Schweiz
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Das Kopftuch verbieten? Okay, liebe CVP – und bitte auch das Zölibat

Papst Franziskus gibt sich gerne fortschrittlich, ist innerkirchlich aber stramm konservativ. Bild: EPA/ANSA

Die CVP will die Muslime zur Respektierung von Rechtsstaat und Säkularismus zwingen. Das könnte für die Partei ungewollte Konsequenzen haben. Ein paar ketzerische Gedanken zu Weihnachten.



Eine Woche vor Weihnachten waren von der CVP wenig besinnliche Töne zu vernehmen. In einem Positionspapier zu «Werten und Rechtsstaat» verlangt die Partei «Verbote und Einschränkungen für Muslime, die nichts mit Fundamentalismus zu tun haben», berichtete die «SonntagsZeitung». Dazu gehört offenbar auch ein Kopftuchverbot an Schulen.

«Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab», heisst es gemäss der Zeitung in dem CVP-Papier. Schulen und Kindergärten seien «gesetzliche Schutzräume für das säkulare Gesellschaftsmodell». Andere Kopfbedeckungen auch religiöser Art sind der Partei egal. Ihr geht es um «den Kampf gegen den politischen Islam».

Hidschab & Co.

Mit dem Papier, das vom Präsidium genehmigt worden sei und vom Vorstand noch abschliessend behandelt werden müsse, setzt die Partei die Ankündigung ihres Präsidenten Gerhard Pfister in die Tat um. Nach seiner Wahl im Frühjahr 2016 hatte der Zuger Nationalrat wiederholt erklärt, die CVP müsse «eine Art christlich-abendländische Leitkultur» in der Schweiz etablieren.

Was ist problematisch?

Davon ist gemäss «SonntagsZeitung» nicht mehr explizit die Rede. Vielmehr gebärdet sich die CVP mit dem geforderten Kopftuchverbot als Schutzpatronin des Säkularismus. In die gleiche Richtung gehen Überlegungen für einen Religionsartikel, der «das Verhältnis zwischen Kultusfreiheit und Rechtsstaat regelt», wie Gerhard Pfister gegenüber der Zeitung erklärte.

Die CVP plant offenbar, diesen Religionsartikel als Gegenvorschlag zur Burkaverbotsinitiative einzubringen. Dabei geht es gemäss Parteipräsident Pfister nicht um die Einschränkung der Religionsfreiheit, sondern allenfalls um eine «Einschränkung von Handlungen, die religiös begründet werden, und die rechtsstaatlich oder gesellschaftlich/kulturell problematisch sind».

Eine interessante Formulierung. Sie liefert den Anstoss für kühne Gedanken. Denn nicht nur der Islam hat in dieser Hinsicht ein Problem. Sondern auch die römisch-katholische Kirche, die ihre Priester mit dem Zölibat zur Ehelosigkeit zwingt und Frauen das Priestertum verbietet. Beides ist in Pfisters Worten «rechtsstaatlich oder gesellschaftlich/kulturell problematisch».

Und das ist noch nett formuliert. Tatsächlich verstösst die katholische Kirche mit diesen Dogmen auf flagrante Weise gegen die Bundesverfassung. In Artikel 14 steht klipp und klar:

«Das Recht auf Ehe und Familie ist gewährleistet.»

Auch Artikel 8 lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

«Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit».

In der Realität lässt die Umsetzung zu wünschen übrig, insbesondere bei der Lohngleichheit. Das Arbeitsverbot für Priesterinnen, das der Vatikan verhängt hat, geht jedoch weit über das in einer «Grauzone» allenfalls Zulässige hinaus. Es gibt heutzutage Rabbinerinnen und weibliche Imame, auch wenn sie vorwiegend in den liberalen Strömungen ihrer Religion tätig sind.

«Verbrechen an der Menschheit»

Noch übler ist das Pflichtzölibat. «Sexualität mit religiösen oder moralischen Geboten zu unterdrücken, ist ein Verbrechen an der Menschheit», meint watson-Blogger Hugo Stamm. Viele Priester befinden sich in einem Gewissenskonflikt. «Sie halten sich eine heimliche Geliebte, was die betroffenen Frauen oft in schwere seelische Not versetzt. Oder sie vergreifen sich an Kindern», schrieb ich vor einem Jahr in einem Kommentar über das unsägliche Niveau der Burkadebatte.

«Ich habe mit verschleierten Frauen erheblich weniger Mühe als mit priesterlichen Kinderschändern. Dennoch finde ich, die katholische Kirche muss dieses Problem selber lösen», schrieb ich damals weiter. Das Papier der CVP lässt mich davon Abstand nehmen. Fragt sich nur, ob die Schweiz eine globale Institution wie die katholische Kirche mit Hauptsitz in Rom dazu zwingen kann, das Zölibat abzuschaffen und Frauen zum Priesteramt zuzulassen.

