Schweiz
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Erinnerst du dich an den «Flüchtlingstsunami»? Jetzt sind die Asylzahlen rekordtief

Vor einem Jahr befürchteten Politiker einen nicht zu bewältigenden Flüchtlingsandrang. Dieser blieb aus. Dass jetzt fast keine Asylsuchenden mehr in die Schweiz gelangen, hat aber nicht mit dem Schreckensszenario von Gobbi, Glarner und Co. zu tun. 



Normalerweise gelten die Sommer- und Herbstmonate als die Zeit, in der die meisten Flüchtlinge in die Schweiz gelangen. Weil dann das Mittelmeer ruhiger ist, wagen sich besonders viele auf die gefährliche Überfahrt. 

Nicht so dieses Jahr. Die Zahl der eingereichten Asylgesuche sind auf ein Rekordtief gesunken. Im August haben 2049 und im September 1409 Personen in der Schweiz einen Asylantrag gestellt. Zum letzten Mal waren die Asylzahlen vor sieben Jahren so tief.

epa04387327 Sub-Saharan migrants are transported to Italian Navy's frigate 'Euro' (background) during rescue operations at an unspecified location in the southern Mediterranean Sea, 06 September 2014. The migrants were rescued as part of the Mare Nostrum operation that Italy launched after some 400 migrants died in two separate boat disasters in October 2013. Italy is struggling to cope this year with a huge increase in the already big flow of migrants to attempt the hazardous crossing from North Africa.  EPA/GIUSEPPE LAMI

Die meisten Flüchtlinge werden nach Libyen zurückgebracht. Bild: EPA/ANSA

Doch diese neuen Statistiken scheinen niemanden so wirklich zu interessieren. Angesichts der Hysterie, die bei der Flüchtlingsthematik vor einem Jahr herrschte, ist das jetzige Schweigen bemerkenswert. Die Schlagzeilen von damals sind noch in guter Erinnerung. Die Rede war von einem «Flüchtlingstsunami», der über Europa bricht. «Massen» wurden erwartet und mit «dem Schlimmsten» gerechnet.

«Wir sind nicht vorbereitet. Es droht die Katastrophe für die Schweiz.»

Norman Gobbi (Lega) warnte vor einem Jahr vor den ankommenden Flüchtlingen.

Der Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi (Lega) sagte vor einem Jahr: «Wir sind nicht vorbereitet. Es droht die Katastrophe für die Schweiz.» Er äusserte die Befürchtung, die Schweiz werde überrannt, und forderte den Einsatz der Militärpolizei an der Grenze in Chiasso. Die jüngsten Entwicklungen der Asylzahlen blieben von Gobbi bisher unkommentiert. Den grossen Tageszeitungen waren die aktuellen Zahlen höchstens eine kleine Meldung wert. 

Anders im Sommer 2015 und 2016. Wie oft das Wort «Flüchtling» in den Medienberichten auftauchte und inwiefern die Anzahl der geschriebenen Artikel mit dem Anstieg der Asylzahlen korrelierte, macht folgende Grafik deutlich. Schön zu sehen ist, dass ab Juli 2015 die Zahl der Berichte über Flüchtlinge höher war, als die Zahl jener Flüchtlinge, die in der Schweiz ankamen:


Infogram

Legende

Hellblau markiert die monatliche Zahl der eingegangenen Asylgesuche, pink die Anzahl der Artikel, die in der Schweizer Mediendatenbank (SMD) unter dem Suchwort «Flüchtling» auftauchen.

Auch Nationalrat Andreas Glarner (SVP) malte bis vor kurzem noch schwarz. Im Frühling 2016 forderte er: «Die Schweiz muss ihre grüne Grenze mit einem Stacheldrahtzaun abriegeln.» Ansonsten werde es zu einer Flüchtlingsinvasion kommen.

«Die Schweiz muss ihre grüne Grenze mit einem Stacheldrahtzaun abriegeln.»

Andreas Glarner (SVP) befürchtete eine Flüchtlingsinvasion. 

