Schweiz
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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. watson

Cybersex-Erpressung und Gewalt durch Eltern – das schreiben die Sonntagszeitungen



SVP-Nationalrätin Natalie Rickli kandidiert für Zürcher Regierungsrat

Die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli hat sich laut der «NZZ am Sonntag» entschieden, für den Zürcher Regierungsrat zu kandidieren. Parteikollege Markus Kägi trete im kommenden Frühling nicht mehr zur Wahl an und der Kanton Zürich mache eine gute, bürgerliche Politik, erklärte die Politikerin zu den Gründen.

ARCHIV --- Nationalraetin Natalie Rickli, SVP-ZH, aeussert sich zur Revison des Radio- und Fernsehgesetzes, RTVG, am Dienstag, 5. Mai 2015, in Bern. Rickli hat sich beim Wandern in Chile in ihren Weihnachtsferien ein Bein gebrochen. Sie sei im Nationalpark Torres del Paine schwer gestürzt und zunaechst mit einem Katamaran evakuiert und dann in die Sanitaetsstation des Parks gebracht worden, berichtet die chilenische Zeitung

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Bild: KEYSTONE

Die Chancen stünden für die 41-jährige Winterthurerin nicht schlecht, sagten Beobachter gegenüber der Zeitung. Allerdings müsse sie über die Stammwählerschaft der SVP hinaus auch Stimmen im liberalen und linksliberalen Segment holen.

Klimaforscher warnen vor Abwanderung der heimischen Industrie

Klimaexperten fordern angesichts des Hitzesommers in den Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» die Politik zum Handeln auf. In 30 Jahren müssten die entwickelten Länder den Übergang zu nicht-fossilen Antriebsstoffen geschafft haben, sagte etwa der Klimaforscher Reto Knutti zu den Zeitungen.

Die ehrgeizigen Reduktionsziele des Bundesrats seien kontraproduktiv für das Klima, sagte dagegen SVP-Präsident Albert Rösti den Zeitungen. Strengere Auflagen und höhere Abgaben drängten die Schweizer Industrie nur ins Ausland. Und dort würden sie «viel mehr Treibhausgase ausstossen als in der Schweiz, wo bereits heute strenge Vorschriften gelten», so Rösti.

Das «Weltrettungsprogramm» des Bundesrats bei einem Schweizer Anteil am globalen Ausstoss von 1,5 Promille sei überhaupt unangebracht. Im «SonntagsBlick» äusserte sich Rösti zudem zur Erhöhung von CO2-Abgaben kritisch: Eine solche Steigerung belaste Mieter, Hauseigentümer und KMU, erklärte er.

Politiker vergnügen sich auf Kosten von bundeseigenen Firmen

Bundeseigene Firmen haben laut der «NZZ am Sonntag» zahlreiche National- und Ständeräte ans Filmfestival in Locarno eingeladen, bewirteten sie an Apéros, organisierten VIP-Plätze für die Vorführungen und bezahlten ihnen teilweise auch das Hotel. Zu den Sponsoren der Parlamentarier gehörten gemäss den Angaben die Schweizerische Post, die SBB, Swisscom, die staatsnahe SRG und die staatlich kontrollierte Lotteriegesellschaft Swisslos.

Zahlreiche Politiker hätten sich die Einladungen gerne gefallen lassen – andere hätten ihre Spesen lieber aus dem eigenen Sack bezahlt, berichtete die Zeitung weiter. Die Post habe den Kommissionsmitgliedern, die sich um ihr Belangen kümmern, zum Beispiel einen Abend in Locarno offeriert. Es seien inklusive Begleitung rund 30 Personen gekommen. Die SBB hätten etwa 20 Parlamentarier aus allen Parteien an ihrem Empfang begrüsst.

Cybersex-Erpressung

In einschlägigen Internetforen von Computerhackern kursieren laut der «SonntagsZeitung» mindestens 15'000 persönliche Zugangsdaten von Mitarbeitern der Bundesverwaltung oder anderen bundesnahen Organisationen. Hacker hätten die Daten stehlen können, weil die Beamten das geschäftliche Email-Konto auch für private Zwecke verwendeten.

In den vergangenen Tagen hätten zudem Bundesbeamte eine Email erhalten, in der Kriminelle behaupten, ihre Webcams gekapert und damit Videos ihres Porno-Konsums gedreht zu haben. Zahle jemand nicht, würden die peinlichen Bilder veröffentlicht. Als Beweis für den Zugriff auf den Computer sei das gestohlene Passwort beigelegt. Die Meldestelle des Bundes für solche Fälle bestätigte der Zeitung die Zunahme sogenannter Cyber-Sextortion. Sie empfehle, nicht zu zahlen.

SVP will härtere Gangart für «IS»-Rückkehrer

Der Chef der SVP, Albert Rösti, hat in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» eine härtere Gangart mit Rückkehrern aus dem «Islamischen Staat» («IS») gefordert. «Der Bund verhandelt über die Rückkehr von fünf Personen; zwei Frauen und drei Männer. Unsere Forderungen sind klar: Bei Doppelbürgern muss die Schweizer Staatsbürgerschaft aberkannt werden.» Wer zurückkomme, gehöre sofort inhaftiert und müsse verwahrt werden, sagte Rösti der Zeitung.

Dafür werde seine Partei im Parlament die notwendige Rechtsgrundlage fordern. Für ihn sei klar, wer dem «IS» angehörte, müsse lebenslang ins Gefängnis, führte der Politiker weiter aus.

Steuerverwaltung gibt Namen an USA weiter

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) liefert laut der «SonntagsZeitung» bei Amtshilfeverfahren nicht nur die Namen von Steuersündern, sondern auch von tausenden Bankmitarbeitern, Rechtsanwälten und Vermögensverwaltern an die USA.

Experten stossen sich an dem Vorgehen und bezeichnen dies gegenüber der Zeitung als gesetzeswidrig. Die Betroffenen würden nicht einmal über die Vorgänge informiert. Dies würde auch einer Empfehlung des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten widersprechen. Ein Sprecher des Finanzdepartements verteidigt dagegen das Vorgehen in der Zeitung.

Gewalt durch Eltern

Zwei von drei 17- oder 18-Jährigen in der Schweiz haben in ihrer Jugend laut dem «SonntagsBlick» Gewalt durch ihre Eltern erlebt. Züchtigungen, also Ohrfeigen, hartes Anpacken oder Stossen, mussten rund 41 Prozent der Jugendlichen erdulden. Massive Gewalt, worunter Schlagen mit der Faust, mit einem Gegenstand, Treten oder Prügeln zu verstehen ist, hätten 22 Prozent erlitten.

Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), an der rund 8500 Schüler teilnahmen. Ob der Nachwuchs elterliche Gewalt spüre, sei zudem von der finanziellen Lage zu Hause abhängig. Schüler aus Familien, die von Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe lebten, hätten doppelt so häufig von schwerer Gewalt berichtet, als jene Umfrageteilnehmer, die aus wohlhabenderen Haushalten stammten.

Die meisten Flüchtlinge stammen aus Eritrea

Eritrea bleibt laut «Le Matin Dimanche» das erste Herkunftsland von Asylsuchenden in der Schweiz. Und mehr als die Hälfte der Anträge (56 Prozent) beträfen mittlerweile in der Schweiz geborene Kinder, deren Eltern bereits auf einen Entscheid des Staatssekretariats für Migration warteten. Im Jahr 2007 habe dieser Anteil bei rund 38 Prozent gelegen. (sda)

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