Vom Staat privilegiert

Ich denke, sie kann! Denn in der Schweiz beansprucht der römische Katholizismus den Status einer Landeskirche, inklusive Steuerprivileg. Geregelt ist dies kantonal. Einzig in Genf und Neuenburg, wo Religion und Staat nach dem Vorbild des französischen Laizismus getrennt sind, müssen sich die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften privatrechtlich organisieren.

Für ein offenes Frauenbild. Und zwar mit Kopftuch und Rap!

Play Icon

Video: srf

Wer aber vom Staat einen privilegierten Status erhält und von ihm Steuern einziehen lässt, der müsste auch das Regelwerk dieses Staates anerkennen. Also die Bundesverfassung.

Natürlich könnte sich die katholische Kirche bei Zölibat und Frauenpriestertum auf das Gewohnheitsrecht berufen. Doch auch das muss kein Hindernis sein. Als die Landsgemeinde in Appenzell Innerrhoden 1990 zum wiederholten Mal Nein zum Frauenstimmrecht sagte, setzte sich das Bundesgericht über dieses Gewohnheitsrecht hinweg und zwang die Innerrhoder mit Verweis auf den Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung, den Frauen das Stimmrecht zu gewähren.

Gerhard Pfister, Zuger Nationalrat und Kandidat fuer das Praesidium der CVP Schweiz, an einer Wahlveranstaltung fuer den Nidwaldner Regierungsratkandidaten Josef Niederberger, in einer Schreinerei in Bueren NW, am Samstag, 20. Februar 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Gerhard Pfister will die CVP zur «Wertepartei» machen. Bild: KEYSTONE

Ich bin kein Jurist, und es ist wie gesagt nur ein Gedankenspiel. Aber es ist eine reizvolle Vorstellung, dass ausgerechnet die CVP mit ihrem Religionsartikel ungewollt dazu beitragen könnte, die Priester – und ihre verdeckt lebenden Partnerinnen und Partner – vom Zwang zur Ehelosigkeit zu befreien und Frauen die Weihe zur Priesterin zu ermöglichen.

Trotz zahlreicher Versuche ist es der CVP nie wirklich gelungen, ihre Wählerbasis über das katholische Milieu hinaus zu erweitern. Was zur Folge hat, dass diese Basis genauso schrumpft wie besagtes Milieu (ich bin selber ein ehemaliger Katholik). Gerhard Pfister versucht diesen Trend umzukehren, indem er auf den Islam einprügelt. Am Ende könnte er das eigene Fundament treffen.

Aber eben, vorläufig sind das nur einige festtägliche Hirngespinste. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, liebe CVP.

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    Alle Leser-Kommentare
  • PatrickStar 25.12.2017 23:21
    Highlight Highlight Ist Kopftuch auch ein Instrument?
  • Miguel Vo 25.12.2017 21:23
    Highlight Highlight Als journalist sollte man es vermeiden Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ei von mir gut gemeinter rat
    • rodolofo 25.12.2017 22:43
      Highlight Highlight Wer ist denn jetzt die Birne?
      Der Islam, oder das Christentum?
  • rbv 25.12.2017 12:48
    Highlight Highlight Liebe CVP
    Es sind keine 50 Jahre her, dass die christlichen Frauen in unserer Gegend noch mit einem Kopftuch bekleidet waren.
    Heute ist es zum Teil sogar ein Schmuckstück. Die Religion Mohammeds ist 800 Jahre jünger. Lasst bitte den Manschen die nötige Zeit ohne Gesetze und Verbote.
    Gruss Roland
    • Joe Smith 25.12.2017 21:56
      Highlight Highlight 800 ?
    • Roterriese 26.12.2017 07:55
      Highlight Highlight Also soll man den Terroranschlägen, den Ehrenmorden, den Beschneidungen, usw. jetzt einfach noch 800 Jahre lang zu schauen, ohne etwas zu machen?
  • Oxymora 25.12.2017 12:23
    Highlight Highlight Sollten grosse Teile der Bevölkerung an Abendlandphobie erkranken, hat das wirklich nichts mit dem Islam zu tun;
    Auslöser der Epidemie wird «eine Art christlich-abendländische Leitkultur» sein.
    Mit Chopfweh und Verdaungs Problemen kann sich die Krankheit ankündigen.