Zuletzt blieb der grosse Ansturm jedoch aus. Dies hat jedoch nichts mit der erfolgreichen Politik von Gobbi, Glarner und Co. zu tun. Das sind die 3 wichtigsten Gründe, warum derzeit so wenig Flüchtlinge in die Schweiz gelangen:

Schliessung der Balkanroute

Nach dem Drama auf der Balkanroute beginnt der ungarische Premier Viktor Orban im September 2015 mit dem Bau eines Zauns um sein Land. Daraufhin führt Schweden wieder Grenzkontrollen ein. Österreich beschliesst Ende Januar 2016 eine Limitierung der Flüchtlinge. Auch Slowenien macht seine Grenzen dicht. Eine Kettenreaktion entsteht. Bis Anfang März schotten sich auch Kroatien, Mazedonien und Serbien gegen aussen ab. Mit dem Deal der EU und der Türkei schliesst die Balkanroute definitiv. 

epa05202710 Refugees dry clothes at a barbed-wire fence in a camp at the border between Greece and the Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYROM), near Idomeni, northern Greece, 09 March 2016. Greece estimates that more than 25,000 migrants are presently on its territory, with more than half stuck at the makeshift camp Idomeni, on the border with Macedonia. The EU and Ankara are negotiating a scheme to return migrants from Greece to Turkey and directly resettle legitimate Syrian refugees across the bloc directly from Turkey. The deal would likely only apply to new arrivals, making the future of those already in Greece unclear.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Grenzzaun zwischen Griechenland und Mazedonien. Bild: EPA/EPA

Die Route verschiebt sich wieder auf das Mittelmeer. Wem die Überfahrt von Libyen nach Italien gelingt, versucht weiter in den Norden zu kommen. Die meisten geben als Zielland «Deutschland» oder «Schweden» an. Die Schweiz wird für Flüchtlinge zum Transitland. Die Grenzwächter sind damit beschäftigt, illegal Eingereiste zurück nach Italien zu schaffen. 

Die EU bildet Libyens Küstenwache aus

Mitte Juli dieses Jahres erreichen 5000 Flüchtlinge an einem Tag die italienische Küste. Ein Rekordwert. Im August verzeichnet das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) noch durchschnittlich 65 Menschen, die pro Tag über das Mittelmeer in Italien ankamen. Die libysche Küstenwache hat auf Druck von Italien begonnen, Schlepperbanden gezielt zu bekämpfen. 

Bereits im Februar hat Italien mit der libyschen Übergangsregierung einen Deal abgeschlossen. Die Italiener bilden die libysche Küstenwache aus und stellen finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Libyer sollen Schlepperboote abfangen, bevor diese internationale Gewässer erreichen. 

epa05992314 African migrants, who were rescued by the Libyan coastguard in the Mediterranean off the Libyan coast, arrive at a naval base in Tripoli, Libya, on 26 May 2017. The Libyan navy said. 'At least 20 boats carrying thousands of migrants on their way to Italy were spotted off the coast of the western city of Sabratha'  EPA/STR

Die libysche Küstenwache bringt Flüchtlinge zurück nach Tripolis. Bild: EPA/EPA

Auf eigene Faust und ohne dies von der internationalen Gemeinschaft absegnen zulassen, erweitert Libyen den Radius seines Hoheitsgebiets im Meer von 12 auf 74 Seemeilen. Damit kann die Küstenwache in einem viel grösseren Einsatzgebiet nach Flüchtlingen suchen und diese zurück in die Flüchtlingslager bringen. Laut Menschenrechtsorganisationen herrschen dort unhaltbare Zustände. 

Repression gegen private Seenotretter

Im Zuge der Aufrüstung der libyschen Küstenwache wird auch der Druck auf private Seenotretter auf dem Mittelmeer verstärkt. Diese sind in ihrem Suchradius eingeschränkt und werden laut eigenen Aussagen von den Libyern mit Waffengewalt bedroht. 

Die libysche Küstenwache soll bereits 13'000 Flüchtlinge aus dem Meer geholt und zurück ans Festland gebracht haben, bevor ihnen private Retter zuvorkamen. 

Hilfsorganisationen wie «Sea Eye», «Ärzte ohne Grenzen» und «Save the Children» wollten sich zwischenzeitlich ganz aus dem Rettungsgebiet vor der libyschen Küste zurückziehen. Die Organisation «Open Arms» sagt, auf sie seien Warnschüsse abgegeben worden. 

