Schweiz
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Das Kopftuch verbieten? Okay, liebe CVP – und bitte auch das Zölibat

Papst Franziskus gibt sich gerne fortschrittlich, ist innerkirchlich aber stramm konservativ. Bild: EPA/ANSA

Die CVP will die Muslime zur Respektierung von Rechtsstaat und Säkularismus zwingen. Das könnte für die Partei ungewollte Konsequenzen haben. Ein paar ketzerische Gedanken zu Weihnachten.

24.12.17, 12:26 25.12.17, 06:18


Eine Woche vor Weihnachten waren von der CVP wenig besinnliche Töne zu vernehmen. In einem Positionspapier zu «Werten und Rechtsstaat» verlangt die Partei «Verbote und Einschränkungen für Muslime, die nichts mit Fundamentalismus zu tun haben», berichtete die «SonntagsZeitung». Dazu gehört offenbar auch ein Kopftuchverbot an Schulen.

«Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab», heisst es gemäss der Zeitung in dem CVP-Papier. Schulen und Kindergärten seien «gesetzliche Schutzräume für das säkulare Gesellschaftsmodell». Andere Kopfbedeckungen auch religiöser Art sind der Partei egal. Ihr geht es um «den Kampf gegen den politischen Islam».

Hidschab & Co.

Mit dem Papier, das vom Präsidium genehmigt worden sei und vom Vorstand noch abschliessend behandelt werden müsse, setzt die Partei die Ankündigung ihres Präsidenten Gerhard Pfister in die Tat um. Nach seiner Wahl im Frühjahr 2016 hatte der Zuger Nationalrat wiederholt erklärt, die CVP müsse «eine Art christlich-abendländische Leitkultur» in der Schweiz etablieren.

Was ist problematisch?

Davon ist gemäss «SonntagsZeitung» nicht mehr explizit die Rede. Vielmehr gebärdet sich die CVP mit dem geforderten Kopftuchverbot als Schutzpatronin des Säkularismus. In die gleiche Richtung gehen Überlegungen für einen Religionsartikel, der «das Verhältnis zwischen Kultusfreiheit und Rechtsstaat regelt», wie Gerhard Pfister gegenüber der Zeitung erklärte.

Die CVP plant offenbar, diesen Religionsartikel als Gegenvorschlag zur Burkaverbotsinitiative einzubringen. Dabei geht es gemäss Parteipräsident Pfister nicht um die Einschränkung der Religionsfreiheit, sondern allenfalls um eine «Einschränkung von Handlungen, die religiös begründet werden, und die rechtsstaatlich oder gesellschaftlich/kulturell problematisch sind».

Eine interessante Formulierung. Sie liefert den Anstoss für kühne Gedanken. Denn nicht nur der Islam hat in dieser Hinsicht ein Problem. Sondern auch die römisch-katholische Kirche, die ihre Priester mit dem Zölibat zur Ehelosigkeit zwingt und Frauen das Priestertum verbietet. Beides ist in Pfisters Worten «rechtsstaatlich oder gesellschaftlich/kulturell problematisch».

Und das ist noch nett formuliert. Tatsächlich verstösst die katholische Kirche mit diesen Dogmen auf flagrante Weise gegen die Bundesverfassung. In Artikel 14 steht klipp und klar:

«Das Recht auf Ehe und Familie ist gewährleistet.»

Auch Artikel 8 lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

«Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit».

In der Realität lässt die Umsetzung zu wünschen übrig, insbesondere bei der Lohngleichheit. Das Arbeitsverbot für Priesterinnen, das der Vatikan verhängt hat, geht jedoch weit über das in einer «Grauzone» allenfalls Zulässige hinaus. Es gibt heutzutage Rabbinerinnen und weibliche Imame, auch wenn sie vorwiegend in den liberalen Strömungen ihrer Religion tätig sind.

«Verbrechen an der Menschheit»

Noch übler ist das Pflichtzölibat. «Sexualität mit religiösen oder moralischen Geboten zu unterdrücken, ist ein Verbrechen an der Menschheit», meint watson-Blogger Hugo Stamm. Viele Priester befinden sich in einem Gewissenskonflikt. «Sie halten sich eine heimliche Geliebte, was die betroffenen Frauen oft in schwere seelische Not versetzt. Oder sie vergreifen sich an Kindern», schrieb ich vor einem Jahr in einem Kommentar über das unsägliche Niveau der Burkadebatte.

«Ich habe mit verschleierten Frauen erheblich weniger Mühe als mit priesterlichen Kinderschändern. Dennoch finde ich, die katholische Kirche muss dieses Problem selber lösen», schrieb ich damals weiter. Das Papier der CVP lässt mich davon Abstand nehmen. Fragt sich nur, ob die Schweiz eine globale Institution wie die katholische Kirche mit Hauptsitz in Rom dazu zwingen kann, das Zölibat abzuschaffen und Frauen zum Priesteramt zuzulassen.

Vom Staat privilegiert

Ich denke, sie kann! Denn in der Schweiz beansprucht der römische Katholizismus den Status einer Landeskirche, inklusive Steuerprivileg. Geregelt ist dies kantonal. Einzig in Genf und Neuenburg, wo Religion und Staat nach dem Vorbild des französischen Laizismus getrennt sind, müssen sich die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften privatrechtlich organisieren.

Für ein offenes Frauenbild. Und zwar mit Kopftuch und Rap!

Video: srf

Wer aber vom Staat einen privilegierten Status erhält und von ihm Steuern einziehen lässt, der müsste auch das Regelwerk dieses Staates anerkennen. Also die Bundesverfassung.

Natürlich könnte sich die katholische Kirche bei Zölibat und Frauenpriestertum auf das Gewohnheitsrecht berufen. Doch auch das muss kein Hindernis sein. Als die Landsgemeinde in Appenzell Innerrhoden 1990 zum wiederholten Mal Nein zum Frauenstimmrecht sagte, setzte sich das Bundesgericht über dieses Gewohnheitsrecht hinweg und zwang die Innerrhoder mit Verweis auf den Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung, den Frauen das Stimmrecht zu gewähren.

Gerhard Pfister will die CVP zur «Wertepartei» machen. Bild: KEYSTONE

Ich bin kein Jurist, und es ist wie gesagt nur ein Gedankenspiel. Aber es ist eine reizvolle Vorstellung, dass ausgerechnet die CVP mit ihrem Religionsartikel ungewollt dazu beitragen könnte, die Priester – und ihre verdeckt lebenden Partnerinnen und Partner – vom Zwang zur Ehelosigkeit zu befreien und Frauen die Weihe zur Priesterin zu ermöglichen.

Trotz zahlreicher Versuche ist es der CVP nie wirklich gelungen, ihre Wählerbasis über das katholische Milieu hinaus zu erweitern. Was zur Folge hat, dass diese Basis genauso schrumpft wie besagtes Milieu (ich bin selber ein ehemaliger Katholik). Gerhard Pfister versucht diesen Trend umzukehren, indem er auf den Islam einprügelt. Am Ende könnte er das eigene Fundament treffen.

Aber eben, vorläufig sind das nur einige festtägliche Hirngespinste. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, liebe CVP.

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159Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PatrickStar 25.12.2017 23:21
    Highlight Ist Kopftuch auch ein Instrument?
    0 0 Melden
  • Miguel Vo 25.12.2017 21:23
    Highlight Als journalist sollte man es vermeiden Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ei von mir gut gemeinter rat
    16 12 Melden
    • rodolofo 25.12.2017 22:43
      Highlight Wer ist denn jetzt die Birne?
      Der Islam, oder das Christentum?
      11 4 Melden
  • rbv 25.12.2017 12:48
    Highlight Liebe CVP
    Es sind keine 50 Jahre her, dass die christlichen Frauen in unserer Gegend noch mit einem Kopftuch bekleidet waren.
    Heute ist es zum Teil sogar ein Schmuckstück. Die Religion Mohammeds ist 800 Jahre jünger. Lasst bitte den Manschen die nötige Zeit ohne Gesetze und Verbote.
    Gruss Roland
    21 30 Melden
    • Joe Smith 25.12.2017 21:56
      Highlight 800 ?
      3 1 Melden
    • Roterriese 26.12.2017 07:55
      Highlight Also soll man den Terroranschlägen, den Ehrenmorden, den Beschneidungen, usw. jetzt einfach noch 800 Jahre lang zu schauen, ohne etwas zu machen?
      11 8 Melden
  • Oxymora 25.12.2017 12:23
    Highlight Sollten grosse Teile der Bevölkerung an Abendlandphobie erkranken, hat das wirklich nichts mit dem Islam zu tun;
    Auslöser der Epidemie wird «eine Art christlich-abendländische Leitkultur» sein.
    Mit Chopfweh und Verdaungs Problemen kann sich die Krankheit ankündigen.

