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Basler SVP will «Freiluftbeiz» ausmisten: Weg mit den Randständigen auf dem Bahnhofsplatz

Die Basler SVP stört sich an den Randständigen am Centralbahnplatz und verlangt vom Kanton Sofortmassnahmen. Die Polizei widerspricht den Behauptungen.
12.07.2016, 04:5412.07.2016, 06:23

Die Regierungsratswahlen in Basel vom 23. Oktober rücken merklich näher, die Parteien bringen sich in Position. So auch die SVP Basel-Stadt. Sie sorgt sich um den Centralbahnplatz als Aushängeschild. Im Fokus: Die Randständigen, wie die «Tageswoche» schreibt.

Unattraktiv für Touristen

Die Situation habe sich nach dem Umbau der SBB «merklich verschlechtert», schreibt die Partei in einer Mitteilung von gestern. «Auch wenn die Randständigen nicht direkt die Reisenden belästigen, so ist der Vorplatz dennoch ausserordentlich unattraktiv und wirkt verkommen.» Bei den heissen Temperaturen seien zudem vermehrt starke Verunreinigungen der Bänke und des gesamten Vorplatzes festzustellen, welche den Platz zusätzlich abwerten würden.

Die SVP weiss auch von «regelmässig eskalierenden Zuständen auf dem Centralbahnplatz»: «Auseinandersetzungen zwischen den Randständigen, wohl unter Alkoholeinfluss, sind nicht nur in den Abendstunden zu beobachten. Auch generell ist die Situation schlecht, häufige Einsätze der Bahnpolizei aber auch der Kantonspolizei Basel-Stadt sind festzustellen.»

Touristen erhielten so einen ersten negativen Eindruck von Basel – «was nicht sein darf». Deshalb fordert die Partei Sofortmassnahmen und die Beantwortung des Vorstosses von SVP-Regierungsratskandidat Lorenz Nägelin. Dieser befürchtet, dass der Bahnhof auf Ebene Centralbahnplatz zu «einer Freiluftbeiz für Randständige und Trinker» wird.

Polizei widerlegt Behauptungen

All das klingt beunruhigend. Was meint die Polizei dazu, die laut der Partei häufig eingreifen muss? «Die Situation betreffend der Randständigen vor dem Bahnhof SBB hat sich nicht spürbar verändert. Wie in der Vergangenheit kommt es immer mal wieder zu einem Polizeieinsatz, eine Häufung kann nicht festgestellt werden», sagt Sprecher Andreas Knuchel gegenüber der «Tageswoche». (rwy)

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