Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Demonstration von Schuelerinnen und Schuelern in der Zuercher Innenstadt am Freitag, 21. Dezember 2018. In mehreren Schweizer Staedten gehen Schueler am Freitag auf die Strasse. Der Grund: In Sachen Klima soll sich endlich etwas bewegen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Stimmrecht mit 14 Jahren: Soll die Klima-Jugend wählen dürfen?

Mit den Klimaprotesten werden Forderungen nach einem Stimmrecht für Jugendliche laut. Bereits 14-Jährige seien reif genug, sagen Experten.

YANNICK NOCK UND PATRIK MÜLLER / ch media



Etwas haben die Klimaproteste der Schülerinnen und Schüler bereits bewirkt. Sie konnten das Vorurteil widerlegen, dass die junge Generation apolitisch und desinteressiert ist. Und die neue Bewegung gibt einem alten Anliegen Aufschwung: «Die Jugend hat etwas zu sagen und engagiert sich dafür», sagt die Grünen-Nationalrätin Sibel Arslan (BS).

Sibel Arslan, GPS-BS, spricht waehrend der Debatte um den UNO-Migrationspakt im Nationalrat, waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 6. Dezember 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Sibel Arslan Bild: KEYSTONE

Deshalb will sie sich wieder stärker für das Stimmrechtsalter 16 einsetzen. Demokratie bedeute, möglichst alle zu beteiligen, die von Politik betroffen seien. Es gehe darum, die Jungen möglichst früh abzuholen. Schliesslich könnten Teenager problemlos reflektierte Entscheidungen treffen.

Mit dieser Meinung steht Arslan nicht alleine da. Verschiedene Jungparteien, Politologen als auch ehemalige Bundesräte haben sich bereits fürs Wählen ab 16 ausgesprochen. Einen Schritt weiter geht der Jugendforscher Klaus Hurrelmann. «Wie die aktuellen Ereignisse zeigen, ist schon bei den 10- und 12-Jährigen ein politisches Interesse vorhanden», sagt der Berliner Sozialwissenschafter im «Tagesspiegel».

Seiner Meinung nach können junge Leute von diesem Alter an einschätzen, worum es bei einem Thema geht und worauf es bei einer Wahl ankommt. Entscheidend sei deshalb die Urteilsfähigkeit, nicht das Alter. «Ich bin der Auffassung, dass man einen gesellschaftlichen Konsens herstellen könnte, auf 14 Jahre herunterzugehen.»

«Eigentlich sollten schon Kinder ein Stimmrecht haben.»

Irène Kälin Nationalrätin (Grüne/AG)

Die Idee findet auch in der Schweiz Anklang: «Jugendliche, die sich mit einem Thema auseinandersetzen, sollten ein Mitspracherecht haben», sagt Lea Meister vom Dachverband der Jugendorganisationen in der Schweiz (SAJV). Dabei sei es zweitrangig, ob die Schüler 16 oder 14 Jahre alt seien. Die politische Bildung müsste so früh wie möglich starten. «Wir werden über das Stimmrechtsalter 14 diskutieren», kündigt Meister an.

Samira Marti, Kandidatin als neue JUSO-Praesidentin, vor der Delegiertenversammlung der JUSO in Zuerich am Samstag, 18. Juni 2016. Am 18. Juni tritt Fabian Molina als JUSO-Praesident zurueck. Samira Marti und Tamara Funiciello haben sich als neue JUSO-Praesidentin beworben. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Samira Marti Bild: KEYSTONE

Unterstützung für die Forderung kommt von der jüngsten Nationalrätin der Schweiz. Samira Marti (SP/BL), die mit 25 Jahren ihre zweite Session erlebt, sagt: «Viele Erwachsene kritisieren die Jugendlichen, weil sie die Streiks während der Schule durchführen, und sagen ihnen: Engagiert euch besser politisch! Doch das können sie gar nicht wirklich, weil sie noch nicht abstimmen dürfen.» Für Marti ist das Stimmrechtsalter 14 begrüssenswert und eine Vision, die heute allerdings nicht mehrheitsfähig sei – zumindest eine Senkung auf 16 sollte die Schweiz anstreben. «Die Zeit ist reif dafür.»