    14 8 Melden
    • sowhat 25.12.2017 18:45
      Highlight Oh je, dann hab ich die schon :)
      4 0 Melden
    • Oxymora 25.12.2017 19:43
      Highlight @sowhat
      Morgens und abends eine Tablette
      und das Immunsystem kommt mit
      dem CVP zurecht. Beachten Sie
      die Geschmacksrichtung Carotin extra.

      7 4 Melden
    • sowhat 26.12.2017 09:31
      Highlight 😉 oh, vielen Dank!
      4 0 Melden
  • Lusch 25.12.2017 09:13
    Highlight Ich habe es in der vergangenen Nacht bei der Christmette mal wieder gesehen, die die besonders Christlich sein wollen, sei das in Parteien, Kirche oder in Vereinen und Organisationen, haben offensichtlich keine Ahnung was in der Bibel steht und welches die Botschaft von Christi Geburt sein sollte!

    Da erstaunt es kaum das ausgerechnet aus den Reihen der CVP und von dessen Präsidenten Gerhard Pfister solche Vorschläge kommen!
    18 9 Melden
  • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:21
    Highlight Ein Kopftuchverbot in Schulen halte ich für dringend nötig! Aber dass dies ausgerechnet von der CVP kommt, will mir nicht in den Kopf. Eigentlich müsste das ein grün-linkes Anliegen sein. Aber halt! Die würden das noch mehr verbocken als es die CVP machen wird. "Christliche Leitkultur" wandelt sich damit wohl eher in eine christliche Leidkultur....
    29 42 Melden
    • Maracuja 25.12.2017 08:53
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Wäre es dir lieber das Anliegen käme von der svp? Und was gibt es bei einer solchen Forderung konkret zu verbocken? Den Abstimmungskampf? Dass Übertretungen zu wenig sanktioniert werden und ein fundamentalistischer Millionär, die Bussen bezahlt? Dass dadurch Privatschulen, die Kopftuch erlauben, gefördert werden? Wie sind die Erfahrungen in Frankreich, gibt es dort weniger Extremismus? Verbote verstärken das Gefühl der Ausgrenzung und werden wenig bringen, wenn man Migrantenkinder nicht für hiesige Werte (wie Menschenrechte) begeistern kann.
      29 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 12:34
      Highlight Maracuja
      Klar kann ein Kopftuchverbot nur ein Teil von Massnahmen sein. Alleine würde es kaum oder gar nur negative Folgen haben.
      Mehr Gewicht auf geisteswissenschaftliche Fächer legen, wäre eine dieser Massnahmen, wie z.b. ein fundierter und kompetenter Ethikunterricht, Geschichte, Literatur, etc.
      Das wäre nicht nur für Kinder von Muslimen gut, es würde bei allen etwas kritisches und selbständiges Denken fördern.
      12 7 Melden
    • Gigle 26.12.2017 09:43
      Highlight Hört doch auf! Diese Mädchen gehen nicht in irgendwelche super Schulen, mit Kleinklassen und extra Integrationszeit. Viele Mädchen mit Kopftuch kommen direkt von irgendwo aus der Welt, noch nicht integriert und zum Teil mit verängstigten Eltern, die (noch) keine Ladenssprache können. Die werden die Mädchen einfach nicht zur Schule schicken ohne Kopftuch. Das ganze irgendwo in Randquartieren von grösseren Städten. Ich hab in solchen Klassen gearbeitet, da müssen zuerst mal alle Deutsch lernen und gleichzeitig noch Französisch und Englisch, viel Spass mit ‚mehr Geisteswissenschaften‘.
      4 0 Melden
  • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:08
    Highlight Peter Blunschi,
    es gibt kein Gewohnheitsrecht in der Schweiz.
    12 37 Melden
    • Tsunami90 25.12.2017 11:01
      Highlight Doch.
      20 7 Melden
    • Lavamera 25.12.2017 13:00
      Highlight Art.1 Abs. 2 ZGB
      9 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 17:22
      Highlight Tsunami, Lva

      Nein. Gewohnheitsrecht gibt es so gut wie nicht und wenn, dann nur dort wo es (noch) keine Regelungen oder Gesetze gibt.

      Gewohnheitsrecht, wie es Blunschi im Artikel meint, gibt es nicht in der Schweiz.
      9 5 Melden
  • Oxymora 24.12.2017 17:31
    Highlight Hat die CVP Wahlkampffieber?

    «Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab»

    Nun was wären solche Kleidungsstücke? Existieren solche?
    Das ist pure CVP-Rhetorik, völlig ohne Inhalt.

    Angenommen Privilegien wie die Steuerhoheit über Nicht-Mitglieder wird den Kirchen entzogen, Frauen werden auch in der röm.kath.K gleich berechtigt etc.
    so wäre der Verfassung genüge getan.

    Hat sich die CVP oder eine andere Partei in den letzten 150 Jahren darum bemüht?
    46 15 Melden
  • satyros 24.12.2017 15:52
    Highlight Schön finde ich ja auch, dass die CVP die Schule und den Kindergarten als sekulären Schutzraum sieht. Sagt das mal den Wallisern mit ihren Kruzfixen, die dort überall rumhängen.
    71 14 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:13
      Highlight Ist ja schon lustig, da wollte die SVP die Kopftücher in Schulen verbieten und wird ausgerechnet von der CVP abgeschmettert. Dabei hatten die das doch bereits in den Schubladen...
      Da soll mal einer aus den Wallisern schlau werden.
      14 3 Melden
    • rodolofo 25.12.2017 11:44
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Bitte nicht alle Walliser in Sippenhaft nehmen und mit der CVP-Mafia in die gleiche Schublade werfen!
      9 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 24.12.2017 15:06
    Highlight Super Artikel.
    37 27 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:16
      Highlight Nein, der Artikel ist überhaupt nicht durchdacht und mixt Sachen zusammen, die einfach nicht zusammen gehören, verkennt anderes an seiner Tragweite und kann verschiedenes nicht richtig einordnen. Ich will gar nicht anfangen konkret zu werden, es ist zu viel was nicht zusammen passt.
      Wundert mich eigentlich bei Blunschi.

      Aber immerhin ein Anfang!
      12 30 Melden
    • sowhat 25.12.2017 10:29
      Highlight @Rabbi, ich finde sehr wohl, dass der Artikel sehr gut ist, weil er nämlich genau diese grauen Ecken ausleuchtet, die wir schon lange nicht mehr sehen, weil sie zur Gewohnheit geworden sind.
      Wenn die CVP sich auf Säkularitat beruft, dann bitte für ALLE Religionen, und dann muss sehr gründlich hingeschaut werden. Und da gehört das Zöllibat und das Berufsverbot für Fraun nunmal dazu. Es würde wohl den Rahmen sprengen, alle anderen Religionen durch zu deklinieren. Wird aber anstehen, wenn die CVP auf diesm Text besteht.
      17 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 12:44
      Highlight sowhat
      Du hast wohl recht. Nur, wie es im Artikel steht geht es nicht.
      Das Zölibat wäre sicher nicht Sache des Staates, oder der Stimmbürger, sondern alleine Sache der RKK - wenn diese nicht so eng mit dem Staat verbandelt wäre. Ebenso, dass Frauen nicht Priesterinnen werden dürfen.
      Wenn man da etwas machen könnte, dann an den Beziehungen des Staates mit den Kirchen, nicht jedoch an den internen Doktrinen der Kirchen.
      Staatlichen Steuereinzug endlich beenden, einige Beziehungen mit Wohlfahrtsverbänden wie Caritas, etc wenigstens etwas transparenter gestalten, etc.
      5 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 12:47
      Highlight Das wäre auch im Bezug zur Haltung dem Islam gegenüber hilfreich und würde allgemein die "Neutralität" des Staates den Religionen gegenüber endlich mehr Gewicht verleihen.

      Das aber wissen die Kirchen ganz genau und darum wehren sie sich mit Händen und Füssen dagegen und nehmen den Islam in Schutz, wo es nur geht - selbst auf die Gefahr hin, sich damit das eigene Grab zu schaufeln.
      4 2 Melden
    • sowhat 25.12.2017 18:55
      Highlight @Rabbi, es muss auch nicht genau so sein, wie im Artikel beschrieben,i ch habe diesen als Gedankenanstoss gelesen und führe die Idee weiter aus. Ich bin mit vielen deiner Ansätze einverstanden, nur nicht mit dem, dass der Staat bei einer so grossen Organisation, mit der er Geschäfte macht, nicht die Einhaltung seiner Gesetze einfordern soll.
      4 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 23:49
      Highlight sowhat
      Sage ich doch auch! Das heisst, solange die Kirche offiziell anerkannte Organisation ist und nicht privat, solange sollte der Staat seine Prinzipien durchsetzen, wie Arbeitsrecht, Gleichstellung, etc..
      (Aus diesem Grund beispielsweise sind die Evangelikalen privat organisiert.)
      Islamische Organisationen sehen dieses Larifari und meinen, sie könnten sich mit einer Anerkennung dann genauso breit machen und tun und lassen, was sie wollen. Und unsere Politiker querbeet ermuntern sie noch dazu!
      2 1 Melden
  • RatioRegat 24.12.2017 15:00
    Highlight Problematisch sind auch Taufen von Kleinkindern.

