Schweiz
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ZUR ATOMAUSSTIEGSINITIATIVE UND ZUR ENERGIESTRATEGIE 2050 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Solarzellen an der Fassade des Gebaeudes der Meyer Burger AG, aufgenommen am 21. August 2013 in Gwatt. Meyer Burger ist ein Maschinenbauer, der Equipment sowohl fuer die Herstellung von Solarwafern als auch fuer Solarzellen- und Solarmodulen und somit fuer die komplette Prozesskette anbieten kann. Dabei handelt es sich um Einzelmaschinen, komplette Fertigungslinien und um Handling-, Automations- und Messloesungen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Solarzellen an der Fassade eines Geschäftshauses. Bild: KEYSTONE

Energiewende: «Mehr bezahlen und erst noch kalt duschen», stimmt das?



Keine neuen Atomkraftwerke, mehr erneuerbare Energie, weniger Energieverbrauch: Das sind die Hauptelemente der Energiestrategie, über die das Stimmvolk am 21. Mai befindet. Bekämpft wird die Vorlage von der SVP, die Wirtschaft ist gespalten. «Mehr bezahlen und erst noch kalt duschen», lautet ihr Slogan.

Der Bau neuer Atomkraftwerke ist allein schon aus ökonomischen Gründen keine Option mehr, das sagen inzwischen auch die Gegner der Energiestrategie. Umstritten bleibt, wie der Atomstrom längerfristig ersetzt und eingespart werden soll, ob erneuerbare Energien gefördert werden sollen und was die Energiewende kostet.

40 Franken ...

Die Gesetzesänderungen, über die im Mai abgestimmt wird, führen in den nächsten fünf Jahren zu zusätzlichen Kosten von rund 40 Franken im Jahr für einen Haushalt mit vier Personen. Ein Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von 150'000 Kilowattstunden Strom müsste im Jahr rund 1200 Franken mehr bezahlen.

Diese Kosten entstehen durch die stärkere Förderung der erneuerbaren Energien: Bei einem Ja wird der Netzzuschlag von 1.5 auf 2.3 Rappen pro Kilowattstunde erhöht, damit für die Energie aus Wasser, Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse mehr Geld zur Verfügung steht. Das sind die einzigen direkten Kosten, die den Konsumenten durch das neue Gesetz entstehen.

... oder 3200 Franken?

Aus Sicht der Gegner ist diese Darstellung zwar nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Langfristig beliefen sich die Kosten für einen Vier-Personen-Haushalt auf jährlich 3200 Franken, behaupten sie. Der Betrag bezieht sich auf die Kosten möglicher künftiger Massnahmen. Solche werde es brauchen, damit die im Gesetz verankerten Ziele erreicht werden könnten, argumentiert das Nein-Komitee.

Gemäss diesen Zielen soll die Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien bis 2035 auf mindestens 11.4 Terawattstunden steigen – etwa halb so viel, wie heute die Schweizer AKW produzieren. Der Energieverbrauch soll bis 2035 gegenüber dem Stand im Jahr 2000 um 43 Prozent sinken.

Alternative Fakten

Die Befürworter werfen den Gegnern wegen der 3200 Franken vor, mit «alternativen Fakten» zu operieren – in Anspielung auf den US-Präsidenten. Die SVP rechne auf Basis von Massnahmen, die weder beschlossen noch mehrheitsfähig seien, sagt Energieministerin Doris Leuthard.

Zwar rechnet auch der Bundesrat längerfristig mit weiteren Kosten. Ein grosser Teil davon fällt nach seiner Darstellung aber unabhängig von der Energiestrategie an, etwa die Kosten für die Erneuerung der bestehenden Kraftwerke und des Stromnetzes.

Problematische Prognosen

Welche weiteren Massnahmen mit Kostenfolgen nötig sein werden, hängt nicht zuletzt von der technologischen Entwicklung ab, die über 30 Jahre schwer abzuschätzen ist. Die Kosten sind aber auch deshalb kaum zu beziffern, weil unklar ist, was die Alternative wäre. 

Ein Teil der Gegner möchte die wegfallenden AKW mit Gaskombikraftwerken ersetzen. Auch das würde aber die Allgemeinheit etwas kosten, zumal sich wegen der niedrigen Strompreise derzeit keine Investoren finden. Gaskombikraftwerke stehen zudem im Konflikt mit den Klimazielen. Die Befürworter halten es daher für sinnvoller, in erneuerbare Energien zu investieren.

Energiestrategie Plakat Gegner

Das Abstimmungsplakat der Gegner.

Warnung vor Energie-Mangel

Die Gegner warnen jedoch nicht nur vor hohen Kosten, sondern auch vor mangelnder Versorgungssicherheit und drastischen Einschränkungen. «Mehr bezahlen und erst noch kalt duschen», lautet ihr Slogan. Die Lücke im Winter könne nicht mit Sonnen- und Windenergie gedeckt werden, da sich diese nicht speichern lasse. Die Energiestrategie sei damit letztlich eine Importstrategie. Bereits in zehn Jahren sei der Import aber nicht mehr garantiert.

Die Befürworter weisen darauf hin, dass die Schweiz schon heute im Winter Strom importiert und bei den fossilen Energien gänzlich vom Ausland abhängig ist. Mehr einheimische erneuerbare Energien und weniger Energieverbrauch bedeute weniger Abhängigkeit. Für das Problem der Speicherung von Strom aus Sonne und Wind gebe es zudem bereits Lösungen, weitere Fortschritte seien zu erwarten.

