DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Station der Jungfraubahnen liegt unterhalb des abbruchgefährdeten Gletscherstücks.
Die Station der Jungfraubahnen liegt unterhalb des abbruchgefährdeten Gletscherstücks.Bild: Bruno Petroni/Berner Zeitung

Geologen warnen: Am Eiger sollen bald riesige Eismassen runterdonnern

Am Eiger soll es in den nächsten Tagen einen Abbruch eines riesigen Stücks des Hängegletschers kommen. Am Sonntag wurde der Bereich oberhalb einer Jungfraubahn-Station gesperrt. 
23.08.2016, 03:5923.08.2016, 09:10

Am Eiger ist derzeit einiges in Bewegung: Täglich rutscht der Hängegletscher an der Eigerwestflanke 15 Zentimeter. Die Lage ist prekär. Geologen rechnen damit, dass es in den nächsten Tagen zu einem grossen Abbruch kommt, wie die «Berner Zeitung» (BZ) schreibt.

Unter dem Hängegletscher befindet sich die Station Eigergletscher der Jungfraubahnen. Sie lässt den abbruchgefährdeten Teil seit längerem überwachen. Am Sonntagmorgen wurde wegen der jüngsten Entwicklung nun der gesamte Bereich oberhalb der Station inklusive Zu- und Abstieg vom Rotstock über die Südflanke sperren. 

Riesige instabile Eismassen

Ursache für den instabilen Gletscherteil ist eine Eisspalte, die eine 200 Meter breite Eislamelle abtrennt. Diese bildete sich, weil der Gletscher über die Felsen hinaushängt, sodass das Eis früher oder später wegen des eigenen Gewichts abbricht. Bereits im Frühling waren deshalb 80'000 Kubikmeter Eis instabil, wie Glaziologen, die den Gletscher beobachten, feststellten. Mitte April brachen sogar 2000 Kubikmeter Eis ab und stürzten neben dem Rotstock vorbei in den Bereich hinter der Bahnstation.

Druckwelle ist das Problem

Die grösste Gefahr für bei der Station Eigergletscher im Freien herumstehende Menschen sind laut der BZ bei einem wirklich grossen Abbruch nicht die Eis- und Schneemassen selber, sondern die Druckwelle, die durch die Eislawine entstehen könnte. Diese reicht weiter als die Lawine selbst.

«Im allerschlimmsten Fall müssten wir den Aussenbereich des Bahnhofs Eigergletscher vorübergehend räumen lassen und die Züge stoppen», sagte der Leiter Fachbereich Infrastruktur der Jungfraubahnen, Jürg Lauper, nach dem letzten Abbruch zur Tageszeitung. (rwy)

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16-Jähriger in Rafz ZH durch Stromschlag schwer verletzt

Ein 16-Jähriger hat sich am Mittwochabend bei einem Starkstromunfall am Bahnhof Rafz ZH schwere Verbrennungen zugezogen. Er wurde im Bereich eines stehenden Güterzugs von einem Lichtbogen getroffen und musste mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden.

Zur Story