    Eltern sollten nicht über religiöse Belange ihres Kindes entscheiden dürfen. Religionsfreiheit hat keine Drittwirkung, weshalb Eltern keinen Anspruch darauf haben können, dass das Kind diesselbe Religion hat wie sie.

    Es liegt hier im Wesentlichen gleich wie bei der sexuellen Selbstbestimmung: Kinder haben das Recht vor der Einwirkung von Erwachsenen in den geschützen Bereich frei zu bleiben.



    72 34 Melden
    • AMU 24.12.2017 21:57
      Highlight Ich weis nicht ob sie Kinder haben, sie sind aber total von Sinnen ihre Geschreibsel ist jenseits von Gut und Böse. Sie wollen uns Eltern den Kinder die Taufe absprechen von der sogenannte sex. Selbstbestimmung nicht zureden.
      14 54 Melden
    • Robi14 25.12.2017 00:12
      Highlight ich wurde auch als kind getauft, hatte darum aber nie das gefühl, dass ich später nicht selber entscheiden durfte. meine eltern hatten mir auch beigebracht, dass ich nicht stehelen soll und danke sagen soll, darüber konnte ich mir als kind auch noch keine eigene meinung bilden.
      18 7 Melden
    • Oxymora 25.12.2017 00:58
      Highlight AMU
      Es war einmal Adam, weil Lilith abgehauen ist, hat ihm Gott noch eine Eva geschnitzt. Eva lies sich von einem Reptil überreden, eine Frucht zu essen und hat sich damit versündigt. Weil alle Menschen von Ihr abstammen, kommen sie noch heute schwer mit Erbsünde beladen zur Welt. Die Erbsünde muss durch Taufe neutralisiert werden, sonst landet die Seele im ewigen Feuer. Inzwischen lies sich zwar ein Christus nageln um die Sünde von allen Menschen zu nehmen, aber da ging wohl etwas schief.

      Es reicht, wenn Eltern solche Geschichten glauben. Man sollte die nicht noch den Kindern eintrichtern.
      25 5 Melden
    • FensterAuf 25.12.2017 06:02
      Highlight Wie das Kind mit einer Muttersprache aufwächst, kann es auch mit einer Religion aufwachsen. Aber spätestens mit der Konfirmation oder Firmung hat es die Gelegenheit, dazu ja oder nein zu sagen.
      11 11 Melden
    • SemperFi 25.12.2017 06:40
      Highlight @RatioRegat: Und wie halten Sie es mit der intellektuellen Selbstbestimmung? Kinder sollten bis 16 generell vor den Einflüssen von Erwachsenen geschützt werden.
      10 8 Melden
    • sowhat 25.12.2017 18:57
      Highlight @SemperFi, genau, setzt sie im Urwald aus. Öhm, nein, warte, haben wir ja abgeholzt hmmm...
      2 1 Melden
  • Majoras Maske 24.12.2017 14:22
    Highlight Dass die CVP zwar vorgibt den Säkularismus zu schützen, aber gleichzeitig allen eine "christliche Leitkultur" aufzwingen will, ist geradezu typisch und macht diese Partei nicht glaubwürdiger. Man darf nicht in die Verfassung schreiben, was man zu denken hat. Punkt.