Bewaffnete Milizen kontrollieren die Flüchtlingslager

Libyen befindet sich noch immer im Bürgerkrieg. Die Übergangsregierung ist von der EU nicht anerkannt. Bewaffnete Milizen liefern sich immer wieder einen Machtstreit, der Tote zur Folge hat. Es gibt Berichte aus Sabratha, einer Hafenstadt im Nordwesten von Libyen, wo eine Miliz für Angst und Schrecken sorgen soll. Die bewaffneten Mitglieder würden auf den Strassen patrouillieren und dafür sorgen, dass keine Flüchtlinge in die Boote von Schlepper steigen. 

Es wird darüber gerätselt, ob diese Miliz Gelder von der Übergangsregierung aus Tripolis erhält. Diese wiederum bekommt zur Kontrolle der Küste finanzielle Unterstützung von Europa. 

Schweizer schauen nicht länger zu wie Flüchtlinge ertrinken

Video: Angelina Graf

Private Seenotretter im Mittelmeer

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    Alle Leser-Kommentare
  • piedone lo sbirro 25.10.2017 17:16
    Highlight Highlight flüchtlingsströme sind einer neoliberalen wirtschaftspolitik geschuldet, die mit steuerhinterziehung und offshore-geschäften für ein weltweites wohlstandsgefälle sorgt bzw. waffen in krisengebiete liefert.

    rechtsnationale parteien unterstützen alles was flüchtlingsströme verursacht: steuerhinterziehung & offshore-geschäfte, bankgeheimnis, waffenexporte, klimaveränderung usw.

    https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Umwelt/Gericht-in-Sambia-verurteilt-Glencore

    https://tageswoche.ch/gesellschaft/politiker-und-medien-gehen-gezielt-auf-eritreer-los/
  • Radesch 25.10.2017 11:55
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass das ganze endlich abflacht. Dann können sich die Herren in Bern bitte mal um die ständig steigenden KK Gebühren, der schlechten Vereinbarkeit von Familie und Job und ... kümmern.

    Mal ehrlich, klar ist Zuwanderung ein emotionales und wichtiges Thema, aber wir haben eben auch andere Probleme die nicht vergessen werden sollten.
  • Schneider Alex 25.10.2017 06:18
    Highlight Highlight Das haben wir ganz sicher unserer pfefferscharfen Asylpolitik zu verdanken.
  • Spooky 25.10.2017 03:13
    Highlight Highlight Die NGOs haben sich mit den Schleppern zusammen eine goldene Nase verdient - bis ans Ende ihres erbärmlichen Lebens .

    Keine Angst, Leute wie die werden sich ganz schnell eine neue Geldquelle schaffen. Obwohl sie es nicht mehr nötig hätten.
  • Lowend 24.10.2017 23:10
    Highlight Highlight Selbst wenn dank der hervorragenden Arbeit des SEM unter Frau BR Simonetta Sommaruga immer weniger Asylbewerber in die Schweiz kommen und die, die hier sind, immer früher gehen, hetzen die rechten Schreihälse gut wutbürgerlich und mit Schaum vor dem Mund weiter.

    Die würden in ihrem blinden Hass vermutlich nicht mal merken, wenn keine mehr hier wären.
    • StilleLaute 26.10.2017 00:57
      Highlight Highlight Du lobst in sehr vielen deiner Post Frau Simonetta Sommaruga. Ich habe fast das Gefühl, dass sie selber hinter diesen Account stecken, Frau Bundesrätin.
    • Lowend 26.10.2017 11:38
      Highlight Highlight Zu viel der Ehre, StilleLaute!

