechen kann. US-Studien definieren es als Suchtverhalten, wenn jemand mehr als 60 Mal pro Tag zum Handy greift. Ohne Handy werden Betroffene hochgradig nervös, ängstlich oder depressiv. (sda)

Hässliche Nokia-Handys:

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    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 15.10.2018 06:13
    Highlight Highlight Viele Staatsbeamte = Viele Kosten
  • let,s go 14.10.2018 14:27
    Highlight Highlight Laut der deutschen Polizistin Tania Kambouri, sind zuviele Polizidtinnen ein Handicap für ein Polizecorops.
    Da die Frauen auf der Strasse zu wenig respektiert werden.

    Dies führt zu einem Stress bei dein erstellen der Arbeitsplanung und ist dieser Arbeit nicht zudienlich.
  • derEchteElch 14.10.2018 08:40
    Highlight Highlight Ist unmöglich, dass es in der Schweiz nur 5000 Polizisten hat.

    Allein wenn ich die Kapo ZH (ca. 2400), Stapo ZH (ca. 1300) und die Police Bern (ca. 1500) zusammen zähle, komme ich auf circa 6000 Polizistinnen u. Polizisten. Dazu kämen noch die restlichen Kantone, Gemeinden, der Bund und die SBB.

    Also ich würde diesen Angaben von Matin Dimanche nicht trauen. Da hat ziemlich sicher jemand falsche Zahlen recherchiert.
    • derEchteElch 14.10.2018 15:17
      Highlight Highlight Ich untermauer meine Aussage. Sowohl die NZZ, die KKPKS als auch eine Statistik auf Statista sowie der Tagesanzeiger schreiben von ca. 18'700 Polizisten in der gesamten Schweiz.

      Vielleicht beziehen sich diese Zahlen (5'000) nur auf die Romandie? Dann muss dies aber auch so geschrieben werden. Bitte nochmals ran an die Hausaufgaben @watson. Besten Dank!
    • plaga versus 14.10.2018 17:38
      Highlight Highlight Es geht darum, dass es zurzeit 5000 PolizistINNEN in der Schweiz gibt. Alles klar?
    • derEchteElch 14.10.2018 17:43
      Highlight Highlight Okey, das habe ich wohlfalsch gelesen...
  • CaptainLonestarr 14.10.2018 07:05
    Highlight Highlight Die mit Fussball assoziierte Gewalt, die horrenden Beträge für die Spieler (Jammeris) gehandelt werden und ein allgemeines Desinteresse an diesem Sport lassen mich jeweils Nein stimmen wenn vom Steuerzahler ein neues Stadion verlangt wird.

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