Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Millionenverlust: Bauern können künftig auch ihre Obstkulturen gegen Frost versichern

Die Schweizer Hagel Versicherung reagiert auf die schweren Frostschäden im Frühling: Ab dem 1. Januar 2018 bietet sie auch eine Frostzusatzversicherungen für Obst und Beerenkulturen an. Bisher gab es das nur für Reben.



In einer Mitteilung vom Sonntag bezifferte die Schweizer Hagel Versicherung die Ernteausfälle bei Obst, Beeren und Reben durch die Frostnächte Ende April auf «deutlich über 50 Millionen Franken». Der Schweizer Obstverband hatte im Mai die Schäden allein für die Obstbauern auf über 100 Millionen geschätzt.

Dass die Ausfälle in diesem Jahr ein historisches Ausmass erreichten, darüber sind sich die beiden Organisationen einig: Man müsse bis in die Siebziger- und Achtzigerjahre zurückblicken, «um solch extreme und flächendeckende Frühglingsfröste zu beobachten», schrieb die Versicherung.

Und durch die Klimaerwärmung nehme das Risiko in Zukunft noch zu: Denn wenn sich die Vegetation im Frühling früher entwickle, steige auch die Frostempflindlichkeit.

Deshalb habe man in Absprache mit den Bauern entschieden, eine Frostversicherung für Obst- und Beerenkulturen einzuführen. Sie garantiere den versicherten Produzenten bei Frostschäden im Frühling einen Ertrag von mindestens 55 Prozent.

Unterstützung durch Bund und Kantone

Nach den Ernteverlusten durch die Frostnächte im Frühling entschieden Bund, Kantone und landwirtschaftliche Organisationen, die betroffenen Landwirte mit Betriebshilfen und Investitionskrediten zu unterstützen.

Auch die Stiftung fondssuisse griff den in Notlage geratenen Bauern finanziell unter die Arme. Der Fonds leistet Beiträge an Schäden, die durch nicht vorhersehbare Naturereignisse verursacht werden und für die keine Versicherung abgeschlossen werden kann.

Bisher versicherte die Schweizer Hagel lediglich Rebkulturen gegen Frost – wenn die Besitzer die Versicherung abschliessen. Aber nur etwa fünf Prozent der Weinbauern machten in der Vergangenheit davon Gebrauch. (sda)

Von wegen Wassermelonen müssen immer rund sein

Video: srf/SDA SRF

Pilotprojekt: Bauern stellen Flüchtlinge ein

Das könnte dich auch interessieren:

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

BAG meldet 8616 neue Fälle

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4

EU-Botschafter: Für Livia Leu gibt es nichts zu verhandeln

Die neue Chefunterhändlerin Livia Leu werde am Rahmenabkommen nichts ändern, stellt Petros Mavromichalis klar. Der ehemalige Nachrichtendienstler ist seit September EU-Botschafter in der Schweiz.

Beim Rahmenabkommen gehe es nicht um Personalfragen, sagte der neue EU-Botschafter in der Schweiz, Petros Mavromichalis, am Sonntag im welschen Fernsehen RTS: «Für uns sind die Verhandlungen abgeschlossen. Seit November 2018.» Nachverhandlungen habe man damals explizit ausgeschlossen. Im Klartext: Auch für die neue Schweizer EU-Unterhändlerin Livia Leu gibt es in Brüssel nichts mehr zu holen.

Wenn die Schweiz nach jahrelangen Verhandlungen wieder von vorne beginnen wolle, habe die EU dafür …

Artikel lesen
Link zum Artikel