Schweiz
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Der Bahnhof in Flueelen im Kanton Uri am Donnerstag, 19. Maerz 2020 ist wegen dem Coronavirus nicht, oder nur sehr leicht bevoelkert. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der Zug hielt in Flüelen UR noch – die Perrons waren aber gestern leer. Bild: KEYSTONE

Uri will «Damm vor dem Brechen bewahren» – Ausgangsbeschränkung für Ü65

Der Kanton Uri hat am Donnerstag eine Ausgangsbeschränkung für über 65-Jährige beschlossen. Der Führungsstab erklärt sein Eigenmanöver und wählt dabei dramatische Worte.



Der Kanton Uri hat überraschend am Donnerstag eine Ausgangsbeschränkung für Seniorinnen und Senioren beschlossen. Wer über 65 Jahre alt ist, darf auf dem gesamten Kantonsgebiet das Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen.

Diese Ausgangsbeschränkung hat mehrere Ausnahmen: Wer zur Ärztin muss, kann dies nach telefonischer Vorabsprache tun. Ebenfalls erlaubt bleiben Bestattungen im engsten Familienkreis sowie kurze Spaziergänge alleine, zu zweit oder mit dem Hund. Nicht davon betroffen sind gemäss Weisung Personen, «die in systemrelevanten Funktionen des Gesundheitswesens» arbeiten.

Sprich: In den Urner Läden von Seelisberg bis Hospental wird man heute keine älteren Personen mehr antreffen. Die Einkäufe müssen von Familien, Nachbarn oder Freiwilligen unternommen werden.

Uri: Es geht um Menschenleben

Der drastische Entscheid hat Symbolwirkung. Ignaz Zopp, Chef des kantonalen Führungsstabs, sagte gestern gegenüber Radio SRF: «Diese Massnahme war jetzt angesagt, weil alles, was bis jetzt in Uri angeordnet wurde, nur bedingt mitgetragen wurde.»

«Diese Massnahme war jetzt angesagt, weil alles, was bis jetzt in Uri angeordnet wurde, nur bedingt mitgetragen wurde.»

Ignaz Zopp, Chef des Urner Führungsstabs

Die harten Worte meint Zopp bitter ernst. Sein Sprecher Adrian Zurfluh präzisiert gegenüber watson in einer schriftlichen Stellungnahme nun die Beweggründe: «Insbesondere die Mediziner in diesem Gremium befürchten in den kommenden Tagen und Wochen massiv steigende Fallzahlen. Jeder Tag, der mit solchen Massnahmen gewonnen werden kann, ist ein gewonnener Tag und rettet möglicherweise Leben

Eigenmanöver des Führungsstabs

Der Führungsstab handelte selbstständig, wie Zurfluh erklärt. Der Regierungsrat wurde nachträglich über die Massnahmen informiert, damit er diese formell im Nachgang beschliessen kann. Führungsstab-Sprecher erklärt: «Dies ist erst im Nachhinein möglich, weil, wie im vorliegenden Fall, die Zeit ein sehr wichtiger Faktor ist. In anderen Ereignissen kann dies zum Beispiel sein, dass Massnahmen getroffen werden müssen, die einen Damm vor dem Brechen bewahren.»

«Einen Damm vor dem Brechen bewahren.»

Führungsstab-Mediensprecher Adrian Zurfluh

Der Urner Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti bei seiner Ausfuehrung waehrend einer Medienkonferenz zu zwei Gutachten zum Fall Ignaz Walker am Freitag, 5. Juli 2019 im Regierungsgebaeude in Altdorf. Die Gutachten wurden zur Ausstandsfrage und zur Rolle der Medien im Fall Ignaz Walker gestellt. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

SP-Regierungsrat Dimitri Moretti findet die Ausgangsbeschränkung «leider nötig». Bild: KEYSTONE

Der Urner Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti war für eine watson-Anfrage am Freitagmorgen nicht erreichbar. Über Facebook teilt er jedoch mit, dass die Massnahme des Führungsstabs «leider nötig» sei. Der SP-Regierungsrat ruft seine Bevölkerung dazu auf, sich an die Massnahmen zu halten. «Je besser die Bestimmungen eingehalten werden, desto schneller normalisiert sich die Lage wieder. Nicht morgen oder nächste Woche, aber sicher früher als später. Und bleibt gesund», schreibt Moretti in einem öffentlichen Beitrag.