    Und im Übrigen musste schon die CSU lernen, dass sie mit dem Rechtgeben und Kopieren der AFD Wähler an das Original verliert und nicht Wähler des Originals gewinnt. Wobei die CSU ihre Lektion wohl nicht gelernt hat.. Wie die CVP auch nicht. Das "C" steht wohl für "lernresistent", klingt komisch, aber ist so.
    68 15 Melden
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:18
      Highlight Der wunde Punkt am Ganzen: die "christliche Leitkultur". Das ist in diesem Zusammenhang wirklich schräg.
      12 1 Melden
  • Brunhilde 24.12.2017 14:07
    Highlight Schön und gut, dann aber bitte auch dafür einstehen, dass die Frauen generell gleichberechtigt werden - etwa auch in der von der CVP hochgehaltenen katholischen Kirche. Das ist nicht nur ein Thema des Islam.
    69 15 Melden
  • Platon 24.12.2017 14:06
    Highlight Unglaublich dass nun auch noch die CVP auf diese SVP-Polemik setzt. Können wir uns nicht endlich einmal darüber einig werden, dass unsere Verfassung und unsere Gesetze gelten, ganz unabhängig von der Religionsfreiheit? Dies ist und war schon immer so und wenn jemand das Gefühl hat, er oder sie könne aufgrund der Religionsfreiheit mehr tun, als dies die Gesetze erlauben, so wird diese Person bestraft. Daran hat sich noch nie was geändert! Hört auf ständig unseren Rechtsstaat zu leugnen, das ist falsch! Kümmert euch um Probleme, die es gibt!
    75 16 Melden
    • sowhat 25.12.2017 10:34
      Highlight Das würde dann in aller Konsequenz heissen, die katholische Kirche, wird angeklagt schweizer Gesetz zu brechen.
      5 1 Melden
  • Graustufe Rot 24.12.2017 14:06
    Highlight "Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren lehnen wir ab." Genau. Diese Kleidungsstücke symbolisieren den politischen Scharia-Islamismus. Der breitet sich weltweit aus und strebt die Weltherrschaft an. Falsch ist es, die kath. Kirche ins Spiel zu bringen. Warum? Weil deren Einfluss im Gegensatz zum politischen Islam stetig am Sinken ist!
    Falsch ist es auch, zuerst von einem säkularen Gesellschaftsmodell zu sprechen und dann doch wieder von einer abendländisch-christlichen Leitkultur. Nur abendländisch bitte. Dann stimmt es.
    24 82 Melden
    • rodolofo 24.12.2017 14:45
      Highlight Geh mal in ein Land wie die Philippinen!
      Dann wirst Du Dich wundern darüber, wie vital und militant die Katholische Kirche tatsächlich ist!
      Aber mit Deinem (durchaus verständlichen) Euro-Zentrismus gehst Du davon aus, dass das überalterte Dahin-Serbeln der Katholischen Kirche auch weltweit stattfindet.
      Das Gegenteil ist der Fall!
      Mit der El Shaday-Bewegung hat die RKK in den Philippinen eine Art Avant-Garde, die mit wortgewaltigen Priestern und Marathon-Gottesdiensten auf Dorf- und Quartierplätzen genauso offensiv und auf modernste Art sektiererisch auftritt, wie die Evangelikalen...
      55 16 Melden
    • äti 24.12.2017 14:50
      Highlight ... sorry, ich habs nicht kapiert: meinst du jetzt den BH oder den HüGü oder was?
      5 11 Melden
    • sowhat 25.12.2017 10:36
      Highlight @rodolofo, die Philippinen sind ja auch nicht schweizer Gesetz unterworfen ;)
      3 2 Melden
    • rodolofo 25.12.2017 11:14
      Highlight @ sowhat
      Ja, in den Philippinen gilt das unregulierte, ultra-liberale "Gesetz des Dickeren"...
      Aber die Verschiebung des Macht-Schwerpunktes innerhalb der Katholischen Weltkirche gen Süden führt eben dazu, dass auch der Einfluss von Schweizerischen Würdenträgern in Ihr schwindet!
      Ein Katholischer Pfarrer auf Hausbesuch hat es mir einmal so erklärt: Er selber wäre sehr dafür, dass auch Frauen Priesterinnen werden könnten.
      Aber sie müssten halt auf die Befindlichkeit ihrer südlichen Partner z.B. in Afrika, oder in Südamerika Rücksicht nehmen.
      Das könnte natürlich auch eine Ausrede sein.
      2 1 Melden
    • sowhat 25.12.2017 13:57
      Highlight @rodolofo, ich verstehe schon, das die RKK diesen -ich sag mal globalen- Zusammenhängen verpflichtet ist, das kann sie aber doch nicht vor ihrem eigenen Credo von Nächstenliebe und Gerechtigkeit freisprechen. Anscheinend müssten die europäischen Klerikalen eben innerhalb der Kirche tatsächlich für ihre Sache einstehen. Ist halt schon schwierig, grade das lernt man in dort nicht. In diesem Sinne, fürchte ich hast du recht mit deiner Vermutung, dass es eine Ausrede sein könnte.
      Trotzdem erwarte ich von der RKK in der CH, dass sie sich an hiesige Gesetze hält :)
      PS: das Recht des Dickeren- like
      3 0 Melden
  • Thadic 24.12.2017 13:41
    Highlight Wenn ein Arbeitgeber von den weiblichen Angestellten verlangen würde, dass sie keine Kinder haben dürfen, dann könnte man diesen zurecht anklagen. Warum soll also die katholische Kirche einen derart private Sache wie das Heiraten verbieten dürfen. Nur weil wir doch noch ein religiöser Staat sind. Danke Watson für diesen Gedankenanstoss.
    83 15 Melden
    • Graustufe Rot 24.12.2017 14:16
      Highlight Was mMn nicht stimmt an diesem Vergleich ist, dass man die Maus mit dem Elefanten vergleicht. Die kath. Kirche hat kaum noch Einfluss auf die Moral der Menschen, im Gegensatz zum politischen Islam, der Machtanspruch hat und sich weltweit immer mehr ausbreitet. Es wird auch niemand gezwungen ins Kloster zu gehen, oder Priester zu werden. Vielleicht sollten aber mittelfristig Kirche und Staat getrennt werden. Das würde die "Säkularisierung" der Gesellschaft glaubwürdiger machen und könnte dann auch den Muslims besser klargemacht werden.
      20 64 Melden
    • DerTaran 24.12.2017 22:40
      Highlight Der politische Islam hat 0 Einfluss in West-Europa. Alle Aussagen in diese Richtung sind nur konservative Propaganda.
      32 10 Melden
    • sowhat 25.12.2017 14:00
      Highlight @Rabbi, weil das Zöllibat kein Heiratsverbot ist, oder was meinst du genau?
      1 0 Melden
    • sowhat 25.12.2017 17:34
      Highlight Hä? Wo ist Rabbi Jussufs Kommentar hingekommen? Er war weder ehrverletzend noch unflätig oder sonstwie beanstandbar. Bitte wieder einfügen :) Danke :)
      2 0 Melden
  • atomschlaf 24.12.2017 13:36
    Highlight Auch wenn ich alles andere als religiös bin, so ist die Schweiz doch ein christlich geprägtes Land.
    Daher gibt es auch keine Notwendigkeit Islam und Christentum gleich zu behandeln.
    49 126 Melden
    • Bruno S. 88 24.12.2017 13:59
      Highlight Dann lies doch mal nach, was in der Schweizer Bundesverfassung zu diesem Thema steht. Denn die BV ist höher zu gewichten als deine Meinung.
      101 23 Melden
    • Sapere Aude 24.12.2017 13:59
      Highlight In einem liberalen Rechtsstaat sind alle vor dem Gesetz gleich, so im Grunde eigentlich auch Gott und Allah, die ja die gleiche Entität darstellen. Ist es einerlei welcher Fanclub das Land geprägt hat. Wenn etwas gegen die Menschenrechte oder Verfassung verstösst ist es unerheblich welche religiöse Begründung dahinter steht.
      96 9 Melden
    • rodolofo 24.12.2017 14:36
      Highlight @ Sap. Aude
      Und genau darum machen sich ja die Rechtsbürgerlichen bis Rechtsextremen Kreise daran, auch bei uns das Primat der Menschenrechte anzugreifen, indem sie in einem ersten Schritt nur mal "Nationales Recht" über das Völkerrecht und die Menschenrechte stellen wollen.
      Dabei wird aber noch nicht verraten, was dieses "Nationale Recht" tatsächlich sein sollte...
      Das wollen uns diese raffinierten "Freiheitskämpfer" erst beim zweiten Schritt verraten, dafür dann aber so beinhart und schockierend, wie in Polen, oder Ungarn!
      Ungefär so:
      Rechte 1.Klasse, Linke 2.Klasse, Muslime 3.Klasse
      65 16 Melden
    • Dominik Treier (1) 24.12.2017 15:15
      Highlight Wenn man nach deiner Logik vorgeht, dann gäbe es auch keine Notwendigkeit, Reich und Arm gleich zu behandeln, Alt und Jung, gesund und krank, Mann und Frau, je nachdem wie jemand gerade findet, dass das Land angeblich geprägt sein soll... Ich finde es lustig, dass gerade viele aus der rechten Ecke des Politspektrums unser Land und die Werte, welche in unserer Verfassung festgelegt sind, mehr gefährden als die Islamisten gegen welche sie sich angeblich einsetzen... So eine Einstellung ist nicht einmal Saudiarabiens würdig und hat mit Rechtsstaatlichkeit und Schutz vor Willkür nichts mehr zu tun!
      56 8 Melden
    • atomschlaf 24.12.2017 16:32
      Highlight Islam und ein liberaler Staat sind nun mal nicht ansatzweise kompatibel.
      Tragisch, dass so viele Leute dies nicht einsehen.
      So werden es die Schweiz und (West-)Europa halt auf die harte Tour lernen müssen. Schade um dieses Land und diesen Kontinent.
      Muss dann einfach keiner sagen, man wäre nicht gewarnt gewesen.
      17 57 Melden
    • Platon 24.12.2017 16:36
      Highlight @atomschlaf
      Schön dass du es endlich zugibst. Dir ist die Schweizer Verfassung egal, haupsache du kannst deinen Fremdenhass ausleben.
      48 13 Melden
    • atomschlaf 24.12.2017 16:48
      Highlight @Bruno S.: Auch die Verfassung kann und muss man anpassen, wenn die Verhältnisse dies erfordern.
      8 43 Melden
    • Sapere Aude 24.12.2017 16:53
      Highlight "Islam und ein liberaler Staat sind nun mal nicht ansatzweise kompatibel."

      Stimmt, bestimmte Formen des Islams sind nicht mit dem liberalen Rechtsstaat vereinbar. Genau sowenig wie der Katholizismus. Ein wesentliches Prinzip des liberalen Rechtsstaates ist die Rechtsgleichheit. Entscheidet sich der liberale Rechtsstaat dazu, gesetzlich gegenüber illiberale Ideologien vorzugehen, muss er die Gesetze konsequenterweise gegenüber allen Ideologien vollziehen. Insofern widersprichst du genau jenen Prinzipien, welche du angeblich verteidigst.
      48 5 Melden
    • atomschlaf 24.12.2017 18:36
      Highlight @Platon: Ich bin alles andere als ein Fremdenhasser.
      Allerdings hasse ich ewiggestrige Frömmler, egal welcher Couleur.
      Da wir nun mal mit nicht mit einem deutlich steigenden Anteil strenggläbiger Christen sondern mit einem von ebensolchen Muslimen konfrontiert sind, muss man den Hebel auch bei Letzteren ansetzen.
      PS: Strenggläbig fängt schon dort an, wo man die Frau unters Kopftuch zwingt! Auch wenn dies angeblich "freiwillig" geschieht.
      9 39 Melden
    • rodolofo 24.12.2017 19:00
      Highlight @ atomschlaf
      Dann kenne ich offenbar die falschen Muslime...
      Meine sind jedenfalls NICHT strenggläubig und nehmen's ziemlich locker.
      Dann lernte ich tatsächlich mal einen Strenggläubigen, der sich aber bei näherem Hinsehen als ausgesprochener Witzbold und Kindernarr entpuppte.
      Auch da also: Fehlalarm.
      Aber ich gebe Dir recht! Irgendwo soll es doch noch solche Extremisten geben. Und sie schaffen es meistens auch sofort in die Medien...
      36 5 Melden
    • Platon 24.12.2017 21:48
      Highlight @atomschlaf
      Nur schon deine Einstellung, alle Frauen würden unters Kopftuch gezwungen, zeugt von deiner Ignoranz. Es gibt tatsächlich beides, nur entspricht eine Kleidervorschrift niemals unserem Ideal einer gerechten Gesetzgebung, solange Nötigung ohnehin verboten ist. Es ist schlicht ein Zeugnis von Intoleranz. Es wäre auch hirnrissig BDSM-Sexualpraktiken zu verbieten, nur weil es Menschen gibt, die dasselbe ohne Einverständniserklärung erleben müssen.
      Noch ein kleines Weihnachtsspezial: Wurde Mutter Maria von Joseph etwa auch unters Kopftuch gezwungen?
      32 7 Melden
    • Platon 24.12.2017 21:53
      Highlight @atomschlaf
      "Islam und ein liberaler Staat sind nun mal nicht ansatzweise kompatibel."