Unterstützung kommt von der Aargauer Grünen-Nationalrätin Irène Kälin. «Ich bin für eine Senkung des Stimmrechtsalters. Es ist schlicht falsch, die Jugend als unpolitisch zu bezeichnen.» 16-Jährige seien nicht weniger urteilsfähig als Erwachsene. Kälin geht noch weiter: «Eigentlich sollten schon Kinder ein Stimmrecht haben.»

Zu sprunghaft, um zu wählen?

Widerspruch kommt vom liberalen Basler Nationalrat Christoph Eymann. Der dreifache Vater und ehemalige Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz plädiert für die Beibehaltung des Stimmrechtsalters 18: «Mit 16, geschweige denn mit 14 ist man noch zu sprunghaft. Viele denken zu wenig selbstständig und sagen einfach das, was Alphatiere in ihrer Klasse für richtig halten.»

Regierungsrat Christoph Eymann (BS), Praesident der EDK, spricht waehrend der Medienkonferenz

Christoph Eymann Bild: KEYSTONE

Überraschend ist die Meinung des ältesten Parlamentariers in Bundesbern. Maximilian Reimann (76, SVP/AG) ist gegen grosse Sprünge beim Stimmrecht, sagt aber: «Man könnte beispielsweise über ein Stimmrechtsalter 17 reden.»

Die Mitsprache unter 18 Jahren gibt es heute nur in einem Kanton: Seit 2007 dürfen Jugendliche in Glarus ab 16 Jahren abstimmen. Der Kanton nahm damit eine Vorreiterrolle ein. Allerdings blieben Versuche, das Alter andernorts zu senken – wie in Bern oder zuletzt Zürich –, bisher erfolglos. (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

So haben Schweizerinnen das Wahlrecht erworben:

abspielen

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

56
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Derci Lyne 13.03.2019 09:39
    Highlight Highlight Ich heiße Darci Lyne. Dies ist ein sehr glücklicher Tag meines Lebens, dank der Hilfe, die mir Dr. .nosakhare zur Verfügung gestellt hat, um mir zu helfen, meinen Ex-Mann mit seinem Zauber der Liebe und Magie wiederzufinden. Ich war seit 6 Jahren verheiratet und es war so schrecklich, weil mein Mann wirklich geschummelt hat und nach einer Scheidung gesucht hat. Als ich Dr. fixiere die Beziehung und mache die Menschen glücklich in ihrer Beziehung..BRAUCHE HILFE? KONTAKT
      -E-Mail- blackmagicsolutions95@gmail.com
    Sie können ihn auch auf Whats-App hinzufügen: +2349083639501
  • Rabbi Jussuf 12.03.2019 13:28
    Highlight Highlight Die Kälin mal wieder!
    Aber sie hat schon recht, wenn man sie selber als Beispiel nimmt. Sie hat Unsinn verzapft als sie jünger war und verzapft auch heute noch Unsinn. Von daher käme es nicht darauf an, ab welchem Alter man abstimmen dürfte.
  • Simon Probst 12.03.2019 12:14
    Highlight Highlight Herr, hilf ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!
  • Stimmbürger 12.03.2019 11:46
    Highlight Highlight Erwachsene tun sich beim Abstimmen teilweise schon schwer, die oftmals komplizierten Sachfragen korrekt zu verstehen. Im jugendlichen Alter fehlt die Lebenserfahrung und die Festigung des Geistes. Jugendliche reagieren serh spontan und der Stimmung entsprechend. Daher halte ich nicht sehr viel davon.

