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Du willst deinen Impftermin berechnen? Dieses Tool hilft dir dabei

16.03.2021, 15:2517.03.2021, 14:33

Vor einem Jahr schickte der Bundesrat die Schweiz in den Lockdown. Schon etwas mehr als neun Monate später erhielt eine 90-jährige Frau aus Luzern die erste Impfung gegen das Coronavirus. Seither aber kommt die Kampagne nur schleppend voran. Viele fragen sich ungeduldig, wann sie an der Reihe sind und die «erlösende» Spritze erhalten dürfen.

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Nun erhält man einen Anhaltspunkt, dank dem auf Berechnungen aller Art spezialisierten Startup Omni Calculator aus der polnischen Stadt Krakau. Es hat ein Tool entwickelt, das den voraussichtlichen Impftermin berechnet. Die erste Version ging im Dezember in Grossbritannien online und stiess auf derart grosses Echo, dass 32 weitere Länder folgten.

Bogna Szyk hat den Terminrechner entwickelt.
Bogna Szyk hat den Terminrechner entwickelt.
bild: ho

In Deutschland haben fast alle grossen Medien über den Rechner berichtet. «Seit Januar wurden fast zehn Millionen Besucher gezählt», sagt Bogna Szyk im Gespräch mit watson. Die 27-Jährige hat an der Technischen Universität Wien studiert und mit zwei Kollegen die nun für die Schweiz erhältliche Version des Impfterminrechners entwickelt.

Er ist eine Spielerei, aber mit seriösem Fundament. Der auch in einer französischen Fassung verfügbare Schweizer Rechner basiert auf dem Impfplan des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Dieser sei «sehr gut und wirklich durchdacht», meint Bogna Szyk. Er sieht vor, dass alle Impfwilligen sich bis im Sommer immunisieren lassen können.

Mit dem Tool lässt sich ein Impftermin basierend auf diesem Plan berechnen, aber auch anhand der tatsächlichen Impfrate. Diese wird gemäss Szyk mit den am Dienstag und Freitag verschickten BAG-Updates laufend auf dem neuesten Stand gehalten. Dadurch werden neue Lieferungen oder Verzögerungen (siehe AstraZeneca in der EU) berücksichtigt.

Das Impfzentrum Messe Zürich wird auf den erwarteten Grossandrang vorbereitet.
Das Impfzentrum Messe Zürich wird auf den erwarteten Grossandrang vorbereitet.
Bild: keystone

Anhand von Alter, Vorerkrankungen (plus Schwangerschaft) sowie Berufstätigkeit wird zudem der Platz auf der Prioritätenliste berechnet. Was aber bedeutet das konkret?

Eine «normale» erwachsene Person ohne prioritäre Einstufung kann nach dem BAG-Plan und bei einer Impfbereitschaft von 67 Prozent der Bevölkerung immerhin schon ab Anfang Mai auf einen Termin hoffen. Es könnte aber auch Ende Juni werden – der Spielraum ist relativ gross. Die zweite Dosis sollte spätestens Mitte Juli verabreicht werden.

Bei der aktuellen, langsamen Impfrate sieht es weniger schön aus. Im schlimmsten Fall muss man mit der Impfung bis April 2022 warten. Das aber ist so gut wie ausgeschlossen, weil ständig neue und vor allem mehr Dosen geliefert werden. Als Clou kann man im Tool benutzerdefinierte Parameter einstellen und den Impfrhythmus selber bestimmen.

«Der reale Termin befindet sich irgendwo zwischen dem BAG-Plan und der tatsächlichen Impfrate», meint Bogna Szyk. Das deckt sich mit der Ansicht mancher Experten, die das Impfziel des Bundes für sehr ambitioniert halten. Der Corona-Impfterminrechner ist nur eine Annäherung an die Realität, dank den permanenten Updates aber eine gelungene.

(pbl)

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So wird in Luzern geimpft

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So wird in Luzern geimpft
quelle: keystone / urs flueeler
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Herr Impfexperte, was wird uns da eigentlich gespritzt?

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