      Ich lobe diese hervorragende Bundesrätin nur darum, weil sie von den hasserfüllten Nationalisten dauernd für alles was in deren Augen schief läuft, verantwortlich gemacht wird und es darum nur gerecht ist, wenn man sie für dass, was gut läuft, dann ebenso lobt.
    • grünergutmensch 26.10.2017 13:39
      Highlight Highlight Md sommaruga ist auch die beste politikerin wo wir haben, zum glück gibt es sie, da soll man sie auch loben.
  • murrayB 24.10.2017 22:30
    Highlight Highlight Wo drückt der Bevölkerung der Schuh? Das sind nicht die Flüchtlinge die Annerkannt werden - sondern alle anderen Migranten, die als Flüchtlinge abgelehnt werden, aber troztdem hier sind! Und wenn, dann nur einzeln in Flugzeugen, wenn überhaupt, zurück gebracht werden - hier muss ein Umdenken stattfinden!
    • Fabio74 24.10.2017 22:45
      Highlight Highlight tja dazu müssen die Staaten halt diese LEute zurück nehmen wollen
      Und diese Verträge zu verhandeln sind halt nicht so einfach
    • murrayB 24.10.2017 23:05
      Highlight Highlight @ Fabio
      Alles eine Frage, ob man wirklich will...

      Und eigentlich müsste man Transportschiffe haben um den Auftrag zu erfüllen und keine Flugzeuge...
    • Ichiban 25.10.2017 07:06
      Highlight Highlight Aha @murrayB und von wo in der schweiz läuft denn das Schiff aus?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 24.10.2017 17:00
    Highlight Highlight Und wie viel mal hat watson einen Artikel erfasst, wo der Begriff "Flüchtling" vorkam. Und wie viele davon stammen aus der Feder von Frau Serafini, die auffällig oft unausgewogen über dieses Thema schreibt? Ich finds immer noch köstlich, wie ihr versucht, eine Aussage aus dem Verhältnis Artikel/Flüchtlinge abzuleiten :D
  • Selbstverantwortin 24.10.2017 16:50
    Highlight Highlight Das ist traurig.

    Statt (egoistisch) mögl. viele ausgebildete ‚Fachkräfte‘ einwandern zu lassen (aus der EU), sollten wir mehr bedürftige Flüchtlinge aufnehmen, solange es uns so blendend geht.
    • grünergutmensch 24.10.2017 22:07
      Highlight Highlight Genau
  • let,s go 24.10.2017 14:20
    Highlight Highlight
    Triumphierend wird über tiefere Migrationszahlen berichtet. Diese sind aber eben den restriktiven Maas nahmen geschuldet, wie zuletzt die der Libyschen Küstenwache.

    Statt diese Aktionen nun wiederholt zu kritisieren, währe demzufolge doch eher ein grosses DANKE angesagt.
  • let,s go 24.10.2017 14:19
    Highlight Highlight Es ist an der Zeit, den Bergriff "Flüchtlinge" nicht mehr dermaßen inflationär und fälschlich zu verwenden.
    Es handelt sich hauptsächlich um illegale Zuwanderung.

    Unverständlich, wieso sich "Migrant" oder "Zuwanderer" als Bezeichnung nicht längst durchgesetzt hat.

    Ein Restteil kindlicher Romantik, der in uns allen steckt?
    • grünergutmensch 24.10.2017 16:13
      Highlight Highlight No one is illegal
    • Fabio74 24.10.2017 19:22
      Highlight Highlight weil diese Menschen flüchten; vor Hunger, vor Krieg, vor Perspektivlosigkeit, vor wirtschaftlichen Problemen etc usw.
    • atomschlaf 24.10.2017 21:10
      Highlight Highlight @Fabio: Hunger, Perspektivlosigkeit und wirtschaftliche Probleme sind alles keine Asylgründe.
      Wer deswegen kommt, ist schlicht und einfach ein illegaler Migrant, auch wenn es Dir nicht gefällt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 24.10.2017 13:51
    Highlight Highlight 10'000 illegale Migranten, wovon die meisten nicht unter politischer Verfolgung leiden und somit keine Asylgründe vorweisen können, und wovon die meisten über viele andere sichere Länder hierher gereist sind, sind immer noch viel zu viele. Die Bevölkerung der Schweiz wächst ganz im Allgemeinen viel zu schnell.
    • geissenpetrov 24.10.2017 18:43
      Highlight Highlight Die Zuwanderung in die Schweiz wird primär durch die Wirtschaft verursacht. Mehr als 80% der in der Schweiz niedergelassenen Ausländer stammen aus europäischen Ländern.
      Der Anteil von Menschen, die aus Afrika zugewandert sind, liegt irgendwo bei 4%.
      Zum selber nachschauen: https://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/in-zahlen_woher-stammen-die-zwei-millionen-auslaender-in-der-schweiz-/41942184

