Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der rote Nissan nach der Bergung in Umiken: Viele offene Fragen.

Wie konnte der rote Nissan 17 Jahre in der Aare verborgen bleiben?

Arbeiter fanden am Montag einen roten Nissan Stanza in der Aare im Brugger Ortsteil Umiken. Darin sass ein seit 2001 vermisster Mann. Der Wagen steckte wohl in einer Art See.

Mark Walther / AZ



Die Umiker Schache-Insle gehört zum Auenschutzpark Aargau. Sie ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und beliebt für Ausflüge in die Natur, zieht derzeit aber die Aufmerksamkeit wegen eines spektakulären Fundes auf sich. Arbeiter des Kraftwerkbetriebs Wildegg-Brugg fanden am Montag einen dunkelroten Nissan Stanza in der Aare. Darin stiess die Kantonspolizei Aargau auf die Überreste der Leiche eines Mannes, der seit 2001 vermisst wurde.

Wie kommt es, dass ein Auto 17 Jahre lang in einem Fluss in einem bewohnten Gebiet liegt und nicht bemerkt wird? Antworten auf diese Frage lassen sich nur schwer finden. Die Staatsanwaltschaft gibt zu den laufenden Ermittlungen nur wenig bekannt.

Hier wurde der rote Nissan geborgen:

Die Arbeiter entdeckten das Auto oberhalb des alten Dachwehrs an der Spitze der Insel. Der Fund geschah zufällig. Die Axpo bereitet beim Kraftwerk ein Bauprojekt vor: Dereinst sollen oberhalb des Wehres die Sedimente aus dem Fluss geschafft werden. Erste Baggerarbeiten haben bereits stattgefunden. Dass das Auto bei diesem Arbeiten zum Vorschein kam, wollten am Freitag weder die Axpo, die Staatsanwaltschaft noch die Polizei bestätigen.

Der Wagen dürfte im Sediment gesteckt haben. Bei der Bergung war er voller Schutt und Schlamm. Das könnte erklären, weshalb er so lange verschollen geblieben war. Martin Tschannen, stellvertretender Leiter Sektion Wasserbau beim Kanton, hält das für plausibel: «Es ist möglich, dass das Geschiebe das Auto zugedeckt hat.» Das Wehr stoppte Wasser und Geschiebe, wodurch sich eine Art See bildete, in dem das Auto zugeschüttet wurde.

Bleibt die Frage, wo das Auto in die Aare gelangte. Es sei grundsätzlich möglich, sagt Tschannen, dass Hochwasser wie jene in den Jahren 2005 und 2007 das Auto flussabwärts bewegt hätten. Ob es aber beim Wehr oder weiter flussaufwärts ins Wasser glitt, könne er nicht rekonstruieren.

Dass die Verbindung zum vermissten Mann mit Jahrgang 1928 schnell gelang, ist den Nummernschildern des Autos zu verdanken. Die offizielle Identifikation steht aber noch aus. Derzeit analysieren Spezialisten die DNA des Mannes, um dessen Identität zu bestätigen. Nächste Woche soll Klarheit herrschen, sagt Daniel von Däniken, stellvertretender Leiter der Aargauer Oberstaatsanwaltschaft. Man verfahre wie üblich in einem AGT, einem aussergewöhnlichen Todesfall. Das heisst, es werden primär zwei Fragen geklärt: Woran starb die Person? Und wurde sie getötet oder starb sie durch einen Unfall oder einen Suizid? Die Polizei ging und geht weiterhin von Suizid aus. Die Witwe des Mannes lebt noch. Die Polizei hat sie über den Fund informiert.

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Warten auf Bond... James Bond

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Falsche Polizistin in sechs Kantonen aktiv – 225'000 Franken Beute

Eine 39-jährige Frau muss sich vor der Berner Justiz verantworten, weil sie in sechs Kantonen an Delikten von «falschen Polizisten» beteiligt gewesen sein soll. Ihr werden gewerbsmässiger Betrug sowie Geldwäscherei vorgeworfen.

Das teilte die kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte am Dienstag mit. Die Frau soll sich an insgesamt 17 Delikten in den Kantonen Bern, Aargau, Baselland, Basel-Stadt, St. Gallen und Zürich beteiligt haben. Die Deliktsumme beträgt über 225'000 Franken.

Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel