Schweiz
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Frauen demonstrieren im Maerz 1989 in Luzern mit Tranparenten am Internationalen Frauentag. (KEYSTONE/Str)

So geht Feminismus: Frauen in Luzern am internationalen Frauenkampftag 1989. Bild: KEYSTONE

Feminismus als Verkaufsargument: Basteln, Schminken und Striptease am Frauenkampftag

Für den 8. März werben Unternehmen mit Aktionen speziell für Frauen – und reproduzieren dabei Rollenbilder aus den 50er-Jahren.



Spätestens seit der #Metoo-Bewegung kommt niemand mehr um den Feminismus herum. Sogar Modeläden wie H&M verkaufen jetzt T-Shirts mit feministischen Aufdrücken, Miley Cyrus hat sich zur grössten Frauenrechtlerin aller Zeiten erklärt und Karl Lagerfeld (möge er in Frieden ruhen) liess seine Models mit antisexistischen Bannern über den Laufsteg stöckeln. Es ist klar: Der Feminismus ist mitten in der Gesellschaft angekommen.

Dass sich aus Kommerz gut Kapital schlagen lässt, ist eine Binsenwahrheit. In der Agenda von findigen Unternehmern ist darum der kommende Freitag fett in der Agenda markiert. Sie wissen: Der 8. März, internationaler Frauenkampftag, ist eine optimale Gelegenheit, um weibliche Kundschaft zu ködern.

Doch solche Aktionen können ins Auge gehen. So organisiert Orell Füssli, die grösste Buchhandlung der Schweiz, am 8. März die «Nacht der Frau». In vierzehn Filialen in der Deutschschweiz können Frauen ein «vielfältiges Programm» und einen «anregenden und amüsanten Abend» erleben.

Konkret sieht das dann so aus: In der Buchhandlung Stauffacher in Bern beispielsweise können Traumfänger gebastelt und Schmuck gestaltet werden. Im Obergeschoss gibt ein Make-Up-Artist gratis Schmink-Tipps. In der Filiale Meissner in Aarau kocht die Autorin Ursula Furrer aus ihrem Kochbuch «Kochen für Freunde». In der Buchhandlung Zap in Brig ist die ehemalige Bachelorette Frieda Hodel zu Besuch und gibt Gesundheits- und Lifestyle-Tipps. Ausserdem verrät eine Mode-Expertin die Fashiontrends 2019.

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Bei dem Frauenbild, das Orell Füssli mit seinen Veranstaltungen reproduziert, fragt man sich: Was kommt als nächstes? Putztipps für eine strahlende Küche? Oder ein Massagekurs zur Entspannung des hart arbeitenden Ehemannes? In den sozialen Medien erntet die Buchhandlung Spott und Häme.

Mit ihren stereotypen Vorstellungen von Frauenwünschen ist Orell Füssli nicht allein. Am Freitagabend steigen in der ganzen Schweiz zugunsten des Weltfrauentags spezielle Frauenpartys. In der «Mausefalle» in Zürich können Frauen das «goldene Glas Prosecco, das nie leer wird» geniessen.

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Der Club «Hardone» in Zürich lockt Frauen mit einem Gratis-Eintritt, einem gesunden Buffet, Low-Calorie-Drinks und einem geschenkten Goodie Bag an.

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Im Nachbarland Deutschland geht es gar noch expliziter zur Sache. Im Hotel Jembo Park in Jena erwartet die Frauen ein Begrüssungssekt, ein mediterranes Snackbuffet, ein Menstrip und ein DJ.

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Gut gemeint ist das Gegenteil von gut. Bestimmt meint es keiner der Organisatoren der Aktionen böse, sondern will eigentlich den Frauen einen Gefallen machen. Inwiefern die Veranstaltungen feministisch sein sollten und was sie mit dem 8. März am Hut haben, ist wenig nachvollziehbar. Damit es das nächste Jahr etwas besser klappt mit dem Feminismus, hier nun ein paar Tipps:

(sar)