    • sowhat 25.12.2017 18:45
      Highlight Highlight Oh je, dann hab ich die schon :)
    • Oxymora 25.12.2017 19:43
      Highlight Highlight @sowhat
      Morgens und abends eine Tablette
      und das Immunsystem kommt mit
      dem CVP zurecht. Beachten Sie
      die Geschmacksrichtung Carotin extra.

      User Image
    • sowhat 26.12.2017 09:31
      Highlight Highlight 😉 oh, vielen Dank!
  • Lusch 25.12.2017 09:13
    Highlight Highlight Ich habe es in der vergangenen Nacht bei der Christmette mal wieder gesehen, die die besonders Christlich sein wollen, sei das in Parteien, Kirche oder in Vereinen und Organisationen, haben offensichtlich keine Ahnung was in der Bibel steht und welches die Botschaft von Christi Geburt sein sollte!

    Da erstaunt es kaum das ausgerechnet aus den Reihen der CVP und von dessen Präsidenten Gerhard Pfister solche Vorschläge kommen!
  • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:21
    Highlight Highlight Ein Kopftuchverbot in Schulen halte ich für dringend nötig! Aber dass dies ausgerechnet von der CVP kommt, will mir nicht in den Kopf. Eigentlich müsste das ein grün-linkes Anliegen sein. Aber halt! Die würden das noch mehr verbocken als es die CVP machen wird. "Christliche Leitkultur" wandelt sich damit wohl eher in eine christliche Leidkultur....
    • Maracuja 25.12.2017 08:53
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf

      Wäre es dir lieber das Anliegen käme von der svp? Und was gibt es bei einer solchen Forderung konkret zu verbocken? Den Abstimmungskampf? Dass Übertretungen zu wenig sanktioniert werden und ein fundamentalistischer Millionär, die Bussen bezahlt? Dass dadurch Privatschulen, die Kopftuch erlauben, gefördert werden? Wie sind die Erfahrungen in Frankreich, gibt es dort weniger Extremismus? Verbote verstärken das Gefühl der Ausgrenzung und werden wenig bringen, wenn man Migrantenkinder nicht für hiesige Werte (wie Menschenrechte) begeistern kann.
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 12:34
      Highlight Highlight Maracuja
      Klar kann ein Kopftuchverbot nur ein Teil von Massnahmen sein. Alleine würde es kaum oder gar nur negative Folgen haben.
      Mehr Gewicht auf geisteswissenschaftliche Fächer legen, wäre eine dieser Massnahmen, wie z.b. ein fundierter und kompetenter Ethikunterricht, Geschichte, Literatur, etc.
      Das wäre nicht nur für Kinder von Muslimen gut, es würde bei allen etwas kritisches und selbständiges Denken fördern.
    • Gigle 26.12.2017 09:43
      Highlight Highlight Hört doch auf! Diese Mädchen gehen nicht in irgendwelche super Schulen, mit Kleinklassen und extra Integrationszeit. Viele Mädchen mit Kopftuch kommen direkt von irgendwo aus der Welt, noch nicht integriert und zum Teil mit verängstigten Eltern, die (noch) keine Ladenssprache können. Die werden die Mädchen einfach nicht zur Schule schicken ohne Kopftuch. Das ganze irgendwo in Randquartieren von grösseren Städten. Ich hab in solchen Klassen gearbeitet, da müssen zuerst mal alle Deutsch lernen und gleichzeitig noch Französisch und Englisch, viel Spass mit ‚mehr Geisteswissenschaften‘.
  • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:08
    Highlight Highlight Peter Blunschi,
    es gibt kein Gewohnheitsrecht in der Schweiz.
    • Tsunami90 25.12.2017 11:01
      Highlight Highlight Doch.
    • Lavamera 25.12.2017 13:00
      Highlight Highlight Art.1 Abs. 2 ZGB
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 17:22
      Highlight Highlight Tsunami, Lva

      Nein. Gewohnheitsrecht gibt es so gut wie nicht und wenn, dann nur dort wo es (noch) keine Regelungen oder Gesetze gibt.

      Gewohnheitsrecht, wie es Blunschi im Artikel meint, gibt es nicht in der Schweiz.
  • Oxymora 24.12.2017 17:31
    Highlight Highlight Hat die CVP Wahlkampffieber?

    «Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab»

    Nun was wären solche Kleidungsstücke? Existieren solche?
    Das ist pure CVP-Rhetorik, völlig ohne Inhalt.

    Angenommen Privilegien wie die Steuerhoheit über Nicht-Mitglieder wird den Kirchen entzogen, Frauen werden auch in der röm.kath.K gleich berechtigt etc.
    so wäre der Verfassung genüge getan.

