Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erhöht der Bundesrat die Dienstpflicht für Zivilschützer?



Die Zahl der Zivilschützer ist in den vergangenen Jahren gesunken. Bei der aktuellen Rekrutierungsquote ist der angestrebte Sollbestand laut dem Bundesrat akut gefährdet.

Als kurzfristige Lösung biete sich nur eine Erhöhung der vorgesehenen Dienstpflichtdauer an, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Walter Müller (FDP/SG).

Erst im Dezember hatte der Bundesrat eine Revision des Zivilschutzgesetzes in die Vernehmlassung geschickt, die eine Begrenzung der Dienstpflichtdauer vorsieht. Geplant war ein Sollbestand von 72'000 Zivilschutzangehörigen und eine Dienstpflichtdauer von zwölf Jahren oder maximal 245 Diensttagen.

Dafür müssten jährlich rund 6000 Personen rekrutiert werden, schreibt der Bundesrat in der Interpellationsantwort. Bis 2013 sei diese Zahl erreicht oder übertroffen worden. In den folgenden drei Jahren sei sie knapp nicht erreicht worden, und im Jahr 2017 sei sie auf rund 4800 markant gesunken.

Mehr Militärdiensttaugliche

Der Bundesrat sieht verschiedene Gründe. Zum einen seien wegen der demografischen Entwicklung insgesamt weniger Personen stellungspflichtig gewesen. Zum anderen sei die Tauglichkeitsquote für den Militärdienst gestiegen. Durch die gründlichere medizinische Beurteilung an der Rekrutierung erfolgten ausserdem weniger medizinisch begründete Abgänge aus der Rekrutenschule in den Zivilschutz.

Eine Anpassung der medizinischen Kriterien für die Schutzdiensttauglichkeit sei nicht möglich, hält der Bundesrat fest. Auch eine Senkung der Sollbestände sei keine Option, denn diese legten die Kantone fest.

13 oder 14 Jahre Dienstpflicht

Als kurzfristige Lösung biete sich deshalb nur eine Erhöhung der vorgesehenen Dienstpflichtdauer von 12 auf 13 oder 14 Jahre im Rahmen der anstehenden Gesetzesrevision an.

Zur langfristigen Weiterentwicklung des Dienstpflichtsystems würden weitere Möglichkeiten analysiert. Die zur Diskussion stehenden Orientierungstage für Frauen würden eine Möglichkeit bieten, um mehr Frauen für den Zivilschutz zu gewinnen.

Heute dauert die Zivildienstpflicht vom 20. bis zum 40. Altersjahr. Dabei unterscheidet sich die Gesamtzahl der zu leistenden Diensttage je nach Funktion und ist gesetzlich nicht begrenzt. (sda/vom)

Und falls du gerade im Zivilschutz bist und etwas Abwechslung benötigst: Hier findest du die schönsten Orte der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Suche nach Komplizen des Nizza-Angreifers

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1.1 Millionen: Blocher erhält einen Teil seiner Bundesrats-Rente

Alt Bundesrat Christoph Blocher soll sein nachträglich eingefordertes Ruhegehalt im Umfang von fünf Jahren erhalten – das entspricht rund 1,1 Millionen Franken. Dies hat die Landesregierung am Mittwoch entschlossen.

Künftig will der Bundesrat die nachträgliche Auszahlung von Ruhegehältern ganz ausschliessen, wie er mitteilte. Bis die entsprechende Regelung vorliegt, will der Bundesrat bei einem entsprechenden Antrag Ruhegehälter höchstens bis fünf Jahre nachträglich ausbezahlen. Davon …

Artikel lesen
Link zum Artikel