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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. watson

Alfred Heer muss Billett abgeben und Burka-Verbot trifft Hooligans – das schreiben die Sonntagszeitungen



Burka-Verbot trifft Hooligans

Das Tessiner Burka-Verbot trifft laut einer Meldung des «SonntagsBlick» vorwiegend Hooligans. Die Zeitung beruft sich auf eine Auswertung der Fälle zu dem seit rund zwei Jahren geltenden Verhüllungsverbot. In den ersten vier Monaten 2018 seien elf Verfahren gestützt auf das Verhüllungsverbot eröffnet worden. In keinem einzigen Fall sei eine Muslimin involviert gewesen.

epa06775145 Women wearing the niqab walk in front of the Danish Parliament at Christiansborg Castle in Copenhagen, Denmark, 31 May 2018. A majority in the Danish Parliament adopted a ban wearing niqab or burka in public.  EPA/Mads Claus Rasmussen  DENMARK OUT

Das Burka-Verbot im Tessin trifft bis jetzt nur vermummte Sportfans. Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Laut der Tessiner Justizdirektion richteten sich zehn der Verfahren gegen vermummte Fussball- und Eishockeyfans. In einem Fall habe die Polizei sogar einen verkleideten Mann verhaftet, der in einem Kostüm der Comicfigur «Deadpool» an eine Filmpremiere in Lugano gehen wollte. In den Jahren 2016 und 2017 habe es dagegen mehrere Strafverfahren gegeben, die tatsächlich Frauen im Nikab betrafen. Der Grossteil davon sei aber auf Schweizer Konvertitinnen zurückzuführen gewesen, die eigens ins Tessin gereist waren, um absichtlich zu provozieren.

Finma: «Raiffeisen Verwaltungsrat viel zu lasch»

Der Direktor der Finanzmarktaufsicht (Finma), Mark Branson« äussert sich in einem Interview mit der »NZZ am Sonntag« zu den schweren Vorwürfen seiner Behörde gegen die Bank Raiffeisen. »Die Kontrolle der Geschäftsleitung ist eine zentrale Aufgabe des Verwaltungsrats. Er hat diese Aufgabe viel zu lasch wahrgenommen«, sagte Branson. Vor allem die persönliche Involvierung des früheren Konzernchefs von Raiffeisen, Pierin Vincenz, in bestimmte Transaktionen sei sehr heikel gewesen. »Dass der CEO nicht in den Ausstand treten musste, zeigt, dass der Verwaltungsrat den CEO nicht im Griff hatte«, erklärte er weiter.

In einem Interview mit der »SonntagsZeitung« sagte der Verwaltungsratsvizepräsident von Raiffeisen, Pascal Gantenbein, dass der Finma-Bericht über die Untersuchung schärfer als erwartet formuliert gewesen sei. »Die Tonalität hat mich überrascht. Ich glaube, die Finma wollte deutlich machen, dass das Enforcement-Verfahren von grosser Wichtigkeit sei. Das Ausmass der Probleme hat mich dagegen nicht überrascht«, sagte Gantenbein.

Raiffeisen CEO Gisels hohe Flugspesen

Der Chef der Raiffeisen-Bank, Patrik Gisel, nutzt laut einer Meldung der »SonntagsZeitung« häufig sein eigenes Flugzeug für Geschäftsreisen und lasse sich von dem Geldhaus jeweils einen Teil der Kosten als Spesen vergüten. Verrechnet werde der reguläre Flug-Tarif und Gisel mache dies seit Jahren, bestätigte er der Zeitung. Der Manager handle dadurch analog zum ehemaligen CEO Pierin Vincenz, dem unter anderem extrem hohe Spesenabrechnungen vorgeworfen würden, die oft keinen Bezug zur Geschäftstätigkeit erkennen liessen.

Patrik Gisel, CEO Raiffeisen Gruppe an der Bilanzmedienkonferenz in Zuerich am Freitag, 2. Maerz 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Raiffeisen-Bank Patrik Gisel ist oft mit dem Flugzeug unterwegs – und rechnet seine Reisen als Spesen ab. Bild: KEYSTONE

Verletzte Libyer in der Schweiz behandelt

In Schweizer Spitälern wurden laut der »SonntagsZeitung« bei Kampfhandlungen verletzte Libyer behandelt. Sie seien im Rahmen eines Verwundetenprogramms der libyschen Regierung ins Land gekommen. Die Schweizer Behörden unterstützten das Ganze durch rasch ausgestellte Visa. Dokumente des italienischen Auslandsgeheimdienstes Aise zeigten nun allerdings, dass dieses Programm von Jihadisten unterwandert war. Unklar sei zudem, wie viele Libyer überhaupt in die Schweiz gekommen sind. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA spreche von 44 Personen; libysche Quellen gingen von mindestens 68 fällen aus. Laut dem Staatssekretariat für Migration (SEM) sei obendrein unklar, ob die betreffenden Personen die Schweiz wieder verlassen hätten.

SVP-Nationalrat Alfred Heer gibt Billett ab

Der SVP-Nationalrat Alfred Heer ist laut dem »SonntagsBlick« in Zürich bei einer Fahrt unter unerlaubten Alkoholeinfluss erwischt worden. Der ehemalige Präsident der Zürcher SVP und das Mitglied der Schweizer Delegation im Europarat habe bei einer Kontrolle 0,9 Promille gehabt. Seinen Führerschein habe er auf der Stelle abgeben müssen und nun sei der Promillesünder von der Zürcher Staatsanwaltschaft schuldig gesprochen worden: Bezahlen müsse er eine Busse und die Verfahrenskosten von 1600 Franken.

