Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DAS AKW LEIBSTADT UNTER AUFLAGEN WIEDER ANS NETZ DARF --- Das Atomkraftwerk Leibstadt, aufgenommen am Samstag, 28. Mai 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das Atomkraftwerk Leibstadt, aufgenommen im Mai 2011. Bild: KEYSTONE

«Künstliche Verteurung»: Warum der Atomausstieg plötzlich Milliarden mehr kostet

Bis zu 2,5 Milliarden Franken sollen Stromkonzerne zusätzlich zahlen.

BEAT SCHMID / ch media



Die AKW-Betreiber in der Schweiz werden mit neuen finanziellen Auflagen belastet. Das federführende Energiedepartement (Uvek) verlangt von den Unternehmen immer höhere Beiträge, die sie in die zwei Fonds für die Stilllegung der Atommeiler und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle überweisen müssen. Die zusätzlichen Kosten, die Axpo, Alpiq und BKW zu berappen haben, belaufen sich auf jährlich 249 Millionen Franken, wie bisher unveröffentlichte Berechnungen der Energieversorger zeigen.

Bis zum Zeitpunkt der Abschaltung der Atommeiler – die Energiebranche rechnet mit einem Leistungsbetrieb von 50 Jahren – belaufen sich die zusätzlichen Kosten gemäss den Berechnungen auf 2,571 Milliarden Franken (siehe Tabelle unten).

ARCHIV - ZUM TAGESGESCHAEFT DER WINTERSSESSION UEBER DAS AKW BEZNAU AM DONNERSTAG, 13. DEZEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Nuclear power plant Beznau I and II with the two reactor blocks, pictured on March 21, 2011, in Beznau in the canton of Aargau, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Kernkraftwerk Beznau I und II mit den beiden Reaktorbloecken, aufgenommen am 21. Maerz 2011 in Beznau im Kanton Aargau. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Akw Beznau Bild: KEYSTONE

Die Mehrkosten schlagen direkt auf die Erfolgsrechnungen der Konzerne durch. Das heisst: Der Jahresgewinn wird um diese Beträge geschmälert. Angesichts der schwierigen Ertragslage im Stromgeschäft ist es nicht ausgeschlossen, dass die Unternehmen durch die neuen Bestimmungen in die roten Zahlen gezogen werden oder keine Dividenden zahlen können. Zum Beispiel Axpo: Das Unternehmen schrieb 2018 einen Gewinn von 131 Millionen Franken. Mit dem AKW Beznau, das der Axpo zu 100 Prozent gehört, sowie mit ihren Anteilen an Leibstadt und Gösgen muss das Unternehmen rund 40 Prozent der Zusatzkosten schultern: Das macht für den Stromkonzern aus Baden AG rund 100 Millionen Franken aus, die er pro Jahr zusätzlich in die Fonds einschiessen muss.

Die Geschichte des Schweizer Atomausstiegs in 15 Bildern:

Kleine Änderung – hohe Kosten

Die Festlegung der Geldbeträge, mit denen die Fonds gefüttert werden, ist technisch komplex und politisch umstritten. Zentrales Regelwerk ist die sogenannte Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (kurz SEFV). Diese befindet sich derzeit in Überarbeitung und sieht eine Reihe von Veränderungen vor, die zu Mehrbelastungen führen. So soll der Einfluss der Konzerne in den Verwaltungsgremien auf einen Drittel gesenkt werden. Zweitens sollen die eingeschossenen Gelder bei Überdeckung nicht mehr an die Firmen zurückgezahlt werden, sondern für 100 Jahre auf ein Sperrkonto kommen.

Dritter und heikelster Punkt: Die sogenannte Realrendite der Fonds soll von 2 auf 1,6 Prozent (Rendite minus Teuerung) gesenkt werden. Das bedeutet, dass mit einer tieferen Verzinsung des Fondsvermögens am Kapitalmarkt gerechnet wird. Für die Kraftwerkbetreiber bedeutet das wiederum, dass sie mehr aus dem eigenen Sack einzahlen müssen. Allein diese vermeintlich kleine Reduktion von 0,4 Prozentpunkten hat zur Folge, dass die finanzielle Belastung für alle Betreiber pro Jahr um 100,7 Millionen Franken zunimmt. Bis zum Ende des Leistungsbetriebs macht dies sogar 888 Millionen Franken aus (siehe Tabelle).