    Hat sich die CVP oder eine andere Partei in den letzten 150 Jahren darum bemüht?
  • satyros 24.12.2017 15:52
    Highlight Highlight Schön finde ich ja auch, dass die CVP die Schule und den Kindergarten als sekulären Schutzraum sieht. Sagt das mal den Wallisern mit ihren Kruzfixen, die dort überall rumhängen.
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:13
      Highlight Highlight Ist ja schon lustig, da wollte die SVP die Kopftücher in Schulen verbieten und wird ausgerechnet von der CVP abgeschmettert. Dabei hatten die das doch bereits in den Schubladen...
      Da soll mal einer aus den Wallisern schlau werden.
    • rodolofo 25.12.2017 11:44
      Highlight Highlight @ Rabbi Jussuf
      Bitte nicht alle Walliser in Sippenhaft nehmen und mit der CVP-Mafia in die gleiche Schublade werfen!
  • Wilhelm Dingo 24.12.2017 15:06
    Highlight Highlight Super Artikel.
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:16
      Highlight Highlight Nein, der Artikel ist überhaupt nicht durchdacht und mixt Sachen zusammen, die einfach nicht zusammen gehören, verkennt anderes an seiner Tragweite und kann verschiedenes nicht richtig einordnen. Ich will gar nicht anfangen konkret zu werden, es ist zu viel was nicht zusammen passt.
      Wundert mich eigentlich bei Blunschi.

      Aber immerhin ein Anfang!
    • sowhat 25.12.2017 10:29
      Highlight Highlight @Rabbi, ich finde sehr wohl, dass der Artikel sehr gut ist, weil er nämlich genau diese grauen Ecken ausleuchtet, die wir schon lange nicht mehr sehen, weil sie zur Gewohnheit geworden sind.
      Wenn die CVP sich auf Säkularitat beruft, dann bitte für ALLE Religionen, und dann muss sehr gründlich hingeschaut werden. Und da gehört das Zöllibat und das Berufsverbot für Fraun nunmal dazu. Es würde wohl den Rahmen sprengen, alle anderen Religionen durch zu deklinieren. Wird aber anstehen, wenn die CVP auf diesm Text besteht.
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 12:44
      Highlight Highlight sowhat
      Du hast wohl recht. Nur, wie es im Artikel steht geht es nicht.
      Das Zölibat wäre sicher nicht Sache des Staates, oder der Stimmbürger, sondern alleine Sache der RKK - wenn diese nicht so eng mit dem Staat verbandelt wäre. Ebenso, dass Frauen nicht Priesterinnen werden dürfen.
      Wenn man da etwas machen könnte, dann an den Beziehungen des Staates mit den Kirchen, nicht jedoch an den internen Doktrinen der Kirchen.
      Staatlichen Steuereinzug endlich beenden, einige Beziehungen mit Wohlfahrtsverbänden wie Caritas, etc wenigstens etwas transparenter gestalten, etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RatioRegat 24.12.2017 15:00
    Highlight Highlight Problematisch sind auch Taufen von Kleinkindern.

    Eltern sollten nicht über religiöse Belange ihres Kindes entscheiden dürfen. Religionsfreiheit hat keine Drittwirkung, weshalb Eltern keinen Anspruch darauf haben können, dass das Kind diesselbe Religion hat wie sie.

    Es liegt hier im Wesentlichen gleich wie bei der sexuellen Selbstbestimmung: Kinder haben das Recht vor der Einwirkung von Erwachsenen in den geschützen Bereich frei zu bleiben.



    • Robi14 25.12.2017 00:12
      Highlight Highlight ich wurde auch als kind getauft, hatte darum aber nie das gefühl, dass ich später nicht selber entscheiden durfte. meine eltern hatten mir auch beigebracht, dass ich nicht stehelen soll und danke sagen soll, darüber konnte ich mir als kind auch noch keine eigene meinung bilden.
    • Oxymora 25.12.2017 00:58
      Highlight Highlight AMU
      Es war einmal Adam, weil Lilith abgehauen ist, hat ihm Gott noch eine Eva geschnitzt. Eva lies sich von einem Reptil überreden, eine Frucht zu essen und hat sich damit versündigt. Weil alle Menschen von Ihr abstammen, kommen sie noch heute schwer mit Erbsünde beladen zur Welt. Die Erbsünde muss durch Taufe neutralisiert werden, sonst landet die Seele im ewigen Feuer. Inzwischen lies sich zwar ein Christus nageln um die Sünde von allen Menschen zu nehmen, aber da ging wohl etwas schief.