      Damit hast du gerade eine halbe Million Menschen in des CH des Gesetzesbruchs bezichtigt. Gleichzeitig zu behaupten, man sei kein Fremdenhasser, ist ziemlich gewagt. Sag mir was du willst, aber die Rassismuskeule ist bei dir längst überfällig.
      34 8 Melden
    • AMU 24.12.2017 22:02
      Highlight Vielen Dank atomschlaft (ich bin katholisch und stolz darauf und nach ihrer Ansicht sicher ein Frömmler), Ich weiss jetzt dass sie mich hassen.
      13 10 Melden
    • FrancoL 24.12.2017 22:44
      Highlight @atomschlaf; Ein liberaler Staat ist nicht kompatibel mit ALLEM was die Freiheit des einzelnen Individuum bedrängt oder einengt.
      Da gehören ALLE Religionen dazu und mein lieber Atomschlaf auch die Religion des Neokapitalismus und der Kommunismus.
      Man kann nicht so tun als seien in der kapitalistischen Wirtschaft die Freiheit gesichert, nein ganz und gar nicht, die Abhängigkeiten sind ähnlich tief wie bei den Frömmlern, es gibt zwar kein Kopftuch, aber sonst eine Menge Hüte die es zu tragen gilt.
      29 7 Melden
    • Roterriese 25.12.2017 11:42
      Highlight @Bruno S. 88 hab die BV gelesen, da steht nirgends, dass der Islam gleich behandelt werden muss wie das Christentum. Übrigens: Auch Grundrechte dürfen eingeschränkt werden.
      4 13 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 11:54
      Highlight @Roterriese: Religionsfreiheit wird durch die Wortteile Freiheit und Religion definiert und nun versuche einmal zu überlegen, ob da Freiheit nur für die Christlichen Religionen gemeint ist.
      13 4 Melden
    • Roterriese 25.12.2017 12:59
      Highlight @FrancoL, man merkt, dass sie nicht vom Fach sind, oder können sie mir sagen, was der Kerngehalt der Religionsfreiheit ist? Oder was Kerngehalt überhaupt bedeutet? Übrigens, lesen sie mal Art. 36 BV, damit kann man locker ein Gesetz erlassen, dass nur für Muslime gilt ;)
      1 9 Melden
    • atomschlaf 25.12.2017 13:06
      Highlight @Platon: Ich habe nicht geschrieben, es würden alle Frauen unters Kopftuch gezwungen. Es tragen ja auch nicht alle muslimischen Frauen Kopftuch.
      Aber in der Sache macht es nun mal keinen Unterschied, ob eine Frau Kopftuch trägt, weil ihr Mann es ihr befiehlt oder ob sie es aufgrund religiöser Indoktrination (aka Gehirnwäsche) "freiwillig" tut.
      2 7 Melden
    • atomschlaf 25.12.2017 13:06
      Highlight @Platon: Was Deine BDSM-Analogie angeht: Es ist mir egal, was die Leute in ihren eigenen vier Wänden treiben. Darum geht es hier nicht. Bezeichnenderweise sind es ja oft die selben Kreise, die den muslimischen Marotten nahezu grenzenlose Toleranz entgegenbringen, die sich auf der anderen Seite für immer stärkere staatliche Eingriffe ins Privat- und Familienleben stark machen.
      4 8 Melden
    • Bruno S. 88 25.12.2017 13:20
      Highlight BV Art. 8 Rechtsgleichheit

      2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.


      BV Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit

      2 Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.
      -
      Steht nichts über die Gewichtung der Religionen. Alle sind gleich!
      11 1 Melden
    • Sapere Aude 25.12.2017 13:26
      Highlight " hab die BV gelesen, da steht nirgends, dass der Islam gleich behandelt werden muss wie das Christentum."

      Wohl die Stelle überlesen wo steht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.
      12 3 Melden
    • Dominik Treier (1) 25.12.2017 15:07
      Highlight Der Islam muss nicht gleich behandelt werden aber die Menschen, die aus freiem Willen den Islam leben dürfen daraus nicht mehr Einschrenkungen erfahren als Christen beim ausleben ihres Glaubens!
      12 1 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 15:13
      Highlight @Roterriese; Ich bin wohl nicht von Ihrem Fach und würde mich hüten dies zu sein, denn wer die BV nicht lesen kann und noch weniger versteht der ist von keinem Fach.
      Die BV wurde so gestaltet dass Bürger mit einer minimalen Bildung diese verstehen sollten, aber da hat man wohl nicht mit Ihnen gerechnet.
      Und den Art 36 den verstehen Sie offensichtlich überhaupt nicht, jämmerlich und beschränkt.
      10 2 Melden
    • Platon 25.12.2017 15:28
      Highlight @atomschlaf
      Du bist einfach nur lächerlich. Deiner Meinung nach ist es gar nie möglich, kleine Glaubensbekenntnisse an den Tag zu legen. Da kann man Religion auch abschaffen. Entweder man wurde gezwungen oder man ist verblödet. Ich bin selbst gar nicht religiös, allerdings komm ich auch nicht auf die Idee, Leuten zu sagen sie würden unterdrückt oder haben einen an der Waffel. Bei Christen ist es dann aber vermutlich wieder etwas anderes, stimmts? Dort ist niemand indoktriniert, wer ein Kreuz am Halsband trägt.
      11 2 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 16:18
      Highlight @Atomschlaf: Ich denke Du solltest bei all dem was Du in den letzten Jahren so an neoliberalen Ansichten geschrieben hast nicht so voreilig von Indoktrination sprechen, denn gerade des neoliberale Element beinhaltet sehr viele Elemente die man einfach glauben muss, den beweisen sind sie nicht und auch bei nüchterner Betrachtung sind sie eher nicht so gut unterlegt.
      Es gibt nicht nur den religiösen Glauben, es gibt auch den Glauben an die Allmacht der Wirtschaft. Also man soll nicht verdammen, wenn man nicht verdammt werden will.
      7 1 Melden
    • atomschlaf 25.12.2017 17:43
      Highlight @Platon, natürlich gibt es auch religiös indoktrinierte Christen, aber ein Kreuz an einer Halskette mit dem Kopftuch oder gar einem Hijab oder eine Burka zu vergleichen, ist lächerlich.
      1 10 Melden
    • atomschlaf 25.12.2017 18:03
      Highlight Was die Verweise auf die BV angeht: Wie bereits erwähnt, kann man auch diese bei Bedarf anpassen.
      Genau so wie es im vorletzten Jahrhundert notwendig war, Ausnahmen von der Religionsfreiheit in die BV zu schreiben (Jesuitenverbot, etc. ) um die katholische Kirche im Zaum zu halten, wird solches vielleicht in naher Zukunft notwendig, um den Islam in die notwendigen Schranken zu weisen.

      hthttps://de.wikipedia.org/wiki/Konfessionelle_Ausnahmeartikel_in_der_Bundesverfassung_der_Schweizerischen_Eidgenossenschaft
      2 5 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 18:43
      Highlight @atomschlaf: Man kann die BV immer mit einer Mehrheit anpassen, wenn man nicht gegen andere Artikel verstösst. Verstösst man gegen etliche Artikel, so kann man dann die BV "spülen". Man sollet auch nicht das Jesuitenverbot und ein Verbot des Islams gleichstellen, das wäre wohl ein sich verabschieden von einer vernünftigen BV.
      4 1 Melden
    • Roterriese 25.12.2017 21:01
      Highlight @FrancoL ich habe einen Master of Law, kann gerne nachgeprüft werden. Und sie so? Die Behauptung, dass ich Art. 36 BV nicht verstehen würde, lass ich jetzt im Raum stehen.

