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Ein Grossaufgebot der Polizei an der Unfallstelle am Hafen von La Neuveville. Arthur sieber

Defektes Elektrokabel Schuld an tödlichem Drama im Bielersee

In La Neuveville am Bielersee sind am Montag zwei Frauen und ein Hund ums Leben gekommen, nachdem sie am Hafen ins Wasser gefallen waren. Die Opfer hatten einen Stromschlag erlitten.



Wegen einem Defekt bei einem Kabel der elektrischen Installation des Hafens in La Neuveville am Bielersee sind am Montag zwei Frauen ums Leben gekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass wegen dem Defekt der Strom bis zum See gelangen konnte, wie die Kantonspolizei Bern am Dienstag mitteilt.

Erste Abklärungen ergaben, dass sowohl im Geländer des Hafens als auch in dessen unmittelbarer Umgebung und bis zum See eine elektrische Verbindung bestand. Mehrere Personen gaben denn auch imRahmen von Befragungen an, beim Versuch den Opfern zu helfen, einen Stromstoss erlitten zu haben. Zugleich liegen erste Ergebnisse des Instituts für Rechtsmedizinder Universität Bern vor, welche in die gleiche Richtung gehen.

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Der Unfall hat sich beim Hafen von La Neuveville ereignet.  google street view

Gefahr behoben

Zugleich liegen erste Ergebnisse des Instituts für Rechtsmediziner Universität Bern vor, welche in die gleiche Richtung gehen. Unterdessen konnte auch Schliesslich die zweite Frau, welche zunächst ins Spital gebracht worden war, dort jedoch verstarb, identifiziert werden. Es handelt sich dabei um eine 53-jährige im Kanton Bern wohnhafte Niederländerin.  Beim ersten identifizierten Opfer handelt es sich um eine 24-jährige Frau ebenfalls aus dem Kanton Bern. Die Gefahr, welche vom defekten Kabel ausging, konnte inzwischen behoben werden.

Das Drama ereignete sich am späten Montagmorgen in La Neuveville, auf Deutsch auch Neuenstadt genannt. Um 11.20 Uhr ging bei der Polizei die Meldung zu einem schweren Unfall ein. Als die Einsatzkräfte und Retter im Hafen eintrafen, hatten Passanten eine der beiden Frauen bereits aus dem Wasser gezogen. Sie verstarb wenig später im Spital. Die zweite Frau konnte von den Einsatzkräften nur noch tot aus dem See geborgen werden.

Polizei sucht weitere Zeugen

Gesucht werden insbesondere Personen, die den Unfall beobachtet haben, den Opfern zu Hilfe kamen oder allfällige Angaben zu Vorfällen in Zusammenhang mit der elektrischen Installation im Hafen von La Neuveville machen können, wie es in der Mitteilung heisst.

Die elektrischen Installationen im Freizeithafen sind erst zwei Jahre alt. Sie wurden von der Gemeinde La Neuveville 2015 auf Ersuchen der Schiffseigentümer eingerichtet, um die Unterhaltsarbeiten an den Booten zu erleichtern, wie Gemeindepräsident Roland Matti auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte.

Unter die Lupe genommen wird der Unfall von La Neuveville auch vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI), dessen Experten am Montag vor Ort waren. Zur konkreten Situation am Hafen von La Neuveville machte das ESTImit Hinweis auf das laufende Verfahren keine näheren Angaben.

Das Inspektorat führt eine Statistik der ihm gemeldeten Unfälle. Demnach handelt es sich beim Unfall von La Neuveville innerhalb der letzten zehn Jahre um den zweiten, dem ESTI bekannten Fall. Im Juni 2013 verstarb im Hafenbecken von Neuenburg ein Schwimmer, nachdem er einen Stromschlag erlitten hatte.

Grund war eine defekte Stromleitung. 2015 wurde deshalb ein Mitarbeiter des Neuenburger Stromversorgers Viteos zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Dem Angestellten wurde vorgeworfen, dass er die Stromtechnik an der Hafenmole nicht kontrolliert habe, obwohl ihm ein Problem mit einem Kabel signalisiert worden war.

Gemäss der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallation (NIV) müssen elektrische Installationen an Bootsanlegestellen alle fünf Jahre periodisch kontrolliert werden. (whr/sda)

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