      Es reicht, wenn Eltern solche Geschichten glauben. Man sollte die nicht noch den Kindern eintrichtern.
    • FensterAuf 25.12.2017 06:02
      Highlight Highlight Wie das Kind mit einer Muttersprache aufwächst, kann es auch mit einer Religion aufwachsen. Aber spätestens mit der Konfirmation oder Firmung hat es die Gelegenheit, dazu ja oder nein zu sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 24.12.2017 14:22
    Highlight Highlight Dass die CVP zwar vorgibt den Säkularismus zu schützen, aber gleichzeitig allen eine "christliche Leitkultur" aufzwingen will, ist geradezu typisch und macht diese Partei nicht glaubwürdiger. Man darf nicht in die Verfassung schreiben, was man zu denken hat. Punkt.

    Und im Übrigen musste schon die CSU lernen, dass sie mit dem Rechtgeben und Kopieren der AFD Wähler an das Original verliert und nicht Wähler des Originals gewinnt. Wobei die CSU ihre Lektion wohl nicht gelernt hat.. Wie die CVP auch nicht. Das "C" steht wohl für "lernresistent", klingt komisch, aber ist so.
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:18
      Highlight Highlight Der wunde Punkt am Ganzen: die "christliche Leitkultur". Das ist in diesem Zusammenhang wirklich schräg.
  • Brunhilde 24.12.2017 14:07
    Highlight Highlight Schön und gut, dann aber bitte auch dafür einstehen, dass die Frauen generell gleichberechtigt werden - etwa auch in der von der CVP hochgehaltenen katholischen Kirche. Das ist nicht nur ein Thema des Islam.
  • Platon 24.12.2017 14:06
    Highlight Highlight Unglaublich dass nun auch noch die CVP auf diese SVP-Polemik setzt. Können wir uns nicht endlich einmal darüber einig werden, dass unsere Verfassung und unsere Gesetze gelten, ganz unabhängig von der Religionsfreiheit? Dies ist und war schon immer so und wenn jemand das Gefühl hat, er oder sie könne aufgrund der Religionsfreiheit mehr tun, als dies die Gesetze erlauben, so wird diese Person bestraft. Daran hat sich noch nie was geändert! Hört auf ständig unseren Rechtsstaat zu leugnen, das ist falsch! Kümmert euch um Probleme, die es gibt!
    • sowhat 25.12.2017 10:34
      Highlight Highlight Das würde dann in aller Konsequenz heissen, die katholische Kirche, wird angeklagt schweizer Gesetz zu brechen.
  • mogad 24.12.2017 14:06
    Highlight Highlight "Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren lehnen wir ab." Genau. Diese Kleidungsstücke symbolisieren den politischen Scharia-Islamismus. Der breitet sich weltweit aus und strebt die Weltherrschaft an. Falsch ist es, die kath. Kirche ins Spiel zu bringen. Warum? Weil deren Einfluss im Gegensatz zum politischen Islam stetig am Sinken ist!
    Falsch ist es auch, zuerst von einem säkularen Gesellschaftsmodell zu sprechen und dann doch wieder von einer abendländisch-christlichen Leitkultur. Nur abendländisch bitte. Dann stimmt es.
    • rodolofo 24.12.2017 14:45
      Highlight Highlight Geh mal in ein Land wie die Philippinen!
      Dann wirst Du Dich wundern darüber, wie vital und militant die Katholische Kirche tatsächlich ist!
      Aber mit Deinem (durchaus verständlichen) Euro-Zentrismus gehst Du davon aus, dass das überalterte Dahin-Serbeln der Katholischen Kirche auch weltweit stattfindet.
      Das Gegenteil ist der Fall!
      Mit der El Shaday-Bewegung hat die RKK in den Philippinen eine Art Avant-Garde, die mit wortgewaltigen Priestern und Marathon-Gottesdiensten auf Dorf- und Quartierplätzen genauso offensiv und auf modernste Art sektiererisch auftritt, wie die Evangelikalen...
    • äti 24.12.2017 14:50
      Highlight Highlight ... sorry, ich habs nicht kapiert: meinst du jetzt den BH oder den HüGü oder was?
    • sowhat 25.12.2017 10:36
      Highlight Highlight @rodolofo, die Philippinen sind ja auch nicht schweizer Gesetz unterworfen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thadic 24.12.2017 13:41
