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bild: shutterstock/watson

Von bekifften Ballerinos und schwarzen Spinnen – die 7 absurdesten Polizeimeldungen 2017

Taugenichts und Tunichtgute halten die Polizei auf Trab. Das führt immer wieder zu ziemlich absurden Polizeimeldungen. Auch dieses Jahr können Schweizer Polizisten von einigen eher ungewöhnlichen Einsätzen berichten. Darum: Die Liste der 7 absurdesten Meldungen. 
18.12.2017, 09:4118.12.2017, 16:35

Die rachsüchtige Ex-Freundin

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bild: gipyh.com

Eine 32-jährige Schweizerin hat mit ihrem Ex-Freund offenbar noch eine Rechnung offen: Aus Rache ging sie rund 60 Mal im Internet auf Shopping-Tour. Die Rechnungen im Gesamtbetrag von rund 17'000 Franken gingen jeweils an ihn. Die Kantonspolizei Zürich hat die Shopping-Tour im Juni beendet.

Obwohl er nie etwas bestellt hatte, wurden dem ahnungslosen Ex-Freund haufenweise Rechnungen zugestellt, für Kleider, Uhren, Schmuck, Kosmetikartikel, Unterhaltungselektronik und Haushaltsartikel. Irgendwann meldete er sich bei der Polizei.

Die Kantonspolizei Zürich ermittelte die Täterin schliesslich. Die Frau hat zugegeben, die Sachen aus Rache an ihrem Ex bestellt zu haben. Wie die Kantonspolizei Zürich am Donnerstag mitteilte, wurde ein grosser Teil der Waren bei ihr zuhause gefunden. Die Frau wird sich wegen Betruges sowie betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage verantworten müssen. 

Das ausgebüxte Kalb

Musste mit dem Helikopter gerettet werden: Ausgebüxtes Kalb in Chur. 
Musste mit dem Helikopter gerettet werden: Ausgebüxtes Kalb in Chur. 
bild: kapo chur

Vergangenes Jahr die Schnauze voll hatte ein Kalb in Oberen Au, Chur. Es entfloh einem Viehtranspoter und rannte davon. Auf seiner Flucht fiel das Tier in den Rhein und trieb einige Meter flussabwärts. 

Das ausgebüxte Kalb löste bei der Churer Polizei einen Grosseinsatz aus. Mithilfe eines ausgeliehen Schlauchboots näherten sich Polizei, Feuerwehr und Tierrettungsdienst dem Kalb. Gerettet wurde es schlussendlich narkotisiert und mithilfe eines Helikopters.

Der verzogene Sohn

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17-Jähriger verpasst Zug, klaut Auto seiner Mutter und fährt damit in Zaun. 
bild: giphy.com

Seinen Plan wohl nicht ganz zu Ende gedacht, hat ein 17-jähriger Jugendliche, der im März von der Polizei gesucht wurde. Der junge Mann verpasste den Zug – und entwendete daraufhin kurzerhand das Auto seiner Mutter, um noch rechtzeitig zur Schule zu kommen. So ganz funktionierte das aber nicht. 

Kurz vor 13 Uhr sah ein Augenzeuge einen BMW, der bei der Sportanlage Rheinfelden ins Schleudern geriert und heftig gegen einen Zaun prallte. Als der unbekannte Lenker dann einfach davonfuhr, alarmierte der Beobachter die Polizei. Diese fand den stark beschädigten BMW wenig später verlassen auf einem nahen Parkplatz.

Abklärungen zur Fahrzeughalterin führten zum 17-jährigen Sohn, dessen Aufenthaltsort zunächst unklar war. Die Regionalpolizei Unteres Fricktal griff den Jugendlichen am frühen Nachmittag in Möhlin auf. Er gab zu, mit dem Auto unterwegs gewesen zu sein und muss sich nun vor der Jugendanwaltschaft für die Strolchenfahrt verantworten. 

