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Die SRG erhitzt die Gemüter. 
Die SRG erhitzt die Gemüter. Bild: KEYSTONE

SRF-Ombudsmann reicht Strafanzeige gegen No-Billag-Hetzer ein

Ein Beschwerdeverfasser wollte Bundesrätin Doris Leuthard in ein Konzentrationslager stecken. Das lässt die Ombudsstelle nicht einfach so durchgehen. 
20.02.2018, 01:2620.02.2018, 09:19

Zu viel ist zu viel! SRF-Ombudsmann Roger Blum ist sich der Umgang mit Beschwerden gewohnt, alles gefallen lässt er sich aber nicht: Er hat wegen eines Protestschreibens im Zusammenhang mit der «No Billag»-Abstimmung gegen den Verfasser Strafanzeige eingereicht.

In dem E-Mail und Brief vom 8. Januar an die Ombudsstelle regte der Verfasser ein Konzentrationslager im hinteren Gasterntal im Berner Oberland an. Dabei sprach er sich für die Inhaftierung der Bundesrätin mitsamt den Mitarbeitenden ihres Departements, den Angestellten von SRF und des Ombudsmannes aus.

Wie SRF-Ombudsmann Roger Blum am Montag via Twitter mitteilte, geht es bei dem Schreiben um einen «Rundumschlag» gegen Radio und Fernsehen SRF, gegen Medienministerin Doris Leuthard und die Ombudsstelle.

«Inakzeptabler Ton»

Die Beanstandung sei in einem Ton verfasst, der inakzeptabel sei und jeglichen Anstand vermissen lasse, schreibt Blum in seinem Schlussbericht. Sie zeige, wie niederträchtig der Verfasser denke. Blum reichte deswegen bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Strafanzeige ein.

Im Beschwerdemail warb der Absender für eine Annahme der «No Billag»-Initiative. In scharfem Ton diffamierte er unter anderem die Berichterstattung über den Abstimmungskampf als «Lügenkampagne». Der Ombudsmann trat auf die Beanstandung ein, unterstützte diese aber «in keiner Weise».

Der Absender hat nun die Möglichkeit, sich an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio- und Fernsehen (UBI) zu wenden. (sda)

Der Kampf um No Billag – Ja, so was gibt's in Kanada auch

Video: watson/Emily Engkent
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