    Highlight Highlight Wenn ein Arbeitgeber von den weiblichen Angestellten verlangen würde, dass sie keine Kinder haben dürfen, dann könnte man diesen zurecht anklagen. Warum soll also die katholische Kirche einen derart private Sache wie das Heiraten verbieten dürfen. Nur weil wir doch noch ein religiöser Staat sind. Danke Watson für diesen Gedankenanstoss.
    • mogad 24.12.2017 14:16
      Highlight Highlight Was mMn nicht stimmt an diesem Vergleich ist, dass man die Maus mit dem Elefanten vergleicht. Die kath. Kirche hat kaum noch Einfluss auf die Moral der Menschen, im Gegensatz zum politischen Islam, der Machtanspruch hat und sich weltweit immer mehr ausbreitet. Es wird auch niemand gezwungen ins Kloster zu gehen, oder Priester zu werden. Vielleicht sollten aber mittelfristig Kirche und Staat getrennt werden. Das würde die "Säkularisierung" der Gesellschaft glaubwürdiger machen und könnte dann auch den Muslims besser klargemacht werden.
    • DerTaran 24.12.2017 22:40
      Highlight Highlight Der politische Islam hat 0 Einfluss in West-Europa. Alle Aussagen in diese Richtung sind nur konservative Propaganda.
    • sowhat 25.12.2017 14:00
      Highlight Highlight @Rabbi, weil das Zöllibat kein Heiratsverbot ist, oder was meinst du genau?
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 24.12.2017 13:36
    Highlight Highlight Auch wenn ich alles andere als religiös bin, so ist die Schweiz doch ein christlich geprägtes Land.
    Daher gibt es auch keine Notwendigkeit Islam und Christentum gleich zu behandeln.
    • Bruno S. 88 24.12.2017 13:59
      Highlight Highlight Dann lies doch mal nach, was in der Schweizer Bundesverfassung zu diesem Thema steht. Denn die BV ist höher zu gewichten als deine Meinung.
    • Sapere Aude 24.12.2017 13:59
      Highlight Highlight In einem liberalen Rechtsstaat sind alle vor dem Gesetz gleich, so im Grunde eigentlich auch Gott und Allah, die ja die gleiche Entität darstellen. Ist es einerlei welcher Fanclub das Land geprägt hat. Wenn etwas gegen die Menschenrechte oder Verfassung verstösst ist es unerheblich welche religiöse Begründung dahinter steht.
    • rodolofo 24.12.2017 14:36
      Highlight Highlight @ Sap. Aude
      Und genau darum machen sich ja die Rechtsbürgerlichen bis Rechtsextremen Kreise daran, auch bei uns das Primat der Menschenrechte anzugreifen, indem sie in einem ersten Schritt nur mal "Nationales Recht" über das Völkerrecht und die Menschenrechte stellen wollen.
      Dabei wird aber noch nicht verraten, was dieses "Nationale Recht" tatsächlich sein sollte...
      Das wollen uns diese raffinierten "Freiheitskämpfer" erst beim zweiten Schritt verraten, dafür dann aber so beinhart und schockierend, wie in Polen, oder Ungarn!
      Ungefär so:
      Rechte 1.Klasse, Linke 2.Klasse, Muslime 3.Klasse
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hashtag 24.12.2017 13:07
    Highlight Highlight Die Religionsfreiheit nur in Richtung des Islams einzuschränken wird nicht funktionieren, dafür ist die Anzahl an überzeugten Christen in der Schweiz zu klein. Wir brauchen keine christlich-abendländische Leitkultur, wie Herr Pfister das wünscht, sondern eine Verfassung, die die Werte einer modernen Gesellschaft (Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Erwerbsfreiheit etc.) schützt.
    Wenn die Religionsfreiheit dabei teilweise auf der Strecke bleibt, kann ich gut damit leben.
    • mogad 24.12.2017 14:06
      Highlight Highlight Danke.
  • Karl Müller 24.12.2017 13:04
    Highlight Highlight Der Vergleich mit dem Zölibat ist hanebüchen. Es wird niemand gezwungen, Priester zu werden oder zu bleiben. Es ist als Frau aber eher schwieriger, nicht Tochter zu sein. Oder je nach dem auch fast unmöglich, nicht Ehefrau zu sein. Wobei das Kopftuch sicher nicht der Knackpunkt ist, wenn man in totalitär-religiösen Strukturen leben muss. Wenn dieses Argument ein Beitrag zur Geschlechterdiskriminierungsdebatte gewesen wäre, so wäre es wahrscheinlich in der Weltwoche erschienen und von Watson verrissen worden.