      Wenn Dein Problem darin besteht, dass es zu viele Menschen hat in der Schweiz, dann rate ich Dir, nach Kanada oder Australien auszuwandern.
    • Fabio74 24.10.2017 19:24
      Highlight Highlight Die Schweiz ist vorne dabei in Geschäften wie Rohstoffhandel und Waffenhandel.
      Die Schweiz trägt als wirschaftlich starkes Land Verantwortung in dieser Welt.
      Die Feigheit der Rechten, alle Probleme den anderen abzuwälzen ist ein mieses und dreckiges Spiel, weil finanziell unterstützen will man diese Länder ja auch nicht.
      Wer bestimmt was zu viel Wachstum ist?
    • Enzasa 25.10.2017 06:37
      Highlight Highlight Es ist peinlich, unchristlich und unmenschlich, dass Menschen hier Blitze vergeben, wenn über Tod, Verhungern, Folter, Todesangst Bombenangriffen und Menschenrechtsvergehen berichtet wird. Schaut ihr keine Nachrichten? Lebt ihr in Rosaroten Wolken? Leid existiert auch wenn ihr blitzt. Warum seid ihr nicht so ehrlich und steht dazu, dass ihr auf Menschen tretet die am Boden liegen aus Angst ein paar Cent zu verlieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 24.10.2017 13:07
    Highlight Highlight Ich bekunde Mühe mit dem ungerechtfertigt hämischen Unterton, dies nachdem es der EU (und somit auch der Schweiz) halbwegs gelungen ist, die katastrophalen Zuwanderungsraten von Wirtschaftsmigranten aus allen Herren Ländern etwas besser zu kontrollieren...

    Aber jetzt schon etwas einfältig zu triumphieren, dass doch nun quasi alles paletti sei, wirkt insofern als ignorant, weil Europa und die Schweiz bekanntlich bereits mehr als genug Probleme mit den exorbitanten Zuwanderungszahlen aus den Jahren 2016, 2015 und zuvor bekunden, die Sozialkosten ins Unermessliche gestiegen sind 🙄!
    • Fabio74 24.10.2017 13:22
      Highlight Highlight Falsxh. Es gibt Probleme aber die sind weder existenziell noch gavierend sondern lösbar. Man will nur nicht
    • grünergutmensch 24.10.2017 13:48
      Highlight Highlight Oje ist das so? Ins unermessliche gestiegene sozialkosten?

      Von welchen problemen sprichst du?!

      Kein mensch ist illegal
    • Scenario 24.10.2017 13:50
      Highlight Highlight @Angelo: Was sind denn für dich Flüchtlinge, wenn die Syrer wohl in deinen Augen Wirtschaftsmigranten sind?
    Weitere Antworten anzeigen
  • theluke 24.10.2017 12:34
    Highlight Highlight Wichtiger artikel. Danke watson.
  • Barracuda 24.10.2017 11:57
    Highlight Highlight Irgendwie weiss ich nicht, was genau die Kernaussage dieses tendenziösen Artikels sein soll. Und warum um Himmels Willen stellt man Medienberichte (wie diese auch immer gemessen wurden) den Anzahl Flüchtlingen gegenüber?! Soll das jetzt heissen, dass wir die Hände in den Schoss legen sollen, weil die Zahlen kurz ein normales Mass angenommen haben nach dem katastrophalen Jahr 2016, wo uns grösstenteils Wirtschaftsflüchtlinge aufgesucht haben. Kein Grund Däumchen zu drehen. Ausserdem sind ja auch schon zehntausende Scheinflüchtlinge hier, die echten Flüchtlingen den Platz wegnehmen.
    • Makatitom 24.10.2017 12:40
      Highlight Highlight Die schlimmsten und allerschädlichsten flüchtlinge sind aber sogar hier geboren, es sind nämlich die Steuerflüchtlinge wie Blocher, Trulla-Blocher, Frey, Amstutz und Co mit ihren Briefkästen in Panama und "Fakturafirmen" in Luxemburg. Und genau die wollen euch weismachen, dass die echten Flüchtlinge eine Bedrohung seien.
      Blocher, ein CH Arbeistloser und ein Flüchtling sitzen an einem Tisch. Auf dem tisch hat es 12 Kekse. Blocher krallt sich 11 davon und sagt zum CH-Arbeitslosen: Pass auf, der nimmt dir deinen Keks weg
    • Fabio74 24.10.2017 13:23
      Highlight Highlight Wer von Scheinflüchtlingen redet hat keinen Anstand
    • geissenpetrov 24.10.2017 14:00
      Highlight Highlight Sehr gut umschrieben Makatitom.
      Das Lumpenproletariat streitet sich um die letzten Krümel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • geissenpetrov 24.10.2017 11:46
    Highlight Highlight Migration lässt sich nicht verhindern. Man kann höchstens versuchen, sie zu managen.
    Migration ist in uns allen drin; sie ist menschlich und überhaupt nichts Böses. Alle unsere Städte sind das Resultat von Migration. Ganze Kontinente wurden durch Migration besiedelt. Das gab es immer schon.
    All jenen, die sich nun derart vor Migration ängstigen, sei gesagt: Auch das hat es immer schon gegeben. Mein Tipp: geht auf die Menschen zu, sprecht mit ihnen und stellet fest, dass euere Ängste unbegründet sind.
    • grünergutmensch 24.10.2017 13:50
      Highlight Highlight Danke für deine worte!
    • häfi der Spinat 24.10.2017 14:34
      Highlight Highlight Selbstverständlich lässt sich Migration verhindern, wie ja obiger Artikel beschreibt.

