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ZUR MELDUNG, DASS DIE STADT BERN VERSUCHSWEISE CANNABIS IN APOTHEKEN VERKAUFEN MOECHTE, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 14. MAERZ 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Die Zutaten fuer einen Joint bestehen aus Hanf (Cannabis Sativa), links, Tabak, Mitte, Zigarettenpapier, oben und einem Filter, oben rechts, fotografiert auf einem Tisch  in Zuerich im Herbst 2005. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Wer täglich kifft, hat ein dreimal so hohes Risiko an einer Psychose zu erkranken wie Nichtkiffer. Bild: KEYSTONE

Neue Studie: Kiffer haben ein erhöhtes Risiko psychisch zu erkranken



Wer tägliche Cannabis konsumiert, erkrankt deutlich häufiger an einer Psychose als Nichtkonsumenten, wie eine grosse Studie in einer brasilianischen und zehn europäischen Städten zeigt.

Das Institut für Psychiatrie, Psychologie und Neuro­wissenschaften am King’s College London verglich 900 über 18-jährige Patienten die erstmalig an einer Psychose erkrankten, mit einer ähnlich grossen Kontrollgruppe. Das Resultat: Wer täglich kifft, hat ein dreimal so hohes Risiko an einer Psychose zu erkranken wie Nichtkiffer. Wer regelmässig Cannabis mit einem THC-Gehalt von über 10 Prozent konsumierte, hatte sogar ein fünffach erhöhtes Risiko, wie der «Tages-Anzeiger» am Mittwoch aus der Studie zitiert.

Grosse Unterschiede zwischen den Städten

Die Forscher haben auch berechnet, was passieren würde, wenn hochpotentes Cannabis vom Markt verschwinden würde. Dabei zeigten sich grosse Unterschiede zwischen den Städten. In Amsterdam könnten damit 50 Prozent der Ersterkrankungen an Psychose verhindert werden, in London 30 Prozent. Über alle untersuchten Städte könnten insgesamt 12 Prozent der Ersterkrankungen vermieden werden.

Stefan Borgwardt, Chefarzt und stellver­tretender Direktor der Klinik für Erwachsene der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel attestiert der Studie grosse Relevanz. Auch die Mehrzahl seiner jungen Psychosepatienten konsumiere intensiv Cannabis.

Obwohl viele Studien einen Zusammenhang zwischen Kiffen und Psychoseerkrankungen plausibel machen, räumt Borgwardt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» ein: «Theoretisch ist es aber immer noch möglich, dass die angenommene Kausalität umgekehrt ist, weil Patienten mit einer Veranlagung für eine Psychose häufiger Cannabis konsumieren.» (whr)

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nicolas D 21.03.2019 21:36
    Highlight Highlight
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    Ich mag dat Lied. ... *grins
  • Nicolas D 20.03.2019 21:46
    Highlight Highlight Eine substanzinduzierte Psychose (auch bekannt als Drogenpsychose oder drogeninduzierte Psychose) ist eine psychotische Störung, die von einer oder mehreren psychotropen Substanzen (wie z. B. Alkohol, Tabak, Cannabinoide, Kokain, Amphetamine, LSD, neue psychoaktive Substanzen etc.) ausgelöst wurde. Substanzinduzierte Psychosen können unter Umständen irreversibel (unheilbar), aber auch vorübergehend sein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Substanzinduzierte_Psychose
  • Dragona 20.03.2019 18:38
    Highlight Highlight Wie auch immer, bewusster lebt es sich aus meiner Sicht so oder so ohne bewusstseinsverändernde Mittel zu sich zu nehmen.
  • Menel 20.03.2019 14:28
    Highlight Highlight Könnte man die natürliche Häufigkeit noch angeben? Wie viele von 1000 Nicht-Kiffern bekommt in seinem Leben eine Psychose und wie viele von 1000 Kiffern?
  • Frances Ryder 20.03.2019 12:58
    Highlight Highlight Solche Studien sind dank den Medien halt meist nur schädlich. Es wird eine Verbindung begründet aber keine Ursache. Watson und der Tagi sind noch seriös genug eine Anmerkung dazu machen, aber bei den meistem wirds halt dann so geschrieben: Kiffen = Psychose.
  • Pasch 20.03.2019 12:37
    Highlight Highlight Nicht relevant, die Schweiz macht ihre eigene Studie😂... Netter Versuch Pharma. Und die Verknüpfung zur UPK BS passt auch perfekt dazu. Dann doch lieber die Leute mit Medis vollpumpen und sie orientierungslos in der Gegend rumgeistern lassen... Mol bravo!
  • Sauäschnörrli 20.03.2019 12:17
    Highlight Highlight Also ich habe gekifft um die Psychosen in den Griff zu bekommen. Es war für mich einfach verfügbar und das wichtigste gut dosierbar. Ich habe vier Jahre so ziemlich jedes Antipsychotika versucht, dass der Markt hergab. Jedoch immer in solch hohen Dosen, dass ich nicht mehr fähig war meinen Alltag alleine zu bestreiten. Das war die Lösung der Psychiatrie. Kiffen „musste“ ich nur an Tagen an denen es mir nicht gut ging.