    • Bruno S. 88 24.12.2017 13:56
      Highlight Highlight Es wird zwar niemand gezwungen, aber sine Frau darf trotzdem. Ucht Priesterin werden. Warum nicht? Wohl aus dem gleichen Grund wieso sie auch ein Kopftuch tragen soll.
    • Christa Gli Chotzi 24.12.2017 17:18
      Highlight Highlight Der Wandel von Tochter zu Sohn ist dank geschlechtsumwandlung eigentlich schon möglich
    • chäsli 24.12.2017 17:27
      Highlight Highlight Hanebüchen sind die Kinderschändereien dieser scheinheiligen Kirche. Kopftücher gehören inKindergärten und Schulen verboten.
      Ansonsten ist es einfach, wer sich bei uns in der Schweiz nicht anpassen kann oder will, geht wieder dorthin woher er/sie gekommen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 24.12.2017 13:01
    Highlight Highlight ...
    Weniger Mühe mit dem Zölibat haben Schwule Priester, da sich Homosexualität leichter verbergen lässt.
    Aber auch sie leiden extrem, weil Homosexualität in der RKK als sündhaft gilt, was übrigens ebenfalls nicht mit unserem modernen Rechts-System vereinbar ist.
    Am leichtesten haben es die Pädophilen!
    Und genau darum gibt es in der RKK so viele (verheimlichte und nur allmählich ans Licht kommende) Fälle von Kinds-Missbrauch und Misshandlung!
    Anstelle von "Christlicher Leitkultur" würden wir also passender und ehrlicher von "Christlicher Leidkultur" sprechen.
    Der Teufel hockt im Detail.
  • RalpH_himself 24.12.2017 12:59
    Highlight Highlight Das sind keine ketzerischen Gedanken, sondern konsequente Säkularität. Also eigentlich wirklich genau das, was die CVP gerade vorgibt zu vertreten.
    • TRL 25.12.2017 03:10
      Highlight Highlight Naja, ketzerisch eigentlich schon. Aber zum Glück ist das in unserer Gesellschaft heutzutage kein Problem mehr! 😊
  • rodolofo 24.12.2017 12:54
    Highlight Highlight ...
    Ansonsten müssten die Staatlichen Institutionen mit voller Härte und mit Null Toleranz bei diese zwielichtigen Organisation eingreifen!
    Ausserdem ist uns allen bekannt, dass in Katholischen Klöstern auch heute noch viele Nonnen mit Kopftüchern ein- und manchmal auch ausgehen!
    Äusserst problematisch für unser Rechtsempfinden!
    Das Zölibat ist die Haupt-Ursache für eine "Negative Selektion" bei der Besetzung aller Ämter in der Hierarchie der RKK!
    Heterosexuelle werden benachteiligt und indirekt rausgeekelt. Frauen erhalten nicht mal die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu beweisen!
    ...
    • Maracuja 24.12.2017 13:19
      Highlight Highlight @rodolofo: dass in Katholischen Klöstern auch heute noch viele Nonnen mit Kopftüchern ein- und manchmal auch ausgehen!
      Äusserst problematisch für unser Rechtsempfinden!