Bild

zvg ch media

Die Kraftwerksbetreiber lehnen alle drei Verschärfungen ab. Besonders scharf kritisieren sie die Senkung der Realrendite: Sie argumentieren, dass die beiden Fonds seit Bestehen eine durchschnittliche Realrendite von 3,6 bzw. 4,3 Prozent erwirtschaftet haben. Also deutlich mehr als der einkalkulierte Zins von 2 Prozent.

Andrew Walo, CEO Axpo Holding AG, spricht anlaesslich der Medienkonferenz des Energiedienstleistungskonzerns Axpo zur Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Beznau 1, aufgenommen am Dienstag, 6. Maerz 2018 in Windisch. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Andrew Walo Bild: KEYSTONE

Andrew Walo, Konzernchef der Axpo, sagt zu Redaktion CH Media: «Die Fonds haben seit ihrem Bestehen deutliche Überrenditen erwirtschaftet, trotz schwieriger Börsenjahre wie etwa die Dotcom-Blase oder der Finanzkrise 2008.» Der Axpo-Chef versteht deshalb nicht, dass man «jetzt den Betreibern höhere Beiträge aufbürdet, obwohl die Fonds heute schon Überschüsse aufweisen». Tatsächlich befindet sich in den Fonds deutlich mehr Geld als zum jetzigen Zeitpunkt verlangt. «Unter dem Vorwand der momentanen Zinsdiskussion werden nun den Betreibergesellschaften von Kernkraftwerken wie Axpo willkürlich Mittel entzogen.»

Dieses Geld fehle nun anderswo, sagt Walo. Zum Beispiel für «dringend benötigte Investitionen in die Wasserkraft oder beim Aufbau neuer, innovativer Geschäftsfelder». «Der Umbau des Energiesystems ist politisch gewollt, grossen Investoren wie Axpo sollen aber gleichzeitig die Hände gebunden werden – das ist ein energiepolitisches Eigentor», sagt Walo.

Je älter, desto günstiger

Bereits früher äusserte sich BKW-Chefin Suzanne Thoma zu den Mehrkosten. Dem Berner Energiekonzern gehört das Kraftwerk Mühleberg, das Ende 2019 nach 47 Jahren vom Netz genommen werden soll. «Werden wir gezwungen, 100 Millionen zusätzlich in die Fonds zu zahlen, fehlt dieses Geld der BKW bei anderen Projekten.» Thoma hegt den Verdacht, dass hinter der Verteuerung politische Absicht steht. «Es gibt einflussreiche Kreise, die den Ausstieg künstlich verteuern wollen», sagt sie.

Suzanne Thoma, CEO BKW, spricht waehrend einer BKW-Medienkonferenz ueber die Einstellung des Leistungsbetriebs im Kernkraftwerk Muehleberg, am Mittwoch, 12. Dezember 2018 im BKW Hauptsitz in Bern. In rund einem Jahr, am 20. Dezember 2019, geht das Kernkraftwerk Muehleberg (KKM) vom Netz. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Suzanne Thoma Bild: KEYSTONE

Ganz anders sieht das die Schweizerische Energiestiftung. Ihr geht die Verordnung viel zu wenig weit. Deren Geschäftsführer, Nils Epprecht, befürchtet, dass die AKW-Betreiber zu günstig wegkommen könnten und die Last für den Atommüll an den Steuerzahlern hängenbleibt.

Atomkritische Seiten befürchten offenbar, dass die Kraftwerksbetreiber unter den jetzigen Bedingungen einen Anreiz hätten, die Kraftwerke weit über die Laufzeit von 50 Jahren hinaus zu betreiben. Wenn sie nun deutlich mehr Geld in die Fonds einzahlen müssen, wird ein rentabler Betrieb schwieriger, sodass sie gezwungen sind, die Reaktoren früher abzuschalten. In diese Richtung argumentiert die Energiestiftung: Man müsse aufpassen, dass das System zur Sicherstellung der Mittel für Stilllegung und Entsorgung nicht zu gefährlichen Fehlanreizen führe oder «gar einen ökonomischen Druck für längere Laufzeiten erzeugt», heisst es in einer Stellungnahme.