So haben Schweizerinnen das Wahlrecht erworben

abspielen

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Marco Kleiner 08.03.2019 11:37
    Highlight Highlight Es geht am 8. März um Frauenrechte und Gleichberechtigung. Was orell füssli anbietet, hat nichts damit zu tun. Ausser dass OF u.a. Koch-, Bastel- und Make-up-Bücher verkauft, hat das Programm auch nichts mit einer Buchhandlung zu tun. Meine Partnerin und ich wunderten uns schon letztes Jahr darüber!
  • Tscheggsch? 08.03.2019 10:01
    Highlight Highlight Das ist ein Thema, was halt wirklich schwierig zu handeln ist, es wird sowieso falsch gemacht... Wir sollten aber alle nicht vergessen, dass Frauen* den Frauenkampftag auch einfach geniessen dürfen. Wer sich den Frauenkampftag feministischer wünscht, ist eben angehalten, selber was zu tun, und sich nicht bei Orell Füssli Schminktipps geben zu lassen. Dies garantiert dann doch auch die Vielfalt der Aktivitäten dieses Tages. Da läuft ja doch weitaus mehr, als das oben Beschriebene. Gönnen wir den Frauenkampftag denen, die ihn begehen, in welcher Form auch immer!
    • Cédric Wermutstropfen 08.03.2019 15:00
      Highlight Highlight Würdest Du mir erklären was es mit dem Gendersternchen nach Frau auf sich hat? Ich kenne es in anderer Verwendung, bspw. Student*innen. Den Sinn Frauen* zu schreiben verstehe ich jedoch nicht, da es ja explizit um das weibliche Geschlecht geht. Heute habe ich allerdings schon mehrfach Frauen*tag gelesen, kann mir jedoch keinen Reim darauf machen.
    • Eh Doch 08.03.2019 16:06
      Highlight Highlight Ich kläre dich gerne auf Cedric
      Es spiegelt die
      Heterogenität der Frauen* und LTIQ+ (Lesben, Trans, Inter, Genderqueer+) in den
      Kollektiven wieder. Die Frauendemo zB steht für Solidarität aller Formen des Geschlechtes. Dies soll das Sternchen implizieren. Pitte
    • Eh Doch 08.03.2019 16:07
      Highlight Highlight @Tscheggsh
      Da bin ich ganz bei dir.
      Und wie da noch weitaus mehr läuft :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 08.03.2019 09:34
    Highlight Highlight Es wäre mal an der Zeit, dass die wahren Feministinnen aufstehen!
    Gleiche Rechte = Gleiche Pflichten!

    Viele Frauen, in meinem Umfeld, finden die Wehrpflicht gehört endlich auf alle ausgeweitet oder abgeschaft (viel Glück dabei).

    Die Scheidungs-, Vorsorge-, Unterhalts- und Kinderthematik soll endlich mal 100% fair geklärt werden. Gleiches Pensionierungsalter u. Vaterschaftsurlaub auch so eine Thematik.

    Das Bundesamt für Statistik soll endlich mal anständige Statistiken zum Lohnunterschied produzieren, wie von der HSG aufgezeigt wird, ist die jetzige eine absolute Katastrophe.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:46
      Highlight Highlight JAWOHL!
    • Todesstern 08.03.2019 15:03
      Highlight Highlight +1 Nicht nur Rosinen picken.
    • Eh Doch 08.03.2019 16:10
      Highlight Highlight Demos heute und morgen, falls jemand "aufstehen" möchte
  • Cédric Wermutstropfen 08.03.2019 09:25
    Highlight Highlight „Es gibt Frauen, die nicht gerne kochen.“ Mit diesem Argument dürfte man aber gar nichts mehr anbieten, denn es gibt immer eine, die etwas spezifisches nicht mag. Zudem kochen viele Frauen eben doch gerne oder interessieren sich für Make-up. Das Angebot sollte einer Mehrheit von Frauen gefallen und nicht den Feministen. Diese haben neuerdings das Gefühl allen Frauen ihr Rollenbild oktroyieren zu dürfen oder gar die moralische Pflicht zu haben, dies zu müssen. Das ist antifeministisch und genau das sind die selbstbezeichneten modernen Feministen in meinen Augen auch.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:38
      Highlight Highlight Dann verstehst du den Sinn des Frauentags aber nicht wirklich.
      Dabei geht es nicht darum Dinge anzubieten die typisch Frauen mögen können sondern es geht grundsätzlich um die Frau im Kontext ihrer Umwelt. Es geht dabei sicher um wichtigere Dinge als Schmiktipps etc. Bei Orell Füssli zB könnte man die Thematik auf weibliche Schriftstellerinnen legen zB
    • Cédric Wermutstropfen 08.03.2019 14:49
      Highlight Highlight Es geht um die Selbstbestimmtheit der Frau. Wenn jetzt aber viele moderne Frauen genau das wollen, was ihnen die klassischen Rollenbilder vorleben, dann ist das ihre freie Entscheidung und nicht vom bösen „Patriarchat“ auferzwungen.
    • Eh Doch 08.03.2019 15:59
      Highlight Highlight Natürlich ist es eine "freie" Entscheidung.
      Niemand hat was vom Patriarchat gesagt heieieiii.
      Im Rahmen und als Oberthema des Frauentages sollten ganz einfach keine Konsumangebote wie obiges Beispiel gemacht werden. An jedem anderen Tag und zu jedem anderen Oberthema, aber nicht als Scheinmäntelchen von Selbstbestimmtheit der Frau, recht scheinheilig.
      Darum geht die Diskussion.
      Also nix da "böses Patriarchat" ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheRealSnakePlissken 08.03.2019 08:32
    Highlight Highlight Die gleiche Kommerz-💩 wie diese „Men‘s World“-Events mit Whisky-Degustationen, Game-Brillen aufsetzen und ähnlichem Gugus.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:47
      Highlight Highlight Es geht nur um Konsum, dabei wird noch schön auf den Rollenbildern rumgeritten
    • Juliet Bravo 08.03.2019 13:34
      Highlight Highlight Im Grunde genommen schon. Aber die Men‘s World bedient ja gerade diese Kunschaft und spielt mit diesen Klischees - da sehe ich kein Problem. Orell-Füssli Ist nun aber ein Verleger und Büchhändler - da hätte ich einfach etwas mehr intellektuelle „Substanz“ erwartet. Es wäre ja sogar viel einträglicher gewesen, z.B. Autorinnen einzuladen, Lesungen und Buchbesprechungen abzuhalten. Da hätte man ja sogar Bücher verkauft. Durchaus mit einem Glas Prosecco😉
    • Eh Doch 08.03.2019 16:00
      Highlight Highlight Absolut Juliet
  • PostFinance-Arena 08.03.2019 08:25
    Highlight Highlight Es geht mir sowas von auf die Nerven, dieses ewige "nicht alle sind so"!!

    Es ist nunmal einfach so, dass sich ein Grossteil der Frauen für Schminken, Prosecco, Kochen, etc. interessiert.

    Auf der anderen Seite kann auch niemand abstreiten, dass sich ein Grossteil der Männer mit Autos (kann ich persönlich nix damit anfangen), Fussball, Bier, etc. beschäftigt.

    Ich verstehe einfach nicht, wo das Problem dabei liegt, wenn man dies auch so ausspricht. Das bedeutet ja nicht, dass alles andere falsch ist. Aber ist einfach so, dass es in der Tendenz Hobbies für Männer und Hobbies für Frauen gibt.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:48
      Highlight Highlight Ganz einfach.
      Es geht um die Zementierung und Reproduzierung von Rollenklischees. Und damit kommen wir einfach als Gesellschaft nicht weiter
    • Cédric Wermutstropfen 08.03.2019 14:53
      Highlight Highlight @Eh Doch: Wenn es den Leuten so passt, dann lasst sie doch. Veränderung ist nicht immer ein Fortschritt oder gar erstrebenswert.
    • Eh Doch 08.03.2019 15:54
      Highlight Highlight Veränderung ist normal und genau das ist biologisch, alles und jeder verändert sich. Utopisch ist alles beim Alten festzuhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Friedhofsgärtner 08.03.2019 08:05
    Highlight Highlight Die Nachfrage wirds schon richten.
  • Züri80 08.03.2019 08:01
    Highlight Highlight Klassische Beispiele von Marketing und den Tag zum Happening zu machen. Was nützt ein Traumfänger, wenn die Frauen weiterhin deutlich weniger als Männer verdienen und in anderen Ländern nichtzur Schule zugelassen sind? Erinnert mich an die Kollegin, die alle Jahre zum Weltfrauentag einen Blumenstrauss vom Mann erhält und sich sehr darüber freut, während ich mir denke: "Moll, danke, nimmi gern als Usglich zum tüüfere Lohn, vilicht sött mer eifach allne Fraue statt e Lohnerhöhig en Blumestruus gä"
    • Eh Doch 08.03.2019 10:39
      Highlight Highlight Zynisch aber ich verstehe dich
    • Stinkender Wookie 08.03.2019 15:39
      Highlight Highlight @züri80, aber das ist doch mit allem so. Egal ob Ostern, Weihnachten, 1. Mai, Muttertag oder 1. August; alles wir zum Happening gemacht. Das ist halt einfach Kapitalismus. Ich denke man muss das Problem bei der Wurzel packen und nicht sich darüber aufregen, dass jemand am Tag der Frau gratis Prosecco verteil...
  • Toerpe Zwerg 08.03.2019 07:58
    Highlight Highlight Die Umkehrung des Stereotyps wird zum feministisch korrekten Zwang und ist im Endeffekt selber bloss ein Überholtes Rollenbild.