ZUM THEMA ENERGIESTRATEGIE 2050 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Employees of the

Montage von Solarzellen auf dem Dach des Gymnasiums in Sevelen SG.  Bild: KEYSTONE

Die Wende ist schon im Gang

Dass eine Senkung des Energieverbrauchs weder unrealistisch noch mit kaltem Duschen verbunden ist, zeigt aus Sicht der Befürworter die Entwicklung der letzten Jahre: Der Pro-Kopf-Verbrauch ist seit dem Jahr 2000 um rund 15 Prozent gesunken. Die Wende sei längst im Gang, pflegt Leuthard zu sagen.

Für eine weitere Senkung bleiben Gebäudesanierungen wichtig. Bei einem Ja zur Energiestrategie dürften pro Jahr 450 Millionen Franken statt wie heute 300 Millionen Franken aus der CO2-Abgabe dafür eingesetzt werden. Im Verkehr sind strengere Vorschriften für Autoimporteure vorgesehen, der Stromverbrauch soll über strengere Vorschriften für Geräte und intelligente Steuersysteme gesenkt werden.

Breite Unterstützung für die Wende

Die Energiestrategie wird von allen grossen Parteien mit Ausnahme der SVP unterstützt, wobei sich ein Teil der FDP ebenfalls dagegen stellt. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse hat beschlossen, keine Parole zu fassen, der Gewerbeverband hat sich für ein Ja ausgesprochen. Verbände wie Swissmem, Gastrosuisse, Swissoil und Scienceindustries bekämpfen die Vorlage.

Wäre am 23. März abgestimmt worden, hätten gemäss der SRG-Trendumfrage 61 Prozent der Stimmberechtigten dem Energiegesetz sicher oder eher zugestimmt. 30 Prozent waren zu diesem Zeitpunkt bestimmt oder eher dagegen. 9 Prozent der Befragten waren noch unschlüssig.

Letzten Herbst hatten Volk und Stände die Atomausstiegsinitiative der Grünen abgelehnt, die ebenfalls nach Fukushima lanciert wurde und eine Laufzeitbeschränkung für die bestehenden AKW verlangte. Das Nein wurde auch als Votum für die Energiestrategie interpretiert. (whr/sda)