In der Tat ist es so, dass Atomkraftwerke ab dem 50. Betriebsjahr kostengünstiger betrieben werden können, weil dann keine Gelder mehr in die Fonds einbezahlt werden müssen. Es ist wie bei einem abgezahlten Haus, in dem es sich günstiger leben lässt. Diese Aussichten sind für AKWKritiker ein Graus. (aargauerzeitung.ch)

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25,4 MRD. Für AKW-Rückbau:

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Video: srf/SDA SRF

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 11.03.2019 13:13
    Highlight Highlight Nachdem man den Atomstrom seit jeher immer künstlich verbilligt hat, muss man ihn jetzt halt endlich verteuern. Denn die Entsorgung der ratioktiv verseuchten Materialien und das Lagern über 10000e von Jahren kostet ein heiden Geld.
  • alles auf rot 11.03.2019 11:59
    Highlight Highlight Es gibt Erfahrungen aus Deutschland.
    „Durchschnittlich“ rechnet man mit 1,2 Milliarden Euro für den Rückbau eines AKW.
    Aber die Endlagerung des Atommülls für ein paar tausend Jahre sind da nicht mit drin.
    Kann wahrscheinlich auch nicht so einfach ermittelt werden.
    Aber das der Fond dafür nicht reicht, ist mal sicher.
    Und ob bei den Verursachern im Jahr 5019 noch was zu holen ist, glaub ich auch eher nicht.
    Scheint mir nicht zu Ende gedacht.
    Aber Hauptsache die Dividende....
  • popcornmaschine 11.03.2019 11:51
    Highlight Highlight Die Schweizer Energie Stiftung informiert und beobachtet die Entwicklung regelmässig als eine der wenigen nicht beteiligten Organisationen.

    https://www.energiestiftung.ch/atomenergie-kosten.html
  • Posersalami 11.03.2019 10:09
    Highlight Highlight Habe die denn schon die 24mia Sfr auf der hohen Kante, die der Rückbau unserer AKW voraussichtlich kosten wird?

    https://www.handelszeitung.ch/politik/akw-stilllegung-kostet-uber-23-milliarden-franken

    Und was ist mit dem Bau eines Endlagers und deren Bewachung und Unterhalt für die nächsten 100 000 Jahre? Ist dafür auch Geld beiseite gelegt worden, oder darf das, wie das Risiko im Beteieb, die Allgemeinheit tragen?
  • inmi 11.03.2019 10:07
    Highlight Highlight Der Kernenergieausstieg wird uns vor allem kosten, weil es die Bekämpfung des Klimawandels unmöglich macht. Hoffentlich überlegen wir es uns besser und hören auf die Experten.
    • Raffaele Merminod 11.03.2019 12:58
      Highlight Highlight Wenn sie das Klima mittels AKW retten wollen, dann müsste man jetzt mindestens 2500 AKW's Weltweit bauen.
      Wie realistisch ist das?
      Um wie viel Steigt das Risiko eines GAUs?
      Für wie lange langt der Rohstoff Uran noch bei so vielen AKWs?
  • rüpelpilzchen 11.03.2019 08:52
    Highlight Highlight Wie, die Mehrkosten werden nicht auf die Konsumenten abgewälzt? Das glaubt dennen nicht wirklich jemand... nein... niemand.
  • Eric Lang 11.03.2019 08:34
    Highlight Highlight Was wird passieren, der Strom wird bald teurer, so einfach läuft das!
    • dan2016 11.03.2019 10:12
      Highlight Highlight an den meisten Orten nicht. Mit Ausnahme der BKW bewegen sich die AKW-Besitzer im freien Markt und haben keine Endkunden. Und bei der BKW gibt es 'Kunden', die man beliebig auspressen kann.... (darum gehts der BKW - als einziger AKW-Besitzerin - gut und können willkürlich und ohne industriellen Sinn beliebig abgenöpftes Geld investieren....).... Bei der BKW warden es die bereits heute geschröpften Endkunden bezahlen, bei den anderen der Steuerzahler.
  • rodolofo 11.03.2019 08:08
    Highlight Highlight Dieses Geld muss ja nicht bei den Projekten fehlen, wenn bei den obersten Löhnen und bei den Dividenden-Ausschüttungen gespart wird!
    Ausserdem werden sowieso wieder die zur Ehrlichkeit gezwungenen kleinen SteuerzahlerInnen die Kosten der absichtlich viel zu tief geschätzten Folgekosten der Atomenergie bezahlen müssen, vom extrem aufwendigen Abbruch der ausrangierten Atommeiler bis zur praktisch endlosen Lagerung von Massen an hoch radioaktiven Abfällen (ca. 1 Million Jahre).
    Also, was jammern diese unverantwortlichen "Verantwortlichen" über zu hohe Kosten?
  • joenu.m 11.03.2019 07:31
    Highlight Highlight Man müsste natürlich auch noch festhalten, dass diese Konzerne jahrelang viel zu wenig in den Stilllegungsfonds eingezahlt haben, das ist halt jetzt einfach nur die logische Konsequenz.
  • sowhat 11.03.2019 07:28
    Highlight Highlight Der Titel ist irreführend. Es wird nicht teurer, die Verursacher, dürfen nur mehr zum Abbau beitragen als sie gern hätten.
    Das Gros des Rückbaus bleibt doch eh beim Staat, also den Steuerzahlern.
  • Markus97 11.03.2019 07:23
    Highlight Highlight Ich finde es ein wenig unfair die gesamte Verantwortung auf die Betreiberfirmen abzuwälzen. Schliesslich wurden die AKWs vom Bund geplant und realisiert. Er sollte auch die Folgen tragen.
    • Midnight 11.03.2019 07:43
      Highlight Highlight Ich will, dass der Bund mir ein Auto bezahlt. Schliesslich wurden Strassen vom Bund geplant und realisiert. Er sollte nun auch die Folgen tragen!