    Der Rollen sind viele und der Bilder dazu auch. Sucht euch einfach für euch passende und fühlt euch wohl damit.

    Ich mein, so ist "Feminismus" einfach ein verkrampfter Murks.
    • pixelqueen 08.03.2019 08:46
      Highlight Highlight Es geht nicht um die Umkehrung von Rollen, sondern das aufbrechen dieser. Jede Person, egal ob Mann oder Frau, sollen ihre Rolle selbst wählen können.

      Ob Hausfrau, Handwerkerin, Manager, oder Kindergärtner, Pfleger, Investmentbanker.

      Und ja, das dürfen alle jetzt schon. Es wird den "Exoten" aber nicht leicht gemacht. Und mit solchen Klischeeaktionen werden halt klassische Rollenbilder gestärkt.
  • malina2 08.03.2019 07:04
    Highlight Highlight Das Problem ist aus meiner Sicht, dass Feminismus heute nur im Internet statt findet und eigentlich nur sehr sehr wenige Frauen wirklich feministisch sind. Der grosse Rest ausserhalb der sozialen Medien trinkt eben gerne Prosecco und findet es gut, dass es noch echte Männer gibt, die eine Familie ernähren können/wollen und das Gurkenglas ohne sichtbare Mühe aufmachen können.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:40
      Highlight Highlight Das kann man so pauschal nicht behaupten, kommt drauf an in welcher bubble du lebst
  • Lioness 08.03.2019 06:57
    Highlight Highlight Frauen (genau wie Männer) sind halt jede für sich einzigartig. Ich liebe es zu Handwerken aber auch zu Stricken, Koche nicht gerne, Backe dafür leidenschaftlich. Frauenklisches am Frauenkampftag zu bedienen ist einfach zu kurz gedacht.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:40
      Highlight Highlight Sagen wir es so;
      Es isch eifach billig
  • Todesstern 08.03.2019 00:46
    Highlight Highlight Jetzt darf jede die Primzessin sein wie versprochen wurde. Das Leben ist kein Ponyhof, gewöhnt euch dran.
  • Nik G. 07.03.2019 22:58
    Highlight Highlight Traumfänger basteln?! Ernsthaft? Ich möchte auch an einen Kochkurs! Gibts auch so ein Kochkurs am Tag der Männer?
    • Friedhofsgärtner 08.03.2019 08:07
      Highlight Highlight Ja. Heisst aber Migrosklubschule.
    • Todesstern 08.03.2019 15:00
      Highlight Highlight Der Kurs kostet aber was...😁
  • Bündn0r 07.03.2019 22:42
    Highlight Highlight Sind wir ehrlich: Ein Grossteil der Frauen fühlt sich dabei zumindest teilweise angesprochen.

    Männer kommen auch zu Fussball, Grillen, Bier und Brüste. So sexistisch und verallgemeinernd dies auch immer sein mag. Fast alle von uns stehen auf min 3/4 dieser Sachen.

    Ps: Ich hasse Fussball auch. Ich verstehe Frauen, die nicht alles mögen so zumindest teilweise.
  • locin 07.03.2019 21:28
    Highlight Highlight Ich verstehe den Artikel und bin auch gegen diese Rollenbilder. Aber sollten sie nun Handwerkerkurse anbieten?

    Für mich stellt sich genell eine Frage zum Thema. Vielleicht hat jemand eine Antowrt.