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gavi 19.04.2017 13:23
    Highlight Highlight 40 oder 3200? Was stimmt jetzt? In der WELT gelesen, dass man den Deutschen auch billigeren Strom versprochen hat. Und nun bezahlen Sie 50% mehr.
    Da wir in der CH von den Politikern nur Halbwahrheiten zu hören bekommen, stimme ich nein.
    Ich bin denen mit der PFZ schon mal auf den Leim. Ein zweites Mal erwischen die mich nicht.
    Wenn ich zu den 3200 noch die steigenden KK Kosten dazurechne, muss ich einen zweiten Job annehmen um mein Leben in der CH finanzieren zu können.
  • stadtzuercher 19.04.2017 07:58
    Highlight Highlight Natürlich wird uns diese Politik mehr kosten, what else.
  • HeLüthi 18.04.2017 23:10
    Highlight Highlight Mit einem unglaublichen Kostenschreck lenkt die SVP von den wesentlichen Punkten vom Energiegesetz ab. Unter anderem bringt dieses die Möglichkeit, dass Mieter sich zum Solarstrom-Eigenverbrauch zusammen schliessen können - bei mehr als 100 MWh/Jahr verbrauch können sie den verbleibenden Bedarf am freien Markt einkaufen. Solche Details eröffnen Potentiale für Mieter - ohne einen Förderfranken. Dass etablierte Energieversorger massiv dagegen opponieren, ist nachvollziehbar. Vor 3200 CHF zu warnen ist jedoch einfacher als Chancen für die viele Stimmbürger anzugreifen.
    • Regas 22.04.2017 11:56
      Highlight Highlight @Die Uberschüssige Energie ins Netz einspeisen, wenn alle Solarpanels auf volldempf fahren, bis die Drähte glühen, und wenn's dann Zappendüster wird einfach die nötige Enrgie aus dem Netz ziehen, bis die Kraftwerke auf Vollast ächzen und der Kohlendampf die Sinne noch ganz vernebelt. So geht das!
  • Regas 18.04.2017 18:18
    Highlight Highlight In Deutschland beträgt die Stromzulage schon länger bereits das vierfache der von Leuthart veranschlageten 2.3 Rp/KWh. Trotz grössten Anstrengungen im Zubau von Windrädern und Solaranlagen wird zur Zeit immer noch etwa 70% Strom in AKW,s und Kohlekraftwerken erzeugt. Es ist eine reine Wunschvorstellung, das die 2.3 Rp Aufschlag in der Schweiz ausreichen werden.
    • auslandbasler 18.04.2017 20:00
      Highlight Highlight Bravo, sie vergleichen Kraut und Rüben. Deutschland hat kaum Berge, im Vergleich zur Schweiz.Österreich dagegen brauchte nie Atomstrom. Dänemark hat es auch geschafft. Sogar Norwegen stellt um, obwohl die Öl haben. Wieso sollten genau wir nicht umstellen? Zumal Atomstrom viel zu teuer ist.
    • Regas 18.04.2017 21:59
      Highlight Highlight @auslandbasler: Oesterreich bezieht seinen Atomstrom aus Teschechien und Ungarn. Die Schweiz ist kein Windland. Unsere AKW,s werden sowiso stillgelegt. Kurzfristig müssen wir im Winterhalbjahr etwa 50% Strom importieren oder Gaskraftwerke zubauen. Was immer noch besser währe als etwa Kohlenstrom aus Deutschland zu importieren. Aber so planlos wie es die Leuthard will, sind stromlücken nicht auszuschliessen.
    • HeLüthi 18.04.2017 22:38
      Highlight Highlight 60% Wasserkraft, 20% solar plus 20% winterlastige Wind- und Biomassekraftwerke, die sich saisonal gut ergänzen - das ist nicht planlos - das ist machbar. Deutschland hat Pionierarbeit geleistet - das hat temporär EEG-Kosten verursacht - und die Gestehungskosten für neue Kraftwerke um 4/5 reduziert. Heute produzieren schon einige PV-Anlagen ohne Fördergelder den Strom günstiger als aus dem Netz. Beim neuen Energiegesetz geht es weniger um höhere "Subventionen" - die gehen eher an die Grosswasserkraft - sondern um faire Rahmenbedingungen z.B. für Mieter-Eigenverbrauchsgemeinschaften...
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  • andrew1 18.04.2017 14:46
    Highlight Highlight Zimlich simpel das mit den kosten. Akw strom 4 rp/kwh. Solarstrom und erneuerbare Energiequellen ca 25 rp/ kwh. Gibt 21 rp differenz bei ca 10000 kwh pro haushalt wäre dann 2100 fr. Also schon sehr happig wenn man bedenkt das akws sehr zuverlässig, günstig, co2-arm und sicher betrieben werden können in europa. Derzeit ein zimlicher "cashburn" die energiewende. Aber kommt zeit kommt rat in 20 jahre sind die erneuerbaren auch weiter. Obwohl z.b bei solar die sonne maximal 1 kw/m^2 strahlt. Heute sind wir bei 300w/m2 solarzelle. Das maximum ist absehbar.
    • Liselote Meier 18.04.2017 15:41
      Highlight Highlight Du glaubst ernsthaft AKW-Strom kostet 4 rp/kwh?
      Du musst du schon im Minimum mit 16-20 rp/kwh rechnen. In den 4 rp/kwh ist weder der nötige Versicherungsschutz drin, weder die Endlagerung, künstlich verbilligten Eigenkapitalkosten usw. Atomstrom ist ziemlich subventioniert und hat gewaltige externe Kosten. Die Laufzeiten haben alle schon erreicht, die Stillegungsfonds reichen aber noch bei weitem nicht aus.
    • andrew1 18.04.2017 17:02
      Highlight Highlight In schweizer akw wurden bis dato 1000 twh strom produziert. Angenommen der rückbau kostet 30 milliarden macht das die bis dato produzierte kwh um 0.03 rp teurer. Selbst bei 300 milliarden macht das nichts aus und geht um rauschen unter. Nur geld zurücklegen wäre noch eine feine Sache gewesen.
    • Liselote Meier 18.04.2017 17:48
      Highlight Highlight Und weiter? Im Rückbau ist die Lagerung nicht einberechnet. Die gennanten 15-10 Rappen sind noch die tiefsten Berechnungen
      http://www.energiestiftung.ch/files/downloads/energiethemen-atomenergie-kosten/01_ses_studie_atomvollkosten.pdf
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  • The oder ich 18.04.2017 14:44
    Highlight Highlight Eigenartig, wer sich da gerade als Warmduscher outet - wo doch deren RS-Geschichten immer auch einen Bericht über fehlendes Warmwasser beim Duschen enthielten
    Benutzer Bildabspielen
  • Shabina 18.04.2017 14:37
    Highlight Highlight Kann mier jemand sagen, von wo wir die enormen Mengen an seltenen Erden her bekommen sollen, um die Batterien und Solarpanels zu bauen, die benötigt werden?
    Jetzt ist es ja schon so, dass seltene Erden bei uns (westen) gar nicht gewonnen werden können, da die Gewinnung (soll sie bezahlbar sein!) eine zu hohe Belastung der Umwelt bedeutet. In China sind ganze Landstriche zerstört, die Krebsraten enorm und das Grundwasser verseucht. Wir haben nicht mal ein Recyclingsystem für seltene Erden...
    • Käsebrötchen 18.04.2017 15:44
      Highlight Highlight Aus Staaten, in denen Arbeiter keine Rechte haben und für ihr Schuften höchstens einen Tritt in den Arsch als Lohn bekommt. Und es ist ja auch klar, von wem die rücksichtslosen Rohstoffunternehmen und deren Milliardenschwere Besitzer anschliessend Prügel beziehen. Nämlich ebenfalls von denen, die solche Technologien fördern.

      Wie wollen uns also vom Öl verabschieden (und den aus der Ölförderung entstehenden Konflikten), aber neue Ungerechtigkeiten schaffen. Tolle Aussichten.
    • Makatitom 18.04.2017 16:42
      Highlight Highlight Ach, und Uran und Öl werden wir bis 2020 im Garten pflanzen und ernten können, oder wie?
    • HeLüthi 18.04.2017 22:57
      Highlight Highlight Schon mal in eine Solarzellenfertigung reingeschaut? Das ist Silizium - eines der häufigsten Elemente - keine seltene Erde. (Gut, du kannst CIS-Dünnschicht wollen, das ist jedoch eine kleine Rand-Technologie...)