Darf der Kanton Uri sowas überhaupt beschliessen?

Der Staatsrechtler Felix Uhlmann erklärte gegenüber Radio SRF, dass der Bundesrat ausdrücklich kein Verbot erlassen habe. «Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob die Urner Weisung mit der Verordnung des Bundes kompatibel ist», sagt Uhlmann. Die Urner Behörden sehen das anders. Sie schreiben, dass sie die Bundesratsverordnung vollziehen müssen und ihre Zuständigkeit dabei behalten. Deshalb sei eine Ausgangsbeschränkung für Personen ab 65 Jahren «möglich».

Kommt die Ausgangssperre auch für andere Kantone?

Eine Ausgangsbeschränkung könnte auch schweizweit oder zumindest in anderen Kantonen drohen. Der Bundesrat hat mit der ausserordentlichen Lage das Recht, selbstständig die «nötigen Massnahmen» zu beschliessen. «Selbstständig» ist wörtlich gemeint: Anders als in der «besonderen Lage» werden die Kantone nicht angehört.

Das bestätigt der Sprecher des Urners Führungsstabs: «Das entfällt in der ausserordentlichen Lage. Mit anderen Kantonen laufen ab und zu Koordinationsgespräche, aber nicht institutionalisiert.» Sprich: Falls der Bundesrat mit einer schweizweiten Ausgangssperre zu lange zögert, könnte ein Flickenteppich drohen, wie es ihn vor einigen Tagen mit dem Veranstaltungsverbot gab.

Ob der Bundesrat dieser Gefahr mit einer eigenen Massnahme zuvorkommen will, ist unklar. Der «Blick» spekuliert heute, dass die Landesregierung derzeit über die Ausgangssperre streite. Einen Antrag soll angeblich Verteidigungsministerin Viola Amherd (CVP) stellen. Gut informierte Nationalrätinnen und Nationalräte wollten das gegenüber watson nicht bestätigen. Man habe nur gehört, dass wirtschaftliche Coronavirus-Massnahmen kommen würden – und diese seien «gut», sagt ein Politiker.

In einer früheren Version des Artikels wurde Herr Regierungsrat Dimitri Moretti als Gesundheitsdirektor bezeichnet. Das ist falsch. Er ist Sicherheitsdirektor. Der Fehler wurde korrigiert, wir bedauern den Fehler.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Miron 20.03.2020 13:54
    Highlight Highlight Ich finde die Urner Lösung sehr empfehlenswert! Es entlasted alles! Das Gesunheitswesen infolge weniger Ansteckungen. Die Lebensmittelläden, da weniger Personen einkaufen werden. Was wiederum diejenigen schützt, die für sich und andere einkaufen gehen. Der Umsatz aber wird trotzdem nicht so massiv einbrechen. Essen müssen sie ja alle trotzdem.

    Aber nun heissts: Organisiert euch! Sucht Ersatz falls ihr selbst in Isolation bleiben müsst. Denkt an eure Onkel und Tanten ohne Kinder in der Nähe. Oder ganz ohne. Ruft an, fragt nacht!

    Und sontst, stay home!



    • Miron 20.03.2020 15:05
      Highlight Highlight Wer die zwei "t" zuviel findet, darf sie behalten :)
    • Miron 20.03.2020 15:32
      Highlight Highlight Und ich meine damit nicht, dass "die Anderen" tun und lassen können was sie wollen. Ausgangsperre für alle, das heisst aber auch, das "die Alten" offiziell selber einkaufen gehen dürfen. Und dann haben wir sie wieder jeden Tag in den Geschäften. Weil "einkaufen gehen dürfen wir ja".