    Was ist rein von der Biologie her, von der Natur her typisch Mann, typisch Frau? Ich meine, was machen Frauen wirklich gern, weil sie es von sich aus wollen, und was machen sie bloss, weil es Ihnen die Gesellschaft seit Jahrhunderten vorschreibt (Rollembild)?

    Z.B. Geburt und gebären und co. kann rein biologisch gesehen nie zu einem Männerthema werden.

    Ich hoffe, meine Frage ist verständlich.
    • Naga 07.03.2019 23:35
      Highlight Highlight Also ich fänds scho super, wenn einer Buchhandlung noch was spannenderes zu diesem Tag einfallen würde, als Schminktipps oder Traumfänger zu basteln.
      Gegenfrage: Was machen Männer (biologisch) gern?
      Also ich hab darauf keine Antwort, denn jede/r hat andere und vielfältige Interessen, die überhaupt nix mit dem biologischen Geschlecht zu tun haben - zum Glück.
    • Marco Kleiner 08.03.2019 07:29
      Highlight Highlight Lesen Sie den Kommentar von Juliet Bravo. Es geht am 8. März um Frauenrechte und Gleichberechtigung. Was orell füssli anbietet, hat nichts damit zu tun. Ausser dass o f Koch-, Esoterik- und Make-up-Bücher verkauft, hat das Programm auch nichts mit einer Buchhandlung zu tun. Meine Partnerin und ich wunderten uns schon letztes Jahr darüber!
    • Gianini92 08.03.2019 07:49
      Highlight Highlight Ist im Prinzip eine interessante Frage. Bekannt ist, dass einem Lebewesen oft Dinge Spass machen die dem Überleben dienlich sind. Zum Beispiel spielen Kindern gerne Verstecken weil hier eine (ehemals) überlebenswichtige Fähigkeit trainiert wird. Oder viele Menschen Laufen/Rennen gerne, auch hier eigentlich ein Überbleibsel aus der Zeit als Jäger und Sammler. Als letztes Beispiel noch Ballspiele: Hunde und Menschen „jagen“ gerne Bälle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chainsaw-Sarah 07.03.2019 19:56
    Highlight Highlight Es gibt Frauen die nicht gerne kochen! DANKE! Das ist wirklich so!!!
    Ich schraub lieber am Motorrad und / oder Auto!

    Und beimwenn er für mich strippt trinke ich ein gutes Bier!
  • RandyRant 07.03.2019 19:45
    Highlight Highlight Das trifft schon auf den "Frauenkampftag" selber zu.
    Konsequenterweise müsste der doch eigentlich so heissen weil an diesem Tag alle Frauen denen Gleichberechtigung so wichtig ist sich beim Rekrutierungszentrum zur Aushebung melden?
    • Eh Doch 08.03.2019 10:45
      Highlight Highlight Und wieder das alltätliche Scheinargument.
      Der Mann soll sich ebenso emanzipieren, dh. zum Beispiel gegen die RS sein wenn er findet das sei ein Kakk
  • Tartaruga 07.03.2019 19:40
    Highlight Highlight Man stelle sich jetzt vor, wie das ankäme wenn es Männer statt Frauen wären bezüglich stripper. No go
  • Juliet Bravo 07.03.2019 19:38
    Highlight Highlight Erstaunlich finde ich, dass das den Verantwortlichen jeweils gar nicht auffällt. Bei Orell-Füssli beispielsweise hätte man doch thematische Lesungen oder Frauenbiographien anbieten können.
    • Malaga 08.03.2019 08:16
      Highlight Highlight Ich haben dem Kundendienst eine Mail geschrieben und bekam als Antwort: "In der Tat zeichnen wir mit unserem Werbeauftritt ein tendenziell klischeehaftes Rollenbild der Frau – jedoch mit einem Augenzwinkern." Naja, ich habe das Augenzwinkern nicht entdecken können, ich finde die ganze Aktion eher peinlich. und weiter ". Das Werbemittel spiegelt das vielfältige Programm an der „Nacht der Frau“, das den Schwerpunkt eher auf Lifestyle-Themen richtet und nur punktuell den politischen und geschichtlichen Charakter des Frauenwelttags aufnimmt." Schade, mich hätte gerade der politische und geschichtliche Aspekt interessiert.
    • Eh Doch 08.03.2019 10:45
      Highlight Highlight Danke Malaga für deinen Einsatz

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