    Alternativ könnte man für die Jugendlichen ja eine "Nebenabstimmung" in "beratender Funktion" zulassen. Die Abstimmung würde nicht zum Endergebnis zählen, würde aber die Stimme der Jugendlichen dennoch aufzeigen.
  • goldmandli 12.03.2019 11:33
    Highlight Highlight Durchaus sinnvoll. Gibt genügend Leute, die sprunghaft und auf grund von Parteiparolen ihre Stimme abgeben. 16-Jährige sind da nicht weniger differenziert. Ausserdem betrifft sie die Politik genauso und es gibt genügend Jugendliche, die erwachsener mit Politik umgehen als die "Erwachsenen".
  • Militia 12.03.2019 10:30
    Highlight Highlight Ich habe einmal im Coop erlebt wie ein Vater seinen ca. 4-5 jährigen Sohn gefragt hat, welchen Wein er denn nehmen solle. Der wäre sicher auch für Stimmrecht ab 14.
    Man muss ja Kinder nicht wie Idioten behandeln, aber es sind trotzdem keine Erwachsenen. Wenn man Kindern das Gefühl gibt sie könnten und wüssten alles ohne etwas zu leisten finde ich das bedenklich. Was sollen denn das für Erwachsene werden?
  • andy y 12.03.2019 10:12
    Highlight Highlight Autofahren ab 18, Stimmen ab 14, Mündig mit 18, Jugenstrafgesetz bis 21. Genau mein Humor
  • Shlomo 12.03.2019 09:07
    Highlight Highlight O-Ton Eymann: "Mit 16, geschweige denn mit 14 ist man noch zu sprunghaft. Viele denken zu wenig selbstständig und sagen einfach das, was Alphatiere in ihrer Klasse für richtig halten."
    Hahaha, Dann müsste ja der ganzen SVP-Fraktion das Stimmrecht entzogen werden
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 12.03.2019 08:50
    Highlight Highlight Ich empfehle einfach mal diesen Artikel durchzulesen, bevor man sich für oder gegen Stimmrecht von Minderjährigen entscheidet.

    https://www.watson.ch/schweiz/jugend/185637156-auf-der-suche-nach-den-schweizern-moechtegern-gettokids
  • Aurum 12.03.2019 08:20
    Highlight Highlight Mein Politisches Interesse kam mit 14. Mit 16 war ich politisch abgekoppelt von den Eltern (Beitritt Jungpartei). Und nein, keine trotzreaktion à la: meine Eltern wählen SVP, dann Wähle ich Grün, auch kein gleichstellen mit den Eltern, sondern einfach Eigenständig.
    Seitdem bin ich in dieser richtung treu, ich sehe kein Problem ein Stimmrecht ab 16 einzuführen.
    Für Diskussionen bin ich offen.
  • Nik G. 12.03.2019 08:01
    Highlight Highlight Der Demografischen Entwicklung gegenüber wäre das nur fair. Die Alten können über die Jungen bestimmen. Das Argument, dass die Jungen nicht nachvollziehen können über was sie Abstimmen stimmt nicht. Auch die "Alten" wissen nicht über was sie abstimmen und auch die lassen sich von Gefühlen leiten, sind sprunghaft und folgen dem der für sie betrachtet am besten schreit.
  • feuseltier 12.03.2019 07:51
    Highlight Highlight Einfach nein! Die sollen zuerst erwachsen werden.

    Aber man kann in der Schule das Fach Politik einführen, so wie sie es teils in anderen Ländern machen. Das fördert die Kommunikation und Diskussionskultur erschaffen kann.
  • zeitgeist 12.03.2019 07:26
    Highlight Highlight Nein.

    Wer abstimmt, soll auch strafrechtlich als mündig gelten, und das kann ich mir bei 14- oder 16-jährigen nicht vorstellen. Man muss sich erst einmal austoben können, kommt dann etwas zur Ruhe und schärft langsam seinen Blick für die relevanten Dinge des Lebens. Das ist ein schleichender Übergang, aber U18 steht man definitiv noch nicht mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität.

