Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Seit Anfang 2018 steht die Stiefkindadoption gleichgeschlechtigen Paaren offen. symbolbild. shutterstock.com

Kinder dürfen jetzt offiziell zwei Papis oder zwei Mamis haben – Stiefkind-Adoption boomt

Seit wenigen Monaten gibt es in der Schweiz Kinder, die auf dem Papier zwei Väter oder zwei Mütter haben. Möglich machen es Samenspender, Leihmütter – und eine Änderung des Adoptionsrechts. Bei den Kantonen gingen in den letzten Monaten Dutzende Gesuche ein.



Es geht vorwärts mit der «Ehe für alle»: Schwule und Lesben sollen in der Schweiz künftig heiraten und Kinder adoptieren dürfen. Das hat die Rechtskommission des Nationalrats am Freitag entschieden.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits getan: Seit diesem Jahr gibt es in der Schweiz Familien, in denen die Kinder offiziell zwei Mütter oder zwei Väter haben. Möglich macht es eine Änderung des Adoptionsrechts, die am 1. Januar in Kraft getreten ist. Seither steht gleichgeschlechtlichen Paaren die Stiefkindadoption offen.

Wie watson-Recherchen zeigen, wird die Möglichkeit rege genutzt. Seit Anfang Jahr sind bei den zuständigen Behörden bereits Dutzende Gesuche eingegangen. Oft stammen sie von Lesbenpaaren, die sich ihren Kinderwunsch mithilfe eines Samenspenders erfüllt haben. Bisher wurde nur die Frau, die das Kind ausgetragen hatte, als Mutter anerkannt. Neu kann ihre Partnerin das Kind unter bestimmten Voraussetzungen adoptieren. Dadurch erhält auch sie alle elterlichen Rechte und Pflichten.

Vatersein ist nun ebenfalls im Doppel möglich: Bei Männerpaaren geht es oftmals um Babys, die von einer Leihmutter im Ausland geboren wurden. Obwohl es sich um eine rechtliche Grauzone handelt – Leihmutterschaft ist in der Schweiz illegal – muss der biologische Vater des Kindes in der Schweiz als Elternteil anerkannt werden. Das haben der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Bundesgericht entschieden. Adoptiert nun der Lebenspartner des anerkannten Vaters das Kind, wird er als zweiter Vater im Personenstandsregister eingetragen.

Gesuche halten Kantone auf Trab

Allein im Kanton Bern gingen seit Anfang Jahr 45 Gesuche für Stiefkindadoptionen ein, 31 davon stammen von gleichgeschlechtlichen Paaren. Zwei der Kinder wurden von einer Leihmutter geboren. In der Stadt Zürich gingen 13 Gesuche ein, wovon acht von Lesben- und zwei von Schwulenpaaren stammen. Auf dem restlichen Kantonsgebiet waren es 22 Gesuche, wobei sich die Behörden hier über die sexuelle Orientierung der Antragssteller ausschweigen.

Auch andere Kantone, etwa St. Gallen, Basel oder Luzern, bearbeiten derzeit zahlreiche Adoptionsanträge von gleichgeschlechtlichen Paaren, wie die zuständigen Stellen auf Anfrage bestätigen.

Auf dem Internetportal des Dachverbands «Regenbogenfamilien» berichten bereits mehrere Familien von erfolgreichen Stiefkindadoptionen. So liessen Tanja und Danielle im April die Champagnerkorken knallen, als sie den positiven Bescheid (und eine Rechnung über 1647 Franken) erhielten. Seither sind die Frauen im Zivilstandsregister als Mütter zweier Kinder eingetragen, die mittels Samenspende im Ausland gezeugt wurden.

«Je nach Ausgangslage stellt sich die Frage, inwiefern der genetische Spender im Adoptionsprozess mitwirken muss.»

Maria von Känel, Dachverband Regenbogenfamilien

Maria von Känel, die Geschäftsführerin des Dachverbands Regenbogenfamilien, hat seit der Gesetzesrevision Anfang Jahr bereits vielen frischgebackenen Familien gratuliert. Die meisten Rückmeldungen seien positiv, auch wenn nicht alle 26 Kantone das Adoptionsverfahren gleich speditiv abwickelten: «Während der Prozess mancherorts in drei Monaten über die Bühne geht, sind in anderen Kantonen sechs bis neun Monate oder mehr nötig. In allen Kantonen braucht es eine Vielzahl an Dokumenten und Unterlagen.»