      Wenn sie Migration, unbeschränkt zulassen wollen, ist dies natürlich machbar.
      Dann müssten sie aber den Leuten fairerweise erklären, das sie ihren gewohnten Lebensstandard verlieren werden.
      Zudem muss in kauf genommen werden, das die Armut in der CH (und zwar "primäre" Armut) explodieren wird.
    • piedone lo sbirro 24.10.2017 15:18
      Highlight Highlight häfi

      unser wohlstand haben wir auch den vielen gastarbeitern zu verdanken, die sie und ihre partei pauschal als kriminelle und messerstecher betiteln.

      hätten sie sich eine gute ausbildung gegönnt, dann müssen sie auch keine angst haben, dass ihr job durch bildungsferne ausländer besetzt wird.

      indem sie die hetzparolen ihrer rechtsnationalen partei nachplappern verbessern sie ihre persönliche lage und ihren gesellschaftlichen status nicht, investieren sie in bildung und empathie.

    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 24.10.2017 11:31
    Highlight Highlight sind jene politiker, welche steuerhinterziehung, bankgeheimnis und offshore-geschäfte gutheissen bzw. waffenexporte und akw`s fördern und die klimaveränderung leugnen nicht die gleichen die gegen flüchtlinge hetzen?

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/die-chaostheorie-der-svp/story/22743915

    http://www.watson.ch/!672361352?utm_source=notification

    https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article139965901/Klimawandel-treibt-mehr-Fluechtlinge-nach-Europa.html

    • piedone lo sbirro 25.10.2017 09:31
      Highlight Highlight R. Peter

      ich mache mir einen spass daraus, ihnen und ihren SVP-partei-gspöndli täglich den spiegel hinzuhalten.

      hätten sie sich eine gute ausbildung gegönnt, dann müssen sie auch keine angst haben, dass ihr job durch bildungsferne ausländer besetzt wird.

      offensichtlich haben sie ein problem damit, dass viele ausländer und secondos wie ich besser gebildet und ein höheres einkommen haben als sie.

