Schweiz
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Wilhelm Tell, der Pimp – so wäre die Gründung unserer Nation heutzutage abgelaufen

Frei nach Friedrich von Schiller ... sehr frei.



Das Morgenrot lag über Altdorf, als ein Mann daher trat. Es handelte sich um Willi Tell, Leiter des lokalen Schützenvereins aus dem Schächental, der nach Altdorf gefahren war, um mit seiner neuen Smartphone-App nach Pokémon zu suchen.

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bild: watson/wikimedia

Mit dabei hat er seinen Erstgeborenen, Walter, der in Altdorf das KV machte und auch völlig angefressen war von Pokémon Go. Weil beide sich nur auf den Handy-Bildschirm konzentrieren, bemerken sie nicht, wie sie einen Hut an einer Stange passierten.

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bild: watson/wikipedia

Es war der Fedora von Hipster Gessler, dem herrschenden Regierungsrat des Kanton Uri. Dieser hatte zuvor durchgesetzt, dass ein Jeder, der daran vorbeigeht, seinen Hut fotografieren und mit dem Hashtag #Gessler4ever auf Instagram teilen muss.

Tell zeigt sich über diese Regelung verwundert:

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BILD: WATSON/WIKIPEDIA

Als Strafe für sein Vergehen wurde Tell die Wahl gelassen zwischen einer Geldbusse von 40 Franken oder seinen Znüni (eine Low-Carb-Waffel) vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schiessen. Bei den steigenden Billetpreisen der SBB stand Tells Entscheidung schnell fest.

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bild: watson/wikimedia

Nun hatte sich bereits eine Menschenmenge um Tell und Gessler gebildet. Alle zückten ihre Smartphones, um ihre verwackelten Videos danach auf YouTube zu stellen. Willi wedelte mit der Waffe Richtung Waffel an Walters Waffel. Dann hält er inne.

Gessler wird wütend und lässt Tell verhaften. Nach einem kurzen Prozess soll Tell nach Luzern ausgeschafft werden. Seine Häscher ignorieren die blinkende Sturmwarnung am Vierwaldstättersee und fahren mit ihrem Motorboot los. Der Sturm kommt, und an der Tellsplatte kommt für Willi die grosse Chance zur Flucht.

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bild: watson/wikipedia

Nach geglückter Flucht geht Willi nach Küssnacht und startet im IT-Business durch. Nachdem Stauffacher ihm kompromittierende Mails von Gessler zuspielt, veröffentlicht Tell diese auf seiner Website Willileaks. Kurz darauf muss Gessler unter öffentlichem Druck zurücktreten.

Nach all diesem Stress braucht Tell erst mal einen Kaffee.

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bild: watson/shutterstock

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bonnehome 01.08.2016 14:14
    Highlight Highlight 😂😂😂😂😂😂😂😂😂😄😄😄😄😄😄😄😄😄
  • bilbo 01.08.2016 11:54
    Highlight Highlight "In diese hohle Tasse muss er kommen!" 👏😃😃
    • zettie94 01.08.2016 14:08
      Highlight Highlight Sicher, dass der Willi ein Guter war?
      Ich empfehle zu diesem Thema: "Wilhelm Tell für die Schule" von Max Frisch. Sehr amüsant zu lesen und eine etwas andere Sicht auf die Tell-Sage.
    • Anam.Cara 02.08.2016 19:43
      Highlight Highlight @Ben88: genau dieses Dilemma hatte Schiller auch. Er musste (auch gegenüber den Herrschern bei ihm zuhause) erklären, warum Tell ein Held und kein Verbrecher ist.
      Deshalb gibt es die "Parricida"-Szene, bei der Johann Parricida von Schwaben bei Tell Schutz sucht und seinen Mord (wegen eines verweigerten Erbes) mit der Tat von Tell vergleicht. Tell schickt ihn wieder fort.
      Diese Szene wird in der Schweiz allerdings nur selten gespielt.
      http://www.friedrich-schiller-archiv.de/charakterisierung/tell-figuren/charakterisierung-herzog-johann-von-schwaben-aus-schillers-wilhelm-tell/

  • birdybird 01.08.2016 11:03
    Highlight Highlight Aaah danke ich habe herrlich gelacht 😂
  • Dekiii 01.08.2016 10:16
    Highlight Highlight Hahahah made my day! 😂
  • Splinter 01.08.2016 10:05
    Highlight Highlight Sehr gut😂 selten so gelacht über schweizer Geschichte
    • wololowarlord 01.08.2016 13:16
      Highlight Highlight "geschichte" ;)
    • Sir Jonathan Ive 01.08.2016 14:02
      Highlight Highlight @Splinter
      Eine Legende ist nicht Geschichte. Aber wir verstehen was du meinst.
  • Luca Brasi 01.08.2016 09:14
    Highlight Highlight Haha. So stell ich mir den modernen Mythos vor. Und die 3 Aightgenossen treffen sich in einer szenigen Bar und machen die Brofist füreinander.
    • Anam.Cara 02.08.2016 19:50
      Highlight Highlight Ja, nämlich ein Zürcher (vom Stauffacher), der Duke (eigentlich heisst er Fürst) und der DJ Melk vom Tal.
      "Wir wollen sein ein einig Team von Hipstern" usw.

Ungeschriebene Gesetze des Alltags – wer sie nicht befolgt, ist ein Twat

Höflichkeit, Freundlichkeit, Menschlichkeit und – vor allem – Common Sense diktieren:

Im ÖV, bei einem Lift, usw. Darf man als gesunden Menschenverstand kategorisieren. Und doch klappt's erstaunlich schlecht.

Toggi hat dies letzthin bestens erklärt:

Sei kein Dummy.

Du bist nicht alleine auf der Welt. Nur weil du keine Eile hast, heisst das nicht, dass du anderen ihr Fortkommen behindern sollst. Es gibt einen Grund, weshalb in Millionenstädten die Rolltreppen-Regel befolgt wird. Würde man das nicht tun, bräche die ÖV-Infrastruktur im Nu zusammen.

Weder die Chat-History noch die …

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