  • Kari Baldi #WirallesindCorona 20.03.2020 13:54
    Highlight Highlight Ich hoffe auf eine nationale Ausgangssperre, damit dieses Vorpreschen der Urner obsolet wird. Diese halbpatzige Kantönligeist-Massnahme hat etwas von Seldwyla an sich und macht die ohnehin schon gestressten Opfer unterschwellig zu Tätern. Biirewaich!
  • paule 20.03.2020 13:51
    Highlight Highlight Ich bin auch gegen eine Totalsperre und wäre betroffen, ich gehe in meine kleine Werkstatt wo ich total alleine bin und ausser die Kreuzenden Autofahrer niemanden antreffe oder mit meinem Boot alleine auf den See, hilft mir auch gesund zu bleiben.
    Aber ich winke nur noch und kaufe noch ein mal pro Woche ein, mit Kartenzahlung.
    Ich sehe aber in meinem Umfeld, dass bei einigen das noch nicht angekommen ist. Auch übrigens aus Kommerziellen Gründen!
    Meine Frage, ist im Moment das Geld so wichtig, aber ich war eben nicht an der HSG ausgebildet worden sondern in einer sogenannten Fachschule.
  • fandustic 20.03.2020 13:45
    Highlight Highlight Eher eine Wischi Waschi Lösung. Wenn Ausgangssperre, dann für alle. Mit dieser ü65 Lösung werden die Alten geschützt, klar, aber da die jüngere „feucht fröhlich“ Generation dann weiterhin in Gruppen herum lümmelt wird die Verbreitung trotzdem vorangetrieben und die Corona-Thematik auf Monate hinaus bestehen bleiben. Dann lieber mal kurz über ein paar Wochen alle einschränken, als „nur“ die Alten, jene jedoch für Monate.
    • BiffiZ07 21.03.2020 09:30
      Highlight Highlight Wohnst du in Uri?
      Ich schätze sie strebten dort eine Lösung an, welche für ihren Kanton nötig war. Nur weil unsere Zürcher und Aargauer Jugendlichen so ignorant sind, bedeutet das nicjt zwingend, dass es die Urner auch sind.
  • Tito88 20.03.2020 13:28
    Highlight Highlight Genau richtig! Die bis 65 jährigen tragen die Wirtschaft in der Schweiz wie auch in Deutschland. Man hätte bereits vor 2 Wochen so eine Ausgangssperre für die +65 jährigen auferlegen sollen, dann wären die Spitäler heute auch nicht so überfüllt und wir hätten viel weniger tote und eventuell keine Schliessung von allem anderen.
  • Musikuss 20.03.2020 13:28
    Highlight Highlight War nicht einer der Kantone, mit den wenigsten Corona-Infizierten??
    • Miron 20.03.2020 15:12
      Highlight Highlight Doch. Bis gestern noch im einstelligen Bereich. Soviel mir bekannt ist. Zumindest offiziell. Um eine Bekannte von mir zu zitieren: "Dr Ürner gaht ersch zum Dokter, wenn är dr Grind underem Arm het."
  • lupone 20.03.2020 12:45
    Highlight Highlight Ich bin ü65 und verstehe (und akzeptiere) die grundlegenden Weisungen.
    Trotzdem ist das ein grosser Eingriff.
    - Warum wurde nicht die Polizei eingesetzt, um die ursprünglichen Anweisungen durchzusetzen?
    - ob jemand eine Risikoperson ist hängt nicht nur vom Alter ab, sondern entscheidend von dessen Gesundheitszustand. Was ist z.B: mit den vielen u65, die ungesund essen, viele Medikamente einnehmen, Alkohol und Nikotin konsumieren etc?
  • schwuppdiwupp 20.03.2020 12:34
    Highlight Highlight ich “verstehe“ leute,die sagen “wänns mi verwütscht,dänn isch's halt so (ich ha ja mis läbe gläbt)“.
    doch könnte man leute,die auf die Vorgaben sch****en nicht erfassen und bei allfälliger Infektion die medizinische Hilfe verweigern?denn wer so renitent und beratungsresistent ist hat mMn das recht verwirkt eine Behandlung und platz in einer IPS zu bekommen...