      Wer gerne mit Grundrechten argumentieren möchte und sich dabei nicht komplett lächerlich machen möchte - wie gewissen Menschen hier -, leg ich als Einstiegslektüre "Kälin/Kiener, Grundrechte, 2. Aufl., 2013 Bern" ans Herz.
      2 9 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 21:28
      Highlight @Oh er hat einen Master of Law und drückt sich wie ein Bauer aus.
      Aber dann sollten sie den 36iger verstehen, verstehen auf was er abzielt (Abs 4). Wenn Sie das nicht im Griff haben, dann müssen Sie sich nochmals in die Schulbank bemühen.
      Ich habe bei uns genügend RA die bestens im Verfassungsrecht ausgebildet sind und die lesen den 36iger anders und werten in anders und wissen Sie was? ich glaube meine Leuten eher als Ihnen.
      Vielleicht müssten Sie zur Bundesverfassung nicht nur die Eingangslektüre lesen sondern auch die Erläuterungen dazu, würde sicherlich auch Ihnen weiterhelfen.
      8 2 Melden
    • Platon 25.12.2017 21:39
      Highlight @atomschlaf
      Deine Argumentation läuft einfach ins leere. Wieso ziehst du beim Kopftuch die Grenze? Und wieso ist das Kopftuch jetzt plötzlich viel schlimmer als ein Kreuz am Halsband? Hast du jemals mit einer Frau geredet, die ein Kopftuch trägt? Dies kann unzählige Gründe haben: Religiöse "Indoktrination", von mir aus auch Zwang, Glaube, Alleinstellungsmerkmal zwischen der ganzen Freizügigkeit, ein schlichtes Kleidungsstück wie dies manche alte Frauen handhaben etc.
      Was ist mit all den Muslimas, die keines tragen? Ich glaube du hast dich irgendwie verrant mit deinen Stereotypen.
      5 3 Melden
    • Roterriese 25.12.2017 22:04
      Highlight @FrancoL scheinbar absolut nicht begriffen, um was es in Art. 36 BV geht. Mit Art. 36 BV können Grundrechte eingeschränkt werden. Sind die Voraussetzungen von Art. 36 BV gegeben, ist die Einschränkung kein Problem. Abs. 4 (nur ein Teilschritt der Prüfung) handelt übrigens vom Kerngehalt eines Grundrechts, der unantastbar ist - bei der Religionsfreiheit ist der Kerngehalt der Folgende: Niemand darf gezwungen werden, einer Religion anzuhören und der Austritt aus einer Religionsgemeinschaft darf nicht verboten werden. Wie genau stützt Abs. 4 jetzt ihre Argumentation?
      2 7 Melden
    • Platon 25.12.2017 22:32
      Highlight @roterriese
      Ich kann dir bedauerlicherweise nur zustimmen. Es gibt ja auch bereits Gesetze, die nur für Muslime gelten, wie beispielsweise das Minarettverbot und leider bald auch das Burkaverbot, das zwar ein Verhüllungsverbot ist, aber jeder weiss, dass es sich um dumme Symbolpolitik gegen den Islam handelt. Der Islam wird auch bereits anders behandelt als das Christentum. Der Islam geniesst auch keine Grundrechte, aber alle die an ihn glauben, sofern dies mit dem Rest unserer Gesetze vereinbar ist. War schon immer so und bleibt auch so, weil gut so. Und wenns nicht so ist, wirds bestraft!
      5 2 Melden
    • Roterriese 25.12.2017 22:41
      Highlight Die Eingangslektüre - wie sie es nennen - ist übrigens von Walter Kählin http://www.oefre.unibe.ch/ueber_uns/personen/prof_dr_kaelin_walter/index_ger.html
      Und Regina Kiener http://www.rwi.uzh.ch/de/lehreforschung/alphabetisch/kiener/person.html
      2 1 Melden
    • rodolofo 25.12.2017 22:41
      Highlight @ Platon
      Das Minarett-Verbot gilt für Alle.
      Ich zum Beispiel darf auch kein Minarett bauen.
      5 0 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 23:28
      Highlight @Roterreise/platon: Zum Glück gibt es genügend Interpretation dass der Kerngehalt auch die Religionsausübung sichert. Damit sichern sich auch die Muslimen ihre Religionsausübung.
      @Platon:
      Es ist schon mehr als nur merkwürdig, dass die BV dazu benutzt wurde um ein Bauverbot zu installieren, es zeigt wie hilflos die Hardcore Muslimgegner oder Hasser agieren. Bald werden wir wohl auch noch eine Kleidervorschrift aufnehmen, was noch mehr den eigentlichen Wert der BV mindert.
      5 2 Melden
    • FrancoL 26.12.2017 11:31
      Highlight @roterriese: Du hast mich nach meiner Auffassung zum 36 abs 4 gefragt.
      Du führst zum Kerngehalt 2 Punkte an, für mich einer zu wenig.
      Da passt mir schon die Auffassung des Bundesgerichtes viel besser:
      Nach Rechtsprechung des Bundesgerichts sind dies die innere Freiheit, zu glauben (1) oder eben nicht zu glauben (2) und die Befugnis, den Glauben zu ändern (3).
      Die innere Freiheit zu glauben kann also nicht angetastet werden. Und nun sag uns doch wie man ohne dies anzutasten gröbere Einschränkungen gegenüber dem Islam durchsetzen könnte.
      Das geht nun mal nicht und ist GUT SO!
      5 2 Melden
    • Roterriese 26.12.2017 12:10
      Highlight @Francol und genau dies wird durch ein Kopftuchverbot eben nicht tangiert
      3 2 Melden
    • FrancoL 26.12.2017 18:10
      Highlight @Roterreise: Und da sind wir einmal gleicher Meinung, nur finde ich und mit mir viele, sehr viele Deiner Zunft dass dies nicht in die BV gehört. Machen wir so weiter dann wird die BV zu einer Sammlung die niemanden mehr interessiert.
      Im Ausland schüttelt man auch nur den Kopf und das nicht nur in Bananrepubliken.
      Zudem war unser Disput auf Ihren Einwurf:
      "Übrigens, lesen sie mal Art. 36 BV, damit kann man locker ein Gesetz erlassen, dass nur für Muslime gilt"
      Denn das gilt nur für sehr nebensächliche Elemente, was aber keinesfalls einen muslimischen Diskurs je hindern wird.
      5 1 Melden
    • Platon 26.12.2017 19:55
      Highlight @roterriese
      Da wär ich mir nicht so sicher, aber das Kopftuchverbot ist ohnehin viel zu lächerlich. Siehe obige Argumentation... Mit einem Kopftuchverbot können wir uns von unseren Werten komplett verabschieden🙈
      5 1 Melden
  • Hashtag 24.12.2017 13:07
    Highlight Die Religionsfreiheit nur in Richtung des Islams einzuschränken wird nicht funktionieren, dafür ist die Anzahl an überzeugten Christen in der Schweiz zu klein. Wir brauchen keine christlich-abendländische Leitkultur, wie Herr Pfister das wünscht, sondern eine Verfassung, die die Werte einer modernen Gesellschaft (Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Erwerbsfreiheit etc.) schützt.
    Wenn die Religionsfreiheit dabei teilweise auf der Strecke bleibt, kann ich gut damit leben.
    354 47 Melden
    • Graustufe Rot 24.12.2017 14:06
      Highlight Danke.
      24 5 Melden
  • Karl Müller 24.12.2017 13:04
    Highlight Der Vergleich mit dem Zölibat ist hanebüchen. Es wird niemand gezwungen, Priester zu werden oder zu bleiben. Es ist als Frau aber eher schwieriger, nicht Tochter zu sein. Oder je nach dem auch fast unmöglich, nicht Ehefrau zu sein. Wobei das Kopftuch sicher nicht der Knackpunkt ist, wenn man in totalitär-religiösen Strukturen leben muss. Wenn dieses Argument ein Beitrag zur Geschlechterdiskriminierungsdebatte gewesen wäre, so wäre es wahrscheinlich in der Weltwoche erschienen und von Watson verrissen worden.


    187 145 Melden
    • Bruno S. 88 24.12.2017 13:56
      Highlight Es wird zwar niemand gezwungen, aber sine Frau darf trotzdem. Ucht Priesterin werden. Warum nicht? Wohl aus dem gleichen Grund wieso sie auch ein Kopftuch tragen soll.
      30 16 Melden
    • Christa Gli Chotzi 24.12.2017 17:18
      Highlight Der Wandel von Tochter zu Sohn ist dank geschlechtsumwandlung eigentlich schon möglich
      11 4 Melden
    • chäsli 24.12.2017 17:27
      Highlight Hanebüchen sind die Kinderschändereien dieser scheinheiligen Kirche. Kopftücher gehören inKindergärten und Schulen verboten.
      Ansonsten ist es einfach, wer sich bei uns in der Schweiz nicht anpassen kann oder will, geht wieder dorthin woher er/sie gekommen ist.
      8 17 Melden
    • _kokolorix 24.12.2017 22:06
      Highlight Es ist sehr wohl vergleichbar, es ist ja für eine Frau in der Schweiz genau so freiwillig Muslima zu sein. Es ist aber tatsächlich fragwürdig, wie eine staatstragende Organisation wie die katholische Kirche offenbar völlig unbehelligt seit Jahrzehnten gegen die Verfassung verstössen kann. Wenn ein Arbeitgeber sonst in seinen Arbeitsvertrag ein Sex- und Eheverbot schreiben würde, käme er damit niemals durch, genau so wenig wie er eine Stellenbewerbung mit der einzigen Begründung, dass der Bewerber eine Frau sei, ablehnen kann.
      21 5 Melden
    • TRL 25.12.2017 03:06
      Highlight Hanebüchen ist der Vergleich nicht, wenn man religiös begründete Verletzungen der Verfassung thematisiert. Da die Kopftuch-Debatte auch mit patriarchalen Familienstrukturen zu tun hat, unterscheidet sie sich aber auch klar vom Zölibat, worauf Sie richtigerweise hinweisen.
      Aber: das (zum Glück weitgehend ignorierte) Gebot der Enthaltsamkeit vor der Ehe, wäre eigentlich ähnlich.