    Zu gross sind Beeinflussbarkeit, Naivität und Wankelmut. Es gibt sicher Ausnahmen, aber die gibt es Gegenteilig auch bei Volljährigen.
  • Lioness 12.03.2019 07:23
    Highlight Highlight Man darf ruhig vor dem erreichen des eigenen Wahlalters politische Meinungen haben. Wir haben zu Hause immer am Esstisch über Abstimmungen diskutiert. Wie ich mich freute, als ich 10 Tage nach meinem 18. Geburtstag mein erstes Stimmcouvert bekam. Heute diskutiere ich mit meiner 10 jährigen Tochter ab und zu über die Abstimmungen, höre mir ihre Meinung an. Je älter sie wird, umso mehr werden wir darüber reden. Nur weil man noch nicht abstimmen kann, darf man sich ja trotzdem bereits politisch bilden. Ich bin für Wählen ab 18.
  • Menel 12.03.2019 07:08
    Highlight Highlight Stimmrecht ab 16 fände ich gut; dann wäre mal ein Ausgleich zu den Babyboomern da. Bedenken, wegen der Mündigkeit zum Stimmen habe ich nicht; meine Tochter ist 16 und interessiert sich sehr für Politik, wie auch viele ihrer Freunde. Es werden auch sie sein, die am längsten mit den heute getroffenen Entscheidungen leben müssen; vor allem in Bezug auf Klimafragen.
    • violetta la douce 12.03.2019 08:10
      Highlight Highlight Genau, und deine Tochter ist mit 16 natürlich auch in der Lage zu einer selbständigen fundierten Meinung die auf Wissen und Erfahrung beruht.
      Und sie ist ja gar nicht etwa beeinflusst von dir und dem Lehrer.

      🤦‍♂️
      Nicht wahr?
    • Natürlich 12.03.2019 09:28
      Highlight Highlight @Menel
      Bin deiner Meinung
      Es gibt in jeder Alterskategorie Leute die sich besser oder weniger gut zum Thema informieren und trotzdem dürfen alle abstimmen.
      Warum also nicht auch Jugendliche, die betreffen ja die Abstimmungen am meisten.
      Dazu kommt, dass man in der Schule darüber diskutieren kann etc.
      Da werden die meisten Schüler i formierter sein als viele Erwachsene.
    • yesss 12.03.2019 11:23
      Highlight Highlight Ich selbst bin auch erst 17 und darf leider noch nicht abstimmen. Jedoch weiss ich, dass jeder Jugendliche mit 16 Jahren in der Lage ist Pro- und Kontra Argumente abzuwägen und einzuschätzen was das beste für die Zukunft ist. Dein Punkt mit dem Einfluss von Lehrern ist interessant, allerdings kann ich dem so nicht zustimmen, da ich selbst noch in der Schule bin und alle in meiner Klasse politisch anders positioniert sind.
  • Schneider Alex 12.03.2019 06:41
    Highlight Highlight Politik muss sich für staatspolitische Bildung einsetzen!

    Viele Politikerinnen und Politiker setzen sich heute vehement für die Musik-, Sport-, Kultur- und Gesundheitsförderung unserer Jugend ein. Von der Förderung der staatspolitischen Bildung, vom Wecken des Interesses an der Politik hört man hingegen aus Politkreisen wenig. Muss man erst alt werden, um in der Politik, wo die wesentlichen Weichenstellungen für unsere Gesellschaft getroffen werden, kompetent mitreden zu können? Hat man Angst vor einer ungestümen, politisch aktiven Jugend?
    • TheWall_31 12.03.2019 07:25
      Highlight Highlight Politikbildung wird stark von der politischen Ausrichtung des Lehrers und der Schule geprägt. In der Schule sollen aber keine politischen Werte, sondern nur eine informative Übersicht gegeben werden. Dass das eben nicht funktioniert siehst du in DE/AT, wo beispielsweise ganze Klassen auf Klimademos gezwungen werden.
    • Duweisches 12.03.2019 12:07
      Highlight Highlight @TheWall Quelle?
    • TheWall_31 12.03.2019 12:35
      Highlight Highlight @Duweisches(sicherbesser :) ): Persönliche Kontakte in Graz, Düsseldorf und Köln.
  • Legume 12.03.2019 06:40
    Highlight Highlight von den getthos an die urne.. yeahh mann
  • woody0000 12.03.2019 06:36
    Highlight Highlight Ich denke es gibt schon 14 oder 16 jährige, die reif genug sind um abzustimmen. Aber es gibt leider mehr 14 oder 16 jährige, welche noch nicht reif genug sind um abzustimmen, weil si einfach keine Ahnung von gewissen Sachen haben
    • djungo 12.03.2019 07:11
      Highlight Highlight Als wäre das bei der Alterklasse zwischen 18 und 99+ etwas anderes...
    • ingmarbergman 12.03.2019 07:54
      Highlight Highlight Also genau gleich wie bei den Erwachsenen?
  • wolge 12.03.2019 06:15
    Highlight Highlight Wer steuern Zahlt darf auch wählen...
    • flying kid 12.03.2019 07:22
      Highlight Highlight Dann dürften aber nicht so viele Leute wählen, welche jetzt 18 oder älter sind 😉