    ich weiss das hört sich herzlos an,doch ich habe dies genauso meinen Eltern gesagt und dann ist der groschen gefallen
  • Ichfindsi.O. 20.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Tiefer Einschnitt ins Sozialleben? Ja, und bei uns jungen nicht?
    Auch für mich ist die Gesundheit meiner Grosseltern enorm wichtig. Aber die gesamte Wirtschaft "nur" für die Risikogruppen komplett lahm legen finde ich ein wahnsinnig hoher Tribut! Da sind massenhaft Schicksale die dabei über viele Jahre auf dem Spiel stehen. Klar, jetzt kommen die "Geld ist nicht alles"-Argumente. Aber kein Job, Firmenkonkurs usw. ist da schon eine andere Liga...Früher oder später auch extrem negativ für die Gesundheit!

    Daher finde ich die "Risikogruppen-Ausgangssperre (hier halt Ü65) adäquat.
  • Bratansauce 20.03.2020 12:20
    Highlight Highlight Ich finde die Lösung von Uri gar nicht verkehrt! So ist die Quarantäne ja noch einigermassen aushaltbar.

    Was aber zudem unbedingt gemacht werden sollte: Homeoffice wirklich anordnen (nicht nur empfehlen) und alle Betriebe schliessen, wo der Abstand oder die Hygiene nicht eingehalten werden kann (z.B. Baustelle).

    Und zudem alle konsequent Büssen, die den Mindestabstand nicht einhalten (und nicht zusammen in der Wohnung sind). Ich bin zwar grundsätzlich gegen solche Bussen, aber offenbar ist es wirklich nötig.
    • fidget 20.03.2020 15:08
      Highlight Highlight Homeoffice lässt sich behördlich nicht anordnen. Dafür wäre auch die Infrastruktur in jedem Betrieb notwendig, sprich Fernzugriff aus alle Systeme und Dokumente. Und das haben längst nicht alle.
      Ich könnte von Zuhause auf ein paar Programme online zugreifen, nur bringt es mir nichts, da alle Unterlagen im Büro liegen. Um Homeoffice betreiben zu können reicht das nicht aus. Ich habe immerhin ein Einzelbüro und kann so den Kontakt vermeiden und Abstand halten.
    • Bratansauce 20.03.2020 20:34
      Highlight Highlight Ja, natürlich nur für jene Betriebe, die das machen können.
  • Hardy18 20.03.2020 12:14
    Highlight Highlight Das ich sowas in meinem Leben erleben darf. Die alten bekommen Stubenarrest und die Jungen dürfen raus. 😄

    • Shiginator 20.03.2020 12:35
      Highlight Highlight auch du solltest zuhause bleiben
    • Wendy Testaburger 20.03.2020 14:34
      Highlight Highlight Huereluschtig🙄
    • ninolino 20.03.2020 14:43
      Highlight Highlight @Hardy:
      "...und die Jungen dürfen raus."
      Ganau nix kapiert! 🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 20.03.2020 12:11
    Highlight Highlight Wenn der Kanton Uri, dann für alle Alten, die niemanden haben, das Einkaufen gratis organisiert und keinen vergisst, kann man das machen, sonst nicht.
  • So en Ueli 20.03.2020 12:07
    Highlight Highlight Ich wäre dafür, dass die ganze Schweiz ein Ausgangsverbot für ü65 vorgibt.
    • Gianni48 20.03.2020 13:33
      Highlight Highlight Nein für alle soll das, wenn nötig, gelten. Alle, von 0 - 110 sind nämlich betroffen.
  • Lubi Dragojevic 20.03.2020 12:01
    Highlight Highlight https://www.miaminewtimes.com/slideshow/photos-spring-break-2020-in-miami-beach-11601659