Von Känel räumt allerdings ein, dass auch die Fälle sehr unterschiedlich gelagert sind. Manche Lesben zeugen Kinder mittels Samenspenden aus dem Ausland, dabei sind die Spender teilweise bekannt, teilweise anonym. In anderen Fällen ist der Spender ein Mann aus dem Bekanntenkreis. Seltener geht es auch um Kinder aus früheren heterosexuellen Beziehungen. «Je nach Ausgangslage stellt sich die Frage, inwiefern der genetische Spender im Adoptionsprozess mitwirken muss.»

«Viele unserer Klienten haben lange darauf gewartet, dass sie ihre Kinder rechtlich absichern können, und dass diese mit der Adoption endlich auch zwei Eltern haben.»

Karin Hochl, Anwältin

Diese Fragen treiben derzeit auch Karin Hochl um. Sie ist als Anwältin im Kanton Zürich auf die Bereiche Leihmutterschaft und Familienplanung gleichgeschlechtlicher Paare spezialisiert. Seit Anfang Jahr hat sie alle Hände voll zu tun mit Anfragen im Bereich der Stiefkindadoption. «Viele unserer Klienten haben lange darauf gewartet, dass sie ihre Kinder rechtlich absichern können, und dass diese mit der Adoption endlich auch zwei Eltern haben», so Hochl.

Denn: Bisher hatten die Kinder in solchen Konstellationen in der Regel nur einen rechtlichen  Vertreter – «das ist problematisch». Stirbt ein Elternteil oder trennen sich die Eltern vor der Adoption, hat das Kind gegenüber dem sogenannten Co-Elternteil keinen Anspruch auf Unterhalt oder Erbe. Auch die Fragen des Sorgerechts sind laut Hochl kritisch: Verstirbt der biologische Elternteil, ist nicht gesichert, dass das Kind weiterhin beim anderen Elternteil leben und aufwachsen kann.

Prominente Väter sprechen über ihre Leihmutterbabys

Fachpersonen schätzen, dass in der Schweiz bis zu 30’000 Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen. Genaue Zahlen existieren nicht. Auch wie viele Kinder jährlich in die Schweiz kommen, die im Ausland von einer Leihmutter geboren wurden, ist unklar. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl im zwei- bis dreistelligen Bereich bewegen dürfte – Tendenz steigend.

Mit dem Zürcher CVP-Politiker Markus Hungerbühler und dem TV-Journalisten David Karasek sprachen jüngst zwei prominente Schweizer offen darüber, wie sie Väter von Leihmutterbabys wurden. Anwältin Hochl erhält wöchentlich mehrere Anfragen von Paaren, die sich mithilfe einer Samenspende oder einer Leihmutter ihren Kinderwunsch erfüllen wollen oder dies bereits getan haben.

Unter den Paaren, die eine Leihmutterschaft beabsichtigen, seien neben homosexuellen auch sehr viele heterosexuelle Paare, die aus medizinischen Gründen keinen Nachwuchs haben können, betont Hochl. Vom neuen Adoptionsrecht profitieren auch diese Paare teilweise: Konnten Stiefkinder früher nur im Rahmen einer mindestens fünf Jahre dauernden Ehe adoptiert werden, steht die Möglichkeit jetzt auch unverheirateten Paaren offen, sofern sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen.

Wie die watson-Recherche zeigt, sind derzeit in mehreren Kantonen auch Gesuche von heterosexuellen Paaren hängig, die das Kind einer Leihmutter adoptieren wollen. 

Gegner sprechen von «Salamitaktik»

Die Gesetzesänderung sei zwar ein wichtiger Schritt, sagt Hochl. Stiefkindadoptionen seien aber oft mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden. Die angefragten Kantone beziffern die Kosten auf 600 bis 3000 Franken. Problematisch sind aus Sicht der Anwältin auch die lange Verfahrensdauer sowie das Risiko, dass die Adoption nicht bewilligt wird.

Aus ihrer Sicht wäre zum Schutz der Kinder notwendig, dass lesbische Paare von Geburt gemeinsam rechtliche Eltern sein können. Kinder, die im Ausland von einer Leihmutter geboren wurden, müssten direkt anerkannt und im Personenstandsregister eingetragen werden, fordert Hochl. Letzteres hatte das Bundesgericht 2015 in einem Grundsatzentscheid abgelehnt.