      Aber bitte, es geht bei der ES2050 nicht darum, ob jetzt PV gebaut wird oder nicht. PV und Wind setzt sich global ohnehin durch - es geht um gute Rahmenbedingungen in der Schweiz - z.B. für Mieter-Eigenverbrauchsgemeinschaften. Und um intelligente Messsysteme. Darüber könnte man diskutieren - wenn man ideologische Abwehrängste mal überwunden hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 18.04.2017 14:06
    Highlight Highlight Im 1962 setzte sich Bundesrat Willy Spühler (SP) und die Linken für den Bau von Kernkraftwerken in der Schweiz ein und sogar die damaligen "Grünen" priesen in der Zeitschrift "Pro Natura" die Vorteile der Atomenergie. Damals herrschte ebenfalls ein grosser Widerstand bei den Rechten gegenüber dem Fortschritt und es ist Personen wie Paul Scherrer zu verdanken, dass er die Bevölkerung begeistern konnte. Es erstaunt irgendwie nicht, dass heute nun wieder die Rechten die nächste Stufe des Fortschritts verhindern wollen und lieber dem "linken Fortschritt" der 60er-Jahre nachtrauern.
  • Jimmy :D 18.04.2017 13:28
    Highlight Highlight Ich finde diese Fukushima Bildershow etwas unpassend.
    • Mr. Malik 18.04.2017 15:21
      Highlight Highlight Weil?
  • veh 18.04.2017 13:28
    Highlight Highlight Die Argumente der SVP sind mehr als schwach. Mir ist auch nicht klar, warum sie überhaupt dagegen sind. Heimische Energie nutzen und weniger vom Ausland abhängig sein müsste ihnen doch gefallen.
  • danski 18.04.2017 13:24
    Highlight Highlight Mir ist die Energie frisch ab Bauer einiges lieber, Sonnerenergie und Biomasse, anstatt Uran und Erdöl von Diktatoren und Terroristen. Aber schlussendlich hängt die SVP einfach nur an den alten Energiemustern, die sind die Uran- und Erdöldinosaurier unserer Zeit, lasst sie brüllen. Die Zukunft ist erneuerbar, daran werden sie nichts ändern.
  • Herbert Anneler 18.04.2017 12:39
    Highlight Highlight Die wahren Warmduscher outen sich: die rechtsbürgerlichen Energie-Starrköpfe. Überrascht bin ich höchstens, dass die überhaupt duschen...dachte bisher, die steigen immer noch in den Badezuber und schruppen sich noch mit Kernseife - an Weihnachten, am 1. August und an Ostern...;-)
    • The oder ich 18.04.2017 14:37
      Highlight Highlight ... aber auch nur, wenn es würkli nötig ischt
      Benutzer Bild
  • Thoeme77 18.04.2017 12:04
    Highlight Highlight Eine ebenfalls gute und kaum erwähnte Alternative wären Fusionsreaktoren. Man müsste einfach investieren, aber wenn es klappt wäre das Energieproblem gelöst.
    • sheimers 18.04.2017 12:41
      Highlight Highlight Fusionsreaktoren sind Science-Fiction. Seit Jahrzehnten redet man davon, aber es ist noch kein auch nur ansatzweise brauchbarer Prototyp in Aussicht. Wir brauchen jetzt Technologien, die bereits erprobt sind und sich sofort installieren lassen. Wenn es in 20 Jahren mal was neues gibt kann man dann wieder darüber reden, aber einfach zuwarten kann man nicht. Deshalb ein klares JA zur Energiestrategie 2050.
    • El Vals del Obrero 18.04.2017 12:46
      Highlight Highlight Da gibt es ja die Kernfusionskonstante: Seit etwa 50 Jahren heisst es, dass man in etwa 50 Jahren so weit sei ... Investiert wird auch schon sehr viel darin.

      Wenn es mal klappt, um so besser, aber damit rechnen oder es als Ausrede zu benutzen bis dann nichts anderes zu tun sollte man nicht unbedingt.
    • Christian Mueller (1) 18.04.2017 12:49
      Highlight Highlight Falls es klappt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoodoo 18.04.2017 12:01
    Highlight Highlight Solar- und Windenergie liessen sich in Pumpspeicherkraftwerken speichern. Nur dürfte es nicht mehr sein, dass der Landschaftsschutz praktisch jedes Projekt verhindern kann....
    • sheimers 18.04.2017 12:43
      Highlight Highlight Die Pumpspeicherwerke haben wir schon, und es gibt genug unproblematische Standorte für Solar- und Windkraft. Der Landschaftsschutz soll unbedingt störende Projekte auch weiterhin verhindern. Es muss nicht jedes Bergtal geflutet werden, und Windkraftanlagen sollen da aufgestellt werden, wo die lokale Bevölkerung damit einverstanden ist.
    • Sir Jonathan Ive 18.04.2017 13:59
      Highlight Highlight @sheimers
      Ich bin zwar einverstanden, dass man auf keinen Fall den Landschaftsschutz behindern sollte, aber die Aussage "Die Pumpspeicherwerke haben wir schon" ist auch nicht ganz korrekt, denn diejenigen die wird haben, reichen bei weitem nicht aus um all den benötigten Strom zu speichern.