Alfred Heer, Praesident GPK-N, spricht waehrend einer Medienkonferenz am Donnerstag, 19. Mai 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hat zu viel getrunken: SVP-Nationalrat Alfred Heer.  Bild: KEYSTONE

Gegenüber dem »SonntagsBlick« erklärte der Politiker, dass er an einem Anlass gewesen und dann selber erschrocken sei, dass er über 0,5 Promille hatte. Es sei ein klarer Fehler gewesen, kein Taxi genommen zu haben, betonte Heer gegenüber der Zeitung. (sda/vom)

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 17.06.2018 13:26
    Highlight Highlight "dass er an einem Anlass gewesen und dann selber erschrocken sei, dass er über 0,5 Promille hatte."
    Aus diesem Grund 0 Promille. Wer fährt trinkt nicht, ganz einfach.
    Ausserdem ist halb besoffen nur rausgeschmissenes Geld.
  • Hallosager 17.06.2018 11:58
    Highlight Highlight Spannend wäre zu wissen, wie es mit Herr Heer weoter geht. Vermutlich ein paar Monate den Check weg, dann bekommt er ihn wieder zugestellt. Während jeder Normalsterbliche, über Monate hinweg eine Psycho-Therapie besuchen muss und 2 Jahre Haarproben abgeben darf.
    • bokl 17.06.2018 14:32
      Highlight Highlight Bei 0.9 muss niemand Haarproben abgeben.
    • PenPen 17.06.2018 15:06
      Highlight Highlight @hallosauger
      In welchem Land lebst du?
  • reaper54 17.06.2018 11:06
    Highlight Highlight Die Tessiner setzen das Vermummungsverbot immerhin um! In Zürich gibts auf dem Papier ja auch ein vermummungsverbot, in der Praxis interessierts jedoch niemanden...
    • Shikoba 17.06.2018 12:58
      Highlight Highlight Wir mussten mal für die Schule einen Film drehen und eine hat sich dafür als Ritter (mit Helm) verkleidet. Das wurde uns von der Polizei auch untersagt wegen Vermummungsverbot (Bahnhof Winti, vor etwa 12 Jahren).
  • derEchteElch 17.06.2018 11:03
    Highlight Highlight „Das Tessiner Burka-Verbot trifft vorwiegend Hooligans.“

    Und das ist auch gut so! Hoffentlich trifft es auch noch viele Linke vom Schwarzen Block! Das Verhüllungsverbot war von Anfang an gegen vermummte und nicht gegen Burkas gerichtet. Hört auf es als solches zu betiteln!
  • zombie woof 17.06.2018 10:27
    Highlight Highlight Ein weiterer, enormer Erfolg der Volchspartei.....
  • lilie 17.06.2018 10:23
    Highlight Highlight Tja, das mot dem Burkaverbot war ja absehbar. 🙄

    Dass es aber Hooligans trifft, ist dann umgekehrt vielleicht doch wieder gut, weil so einer vielleicht weniger Mist baut, wenn er sein Gesicht zeigen muss (hoffentlich).

    Der Cosplayer hingegen tut mir leid, der war ja mit Sicherheit harmlos. Wobei, theoretisch könnte so eine Verkleidung an einer Filmpremiere ja schon von einem Selbstmordattentäter genützt werden... 😕
    • Barracuda 17.06.2018 15:59
      Highlight Highlight Es gibt nichts, dass sich Burkaverbot nennt, das nennt sich Verhüllungsverbot. Und was daran falsch sein soll, dass es jetzt Hooligans trifft, verstehe ich auch nicht. Ach ja, und dann ist dann noch dieser nette Einzelfall mit Cosplayern, worauf einige gewartet haben, nur um dann das ganze Gesetz in Frage zu stellen. Sehr durchschaubar.
    • Mimimimi 17.06.2018 18:00
      Highlight Highlight @barracuda: ja ja, aber weisch, es gäbe auch so etwas wie vernunft, augenmass oder verhältnismässigkeit. Ein gesetz stur nach wortlaut umzusetzten hat noch nie etwas gebracht. Viel mehr zerstört das das vertrauen in den staat und begünstigt willkür.
    • lilie 17.06.2018 18:59
      Highlight Highlight @Echo der Zeit: Genau darauf hoffe ich! Der wird doch bestimmt nicht in seinen Himmel gelassen, wenn er in der Aufmachung der Feinde daherkommt...
  • Imfall 17.06.2018 09:56
    Highlight Highlight " verkleideten Mann verhaftet, der in einem Kostüm der Comicfigur «Deadpool» an eine Filmpremiere in Lugano gehen wollte."

    Verhaftet weil verkleidet?! ernsthaft?
  • manuel0263 17.06.2018 09:14
    Highlight Highlight Sich immer wieder als einzige wahre Schweizer darzustellen passt aber moralisch überhaupt nicht zum Fahren mit zuviel Alkohol...und Herr Heer ist nicht der erste von der Sünnelipartei, der auf diese Weise auffällt. Hinterher dann die grosse Reue, wie immer...Glück, dass nichts weiter passiert ist.
  • Asmodeus 17.06.2018 07:58
    Highlight Highlight Das Burkaverbot trifft vor Allem Hools und Cosplayer.

    Warum bin ich nicht überrascht?
    • sowhat 17.06.2018 09:32
      Highlight Highlight Ich hatte jedenfalls ein megabreites Grinsen im Gesicht, als ich das hier gelesen hab ;)

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