Auch für Maria von Känel vom Verband der Regenbogenfamilien taugt die heutige Regelung nur als Zwischenlösung. «Solange keine Kindes-Anerkennung bei Geburt möglich ist und gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz keinen Zugang zu Volladoption und Reproduktionsmedizin haben, besteht eine nicht akzeptable Diskriminierung», findet sie. Die Schwulenorganisation Pink Cross ist bereits letzten November mit einem entsprechenden Forderungskatalog an die Öffentlichkeit gelangt.

Damit tritt ein, was die Gegner der Stiefkindadoption befürchtet hatten. Von einer «Salamitaktik» sprach SVP-Nationalrat Andreas Glarner während der Parlamentsdebatte im Frühjahr 2016. Und CVP-Ständerat Beat Rieder warnte: «Es gibt keine stichhaltigen Argumente dafür, dass bei einer Annahme der vorliegenden Stiefkindadoption nicht auch die gemeinschaftliche Adoption eingeführt werden könnte.»

Dass diese «Büchse der Pandora» geöffnet wird, wollte auch ein Komitee aus JSVP-, SVP- und EDU-Vertretern verhindern. Ihr Referendum scheiterte jedoch im Sammelstadium.

Diese Frauen haben einander mit Heiratsanträgen überrascht

Play Icon

Video: watson

Schwulen-Rodeo: Bullenreiten mit Botschaft

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Diese Schweizer TV-Box macht dem Streit um Replay-TV ein Ende

Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Link to Article

27 Witze, die jeden Nerd zum Schmunzeln bringen

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Link to Article

5 Hashtags, die viral gingen und tatsächlich etwas verändert haben

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Vormarsch der Demokraten: Es gab doch eine «Blaue Welle» bei den Midterms

Link to Article

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

69
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Borki 10.07.2018 13:14
    Highlight Highlight Die Stiefkind-Adoption finde ich wichtig und richtig. Bei der vollen Adoption bin ich noch sehr skeptisch.
    Kann mir jemand seriöse, nicht tendenziöse Grundlagen ( Langzeitstudien, Meinungen von renommierten Kinderpsychologen) nennen, damit ich bei der nächsten Abstimmung nicht auf mein konservatives Bauchgefühl hören muss?
    24 45 Melden
    • Blutgrätscher 10.07.2018 14:42
      Highlight Highlight Kannst du mir erklären, was dir genau Sorgen bereitet?
      Erstens verstehe ich nicht ganz, weshalb zwei Mütter/Väter schlechter sein sollen als Mutter/Vater
      Zweitens gibts es ja genügend Kinder, die nur eine/n Mutter/Vater haben (was mMn klar schlechter ist) und dort mischt sich der Staat ja auch nicht ein.
      71 28 Melden
    • tychi 10.07.2018 15:53
      Highlight Highlight @Borki
      Ich kann dir gerne einige Quellen nennen:
      Deutsches Ärzteblatt: www.aerzteblatt.de/092004

      oder:
      Marina Rupp, Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

      oder: Evelyne Nay (Universität Basel) in ihrem Bericht Forschungeergebnisse zu Regenbogenfamilien, 2011: "Zusammenfassend für verschiedene Untersuchungsergebnisse, darunter Langzeitstudien aus den USA, kann festgehalten werden: Die Kinder mit einem oder mehreren homosexuellen Elternteilen entwickeln sich nicht anders als Kinder mit heterosexuellen Eltern."
      50 8 Melden
    • Borki 10.07.2018 18:02
      Highlight Highlight @Blutgrätscher: Ich bin mir nicht sicher, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, dass Kinder aus Regenbogenfamilien diskriminierungsfrei aufwachsen können. Kinder können recht fiese Mobber sein gegenüber "anderen", und wenn sie dann noch von einem homophoben Elternhaus unterstützt werden, wirds übel.
      Und mein jetziges Bauchgefühl (deshalb fragte ich ja nach Fakten) sagt mir auch, dass es für die meisten meistens am besten ist, in einer klassischen Familie mit Mutter und Vater aufzuwachsen.

      @tychi: Danke, werde mich bei Gelegenheit einlesen!
      18 35 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zwerg Zwack 10.07.2018 11:11
    Highlight Highlight Finde ich super, diese Entwicklung!