Die schwarze Spinne

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Sind echt nicht so angenehm, diese Tierchen. 
bild: giphy.com

Sie war weder pechschwarz, noch nistete sie sich in der Wange der 28-Jährigen Dame ein. Und dennoch musste die Polizei ausrücken. Denn besagte Dame war so verängstigt, dass sie kurzerhand den Notruf rief. Und so rückte die Churer Polizei Anfang November zu einem ziemlich ungewöhnlichem Einsatz aus. 

Wegen ihrer Spinnenphobie konnte die 28-Jährige das Schlafzimmer nicht betreten, solange sich die Spinne drinnen befand, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt. Die ausgerückte Patrouille entliess die Spinne in die Freiheit und wünschte der Frau daraufhin eine gute Nacht. 

Der sturzbetrunkene Falschparkierer

bild: kantonspolizei st. gallen

Nichts zu Weihnachten kriegt wohl der 32-Jährige Mann, der vergangenen April in Rheineck SG Vaters Mercedes im sturzbetrunkenen Zustand unfreiwillig im Garten der Nachbarn «parkierte». 

Der 32-Jährige verlor beim Beschleunigen in einer Linkskurve die Herrschaft über sein Fahrzeug und überquerte ein Trottoir und einen Hausvorplatz, bis er schliesslich in einem Garten zum Stillstand kam. Dies teilte die St.Galler Kantonspolizei in einer Mitteilung mit.

Aktuelle Polizeibilder: Brand in Walliser Thermalbad

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Die von der Polizei durchgeführte Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 0,7 Milligramm pro Liter, was nach alter Messart einem Blutalkoholgehalt von 1,4 Promille entspricht. Der Mann musste seinen Führerausweis abgeben. Am Auto entstand ein Sachschaden von rund 40'000 Franken. Der Schaden an der Liegenschaft wurde zunächst noch nicht beziffert. 

Der verstopfte Thron

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bild: giphy.com

Im Mai dieses Jahres beschäftige sich die Genfer Staatsanwaltschaft mit einem mysteriösen Fall. In Toiletten im Tresorraum einer Zweigstelle der UBS-Bank und in drei nahe gelegenen Restaurants haben Kleingeschnipselte 500-Euro-Scheine – im Wert von insgesamt etwa 100'000 Euro – die Toiletten verstopft. Laut Justizsprecher Vincent Derouand wurden die Banknoten mit einer Schere zerschnitten. Laut Tribune de Genève gehöre das Geld spanischen Frauen, die es vor einigen Jahren in einem Safe deponierten.

In der Schweiz ist weder das Zerschneiden noch das Verstopfen von Toiletten verboten. Dennoch beschloss die Justiz dem Kuriosen Fall nachzugehen und weiter zu ermitteln. 

Der bekiffte Ballerino

Nicht schlecht staunte die Polizei in Lörrach Anfang Dezember. Dort kamen die Beamten in den Genuss einer etwas anderen Vorstellung. Am späten Nachmittag fuhren die Polizisten an der Kreuzung Tumringer-/Luisenstrasse vorbei und wurden auf eine Person aufmerksam, die auf der Strasse herumhüpfte. 

Genannte Person, ein ziemlich bekiffter 17-Jähriger, hüpfte in tänzerischen Bewegungen über die Fahrbahn. Laut Polizeimeldung «schwebte er sozusagen über die Strasse». Als der Tänzer plötzlich stehen blieb, einen Gewehrschuss auf den Streifenwagen imitierte, hatten die Beamten genug von der Ballettvorführung. Sie stiegen aus und fragten den Ballerino nach dem Grund seines Verhaltens.

Der Tänzer erzählte darauf den Beamten breitwillig von den Eigenschaften seiner getragenen «Superjacke», die unglaubliche Emotionen auslösen würde. Um selbst ein «Feeling» zu bekommen, bot der «Ballerino» einem Beamten einen kurzen Trageversuch an. Die Polizisten lehnten dankend ab und nahmen den Ballerino mit auf den Posten. Denn dieser roch ziemlich stark nach Marihuana. 

(mit Material von sda)

Beifang: Die Polizei beweist Taktgefühl

Video: watson
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