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Bild: screenshot twitter/manu_zuri

«Gummischrot mit Smileys» – die Krawalle in Bern im Überblick 

Auf dem Vorplatz der Reitschule in Bern kam es am Samstagabend zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Besuchern des autonomen Kulturzentrums. Ein Überblick zu den Geschehnissen. 
03.09.2018, 05:0703.09.2018, 06:40

So fing es an

Am Samstagabend sei gegen 23.30 Uhr eine Polizeipatrouille durch eine Gruppe von der Reitschule her mit Wasserballonen beworfen und bedrängt worden, schreibt die Polizei. In der Gruppe hätten sich auch vermummte Personen befunden. Die Polizei habe sich daraufhin in Wurfdistanz zurückgezogen, und die Gruppe sei vorübergehend ins Innere der Reitschule zurückgegangen.

Polizei forderte Verstärkung an

Kurz nach Mitternacht hätten sich dann erneut von der Reitschule her rund zwei Dutzend Personen und wiederum zahlreiche Vermummte versammelt, schreibt die Polizei weiter. Aus der Menge heraus seien die Beamten von diesen gezielt mit mehreren Flaschen beworfen worden.

Als weitere Einsatzkräfte der Polizei vor Ort eintrafen, wurden diese laut Polizeiangaben ebenfalls mit Steinen, Flaschen, Eisenstangen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Die Polizei setzte ihrerseits Gummischrot und Reizstoff ein.

Polizeieinsatz Reitschule

Video: watson

Die Berner Reitschule

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Die Berner Reitschule
quelle: keystone / peter klaunzer
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Bilanz

Drei Polizisten wurden verletzt, zwei davon mussten in Spitalpflege gebracht werden. Ein Ambulanzteam betreute nach Polizeiangaben vor Ort mehrere Personen, die aufgrund des Reizstoffeinsatzes Beschwerden hatten.

Acht Personen wurden schliesslich von der Polizei angehalten. Die Angehaltenen wurden für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht. Sie werden sich nach Polizeiangaben alle vor der Justiz verantworten müssen.

Kritik am Polizeieinsatz

Am Sonntagabend meldete sich auch die Mediengruppe der Berner Reitschule zu Wort. Sie sprach in einer Mitteilung von «polizeilichem Fehlverhalten» und dokumentierte diese Aussage mit einem Foto eines offenbar von der Polizei verletzten Mannes sowie einem Video, das Polizisten zeigen soll, die Gummischrotschüsse auf Kopfhöhe abgegeben haben.

Dies seien «direkte Regelverstösse durch die Kantonspolizei», schreiben die Betreiber der Reitschule. Es gebe einen «eklatanten Mangel in der Kontrolle des Verhaltens einzelner Polizisten». Die Mediengruppe fordert eine Stellungnahme der Polizei zu den Vorwürfen.

Smileys auf Gummischrot

Gemäss Augenzeugen soll die Kantonspolizei einige der eingesetzten Gummischrotgeschosse mit Smileys und anderen Beschriftungen versehen habe. Die Reitschule schrieb dazu in der Medienmitteilung: «Die Polizei scheint sich über die Leute, auf die sie schiesst, lustig zu machen und untermauert damit den Verdacht einer geplanten Eskalation.»

Gegenüber dem Blick erwiderte KaPo-Sprecherin Jolanda Egger darauf: «Ein solches Vorgehen verstösst gegen unsere Richtlinien. Deshalb können wir uns nicht vorstellen, dass die Beamten so gehandelt haben.» (sda/vom)

Polizist in der Berner Reitschule eingesperrt

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109 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Wilhelm Dingo
03.09.2018 05:39registriert Dezember 2014
Es gibt Kritik am Polizeieinsatz. Gibt es auch Kritik an den Demonstrierenden?
668117
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exeswiss
03.09.2018 05:54registriert Januar 2015
das "gummischrot" sieht eher nach einem bemalten golfball aus, nicht?
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