      Aber im Grundgedanke einverstanden, mit 14 wählen kann man machen. Aber dann könnte man das „erwachsen“-werden auf 14 vorverlegen, mit allen Rechten und Pflichten.
    • Liselote Meier 12.03.2019 10:37
      Highlight Highlight Ach dann bist du für ein Wahlalter ab 8-10 Jahren?

      Wenn eine 10 Jährige im Kiosk aus dem Taschengeld Süssigkeiten kauft, bezahlt das 10 Jährige Mädchen nämlich auch Steuern , die Mehrwertsteuer.
    • Rabbi Jussuf 12.03.2019 10:43
      Highlight Highlight Wer zahlt befiehlt?
      Zugegeben, der Gedanke hat etwas Verführerisches. Steht aber völlig entgegen unserem Demokratieverständnis.

      Aber wer wählen darf, sollte das nur dann können, wenn er alle Pflichten und Freiheiten des Erwachsenen wahrnehmen kann: Autofahren, Strafmündigkeit, etc.
  • pascalsee 12.03.2019 06:01
    Highlight Highlight das ist nur eine Phase wo jeder mitmacht weil es andere auch machen. aber in 2 Monaten ist das kinderklima zeug vorbei.
    • Aurum 12.03.2019 08:13
      Highlight Highlight Sicher? das hat man auch schon im September, beim Start gesagt. Die Stimmen wurden lauter, die Demos grösser. Von einem Ende ist noch nichts in Sicht.
    • Natürlich 12.03.2019 18:05
      Highlight Highlight Ja klar.
      Und wenn nicht in 2 Monaten, dann in 2 Jahren. Irgendwann geht alles vorbei. Hoffentlich ändert sich nie irgendwas und die Jugendlichen saufen und kiffen wieder mehr...🤦🏻‍♀️
  • walsi 12.03.2019 05:49
    Highlight Highlight Wer sagt, dass 16 jährige Reif genug sind abzustimmen, muss konsequenterweise auch fordern, dass die Jugendlichen ab 16 erwachsen sind. Mit allen Vor- und Nachteilen. Für Eltern bedeutet das, dass die Schule/Lehrbetrieb ab 16 diese nicht mehr informiert wenn es nicht so rund läuft und Probleme gibt. Eltern müssen akzeptieren, dass die 16 jährigen jugendlichen entscheiden von zuhause auszuziehen, heiraten und Kinder auf die Welt stellen. Schliesslich sind sie ja erwachsen und wissen was sie tun.
    • Out of Order 12.03.2019 06:50
      Highlight Highlight Es geht um das Stimmrecht für Sechzehnjährige, nicht das Erwachsensein mit 16.

      Ich hätte mich selber mit 16 auf jeden Fall nicht abstimmen lassen. 😎
    • wasps 12.03.2019 07:16
      Highlight Highlight Wer sagt, dass Senioren noch klar genug denken können, um abzustimmen? Oder Mittfünziger mit Matsch zwischen den Ohren?
    • Dani123456789 12.03.2019 12:10
      Highlight Highlight sehe ich auch so, wer erwachsen genug zum wählen ist, ist auch erwachsen genug für seine sonstigen Taten und Handlungen Verantwortung zu übernehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 12.03.2019 05:48
    Highlight Highlight Wenn sie mit 14 auch strafrechtlich volle Verantwortung tragen (Volljährig sind) ja, sonst nicht.
  • Max Dick 12.03.2019 05:38
    Highlight Highlight A) klimajugend gibt es nicht. B) stimmrecht mit 18 ist gut so. C) wenn es auf 14. runtergeht, würde die SVP wohl am meisten profitieren.
    • zeromaster80 12.03.2019 06:26
      Highlight Highlight Warum sollte ausgerechnet die SVP profitieren? Die Grünen und Linken sind doch nur dafür, weil sie da eine Chance für sich sehen.
    • Max Dick 12.03.2019 07:50
      Highlight Highlight -Jugendliche sind wesentlich empfänglicher für einfache populistische Lösungen.
      -Die politischen Themen, auf die Jugendliche noch am ehesten Anspringen, sind Migration, Kriminalität, Heimatidentität und EU. Diese werden hauptsächlich von der SVP bewirtschaftet. Die Linke könnte höchstens bei Umweltpolitik oder Hanflegalisierung punkten.
      -Jugendliche (gerade mit CH Pass) wohnen überproportional zur Gesamtbevölkerung in ländlichen Regionen. Sprich im SVP-Land. Also sind es auch potentiell deren Anhänger.
      -In akademischen Kreisen (die klassischen Linkswähler) hat man später Kinder.
    • bokl 12.03.2019 08:46
      Highlight Highlight "In akademischen Kreisen (die klassischen Linkswähler) hat man später Kinder."