      Ich denke, was das Speicherproblem angeht werden wir kreativ werden müssen. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass wir es schaffen. Nur schon aus dem Grund, dass wir keine Wahl haben.
    • Lami23 18.04.2017 15:39
      Highlight Highlight wenn man die nur da aufstellt wo die lokale Bevölkerung einverstanden ist, wird das nix. Umweltschutz ja, aber bitte nicht vor meiner Türe...
    Weitere Antworten anzeigen
  • sandbe 18.04.2017 12:00
    Highlight Highlight Nun ja von der SVP ist man sich ja nichts anderes als alternative Fakten und Fake News gewohnt...schon himmeltraurig sowas! Wenn man sich aunschaut, welchen Verbänden die SVP nahe steht wird es schon klarer, z.B. Albert Rösti als Präsident von Swissoil und AVES (Nuklear-Freunde), die kümmern sich überhaupt nicht um den Mittelstand, sondern nur ums eigene Portemonaie (das soweiso schon prall gefüllt ist). Oder wo war die SVP bei der USRIII? Sorry, aber es ist ja klar das die ES2050-Gegner keine vernünftigen Argumente haben und deshalb die Kosten-Keule vervorholen und Angst schüren wollen...
    • manhunt 18.04.2017 12:55
      Highlight Highlight die svp hätte genügend zeit gehabt, eigene vorschläge für eine vernünftige energiestrategie einzubringen. sich jetzt mit an den haaren herbeigezogenen zahlen stimmung zu nachen, zeigt bloss einmal mehr, dass es der svp gar nicht darum geht "mitzumachen" und an lösungen mitzuarbeiten. die "kalte dusche" wird sich jedoch bewahrheiten: für die initiativgegner, am abstimmungssonntag.
    • adi37 18.04.2017 16:37
      Highlight Highlight sandbe: wo sind Ihre Argumente? Alle schwingen Keulen. Nur bei Einigen sind sie stichhaltiger, bei Andern hassphobisch. Auch das ist eine Meinung!
  • Profotos 18.04.2017 11:52
    Highlight Highlight Wieso wirbt die SVP nun doch mit nackten Frauen? Man möge sich an die junge SVP erinnern, die über die SP Kampagne jammert...
    • Watson - die Weltwoche der SP 18.04.2017 12:02
      Highlight Highlight Die junge SVP ist von der SVP unabhängig, die Juso aber nicht von der SP.
    • Christian Mueller (1) 18.04.2017 12:49
      Highlight Highlight so unabhängig wie beim Namen?
    • Watson - die Weltwoche der SP 18.04.2017 13:40
      Highlight Highlight Wenigstens kann sie keine Änderungen des Parteiprogrammes durchzwängen. (Vgl. Bspw. Die Juso mit dem Kapitalismus überwinden)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fulehung1950 18.04.2017 11:48
    Highlight Highlight Auch wenn ich ebenso wenig in die Zukunft blicken kann wie andere: es gibt keine Alternative!

    Wir müssen vom Atom-Strom wegkommen. Die Risiken sind zu gross, das Problem der Endlagerung nicht gelöst.

    Hingegen sehe ich, dass sich die Solar-Technologie massiv verändert hat. Die heutigen Solarpannels sind verglichen mit den vor 10 J. gewaltig kleiner bei (vermute ich mal) besserer Leistung. Und ich bin zuversichlich, dass innert max. 10 J. das Speicherproblem gelöst ist.

    Die Weiterentwicklung der Alternativ-Energien muss zentrales Thema für das Technologie- u. Forschungsland Schweiz werden!
    • poga 18.04.2017 11:59
      Highlight Highlight @Fulehung bei den AKW's gebe ich dir recht. Bei den Speichern hält sich meine Zuversicht in Grenzen. Dies aus dem einfachen Grund, dass keine Ideen kommuniziert werden. Allgemein vermisse ich das Fehlen von Konzepten bei dieser Abstimmung. Für mich wirkt sie mehr wie ein selbstauerlegten Knebelvertrag, den man am Schluss auf biegen und brechen umsetzen muss. Und dabei wettet man darauf, dass die Technologie das schon richten kann.
    • Matrixx 18.04.2017 12:31
      Highlight Highlight Elon Musk (ja, der von Tesla, SpaceX und PayPal), ist auch auf diesem Gebiet Visionär. Musk sieht die Zukunft so, dass jedes Haus ein Batteriepack hat, das die Energie speichert, die das Haus selber herstellt. Es gibt also durchaus Ideen, wie man alternative Energie besser nutzen kann.
    • Truth Bot 18.04.2017 12:35
      Highlight Highlight Ideen gibts genug und in der Entwicklung ist so einiges. Bereits mit heutiger Technologie anwendbar sind zum Beispiel Erdregister für Häuser, Wasserkraft, Druckluftspeicher, Pumpspeicher, Akkus (z.B. von den Elektroautos).
      Vielversprechend ist auch die Umwandlung zu Wasserstoff.
      Ich vermisse da eher bei den Gegnern die Anwesenheit von Konzepten.
      Wer Angst vor kaltem Duschwasser hat, soll sich doch eine Solaranlage (≠ Photovoltaik) installieren. Günstiger bekommt ihr auch heute schon kein Warmwasser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Käsebrötchen 18.04.2017 11:48
    Highlight Highlight Alles erstunken und erlogen. Die einen rechnen uns ein Best-Case Szenario vor, um dann das Land endlich mit Windrädli vollplastern zu dürfen, die anderen das Worst-Case Szenario, damit sie weiterhin ihre Atömli spalten und Braunkohle in CO2 verwandeln dürfen. Schlussendlich verlieren wir aber alle, wenn wir Gesetzli machen, die ungeachtet aller technischen und politischen Entwicklungen für 30 Jahre in Stein meisseln, wie wir handeln müssen.
    • Truth Bot 18.04.2017 12:35
      Highlight Highlight Nichts ist in unserer Demokratie in Stein gemeisselt..
    • sheimers 18.04.2017 12:52
      Highlight Highlight Die Zahlen der Befürworter sind natürlich auch nicht sicher, aber die Grössenordnung scheint realistisch. Hingegen sind die Zahlen der Gegner nachweislich komplett falsch. Deshalb ein klares JA zu dieser Abstimmung, Lügner soll man nicht belohnen.
    • esmereldat 18.04.2017 13:05
      Highlight Highlight Es gibt nur ein paar gute Standorte für Windkraft in der Schweiz, es würde also nicht das ganze Land mit Windrädli voll gepflastert.
  • René Obi (1) 18.04.2017 11:41
    Highlight Highlight Erster Fact.
    Atomkraft ist von A - Z nicht verantwortbar!