      Merkst Du was?
    • Raffaele Merminod 11.03.2019 08:23
      Highlight Highlight Genau, den Gewinn in die Tasche der Betreiber und die Kosten dann dem Bund und den Steuerzahler auflegen.
      Lassen sie mich raten: Sie sind Aktionär von Axpo oder ähnlich?
    • pun 11.03.2019 09:13
      Highlight Highlight Die Betreiberfirmen gehören mehrheitlich den Kantonen. Diese dürften zwar wegen den ausbleibenden Dividenen ächzen, aber der Rückbau kostet den Staat sowieso mehr als im Fonds ist. also sehe ich nicht ein, weshalb die anderen Anteilinhaber, hauptsächlich Stromkonzerne aus dem Ausland, Dividenden einstreichen sollten, sie werden sich an den Mehrkosten beim Rückbau sicher nicht beteiligen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 11.03.2019 07:18
    Highlight Highlight Ist das eine Mitteilung aus der Medienabteilung der Stromproduzenten?
    Ausgewogene Berichterstattung sieht für mich anders aus.
    Kein Wort darüber, dass der Fonds für den Rückbau aller KKWs völlig unterdeckt ist, keine Wort über die verfehlte Investitionspolitik der grossen Stromkonzerne welche massgeblich zur desolaten Finanzlage beigetragen hat und kein Wort darüber, dass der Rückbau im Ausland ein vielfaches der prognostizierten Kosten nach sich gezogen hat, etc., etc.
  • runner 11.03.2019 07:17
    Highlight Highlight Oje, Senkung der Realrendite... Was haben wir den mit unseren Lebensversicherungen erlebt? Die Politik regiert unser Geld seit 30 Jahren kaputt. Grund: Schulden-, Subventions- und Sozialpolitik
  • Raffaele Merminod 11.03.2019 07:05
    Highlight Highlight Es ist doch schon immer allen Beteiligten klar gewesen, dass die Stilllegung schlussendlich ein Vielfaches der bereitgestellten Gelder betragen wird.
    Es ist daher richtig das die Konzerne jetzt noch richtig zur Kasse gebeten werden.
  • timeless 11.03.2019 06:53
    Highlight Highlight Dass aus dem Rüebliland nichts allzu kritisches zur Atomenergie kommt, erstaunt nicht. Aber dieser Artikel riecht nach versteckter Atom-PR. Was das UVEK zu diesem Schritt veranlasst hat, wird nicht begründet. Es werden nur die Massnahmen aufgezählt und dann kommt das Lamento der Betreiber und Aktionäre. Bis jetzt kam es jeweils nur zu ganz „realen“ Verteuerungen bei Rückbau und Entsorgung. Watson: Bitte achtet bei der Auswahl der Fremd-Artikel auf Qualität.
  • fadnincx 11.03.2019 06:50
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass man zuviel Geld für den Rückbau bei Seite legt. Falls dem aber so ist, kann man nach abgeschlossenem Rückbau immer noch die Differenz zurückerstatten.
    • sheimers 11.03.2019 08:25
      Highlight Highlight Eher nicht, den Rest braucht man um alle paar Jahrzehnte das "Endlager" zu sanieren.
  • Fairness 11.03.2019 06:39
    Highlight Highlight Künstlich ist die Verteuerung gar nicht, sondern leider sehr realistisch.
  • Zitronensaft aufbewahren 11.03.2019 06:36
    Highlight Highlight Zum Titel: Der Atomausstieg kostet nicht plötzlich mehr. Die bestehenden AKW müssen sowieso irgendwann ersezt werden. Ob diese durch neue AKW oder Alternative ersezt werden, spielt für die Rückbaukosten keine wesentliche rolle.
  • Fairness 11.03.2019 06:35
    Highlight Highlight Dass die Rückstellungen für den Rückbau viel zu tief sind, weiss man seit Jahren. Lieber viel zu hohe Boni abzocken und Dividenden ausschütten, um dann die Kosten dem Steuerzahler zu überlassen. Um dann zB wie Axpo-Ex-CEO Karrer bei Economiesuisse den nächsten schlechten Job zu machen.
  • Kramer 11.03.2019 06:19
    Highlight Highlight Es ist klar dass die Betreiber jammern, aber auch so würde ich noch darauf wetten, dass am Ende der Steuerzahler für einen Teil der Stilllegungskosten aufkommen wird müssen.
    • Sam12 11.03.2019 07:46
      Highlight Highlight Fände ich auch richtig so, dass wir einen Teil daran zahlen, schlussendlich haben wir alle vom Strom profitiert und wollen die Dinger nun abschalten.
  • Ökonometriker 11.03.2019 05:33
    Highlight Highlight Wie viele Anteile an den AKWs befinden sich derzeit in privater Hand? Es dürften weit über 90 Prozent ohnehin in staatlichem Besitz sein, sodass am Ende nur offen ist, WELCHE Steuerzahler bei einem Geldmangel aufkommen müssten. Sind es alle (Bund) oder vornehmlich die aus den nicht-steuerparadiesischen Kantonen?