    Ich habe aber eine Frage an watson: Es gibt doch sicher viele, welche diese Entwicklung nicht befürworten. Wieso gibt es hier keine negativen Kommentare? Wie stark zensiert watson "andere" Meinungen zu diesem Thema?
    37 19 Melden
    • Richu 10.07.2018 14:52
      Highlight Highlight Habe zu diesem Thema keine Stellung genommen, aber generell habe ich aufgrund meiner teilweise doch sehr kritischen Kommentare das Gefühl, dass Watson glücklicherweise sehr wenig zensiert!
      Aus meiner Sicht zensiert SRF an meisten Kommentare auf ihrer news Seite im Internet. Da werden verbreitete Lügen von gewissen SRF-Journalisten "geschützt"!
      19 12 Melden
    • Demo78 10.07.2018 15:03
      Highlight Highlight Naja die Watson Leserschaft ist ja meist Liberal und für die rechten Populisten unter den Lesern das Thema zu komplex vielleicht?
      Ich selber auch Liberal, habe tatsächlich Bedenken in dieser Entwicklung. Kinder zu haben wird zum Konsumgut reduziert.
      Es gibt kein Grundrecht auf Kinder zu haben.
      Bin selber Hetero fast 40 und Kinderlos.
      32 35 Melden
    • Ms. Song 10.07.2018 16:07
      Highlight Highlight @Demo78
      dann müsste man aber auch hetero Paare von Adoptionen und der Reproduktionsmedizin ausschliessen. Ich verstehe Deinen Ansatz absolut, aber dann müsste man es konsequenterweise ganz durchziehen.
      41 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bastian Zuberbuehler 10.07.2018 10:55
    Highlight Highlight Aus (meines Wissens) gut unterrichteter Quelle "weiss" ich, dass die Rechtskommission des NR lediglich mit 14:11 Stimmen grünes Licht dafür gegeben hat zu prüfen, welche Teile von Gesetzen und Verordnungen geändert werden müssTen, falls die Ehe für alle kommt. Nach grünem Licht für die Ehe für alle klingt das noch nicht in meinen Ohren. Weiss da jemand mehr dazu?
    24 3 Melden
  • Queershnitt 10.07.2018 10:48
    Highlight Highlight Eine Facette dieser Geschichte wurde hier gar nicht beleuchtet. Es geht es nicht nur um die neu gezeugten Kindern in Homopartnerschaften. Auch bereits gezeugte Kinder aus vorherigen, heterosexuellen Beziehungen, können nun von der neuen Partnerin / des neuen Partners anerkannt werden. Der grösste Durchbruch!
    43 24 Melden
    • Saraina 10.07.2018 18:35
      Highlight Highlight Sicher? Wenn der Vater/die Mutter verstorben ist sicher. Aber öffnet sich hier möglicherweise ein neuer Abgrund in Obhutsstreitigkeiten?
      5 2 Melden
    • Queershnitt 11.07.2018 08:21
      Highlight Highlight Ist das alleinige Sorgerecht vorhanden, dann ja. Es gibt genug Kinder, die so aufwachsen.
      0 0 Melden
    • Saraina 11.07.2018 11:07
      Highlight Highlight Zwischen Sorgerecht und Adoption besteht ein gewaltiger Unterschied! Das Kind beerbt den nicht sorgeberechtigten Elternteil, dieser ist immer noch mit ihm verwandt, er/sie ist dem Kind bekannt.
      Für eine Adoption müssen die Eltern ihre Verwandschaftsbindung aufgeben, das Kind wird dann auch nicht erben, und beide, Eltern wie Kind wissen nichts mehr voneinander. Ich denke nicht, dass man den nicht sorgeberechtigten Elternteil zwingen kann, sein Kind zur Adoption freizugeben.
      2 1 Melden
  • Schreimschrum 10.07.2018 10:27
    Highlight Highlight ENDLICH. wird auch zeit! Genauso gute Eltern wie alle anderen! Allerdings, bitte adoptiert doch anstatt noch mehr Menschen auf diesen bereits überbevölkerten Planeten zu setzen! Ist ein Apell an alle, nicht nur Homo-Paare!
    66 52 Melden
    • Ms. Song 10.07.2018 12:18
      Highlight Highlight Wir reden hier nicht davon ein Kätzchen aus dem Tierheim zu holen.In der Schweiz ist es extrem schwierig ein Kind zu adoptieren.Es gibt fast keine Kinder, die zur Adoption stehen.Zum Glück findet man meistens eine andere Lösung.Adoptionen aus anderen Ländern sind sehr fragwürdig. Viele Länder haben Auslandsadoptionen zu recht verboten. Zu viele haben sich Kinder von armen Leuten gekauft und aus ihrem Kulturkreis gerissen. Es ist auch nicht einfach, ein fremdes Kind grosszuziehen. Daher wäre die Leihmutterschaft eine Alternative für viele kinderlose Paare jeglicher Sexualität.
      41 26 Melden
    • Schreimschrum 10.07.2018 13:23
      Highlight Highlight Gut da gebe ich Ihnen auch wieder recht. Die Hürden für Adoptionen runtersetzen ist das nächste das wir angehen sollen.
      6 18 Melden
    • EvilBetty 10.07.2018 14:57
      Highlight Highlight Schreimschrum: ob das eine gute Idee ist weiss ich nicht so recht...
      14 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • bro heng mal :) 10.07.2018 09:55
    Highlight Highlight 2018 und in der Schweiz können gleichgeschlechtliche Paare noch nicht heiraten.. jaja, moderne Schweiz my ass! schämen sollte sich die Schweiz.
    112 60 Melden
    • Derpsie 10.07.2018 12:14
      Highlight Highlight Naja... *starrt aufs Frauenstimmrecht*