    Zweiter Fact.
    Das Klima erwärmt sich, durch die Aktivitäten der Menschen, in horrendem Tempo. Mit schwer absehbaren Folgen für Mensch und Umwelt.

    Ergo braucht es, um unsere Welt, wie wir sie kennen und wohl die meisten schätzen, zu erhalten eine vernünftige Energiestrategie. Meiner Meinung ist der Vorschlag der zur Abstimmung steht, ziemlich vernünftig.
    • Froggr 18.04.2017 13:08
      Highlight Highlight Was zur Hölle habt ihr das Gefühl, dass WIR, die Schweiz, irgendetwas verändern können? Der Prozentsatz, was wir an CO2 ausstossen im Vergleich zum Rest der Welt ist so klein, dass man ihn gar nicht richtig erfassen kann. Also kommt mir nicht mit "eir wollen die Erde so erhalten, wie sie ist". Das ist ein völlig falscher Wahlspruch.
      Und dass wir verantwortlich sind für die Erwährmung ist zwar sehr Wahrscheinlich, jedoch kein Fakt. Es gibt einzig parallelen mit dem CO2 Anstieg und der Erwärmung. In der selben Zeit hat jedoch auch die Sonnenaktivität stark zugenommen.
    • Shabina 18.04.2017 14:18
      Highlight Highlight @Rene
      Atomkraft hat keine negativen Auswirkung auf den CO2 Ausstoss...also die Klimaerwärmung. Stellt man die AKW ab, und es würde zB Gas oder Kohlewerke nötig, würde sich das negativ auf das Klima auswirken.... nur so neben bei.
    • atlas 18.04.2017 15:03
      Highlight Highlight @Shabina: Was für den Betrieb stimmen mag, ist für die vor- und nachgelagerten Prozesse sicher falsch. Heisst: Der Abbau, die Anreicherung, die Lagerung des Urans, sowie der Bau und die Entsorgung aller radioaktiven Stoffe (inkl. Des Kraftswerks selber) sind keineswegs CO2 neutral!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Martin C. 18.04.2017 11:28
    Highlight Highlight Am einfachsten scheint mir das Ausschlussverfahren:
    - AKW sind fragwürdig, da die Entsorgungsfrage und die Sicherheit nach wie vor problematisch sind.
    - Mit Gas bleibt die Abhängigkeit zu fossilen Brennstoffen und dem Ausland
    - Windkraft ist unbeliebt, da die Windenergieanlagen sehr oft in die unberührte Natur gebaut werden müssen
    - Wasserkraft kann das notwendige Potential nicht mehr liefern
    - Geothermie ist durch die vergangenen Probleme bei Tests unbeliebt
    - Solarenergie ist teurer und kann keine kuezfristigen Spitzen brechen