    Mir und au viel anderi Länder machet üs zimli Sorge und bi de Amy's goht voll Post ab
    • tinu77 20.03.2020 13:27
      Highlight Highlight Die sind ja nicht in der Risikogruppe... Was für Idioten!🤦

      Wenn es dann ein paar von denen dahinrafft, darf man dann von natürlicher Auslese sprechen? 🤔
    • Lubi Dragojevic 20.03.2020 14:54
      Highlight Highlight Bei denen schon, bei uns auf keinen Fall..
  • felixJongleur 20.03.2020 11:56
    Highlight Highlight Zum Glück ergab sich heute (über Distanz natürlich) ein Gespräch mit einer älteren Nachbarin (Ü75). Sie sah den Anschlag im Gebäude, aber hatte Vorbehalte sich dort zu melden. Nun im direkten Kontakt konnten wir jedoch vereinbaren, das wir für Einkaufshilfe Nahrund und Medis da sind für sie. Fazit: Die Scham und Zurückhaltung ist teils sehr gross, das direkte Gespräch und natürlich eine gewisse Vertrauens/Sympathiebasis hilft ungemein.
    • Mietzekatze 20.03.2020 13:43
      Highlight Highlight Ich habe gestern auch bei meinem Nachbarn geklingelt... er hatte die selben Vorbehalte... und wir haben uns jetzt geeinigt, dass er mich anruft, einen Zettel hinterlässt oder klingelt wenn er etwas braucht! Aber man muss schon aktiv auf sie zugehen...
  • Sapientia et Virtus 20.03.2020 11:51
    Highlight Highlight Wenn sich die Lage noch weiter verschlechtert und keine Nachbarn da sind, müssen wohl einige zum persönlichen Notrecht greifen - würde heissen, Lebensmitteleinkauf trotz behördlichem Verbot.
  • Erklärbart. 20.03.2020 11:48
    Highlight Highlight Ergänzung zu meinem Kommentar von vorhin...
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    • AdiB 20.03.2020 12:16
      Highlight Highlight Echt, was soll das?
      Da restaurants geschlossen haben gehen alle von der baustelle in den lidl nebenan. Jetzt um 12.00 uhr massenhaft leute die die ihren wocheneinkauf erledigen.
      An alle die im moment nicht arbeiten können oder homeoffice machen, geht bitte um 11.00 uhr oder nach 13.00 uhr einkaufen. Die leute die nur 20-30 min znüni und eine stunde mittag haben danken euch.
    • Erklärbart. 20.03.2020 12:25
      Highlight Highlight Das war um ca. 9.15 Uhr! Mittag will ich mir erst gar nicht antun - sicherlich wie üblich alle da die eigentlich den ganzen Tag Zeit hätten, aber halt lieber über den Mittag gehen, weil sie dann Rosi, Greti und Hansli treffen können -.-
    • Said 20.03.2020 12:32
      Highlight Highlight Auch bei Home Office gelten die Bürozeiten. Zumindest bei mir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 20.03.2020 11:45
    Highlight Highlight "In den Urner Läden von Seelisberg bis Hospental wird man heute keine älteren Personen mehr antreffen. Die Einkäufe müssen von Familien, Nachbarn oder Freiwilligen unternommen werden."

    Und das ist auch richtig so. Ich war heute auch einkaufen. Für mich und für eine kleine Familie die Hilfe benötigt. Vor dem Laden hatte es Warteschlangen - 80% der Menschen in der Warteschlange waren Senioren!!