    Ich spreche hier jedoch nur für mich und jeder sollte, mit Hilfe seines Therapeuten, für sich eine Lösung suchen, die ihm am besten hilft dieser Problematik zu begegnen.
  • Me, my shelf and I 20.03.2019 12:00
    Highlight Highlight Wie in diesen Kommentaren am Thema vorbeigeredet wird...

    Es handelt sich um eine wissenschaftliche Studie. Die Wissenschaftler*innen hatten keine Agenda. Sie haben geforscht und Ergebnisse geliefert, wissenschaftlich korrekte Ergebnisse.

    Dass am Ende der Studie angemerkt wird, dass Korrelation nicht gleich Kausalität ist, ist wichtig und richtig, somit legen die Foscher*innen dar, wie ihre Ergebnisse zu verstehen sind.

    Ich verstehe nicht, wie man sich durch eine Studie angegriffen fühlen kann. Jeder Drogenkonsum schadet. Ich möchte als Konsument aber genau wissen, welche Risiken bestehen.
    • Chrigi-B 20.03.2019 12:17
      Highlight Highlight Forscher*innen hahahhahahahahva 😂😂😂😂😂😂😂
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 12:22
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass das Ergebnis auf so wohl als auch hinausläuft.
      Es ist keine klare Aussage möglich, abertrotzdem will man so tun, als ob diese Studie eine klare Aussage trifft.
  • Chrigi-B 20.03.2019 11:49
    Highlight Highlight Trinke ich doch gleich mal Kaffee #3, mit Zucker und einer Zigi. Zum Z'mittag Teigwaren, Fleisch und ein Glas Wein und als Dessert eine Zigi. Es gibt viele Drogen die legal und ohne Probleme zugänglich sind.

    Legalisiert, baut lokal an und besteuert alles. Ja, auch Kokain, Mdma usw.. An der Bahnhofs- und Langstrasse wird nicht weniger gekokst weil es verboten ist.
  • Christian Mueller (1) 20.03.2019 11:21
    Highlight Highlight Deswegen ist es so wichtig es zu legalisieren und so zu regeln, dass Minderjährige nicht daran kommen. Und gewisse Menschen sollten einfach nicht kiffen. Es tut ihnen nicht gut. Auch nicht alle sollten Alk trnken. Was aber wegfallen würde: Die Todesfälle im Drogenhandel durch Ermordung. Gibt es eine Studie dazu, wie viele Tote eine Regulierung verhinder würde?
  • Snowy 20.03.2019 11:07
    Highlight Highlight Unglaublich wie selbst offensichtlich dilettantisch gemachte Studien, sich einen wissenschaftlichen Anstrich geben dürfen.
  • Bud 20.03.2019 10:43
    Highlight Highlight Bei 98% aller Psychosen ist Milch im Spiel und sogar bei 100% aller Psychosen ist Salz im Spiel, unglaublich!!
  • sealeane 20.03.2019 10:13
    Highlight Highlight Ich bin zwar kein Freund des kiffens... Aber der letzte Setz ist zentral... Menschen mit psychischen Störungen nehmen häufiger Drogen zur selbstmedikation. Gerade z.B. bei Schizophrenie etc.
    Aber auch bei Veranlagungen (keine psychische Szörung in dem Sinne) wie ADHS ist dies der Fall. Zur Reizmilderung etc...
  • Ökonometriker 20.03.2019 10:01
    Highlight Highlight Wobei hier anzumerken ist, dass die Richtung der Kausalität neurologisch schon gut beschrieben ist. Auch mit Alkohol, übrigends. Auch wenn sich die Verbindung auf Grund der Datenlage empirisch nicht vollständig beweisen lässt.