    Für mich ist klar wohin es gehen muss😉
    • Christian Mueller (1) 18.04.2017 12:53
      Highlight Highlight Es gibt in der Welt und erst recht nicht in der Schweiz einen Flecken 'unberührter' Natur. Selbst im Nationalpark würden Waldbrände rasch gelöscht, Mikropartikel, Feinstaub und Hormone werden von den Meeres- und Windströmungen in die ganze Welt getragen. Selbst der Mensch ist ein Teil dieser Natur, von 'unberührt' zu sprechen erinnert mich ein wenig an den 'Jungfraulichkeits-Wahn' von religiösen... Mehr Ideologie als Realität.
    • esmereldat 18.04.2017 13:06
      Highlight Highlight Solarenergie ist nicht teuer 😜
  • pat86 18.04.2017 11:27
    Highlight Highlight Es stellt sich die Frage was bei den 40.- alles eingerechnet ist. Für den Strombedarf einer Durchschnittsfamilie (ca. 4'500 kWh/a) scheint die Rechnung zu stimmen. Da höhere Energiekosten -aber auch die Produktion und Dienstleistungen verteuern (wenn auch bei jedem einzelnen Produkt nur marginal), wird es in einer gesamtheitlichen Betrachtung wohl nicht bei 40.- bleiben. Ob es aber gleich 3'200.- sein werden kann ich nicht beurteilen, da ich keine sinnvollen Statistiken zum Gesamtenergiebedarf einer Durchschnittsfamilie gefunden habe. Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.
    • sandbe 18.04.2017 12:09
      Highlight Highlight Und haben sie sich auch mal überlegt, was für Einsparungen dank der Energiestrategie erreicht werden können? Dank Energiesparen und Energieeffizienz sinkt nich nur der Energieverbrauch, sondern auch die Energiekosten. Und mit Erneuerbaren Energien reduzieren wir die Abhängigkeit vom Ausland und schaffen mehr Wertschöpfung im Inland, und zudem sinken dank den Erneuerbaren die Stromkosten langfristig ebenfalls. All diese Vorteile sollten sie eben auch berücksichtigen wenn sie auf die Kosten schauen. Somit sollte klar werden, dass es mehr Vorteile als Nachteile gibt mit der ES2050, darum JA!
    • pat86 18.04.2017 12:40
      Highlight Highlight klar habe ich mir das auch überlegt. Eine Einsparung und zusätzliche Wertschöpfung ist sicher vorhanden. Wie gross die allerdings sein wird kann ich gar nicht abschätzen deswegen habe ich diese in dieser Betrachtung bewusst ausgeklammert. Zudem könnte das Argument der Wertschöpfung ja auch beim Neubau eines AKWs und der Betreibung der Endlager (Beschäftigungsgarantie für mehrere 1000 Jahre) gelten.
      Ich wollte mit meinem Kommentar nur darauf hinweisen, das beide Seiten mit den Zahlen argumentieren, welche Ihnen am besten passen. Zudem werde ich auf jeden Fall auch ein JA einlegen.
    • sheimers 18.04.2017 13:04
      Highlight Highlight Die 40 Franken beziehen sich auf die 0.7 Rappen Aufschlag pro Kilowattstunde, und solange der Verbrauch nicht deutlich ansteigt, wird die Wahrheit nicht in der Mitte liegen, sondern ziemlich nah bei diesen 40 Franken.
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  • Makatitom 18.04.2017 11:24
    Highlight Highlight Natürlich stimmt das nicht, kommt ja schliesslich von der $SVP, welche nur Angst hat, ihre Mäzene würden plötzlich ein paar Fränkli weniger in die Briefkästen in Luxemburg und Panama senden können
  • Ohniznachtisbett 18.04.2017 11:02
    Highlight Highlight Ich kann ehrlich gesagt wirklich nicht sagen, ob das nun gut oder schlecht ist. Fakt ist: Wind ist in der Schweiz eine nur bedingt geeignete Energieform. Solar hätte durchaus noch Potential, hier bremst aber der Heimat- und der Landschaftsschutz und noch weitere Interessenverbände. Zudem ist nachwievor Umstritten, wie wirtschaftlich Photovoltaik betrieben werden kann. Band-Energie liefern die Erneuerbaren ohnehin kaum (nur Wasser-Flusskraftwerke). Wenn die AKWs vom Netz sind, fehlt uns die Bandenergie. Autos fahren zunehmend mit Strom, geheizt wird auch mehr elektrisch...es ist nicht einfach.
    • mrcharliebrown 18.04.2017 11:52
      Highlight Highlight Berechtigte Einwände, aber wenn ich mich richtig entsinne, war letztens in einer Tageszeitung (NZZ oder LZ) zu lesen, dass schon mit den heutigen Technologien 50 % des gesamten Schweizer Stromverbrauchs zu decken wären, wenn alle BESTEHENDEN Gebäude mit Solapannels ausgestattet wären (ohne Landverbauungen, ohne geschützte Objekte). Insofern glaube ich, dass über das Potential kaum diskutiert werden muss. Wir müssen ja auch nur die 30 % der abzuschaltenden AKWs kompansieren und nicht 50 %.
    • sandbe 18.04.2017 11:54
      Highlight Highlight Erneuerbare, inklusive Photovoltaik können sehr wohl wirtschaftlich betrieben werden, sie müssen sich nur die neusten Zahlen anschauen, da werden sie sehen, dass die Solarkraftwerke mit den günstigsten Produktionskosten (z.B. in Chile, Mexiko, Dubai, Saudi Arabien, etc) schon ohne Subventionen auskommen. Bei uns wird das in ein paar Jahren auch der Fall sein. Und mit Erneuerbaren Energien erübrigt sich auch die Bandenergie...das ist ohnehin nur ein Konzept. Es braucht mehr Fexbilität und das kann die Wasserkraft und Speichertechnologien (inkl. Pumpkraftwerke) sehr gut liefern. Das passt super!
    • Ohniznachtisbett 18.04.2017 12:23
      Highlight Highlight Sandbe und Charliebrown: Interessante Ansätze. Chile Mexiko Dubai und Saudiarabien, sind in etwas anderen Breiten dieser Erde, das wirkt sich positiv auf die Solarenergie aus. Klar kann man 50% des benötigten Stroms aus Solar gewinnen, nur das ist theoretisch. Solarstrom steht nicht zwingend dann zur Verfügung wenn man ihn braucht. Bandenergie wird immer benötigt werden, es ist der "immer-verfügbare" Dauerstrom, in Spitzenzeiten, wie am Morgen und am Mittag, kommt dann die Spitzenenergie (Pumpspeicherkraftwerke) dazu. Aber den Grundstock brauchts, aus welche Träger auch immer...
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  • MaxHeiri 18.04.2017 11:00
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso man sich mit Gesetzen und Regularien auf etwas eingrenzen will, dessen Nutzen und Kosten von vielen Unsicherheiten geprägt sind. Technologische Trends sind kaum exakt voraussehbar.
    • Truth Bot 18.04.2017 12:44
      Highlight Highlight Weil ohne Regularien mehr Unsicherheiten da wären.. Entwicklung des Klimas, wie lange gibts Konkurrenz von subventionierten AKW's, wie entwickeln sich Preise der fossilen Energiequellen usw.
    • atlas 18.04.2017 15:29
      Highlight Highlight Wer will den hier technologische Trends voraussehen? Der Sinn einer Strategie ist, eine Richtung vorzugeben, was indirekt die technologischen Entwicklungen, resp. die Investitionen in diese beeinflusst. Zudem: Das Ziel und damit der Nutzen der Energiestrategie ist doch klar: Saubere und nachhaltige Energie für eine unabhängige Schweiz!
    • MaxHeiri 18.04.2017 20:34
      Highlight Highlight Was ist wenn die Strategie zu früh verfasst wird? Kein intelligenter Berater verfasst eine Strategie auf einer dürftigen Faktenbasis auf 30 Jahre lang.
      Was ist wenn sich die Kerntechnologie doch noch durchsetzt mit der Kernfusion? Hat man da einfach Milliarden mit nichts verlocht?
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  • reaper54 18.04.2017 10:37
    Highlight Highlight Naja am Schluss sind die Bürger sowieso diejenigen die alle Mehrkosten Tragen werden. Die Gretchenfrage ist, wo diese Mehrkosten Tiefer und mit weniger Risiken verbunden sind...
    • Nick Name 18.04.2017 11:49
      Highlight Highlight "Mehrkosten" wird die ganze Menschheit tragen. Erdöl, Erdgas und Uran gibt es nur beschränkt. Wind, Wasser und Sonne werden hingegen deutlich länger zur Verfügung stehen - und wenn nicht mehr, dann gibt es auch uns nicht mehr.