      Aber auch die "spät-geborenen" Kindern sind sechzehn Jahre später 16 ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 12.03.2019 05:15
    Highlight Highlight Wieso nicht gleich Erstklässler zulassen?
  • Heinzbond 12.03.2019 04:29
    Highlight Highlight Dann würden endlich die Wahlen für die es die grösste Relevanz hat...
    • Skip Bo 12.03.2019 06:46
      Highlight Highlight Wahrscheinlich würden nur die wählen gehen, welchen die Eltern den Abstimmungszettel ausfüllen...
    • Heinzbond 12.03.2019 07:26
      Highlight Highlight Glaub ich nicht, die Zeiten in denen der Mann bestimmt hat was Frau zu wählen hat sind ja Gott sei Dank vorbei... Glaub nicht das politisch aktive sich rein reden lassen.. Und die uniniteressierten gibt es in jeder altersklasse...
    • Natürlich 12.03.2019 18:03
      Highlight Highlight @SkipBo
      Wie viele füllen denn die Abstimmungszettel wirklich gewissenhaft und gut informiert aus?
      Einige folgen dem Bundesratsvorschlag auf der letzten Seite, einige folgen ihrer Partei, einige Übernehmen die Meinung ihres Partners. Nicht zu reden von den ganzen alten Menschen die nicht mehr zu 100% klar denken können.
      Da wären Jugendliche welche in der Schule Pro und Kontras von Abstimmungen diskutieren wohl das kleinste „Übel“ bzw besser informiert als viele andere.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HerrLich 12.03.2019 04:18
    Highlight Highlight Jap
  • DerMondmann 12.03.2019 04:18
    Highlight Highlight Nunja, da muss ich Herr Eymann zustimmen. Auch wenn dann (geschätzt) die Linken mehr Stimmen gewinnen würden, was mir zusagen würde, bin ich dagegen. Wenn ich daran denke wie verwirrend das ganze Politikgeschehen für mich mit 14/16 war..... Da hat man noch relativ wenig Ahnung vom Leben...
  • Kugelblitz 12.03.2019 03:52
    Highlight Highlight Ja, nur zu.....weshalb auch nicht?
  • Roterriese #DefendEurope 12.03.2019 02:43
    Highlight Highlight «Wir werden über das Stimmrechtsalter 14 diskutieren», kündigt Meister an.

    Das dürfen sie gerne. Zum Glück brauchts dafür aber ne Verfassungsänderung

Nationalrat stimmt Flugticketabgabe zu

Der Nationalrat stimmt der Einführung einer Flugticketabgabe zu. Er hat am Donnerstag eine Motion mit dieser Forderung mit 112 zu 61 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Im Zusammenhang mit dem CO2-Gesetz hatte er eine CO2-Abgabe letzten Dezember noch abgelehnt.

Die Motion stammt vom Berner GLP-Nationalrat Jürg Grossen. Es werde geflogen, als gäbe es kein Morgen, sagte er. Verantwortlich dafür seien unter anderem die tiefen Preise. «Die Zeit ist reif für mehr Kostenwahrheit im …

Artikel lesen
Link zum Artikel