    Aber man muss ja auch kein Genie sein um zu wissen, dass täglich trinken und kiffen nicht der gesündeste Lebensstil ist.
    • Bündn0r 20.03.2019 10:26
      Highlight Highlight Man muss aber auch kein Genie sein um zu erkennen, dass ein gesunder Geist nicht täglich zur Flasche/zum Joint greifft.
      Wie so oft existiert wohl keine klare Ursache-Wirkung Beziehung. Vielmehr ist es wohl komplex. Sprich beides ist sogleich Ursache UND Wirkung.
    • Ökonometriker 20.03.2019 10:38
      Highlight Highlight @Bündnor: es gibt durchaus gesunde Geister, die täglich zur Flasche/Joint greifen. Nennen sich Studenten😁
    • Nik G. 20.03.2019 11:42
      Highlight Highlight @Bündn0r was ist mit den Schmerz-, Spastiken, Onkologischen usw. patienten die es zur Reduzieren des Schmerzens oder der Appetitförderung täglich nehmen? Haben die alle keinen gesunden Geist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turrdy 20.03.2019 09:48
    Highlight Highlight Tja, bitzli blöd wenn man eine Studie veröffentlicht und am Schluss eingestehen muss, dass Korrelation und Kausalität nicht das Selbe ist...
  • Asmodeus 20.03.2019 09:41
    Highlight Highlight Nein?

    Doch!

    Oh!!!
    • Olmabrotwurst 20.03.2019 09:49
      Highlight Highlight Oh Louis
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 10:00
      Highlight Highlight Gerade gestern Abend ist Louis der Geizkragen gelaufen. 😂
  • Alice36 20.03.2019 09:38
    Highlight Highlight "Bei jeder fünften Psychose ist Cannabis im Spiel..." und was ist es bei den anderen 4? Vielleicht Alkohol, Tabletten, irgendwelche Traumata aus der Kindheit, oder nur das ganz normale Wahnsinn unseres täglichen Lebens. Weiss Frau Marta Di Forti denn wieviele Menschen kiffen und überhaupt keine Psychosen entwickeln sondern vielmehr ein gewaltfreies, nachhaltiges und selbstbestimmtes Leben führen?
    Ist wohl nicht so wichtig, denn nur wer in unserer Gesellschaft tüchtig mitschwimmt, konsumiert und produziert ist ein wertvolles Mitglied das vom System gemolken werden kann.
  • Statler 20.03.2019 09:22
    Highlight Highlight «Theoretisch ist es aber immer noch möglich, dass die angenommene Kausalität umgekehrt ist, weil Patienten mit einer Veranlagung für eine Psychose häufiger Cannabis konsumieren.»

    Ist wohl die Kernaussage der Studie.
  • HPOfficejet3650 20.03.2019 09:15
    Highlight Highlight Ich bin genügend alt um Gefahren und Mass selbst einschätzen zu können.

    Legalize it

    danke ade Merci schöne👋
    • DerMeiner 20.03.2019 10:00
      Highlight Highlight Das kann man von allem behaupten, was per Gesetz eingeschränkt ist. Die Frage ist nur, ob "ich bin Erwachsen" als Argument reicht, etwas zu legalisieren.
    • Cillit Bang 20.03.2019 10:52
      Highlight Highlight @DerMeiner ja, es reicht. Ein Erwachsener kann selbst entscheiden was er konsumiert.
    • DerMeiner 20.03.2019 11:17
      Highlight Highlight Nur weil er es entscheiden kann, heisst es nicht, dass es legal sein muss. Ich kann mich auch noch für ganz andere Dinge entscheiden, die (glücklicherweise) per Gesetz verboten sind.

      Nur weil es hier um Canabis geht, muss es dafür keine Ausnahme geben.

      Und ja, mir ist bewusst, dass diese Diskussion auch bei Alkohol und vor allem Raucherwaren geführt werden müsste.
  • Eman Kcin 20.03.2019 09:14
    Highlight Highlight und in 3, 2, 1 kommen die Kommentare, die versuchen ihre kognitive Dissonanz abzubauen:
    von Pharmalobby finanziert,
    Kiffen ist ganz natürlich,
    noch nichts bewiesen,
    XXX ist doch viel schlimmer, usw.