      Die Schweiz ist nun mal extrem langsam. Ich hoffe mal das es nicht über 60 Jahre dauern wird >_>
      49 18 Melden
    • Baccara - Team Nicole 11.07.2018 08:39
      Highlight Highlight hä - versteh ich nicht. Eingetragene Partnerschaft?
      1 10 Melden
    • bro heng mal :) 11.07.2018 11:55
      Highlight Highlight du verstehst es wirklich nicht. :(
      3 0 Melden
  • Piri 10.07.2018 09:35
    Highlight Highlight Seine Identität nicht zu kennen, kann einen Menschen in eine Lebenskrise führen (ich kenne meinen Vater nicht, hatte aber einen Adoptivvater) ich weiss, wovon ich spreche! Aber Hauptsache jeder kann sein Ego durchziehen, auch wenn es die Natur nicht vorgesehen hat! Wir greifen so stark in die Natur ein in so vielen Beteichen einfach weil der Mensch ein solcher Egoist ist. Ja die Natur wird sich rächen. Mir tun alle diese Kinder leid, die mit Identitätsproblemen irgendwann zu kämpfen haben und die kommen irgendwann...!
    83 156 Melden
    • grumpy_af 10.07.2018 10:19
      Highlight Highlight Man kann nicht von sich auf andere schliessen. Deine Klammer ist kein Argument, anekdotische Erlebnisse tragen nucht zu einer objektiven Diskussion bei. Ich kenne meinen Vater nicht und habe keinen Adoptivvater, nur einen Stiefvater mit dem ich ein schlechtes Verhältnis habe. Trotzdem keine Spur von Identitätskrise.
      103 45 Melden
    • bro heng mal :) 10.07.2018 10:30
      Highlight Highlight immerhin sind die Kinder bei den (gleichgeschlechtichen) adoptiveltern gewollt und werden geliebt... macht schon viel aus ;)
      102 40 Melden
    • Liselote Meier 10.07.2018 10:50
      Highlight Highlight Blödsinn. In der Natur gibt es verschiedenste Variationen der Brutfürsorge auch die gleichgeschlechtliche Brutfürsorge z.B. Flamingos oder Schwäne kommt es häufig vor.

      Ein Staat, Religion, eine Heirat usw. sind hingegen nicht Natürlich sondern Kultur vom Mensch erschaffen.
      89 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tikvaw 10.07.2018 09:10
    Highlight Highlight In der Büchse der Pandora befand sich nach moderner Auffassung, alles Böse und Übel der Welt.