      Wir sollten uns selbst nun einfach langsam sehr ernsthaft sagen: Deal with it.
      Und entsprechend handeln.

      Wer das nicht befürwortet: ok. Dann wärs aber auch ehrlich zu sagen: Leute, ich will einfach die Sau rauslassen, und was nach mir kommt, ist mir völlig egal. Denn das ist zumindest implizit grundsätzlich die Haltung von Fossilenergiebefürwortern.
    • sandbe 18.04.2017 12:04
      Highlight Highlight Haben sie sich schon mal gefragt, was denn die Vorteile der Energiestrategie 2050 sind? Die sind nämlich um einiges grösser als nur die Kosten... und das ist genau das Problem der einseitigen Betrachtung der ES2050-Gegner. Dank Massnahmen zum Ausbau von Erneuerbaren und Energieeffizienz sinken die Energiekosten langfristig und wir schaffen mehr Wertschöpfung im Inland, anstatt zig Milliarden pro Jahr an Energie-Importen ins Ausland auszugeben. Und zudem werden die Risiken mit der ES2050 reduziert, sowohl dank Abschaltung AKW als auch mehr Unabhängigkeit. Das JA zur ES2050 ist ein No-Brainer.
    • reaper54 18.04.2017 12:06
      Highlight Highlight Naja da kann man mit der Technik welche die "sauberen" Energien für sich beanspruchen gegen argumentieren. Öl wird in Zukunft auch künstlich hergestellt werden können.
      Im Bereich Wasser ist die Schweiz extrem weit fortgeschritten und im Bereich Sonne verfügen wir effektiv über zu wenig Fläche und Sonne. Um mehr als eine Alibiübung daraus zu machen.
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  • Tom B. 18.04.2017 10:34
    Highlight Highlight 30 Jahre im Voraus eine Energiestrategie bestimmen zu wollen sagt bereits alles 🙊🙉🙈
    • ands 18.04.2017 10:53
      Highlight Highlight Jeder Stromkonzern, der in Infrastruktur investiert, hat eine Strategie über mehrere Jahrzehnte. Der Bau eines Kraftwerks ist oft eine Investition für 30 und mehr Jahre. Natürlich weiss man noch nicht, wie die Welt in 30 Jahren aussieht. Aber das muss man auch nicht, um eine Strategie zu entwickeln. Dafür arbeitet man immer mit Annahmen.
      Weshalb soll das beim Bund nicht möglich sein? Wäre es Ihnen lieber, wenn der Bund ohne Strategie von Jahr zu Jahr stolpert?
    • bobi 18.04.2017 11:11
      Highlight Highlight @ Tom B. Wir Menschen sollten langsam begreifen, dass wir langfristiger denken sollten. Dabei stellt man fest, dass die Ressourcen der Erde endlich sind. Wenn wir so weitermachen wie bis anhin, sind diese wahrscheinlich früher verbraucht als uns Lieb ist.
    • Easycomment 25.04.2017 22:56
      Highlight Highlight Leider bleibt uns nichts anderes übrig, als eine Strategie jetzt zu beschliessen, obwohl noch keine sicheren Lösungen vorliegen (jeder sagt etwas anderes...!). Es ist letzten Endes eine Glaubenssache! Dem Stimmvolk müssten aber die Risiken der beiden Szenarien mit/ohne Strategie aufgezeigt werden.
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