    Sorry liebe Leute, sich täglich psychoaktive Stoffe reinpfeifen kann wohl schon Auswirkungen auf die Psyche haben...
    • Hallosager 20.03.2019 09:54
      Highlight Highlight @Eman: lieber flüssiges Rauschgift. Das entspricht der Schweizer Mentalität 🙂
      Lass die Leute doch machen? Und komm mir nicht mit Gesundheitskosten. Ich arbeite mit namhaften Schweizer Konzernen zusammen und dort wird Burnout für Burnout produziert. Einer mit Psychosen schlägt wohl weniger auf, als 10 Burnouts im Monat. Dort wäre sehr viel mehr Sparpotenziel, um die Prämie tiefer zu halten.
    • Lamino 420 20.03.2019 09:57
      Highlight Highlight Sorry, Eman: Ja, aber welche...?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 10:03
      Highlight Highlight Da gibts noch Zucker, Theobromin, Koffein, Natriumglutamat, Nikotin und noch ganz viele andere Stoffe, die sich auf den Stoffwechsel im zentralen Nervensystem auswirken. Also, Nick Name rückwärts geschrieben, noch ein Argument für mich, dass ich entkräften kann?
  • Royale_Blue 20.03.2019 09:11
    Highlight Highlight Den letzten Satz könnte man auch noch 2x unterstreichen. Ausserdem habe ich mal gelernt: Korrelation ist nicht gleich Kausalität!
  • Hallosager 20.03.2019 09:06
    Highlight Highlight Gestern hab ich eine Doku gesehen, in der "normal" gebildete Leute ihren Körper mit weiteren Sinnen modifizieren.
    Und heute diese bahnbrechende Erkenntnis. Einfach nur WOW!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 09:12
      Highlight Highlight Und ich dachte schon dass es nur mir so geht.
  • YesImAMillenial 20.03.2019 09:04
    Highlight Highlight riesen überraschung
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 09:01
    Highlight Highlight A. Diese Vermutung gibts schon lange.

    B. Eine Studie mit gerade mal 900
    Personen ist nicht wirklich aussagekräftig.

    C. Ist die Anzahl an Menschen mit einer Psychose im Verhältnis zu der Anzahl an Menschen, die kiffen, nur marginal gestiegen.

    D. Wird am Schluss die Studie wieder relativiert. Es gibt immer noch keinen klaren Beweis, dass THC das Risiko für eine Psychose erhöht. Es sind nach wie vor ausschliesslich Vermutungen.
    • elk 20.03.2019 12:02
      Highlight Highlight Wie müsste denn eine Studie aufgebaut sein, um zu beweisen, dass THC das Risiko erhöht, eine Psychose zu erleiden? Könntest du ein Design vorschlagen, das dem Beweis näher kommt?
      Oder diskreditierst du einfach jede Studie mit dieser Fragestellung, weil du die Wahrheit gar nicht wissen möchtest?
      Ganz zu schweigen, dass das heute erhältliche Gras überzüchtet, überdüngt und mit Natur nicht mehr viel zu tun hat und entsprechend gefährlicher ist.
      Und btw der Dokter, der am Ende zitiert wird, hat an der Studie nicht mitgearbeitet... lesen hilft.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 12:09
      Highlight Highlight Anmerkung:
      Eine Studie sollte Fakten liefern und nicht auf eine "So wohl als auch"-Antwort.
    • Pafeld 20.03.2019 14:31
      Highlight Highlight Typischerweise mit einer Zwillingsstudie, bei der der eine Zwilling regelmässig kifft, der andere gar nicht. Die neurologischen Unterschiede können so auf Umfeld und Epigenetik reduziert werden, wobei man die Epigenetik mit einem genug grossen Sample in den Griff kriegen sollte.
      Da liegt aber auch schon der Hund begraben: Finde mal genug geeignete Zwillingspaare, die alle Grundbedingungen erfüllen. Von daher ist es immer einfach, das Studiendesign zu kritisieren, weil es nicht die gewünschte Antwort liefern kann. Studien sind niemals perfekt. Von daher sind präzise Ja-Nein Resultate sehr rar.
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