      @_kolorix: staatstragend?! Zum Glück ist die Kirche bei uns eben NICHT (mehr) staatstragend. Hie und da steuer-priviligiert, ok.
      6 1 Melden
    • AlteSchachtel 25.12.2017 10:56
      Highlight wenn ein katholischer Jugendlicher Theologe und katholischer Pfarrer werden will, dann muss er sich zwischen Beruf und Partner- oder Elterschaft entscheiden.
      Wenn er ein Pfarrer der Landeskirchen (!) MIT Sexleben und Familie werden möchte, muss er also die Religion wechseln.

      Ich finde den Vergleich mit dem Zölibat nicht wirklich hanebüchern.



      5 1 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 11:11
      Highlight @ chäsli
      Schwitzt Du auch wie ein Käse, wenn es richtig warm wird?
      Dann nimm Dir mal ein Beispiel an Schwarzafrikanern! Die jammern nicht gleich, wenn der Sommer mal richtig heiss ist, weil sie sich an die Hitze ANGEPASST haben!
      Nein, jetzt mal Spass beiseite und ernsthaft nachgefragt:
      An wen und was genau sollen sich denn diese Leute anpassen?
      Bitte bitte sag, dass die sich an MICH anpassen sollen! Ich bin nämlich Schweizer, wie mein Roter Pass eindeutig beweist!
      2 0 Melden
  • rodolofo 24.12.2017 13:01
    Highlight ...
    Weniger Mühe mit dem Zölibat haben Schwule Priester, da sich Homosexualität leichter verbergen lässt.
    Aber auch sie leiden extrem, weil Homosexualität in der RKK als sündhaft gilt, was übrigens ebenfalls nicht mit unserem modernen Rechts-System vereinbar ist.
    Am leichtesten haben es die Pädophilen!
    Und genau darum gibt es in der RKK so viele (verheimlichte und nur allmählich ans Licht kommende) Fälle von Kinds-Missbrauch und Misshandlung!
    Anstelle von "Christlicher Leitkultur" würden wir also passender und ehrlicher von "Christlicher Leidkultur" sprechen.
    Der Teufel hockt im Detail.
    60 25 Melden
  • RalpH_himself 24.12.2017 12:59
    Highlight Das sind keine ketzerischen Gedanken, sondern konsequente Säkularität. Also eigentlich wirklich genau das, was die CVP gerade vorgibt zu vertreten.
    217 25 Melden
    • TRL 25.12.2017 03:10
      Highlight Naja, ketzerisch eigentlich schon. Aber zum Glück ist das in unserer Gesellschaft heutzutage kein Problem mehr! 😊
      7 1 Melden
  • rodolofo 24.12.2017 12:54
    Highlight ...
    Ansonsten müssten die Staatlichen Institutionen mit voller Härte und mit Null Toleranz bei diese zwielichtigen Organisation eingreifen!
    Ausserdem ist uns allen bekannt, dass in Katholischen Klöstern auch heute noch viele Nonnen mit Kopftüchern ein- und manchmal auch ausgehen!
    Äusserst problematisch für unser Rechtsempfinden!
    Das Zölibat ist die Haupt-Ursache für eine "Negative Selektion" bei der Besetzung aller Ämter in der Hierarchie der RKK!
    Heterosexuelle werden benachteiligt und indirekt rausgeekelt. Frauen erhalten nicht mal die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu beweisen!
    ...
    41 17 Melden
    • Maracuja 24.12.2017 13:19
      Highlight @rodolofo: dass in Katholischen Klöstern auch heute noch viele Nonnen mit Kopftüchern ein- und manchmal auch ausgehen!
      Äusserst problematisch für unser Rechtsempfinden!