      Jesses nein, bei Temperaturen unter 0 ziehe ich auch Kopftuch an, zudem bin ich gelegentlich mit muslimischen Bekannten unterwegs, die Kopftuch tragen oder mit einer Frau, die wegen der Chemotherapie den Kopf mit Tuch bedeckt. Hoffentlich begegne ich dabei nicht Ihnen, damit Ihr problematisches Rechtsempfinden nicht leidet.
    • rodolofo 24.12.2017 13:35
      Highlight Highlight @ Maracuja
      Da Du... äh Verzeihung Gnädigste, SIE natürlich, tendenziell humorlos veranlagt sind, ist Ihnen der Ironiegehalt meiner Aussage natürlich wieder mal entgangen...
      Puh! Wieder mal was falsch gemacht, was?
      Also extra für Ihre Hoch Wohlgeborenheit:
      Das nachgelieferte Ironie-Zwinker-Zeichen (zu vertraulich?) in dreifacher Ausgabe: ;) ;) ;)
  • rodolofo 24.12.2017 12:49
    Highlight Highlight Das sind sehr interessante Gedanken!
    Wehren wir uns für einmal nicht gegen die von der CVP zur Schau gestellte Moralisch-Rechtliche Führungsrolle, sondern nehmen wir sie beim Wort und öffnen die Türe genau in dem Moment, in dem sie diese einrennen wollen!
    Das Zölibat und die Frauen-Diskriminierung bei der Besetzung des Priesteramts in der Katholischen Kirche sind tatsächlich NICHT mit unserem Rechtsstaat vereinbar!
    Auch nicht mit den Menschenrechten!
    Darum müsste die Katholische Kirche ZU IHREM EIGENEN BESTEN dazu gezwungen werden, solche modernen Prinzipien umzusetzen!
    ...
    • _kokolorix 24.12.2017 22:21
      Highlight Highlight Je mehr man sich mit Religionen auseinandersetzt, desto bewusster wird einem wie absurd und verschroben deren Regeln und Überlieferungen tatsächlich sind.
      Das einzig Rationale was ich erkennen kann ist, dass diese Regeln dem Ziel dienen Abhängigkeiten und Schuldgefühle zu erzeugen, welche wiederum zur Machtkonzentration in den Händen weniger verwendet werden können.
      Dasselbe muss man jedoch auch unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem unterstellen. Jeder Patron nimmt sich die Freiheit, die Gewinne die seine Angestellten erarbeiten an sich zu nehmen, Verluste jedoch weiterzugeben...
    • Rabbi Jussuf 25.12.2017 01:58
      Highlight Highlight kokolorix
      Das ist doch Kokolores. In jeglichem System wird versucht die Gewinne einzusacken und die Schulden weiterzugeben. Beim einen System geht das besser, beim anderen weniger gut. Die soziale Marktwirtschaft hat bis jetzt diesen Mechanismus am besten im Zaum gehalten.
    • rodolofo 25.12.2017 09:56
      Highlight Highlight @ kokolorix
      Die Abschöpfung eines Mehrwerts bei gleichzeitiger Schaffung eines Abhängigkeitsverhältnisses fängt bereits mit der Ackerbau-Kultur an.
      Wir können dieses (gegenseitige!) Abhängigkeitsverhältnis aber auch wohlwollend als "Symbiose" sehen!
      In Symbiosen geben sich verschiedene Lebewesen gegenseitig Dinge und Fähigkeiten und bekommen vom jeweils anderen Lebewesen dafür etwas Dinge und Fähigkeiten, an die sie selber nicht herankommen könnten.
      Wenn wir Beziehungen als Symbiosen denken, verschwindet auch die Hierarchie, welche eigentlich nur einem egozentrischen Denken entspringt.
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  • Tsunami90 24.12.2017 12:40
    Highlight Highlight Löst sich die Partei von der katholischen Kirche und würde sich als Werte-Partei in der Mitte mit einem klaren sekulären Profil aufstellen, wären auch gewinne im Wähleranteil möglich.
  • seventhinkingsteps 24.12.2017 12:36
    Highlight Highlight Das mit dem "Unterordnen der Frau gegenüber dem Mann" würde eine Kopftuch tragende Muslima wohl genau so von uns denken, wenn man an die hochsexulisierte Werbung denkt, an Schönheitswettbewerbe, an Wettermoderatorinnen mit engem Kleid und grossem Ausschnitt, Boxengirls bei der Formel 1. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen.
    • _kokolorix 24.12.2017 22:32
      Highlight Highlight Das Kopftuch ist auch kein Ausdruck der Unterordnung der Frau. Die meisten Muslime würden wohl gerne darauf verzichten und die Frauen in ihrer natürlichen Schönheit bewundern.
      Es ist ein Ausdruck der Überordnung von einigen alten Männern über den Rest der Gesellschaft.
      Dass die hiesigen konservativen derart penetrant auf diesem Thema herumreiten, ist wohl einzig der ausserordentlich einfachen Klassifizierung in 'wir' und die 'anderen' durch dieses Kleidungsstück.
      Ginge es ihnen um die Gleichstellung der Frau, würden sie sich ja kaum so konsequent gegen jedes diesbezügliche Gesetz stellen
  • spring1 24.12.2017 12:35
    Highlight Highlight Trotz dem Zölibat sind wir dem Islam immer noch weit voraus. In Saudi Arabien wurde z.B. eben erst beschlossen, dass die Frauen Autofahren fürfen. Die Journalisten finden eben immer ein Haar in der Suppe!
    • rodolofo 24.12.2017 13:06
      Highlight Highlight Dein "Weit voraus" genügt halt vielen modernen Frauen und Männern nicht mehr!
      Darum geben sie "Unseren eigenen Taliban" hin und wieder einen kräftigen Tritt in den Arsch:
      "Mach mal vorwärts, Du fauler Sack mit Bierbauch!
      Wir hinken ja den Nordischen Ländern in Sachen Emanzipation bereits um mindestens eine Generation hintennach!"
    • daenu 24.12.2017 14:55
      Highlight Highlight weit voraus? das mittelalter ist nach wie vor fürchterlich nah!
    • _kokolorix 24.12.2017 22:39
      Highlight Highlight Ab wann genau durften Frauen bei uns Autofahren?
      Soo weit sind wir nun auch nicht voraus. Im Vatikan dürften autofahrende Frauen genau so selten sein wie in Riad, und bei uns fährt in der Regel auch der Mann und nicht die Frau wenn beide zusammen unterwegs sind...
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