    JSVP-Vizepräsident Jean-Philippe Gay-Fraret sollte sich schämen, dieses Thema so zu bezeichnen. Man kann auch auf "anständige" Weise dagegen politisieren.
    85 24 Melden
    • DerSimu 10.07.2018 09:21
      Highlight Highlight Was die JSVP sagt kann man ignorieren. Da kommt nur regelmässig derselbe Bockmist, wie von der JUSO.
      77 27 Melden
  • Chris Olive 10.07.2018 08:57
    Highlight Highlight Süsses Symbolbild. :D

    Ein Hoch auf die Familie. In all den möglichen Formen.
    162 68 Melden
  • DerSimu 10.07.2018 08:35
    Highlight Highlight Wird auch langsam Zeit!

    Aber eben, wenn der Weltuntergang kommt, sind wirbin der Schweiz vorerst sicher, hier passiert alles erst 15 Jahre später
    210 91 Melden
    • Chris Olive 10.07.2018 09:17
      Highlight Highlight Ja der Weg über die Alpen braucht eben seine Zeit. ^_^
      59 9 Melden
    • majortom79 10.07.2018 21:01
      Highlight Highlight You made my day 😂
      6 2 Melden
  • Ferranya 10.07.2018 08:34
    Highlight Highlight Ich finde homo-paare sollten die selben rechte wie hetero-paare haben, egal obs ums heiraten geht oder adoptieren oder oder oder!!!
    297 94 Melden
    • Saraina 10.07.2018 13:14
      Highlight Highlight Nun haben Lesben und homosexuelle Männer nicht die selben Voraussetzungen. Eine Frau kann sich ganz legal mit einer Samenspende befruchten, Männer sind notwendigerweise auf eine Leihmutter angewiesen. Leihmutterschaft ist aber verboten, und die Leihmütter tragen die Kinder nicht aus schierer Freundlichkeit aus, sondern aus Not. Zudem gibt es eigentlich auch das Recht des Kindes, seine Mutter resp. seinen Erzeuger kennenzulernen.
      17 4 Melden
    • Nasoplex2001 10.07.2018 16:22
      Highlight Highlight An Alle die geblitzt haben:
      - Willkommen im Jahr 2018
      - Recherchiert bitte gründlich die Menschenrechte
      - Setzt euch mit Diskriminierung auseinander
      - Srudiert die Geschichte von 1933-1945
      - Schaut euch die Tierwelt an
      - Liebe deine Nächsten
      - Hinterfragt eure Denkweise (denn die scheint nicht fortschrittlich zu sein). Fragt euch Bsp. was wäre wenn eure Kinder und Enkelkinder schwul/lesbisch sind/sein werden?
      - Habt euch lieb
      - Egozentrisches Denken ist ein absolutes NOGO!
      16 12 Melden
    • arni99 10.07.2018 17:07
      Highlight Highlight elisha,
      Ich lebe seit über 6 Monaten im 2018
      Was Eltern sein mit Menschenrechten zu tun hat ist mir nicht klar
      Was nicht Eltern sein mit diskriminirung zu tun hat ist mir auch nicht klar
      Du kannst sicher sagen was dieses Thema mit den Nazis zu tun hat
      Nur weil Affen auf Bäumen leben, müssen wir das ja nicht auch
      Bibel Sprüche sind unpassend
      Wenn meine Jungs oder Enkel Schwul/Lesbisch wären, ist es so, aber ich wäre trotzdem dagegen das sie Kinder adoptieren könnten
      Meine Familie und Freunde/Kollegen habe ich lieb
      Ich hinterfrage jetzt nicht wer bei diesem Thema egozentrisches denken hat
      10 19 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Kurz vor der Abstimmung am 25. November lassen die Befürworter des neuen Sozialdetektiv-Gesetzes den Medien Videos von Versicherungsbetrügern zukommen. Diese Weitergabe von Observationsmaterial ist gemäss dem Eidgenössischen Datenschützer «nicht rechtens». Die Gegner der Vorlage sprechen von «sozialer Brandstiftung».

Das von der Aargauer Zeitung veröffentlichte Video zeigt einen Arbeiter, der gelenkig über Baugerüste geht und Wände streicht. Während der Observation arbeitete er teilweise elf Stunden auf einer Baustelle. Dabei litt er gemäss Arztberichten angeblich unter grossen Schmerzen an Schulter, Rücken und Knie und konnte deshalb offiziell lediglich drei Stunden am Tag als Magaziner arbeiten.

Auch Aufnahmen eines arbeitsunfähigen, angeblich sozial isolierten Mannes, der sich gemäss Aussagen …

Artikel lesen
Link to Article