      Jesses nein, bei Temperaturen unter 0 ziehe ich auch Kopftuch an, zudem bin ich gelegentlich mit muslimischen Bekannten unterwegs, die Kopftuch tragen oder mit einer Frau, die wegen der Chemotherapie den Kopf mit Tuch bedeckt. Hoffentlich begegne ich dabei nicht Ihnen, damit Ihr problematisches Rechtsempfinden nicht leidet.
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    • rodolofo 24.12.2017 13:35
      Highlight @ Maracuja
      Da Du... äh Verzeihung Gnädigste, SIE natürlich, tendenziell humorlos veranlagt sind, ist Ihnen der Ironiegehalt meiner Aussage natürlich wieder mal entgangen...
      Puh! Wieder mal was falsch gemacht, was?
      Also extra für Ihre Hoch Wohlgeborenheit:
      Das nachgelieferte Ironie-Zwinker-Zeichen (zu vertraulich?) in dreifacher Ausgabe: ;) ;) ;)
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  • rodolofo 24.12.2017 12:49
    Highlight Das sind sehr interessante Gedanken!
    Wehren wir uns für einmal nicht gegen die von der CVP zur Schau gestellte Moralisch-Rechtliche Führungsrolle, sondern nehmen wir sie beim Wort und öffnen die Türe genau in dem Moment, in dem sie diese einrennen wollen!
    Das Zölibat und die Frauen-Diskriminierung bei der Besetzung des Priesteramts in der Katholischen Kirche sind tatsächlich NICHT mit unserem Rechtsstaat vereinbar!
    Auch nicht mit den Menschenrechten!
    Darum müsste die Katholische Kirche ZU IHREM EIGENEN BESTEN dazu gezwungen werden, solche modernen Prinzipien umzusetzen!
    ...
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    • _kokolorix 24.12.2017 22:21
      Highlight Je mehr man sich mit Religionen auseinandersetzt, desto bewusster wird einem wie absurd und verschroben deren Regeln und Überlieferungen tatsächlich sind.
      Das einzig Rationale was ich erkennen kann ist, dass diese Regeln dem Ziel dienen Abhängigkeiten und Schuldgefühle zu erzeugen, welche wiederum zur Machtkonzentration in den Händen weniger verwendet werden können.
      Dasselbe muss man jedoch auch unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem unterstellen. Jeder Patron nimmt sich die Freiheit, die Gewinne die seine Angestellten erarbeiten an sich zu nehmen, Verluste jedoch weiterzugeben...
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    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:58
      Highlight kokolorix
      Das ist doch Kokolores. In jeglichem System wird versucht die Gewinne einzusacken und die Schulden weiterzugeben. Beim einen System geht das besser, beim anderen weniger gut. Die soziale Marktwirtschaft hat bis jetzt diesen Mechanismus am besten im Zaum gehalten.
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    • rodolofo 25.12.2017 09:56
      Highlight @ kokolorix
      Die Abschöpfung eines Mehrwerts bei gleichzeitiger Schaffung eines Abhängigkeitsverhältnisses fängt bereits mit der Ackerbau-Kultur an.
      Wir können dieses (gegenseitige!) Abhängigkeitsverhältnis aber auch wohlwollend als "Symbiose" sehen!
      In Symbiosen geben sich verschiedene Lebewesen gegenseitig Dinge und Fähigkeiten und bekommen vom jeweils anderen Lebewesen dafür etwas Dinge und Fähigkeiten, an die sie selber nicht herankommen könnten.
      Wenn wir Beziehungen als Symbiosen denken, verschwindet auch die Hierarchie, welche eigentlich nur einem egozentrischen Denken entspringt.
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    • _kokolorix 25.12.2017 10:15
      Highlight @Rabbi
      Das was du 'im Zaun halten' nennst, ist pure Mathematik. Exponentielles Wachstum verläuft am Anfang fast unmerklich flach.
      Die beiden Weltkriege haben die grossen Vermögen um ca. 80% verringert, was bis in die 80er Jahre eine deutlich gleichmässigere Vermögensverteilung als vorher ermöglichte. Dann begann die Vermögenskonzentration deutlich zu steigen, in den 2010ern explodieren sie förmlich und schon bald wird bittere Armut in Westeuropa wieder zum Alltag gehören, in den USA ist es bereits seit 20 Jahren soweit.
      Bester Beweis, dass Reichtum hemmungslos an die Macht drängt ist Trump
      6 1 Melden
    • rodolofo 25.12.2017 11:06
      Highlight Was kokolor über solche Auswüchse sagt, stimmt eindeutig!
      Aber letztlich hat auch der ärgste Parasit kein Interesse daran, dass sein Wirt stirbt, da er dann entweder ebenfalls mit eingeht, oder sich mühsam ein neues Opfer suchen muss.
      Ein Vernunft-begabter, menschlicher Parasit wird also dafür sorgen, dass die von ihm angezapfte Gesellschaft zumindest das Gefühl hat, etwas von seiner Führungsrolle zu haben!
      Ein Bauer aber, der seine Familie, seine Mitarbeiter, seine Tiere und Pflanzen, sowie die ganze Natur und den Himmel liebt, der wird zu allem Sorge tragen und davon glücklich sein!
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    • _kokolorix 25.12.2017 16:22
      Highlight @rodolofo
      Das Parasitendasein ist eine extrem gefährliche Gratwanderug, wie auch die Verläufe von Krankheiten eindrücklich aufzeigen. Chlamydien sind da wohl der Inbegriff eines erfolgreichen Parasiten. Übertragung durch allseits beliebte Handlungen welche der Fortpflanzung dienen, werden von den meisten Wirten gar nicht wahrgenommen und führen nur in seltensten Fällen zum Tod des Wirtes.
      Aids hingegen scheint weit weniger clever zu agieren, weshalb ich auch den erdacht hege, dass sich hierbei um eine ausgebrochene biologische Waffe handeln könnte.
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    • _kokolorix 25.12.2017 16:31
      Highlight @rodolofo
      Die Kapitalisten hingegen haben schon öfter bewiesen, dass sie als Parasiten eher mit Aids denn mit Chlamydien zu vergleichen sind.
      Würden sie nämlich mehr in eine gleichmässige Vermögensentwicklung investieren, könnten sie vom Gesamtwachstum mehr abschöpfen ohne den grössten Teil davon in Sicherheitsmassnahmen verschleudern zu müssen. Aber die entfesselte, individuelle Gier lässt jede Vernunft verschwinden und erzeugt Sachzwänge wo eigentlich keine wären. Die kapitalistischen Bedingungen bestrafen jeden Vernünftigen und belohnen den Gierigen. So wird das nie was.
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    • rodolofo 26.12.2017 11:22
      Highlight _kokolorix
      DIE Kapitalisten gibt es ja nur in den Weiterbildungs-Comix für Jung-Revolutionäre.
      Ich bin selber einmal mit solchen Marx-Comics geschult worden!
      Da war jeweils ein hässlicher Dickwanst mit Melonenhut auf dem Kopf und einer Zigarre im monströsen Maul mit spitzen Haifischzähnen abgebildet, der von einem ausgemergelten Campesino Huckepack getragen wurde.
      Wenn solche Karikaturen auch etwas ausdrücken, indem sie es zeichnerisch überspitzen, habe ich in der Realität immer nur Kapitalisten NICHT gesehen, die hinter verdunkelten Scheiben in Limousinen im Verkehrsstau feststeckten.
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  • Tsunami90 24.12.2017 12:40
    Highlight Löst sich die Partei von der katholischen Kirche und würde sich als Werte-Partei in der Mitte mit einem klaren sekulären Profil aufstellen, wären auch gewinne im Wähleranteil möglich.
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  • seventhinkingsteps 24.12.2017 12:36
    Highlight Das mit dem "Unterordnen der Frau gegenüber dem Mann" würde eine Kopftuch tragende Muslima wohl genau so von uns denken, wenn man an die hochsexulisierte Werbung denkt, an Schönheitswettbewerbe, an Wettermoderatorinnen mit engem Kleid und grossem Ausschnitt, Boxengirls bei der Formel 1. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen.
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    • _kokolorix 24.12.2017 22:32
      Highlight Das Kopftuch ist auch kein Ausdruck der Unterordnung der Frau. Die meisten Muslime würden wohl gerne darauf verzichten und die Frauen in ihrer natürlichen Schönheit bewundern.
      Es ist ein Ausdruck der Überordnung von einigen alten Männern über den Rest der Gesellschaft.
      Dass die hiesigen konservativen derart penetrant auf diesem Thema herumreiten, ist wohl einzig der ausserordentlich einfachen Klassifizierung in 'wir' und die 'anderen' durch dieses Kleidungsstück.
      Ginge es ihnen um die Gleichstellung der Frau, würden sie sich ja kaum so konsequent gegen jedes diesbezügliche Gesetz stellen
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  • spring1 24.12.2017 12:35
    Highlight Trotz dem Zölibat sind wir dem Islam immer noch weit voraus. In Saudi Arabien wurde z.B. eben erst beschlossen, dass die Frauen Autofahren fürfen. Die Journalisten finden eben immer ein Haar in der Suppe!
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    • rodolofo 24.12.2017 13:06
      Highlight Dein "Weit voraus" genügt halt vielen modernen Frauen und Männern nicht mehr!
      Darum geben sie "Unseren eigenen Taliban" hin und wieder einen kräftigen Tritt in den Arsch:
      "Mach mal vorwärts, Du fauler Sack mit Bierbauch!
      Wir hinken ja den Nordischen Ländern in Sachen Emanzipation bereits um mindestens eine Generation hintennach!"
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    • daenu 24.12.2017 14:55
      Highlight weit voraus? das mittelalter ist nach wie vor fürchterlich nah!
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    • _kokolorix 24.12.2017 22:39
      Highlight Ab wann genau durften Frauen bei uns Autofahren?
      Soo weit sind wir nun auch nicht voraus. Im Vatikan dürften autofahrende Frauen genau so selten sein wie in Riad, und bei uns fährt in der Regel auch der Mann und nicht die Frau wenn beide zusammen unterwegs sind...
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    • Peaches 25.12.2017 00:17
      Highlight Ausser bei uns 😁✌️
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    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 02:06
      Highlight koklorix
      Stimmt, die Frauen durften bei uns erst seit etwa 130 Jahren Auto fahren. Ist schon eine Schande. gell!
      Zum Glück gab es damals ein paar Frauenrechtlerinnen, wie Mercédès Jellinek, oder Bertha Benz.

      Äh, kommen dir die beiden Namen nicht sehr bekannt vor???
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    • _kokolorix 25.12.2017 10:03
      Highlight @Rabbi
      Das ist zwar grundsätzlich korrekt. Aber es war in europäischen Ländern bis weit in die 70er Jahre üblich, dass Frau nur mit Einwilligung von Ehemann, bzw. Vater den Führerschein machen konnte. Sehr fortschrittlich, gell?
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    • rodolofo 25.12.2017 10:04
      Highlight Trauriges Gegenbeispiel:
      Unser (Rechtsbürgerlich dominierte) Bundesrat hat bald nur noch Männer.
      Wir können davon ausgehen, dass das Patriarchat auch bei uns noch lange und knallhart seine Vorherrschaft in mächtigen Institutionen verteidigen und durchsetzen wird, ergänzt mit Schein-Verhandlungen, für die das Resultat im Geheimen bereits feststeht.
      Dafür dürfen die Frauen weiterhin "Back to the roots"- Household- and Care- Managerinnen sein...
      5 2 Melden
    • Super 25.12.2017 17:01
      Highlight @kokolorix
      Nicht wirklich...mein Grossvater hat nie den Ausweis gemacht, er liess sich immer von seiner Frau fahren.
      Was ist damit? Ist er jetzt ein Macho oder ein Feminist?
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    • _kokolorix 25.12.2017 19:38
      Highlight @Super
      Da ich deinen Grossvater und seine Beweggründe nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen.
      Man kann aber vom Einzelfall nie auf die Regel schliessen. Am besten du schaust dich mal aufmerksam um, dann wirst auch du feststellen, dass in sicher 80% der Fälle der Mann fährt. Ganz offensichtlich wurde das jeweils beim Urlaub im WK. Die Frau fuhr den Wagen her, dann setzte sich der noch leicht alkoholisierte, völlig übermüdete Soldat ans Steuer und kutschierte seine Frau/Freundin nach hause...
      3 0 Melden

Valon Behrami und Ignazio Cassis – eine Tessiner Geschichte von Kampf, Krieg und Mitschuld

Fussballstar Valon Behrami floh einst vor der Gewalt im Kosovo ins Tessin. Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis ermöglicht nun, dass mit Schweizer Waffen Gewalt in Bürgerkriegen ausgeübt wird. Ein Blick auf zwei Leben.

Das ist die Geschichte eines Kriegers, eines Kriegs und eines Fehlentscheids. Ihre Hauptfiguren sind zwei Tessiner. Sie spielt im kosovarischen Mitrovica, in Bellinzona, im russischen Rostow am Don und im Sitzungszimmer des Bundesrats im 1. Obergeschoss, Bundeshaus-West, Bern.

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