    Zudem ist die Erhöhung der Fonds-Beiträge defacto eine staatliche Subventionierung der Banken. Der Staat verhandelt bekanntlich nicht gerade hart bei den Verwaltungsgebühren. Diese versteckten staatliche Umverteilungen von Arm zu Reich sind manchmal einfach nur noch traurig.
    • fant 11.03.2019 05:54
      Highlight Highlight Du lässt die Stromkonsumenten weg. Nach meiner (vielleicht zu einfachen Ansicht) bedeuten höhere Rückstellungen einen höheren Preis pro KWh, das heisst man bezahlt mehr oder weniger je nach Strom-Konsum und nicht (wie es bei Steuern theoretisch sein sollte) nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit...
    • max_bruppbacher 11.03.2019 06:49
      Highlight Highlight da liegen sie falsch. die akws befinden sich fast ausschliesslich in den Händen der Kantone und ein paar wenigen Städten. Die eigner firmen sind Axpo alpiq und bkw. die kantone ZH, BE, AG ,TG, SH, die stadt Bern, ZH zusammen haben ca 85% an diesen firmen
    • Ökonometriker 11.03.2019 07:09
      Highlight Highlight @fant: der Strompreis für den Konsumenten bestimmt sich über den Grosshandelspreis. Dieser wird stark vom europäischen Markt beeinflusst, die kleine Schweiz ist Preisnehmerin und kann ihn kaum beeinflussen.

      @max_bruppbacher: Ein guter Teil der restlichen 15 Prozent ist in Holdinggesellschaften, die Wiederum zu einem gewissen Teil dem Staat gehören. Damit komme ich auf über 90 Prozent. Aber die Besitzverhältnisse sind in der Tat teilweise etwas opak...
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  • fant 11.03.2019 04:21
    Highlight Highlight Was mich viel mehr interessieren würde, wäre eine genauere und vor allem unabhängige Schätzung der zu erwartenden Rückbaukosten im Vergleich zum Fonds-Vermögen. Es gibt doch mittlerweile das eine oder andere AKW im Ausland, wo der Rückbau schon etwas weiter als nur angedacht ist. Oder täusche ich mich da?
    • Troxi 11.03.2019 05:34
      Highlight Highlight Mühleberg wird knallharte Fakten liefern ob der Fond reichen wird oder ob die KKW Betreiber zu günstig weg gekommen waren.
    • Heinzbond 11.03.2019 06:14
      Highlight Highlight Es wird in der Tat gerade eines in Deutschland zurück gebaut, watson könnte darüber mal berichten....
      Das billiger und nachhaltiger atomstrom eine Lüge ist kapieren einige leider nicht mal beim rückbau und der Entsorgung....
    • WID 11.03.2019 06:30
      Highlight Highlight @fant: Das eine sind die Kosten etwas anderes die Schwierigkeiten beim Rückbau: https://programm.ard.de/TV/arte/akw-r-ckbau---zu-welchem-preis-/eid_287249893549663
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  • Todesstern 11.03.2019 03:30
    Highlight Highlight Bei welcheb Peojekten fehlt den jetzt das Geld? Bei der Selbstberreicherung? Nennt doch mal Projekte, oder Quellen zu den Projekten...

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