Schweiz
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Kosovaren können ihre Schweizer Rente bald wieder in der Heimat beziehen



epa04623121 A picture made available on 16 February 2015 shows Kosovo man Shaip Latifi cooks in his home furnished from donations by Austrian charity organizations in Metohi, Kosovo, on the Serbian border, 14 February 2015. Members of around hundred families living in this village of some thousand inhabitants have left for EU member Hungary in the hope to be able to find better living conditions in the Western countries of the European Union.  EPA/TAMAS KOVACS HUNGARY OUT

Bild: EPA/MTI

Die Schweiz und Kosovo haben am Freitag in Pristina ein Sozialversicherungsabkommen unterzeichnet. Damit kommen Kosovarinnen und Kosovaren dem Ziel ein Stück näher, auch dann schweizerische AHV- und IV-Renten zu erhalten, wenn sie wieder in ihrer Heimat leben.

Das Abkommen ermögliche die Auslandszahlung der Renten an Staatsangehörige Kosovos, schreibt das Innendepartement (EDI). Es sehe zudem eine Klausel zur gegenseitigen Unterstützung bei der Bekämpfung von Versicherungsmissbräuchen vor. In Kraft trete die Vereinbarung aber erst, wenn die Parlamente beider Staaten sie genehmigt hätten. Dies sei voraussichtlich 2019 der Fall.

Derzeit erhalten kosovarische Staatsangehörige schweizerische AHV- und IV-Renten nicht ins Ausland ausbezahlt, weil das mit dem früheren Jugoslawien abgeschlossene Abkommen im Verhältnis zum Kosovo seit dem 1. April 2010 nicht mehr angewendet wird. Kosovo ist der einzige Nachfolgestaat Jugoslawiens, mit dem bislang keine vertraglichen Beziehungen zu den Sozialversicherungen bestanden.

Keine rückwirkenden Ansprüche

Kosovarische Staatsangehörige im Rentenalter, welche die Rückvergütung der Beiträge nicht verlangt haben, können laut EDI ab Inkrafttreten des Abkommens die Rentenzahlung ins Ausland beantragen. Rückwirkende Ansprüche für die Zeit vor dem Abkommen könnten jedoch keine geltend gemacht werden.

Inhaltlich entspreche das Abkommen den anderen von der Schweiz abgeschlossenen Sozialversicherungsabkommen. Es koordiniere insbesondere die Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge der Vertragsstaaten, in der Schweiz also die AHV und IV.

Unterzeichnet wurde das Abkommen am Freitag in Kosovos Hauptstadt Pristina vom schweizerischen Botschafter Jean-Hubert Lebet und dem kosovarischen Sozialminister Skender Reçica. Der Bundesrat hatte sein grünes Licht im März gegeben. (sda)

Tränengas verhindert Abstimmung im kosovarischen Parlament

Video: srf

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 08.06.2018 19:20
    Highlight Highlight Mit der rente habe ich nichts das geringste problem. Schweizer können ja auch mit ihrer rente z.b nach spanien oder sonst irgendw wo es günstiger ist auswandern. Aber die iv- rente geht gar nicht. Wenn sollte man sie an den dortigen durchschnittslohn von ca 400 fr anpassen. Kann ja nicht sein das man von der iv wie ein könig lebt dort. Sendet völlig falsche anreize.
    • Bobby68 09.06.2018 03:46
      Highlight Highlight Dann bleibt der IV-Rentner halt in der Schweiz und bezieht Ergänzungsleistungen. Er kann ja immer noch für 3 Monate pro Jahr nach Hause fahren und dabei seine Einkünfte verpulvern.. Rechnen sollte man können gell..!
  • Caturix⸮ 08.06.2018 18:38
    Highlight Highlight Also IV Ok aber AHV geht keiner etwas an wo ich die beziehe. Wenn ich auf dem Mond leben will gehe ich auf den Mond und beziehe die AHV dort.
  • Thurgauo 08.06.2018 17:42
    Highlight Highlight Mit diesem Kommentar will ich nicht alle in den gleichen Topf werfen, aber viele die zurückgehen, sind älter und haben nie viel verdient bzw. in die Vorsorge (2. Säule o.ä.) eingezahlt. Schlussendlich kann man im Kosovo von einer AHV-Rente gut leben, in der Schweiz bräuchten Sie wohl Ergänzungsleistungen, von dem her denke ich, dass der Staat tendenziell eher Geld spart.
  • reffx 08.06.2018 15:55
    Highlight Highlight Frage: Bekommen Sie dann gleich viel, wie sie in der Schweiz bekommen würden? Meines erachtens müsste man zumindest 8% (entsprechend der MwSt.) abziehen. Das Geld würde ja zurück zum Staat fliessen, wenn es hier ausgegeben werden würde.
    • Amanaparts 08.06.2018 17:42
      Highlight Highlight Das macht keinen Sinn. Bei der Argumentation müsste man ihnen sogar mehr auszahlen weil sie nicht die Sozialleistungen in Anspruch nehmen, welche die meisten Rentner in Anspruch nehmen müssen weil die Lebenshaltungskosten höher sind als die Renten.
    • 97ProzentVonCH68000 08.06.2018 18:22
      Highlight Highlight Komm, steigern wir die Komplexität...
      Und Bezügern aus der CH, welche in den Ferien ein Teil der AHV im Ausland ausgeben, wird für das auch um 8% gekürzt?
      Wer einzahlte, soll beziehen dürfen. Wie und wo es ausgegeben wird, ist Privatsache.
    • penetranz 08.06.2018 19:01
      Highlight Highlight Warum sollte eine Rente gekürzt werden, welche man sich durch Arbeit verdient hat?
      Wie sehen Sie das bei Schweizer Pensionären in Asien oder auf den Balearen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Demo78 08.06.2018 15:22
    Highlight Highlight Die haben ja bei uns gearbeitet und die Versicherungen bezahlt. Macht durchaus Sinn.
    • Zyniker haben es leichter 08.06.2018 17:45
      Highlight Highlight Ja, das stimmt. Wie wäre das, bei Ausreise bekommen sie einfach maximal die Beiträge zurück, von mir aus realistisch verzinst. Weil warum sollte man Geld ins Ausland abfliessen lassen? IV würde ich strikt untersagen, das schreit einfach nach Betrug. Und wenn, muss es realistisch umgerechnet werden.
    • dorfne 08.06.2018 18:04
      Highlight Highlight Find ich auch. Absolut verdient!
    • Binnennomade 08.06.2018 19:59
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