    Ich bin in einigen Hilfegruppen aktiv und würde auch für ältere Menschen einkaufen. Aber ein, Herr und Frau Schweizer Senior müssen alles selber machen. -.-
  • drüber Nachgedacht 20.03.2020 11:24
    Highlight Highlight Die Lösung von Uri ist perfekt.

    So kann ohne die Wirtschaft noch stärker zu belasten die Risikogruppe geschützt werden.

    Besser 5 Wochen in der eigenen Wohnung, als drei Wochen auf der Intensivstation.
  • techiesg 20.03.2020 11:23
    Highlight Highlight Ich bin ein grundsätzlicher Fan unseres föderalistischen Kantönligeistes. In der jetzigen Situation ist er aber zugegeben eher hinderlich. Ich würde eine einheitliche Regelung von Genf bis St.Margreten und Basel bis Chiasso begrüssen.
    • huiuiui 20.03.2020 12:25
      Highlight Highlight Nein es ist eben gerade ein Vorteil. Uri macht es vor und falls es gut funktioniert, wird der Bund diese Massnahme Schweizweit umsetzen,
    • blueberry muffin 20.03.2020 12:57
      Highlight Highlight Die gibt es.
  • Thomas G. 20.03.2020 11:20
    Highlight Highlight Erste Lektion in einer lebensbedrohenden Krise: Schau für Dich selbst, warte nicht bis Dich einer rettet. Und wieder hinkt der Bundesrat der Entwicklung hintennach.

    Fleiss: 6, Leistung: 3
    • Eidgenosse60 20.03.2020 12:46
      Highlight Highlight Thomas, das siehst Du falsch. Der BR hinkt nicht hintennach. Er spekuliert mit einer starken Ausdünnung der Rentner um so die Probleme der AHV und Pensionskassen signifikant zu entschärfen.
    • Urs457 20.03.2020 14:08
      Highlight Highlight Dann ist also all das WC-Papier das wir vermissen bei dir zuhause 🤣!
  • little.saurus 20.03.2020 11:18
    Highlight Highlight Ich würde das sehr begrüssen. Aber man muss schauen, dass auch wirklich alle Unterstützung erhalten. Es gibt zu viele ältere Menschen die ohne jedliche Familienangehörige sind. Diese Ausgangsperre darf ihnen nicht schaden! Man muss vom Staat aus für diese Menschen schauen oder ihnen die Spitex zum einkaufen (falls auch keine Nachbarn, oder Freiwilligen vorhanden sind) schicken.
    • Butschina 20.03.2020 12:39
      Highlight Highlight Wenn die Spitex plötzlich für alle einkaufen muss, können sie die anderen Haushaltsarbeiten nicht mehr machen. Darum finde ich es besser wenn Freiwillige helfen. Es kann sich auch nicht jeder die Spitex leisten. Haushaltshilfe bezahlt man selber.
    • Brian.D 20.03.2020 15:22
      Highlight Highlight In meiner Gemeinde im Kanton Uri hat der Gemeinderat zusammen mit dem Dorfladen für +65 extra einen Lieferservice ins Leben gerufen.
  • Markk 20.03.2020 11:17
    Highlight Highlight Danke an die Verantwortlichen in Uri für das Vorausgehen.Mutig und nötig. Und bitte auch durchzusetzen bei denen, die es immer noch nicht begreifen können oder wollen. Sonst bringts es nicht. Auf dass wir dann möglichst schnell mit solchen Freiheitsbeschränkungen auch wieder aufhören können. Und weniger Tote zu beklagen haben.
  • McStem 20.03.2020 11:15
    Highlight Highlight "[...]und diese seien «gut», sagt ein Politiker."
    Abwarten. Ohne diese zu sehen, ohne weitere Informationen, hat ein "gut" etwa gleichviel Aussagekraft, wie eine typische Ansprache vom Trumpeltier oder sonstiger Populisten (Ausahmen bestätigen die Regel).

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