      indem sie die hetzparolen ihrer SVP nachplappern verbessern sie ihre lage und ihren gesellschaftlichen status nicht, investieren sie in bildung und empathie.
  • marcog 24.10.2017 11:27
    Highlight Highlight Eigentlich könnte man den Flüchtlingsstatus auch wieder abschaffen, das ist alles ziemlich heuchlerisch. Andererseits muss Afrika sein Bevölkerungswachstum selber in den Griff kriegen.
  • LeoL 24.10.2017 11:17
    Highlight Highlight Es ist beschämed, wie die EU hier vorgeht! Die Camps in Libyen sind total überfüllt, die hygienischen Zustände prekär und täglich sterben Menschen. Wir in Europa tragen zu diesem Misstand bei! Wir tolerieren dass Kinder, Männer und Frauen sterben. Gleichzeitig sagen wir, wir würden christliche Werte vertreten! Ich frage mich wo bleibt dass die Nächstenliebe? Ich frage mich vor was haben alle Angst?
    • Posersalami 24.10.2017 14:48
      Highlight Highlight Was juckt es Europa, wenn in Nordafrika Menschen krepieren? Es war Europa auch scheiss egal als sie im Mittelmeer ersoffen, in Armut gelebt oder Zuhause verhungert sind. Es war ja der pure Geiz, der die Flüchtingswanderung 2015 ausgelöst hat.

      https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/news/syrien-unhcr-schlaegt-alarm-das-geld-geht-aus-366.html

      Ein weiterer Schandfleck. Das bisschen Humanität vom Herbst 2015 wiegt diese ganzen Verbrechen nicht auf.
    • memento 24.10.2017 19:27
      Highlight Highlight Warst Du den schon mal in einen solchen Camp?
  • grünergutmensch 24.10.2017 11:14
    Highlight Highlight die leute verrecken einfach an den geschlossenen grenzen, nur dass wir das problem nicht mehr sehn ist es noch lange nicht gelöst. auch wir haben verantwortung zu übernehmen. grundsätzlich kein gutes zeichen dass die flüchtlingsströme so rapide abgenommen haben.
  • Donald 24.10.2017 11:02
    Highlight Highlight Komischer Bashing-Artikel zu Lasten der Flüchtlinge. Macht auch irgendwie wenig Sinn.

    Also hatten die Rechten doch Recht. Wäre alles so geblieben wie zuvor, wären diese Leute ja jetzt hier Asylsuchende.
    • Wilhelm Dingo 24.10.2017 13:25
      Highlight Highlight So ist es und die Sozialhilfe würde noch stärker explodieren.
  • Wilhelm Dingo 24.10.2017 10:51
    Highlight Highlight Wir haben weniger Flüchtlinge in Europa und der Schweiz weil diese wie im Bericht beleuchtet in Nordafrika zurückgehalten werden. Das Drama ist weniger sichtbar aber lange nicht ausgestanden.
  • Pitsch Matter 24.10.2017 10:49
    Highlight Highlight Es sind genau gleichviel Flüchtlinge unterwegs. Ob die nun von Glarners Stacheldraht im Wald aufgehalten werden oder schon in Nordafrika kommt aufs gleiche an. Solange man die Fluchtursache nicht bekämpft wird Europa früh oder später überrannt werden.
    Nur so als Denkansatz Bsp. Mosambik: 25Mio Einwohner, Durchsch. Kinder pro Frau 5.4, 50% der Bevölkerung unter 15 Jahren.
    • zombie woof 24.10.2017 11:09
      Highlight Highlight Sei aber vorsichtig, nicht dass du auch noch ueberrannt wirst und dir weh machst....
    • Markus Kappeler 24.10.2017 11:36
      Highlight Highlight Der Anreiz zur Einreise nach Europa, bzw. Fluchtursache sind die offenen Grenzen. Werden die Grenzen geschlossen, ist die Ursache behoben. Afrikaner müssen ihre Länder selbst voranbringen. So wie wir Schweizer, bzw. unsere Vorfahren, unser Land vorwärts gebracht haben.
    • Fabio74 24.10.2017 11:42
      Highlight Highlight Nur kommtvon dort unten keiner Nach Europa.
      Noch immer sind 86% aller Flüchtlinge ausserhalb Europas.
      Aus dem südlichen Afrika fliehen die Leute wenn Richtung Südafrika
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zarzis 24.10.2017 10:42
    Highlight Highlight Schon Ulkig, wenn die Asylantenzahlen steigen, sind sofort massen am Wüten. Sommaruga Raus wird gefordert. Die ist eine Verräterin der Schweiz. Aber wenn die Zahlen sinken. Die absolute ruhe. Als ob man diese zahlen Ignoriert. Gibt halt kein Motz potential.
    So ist es halt. Nur schlechte Nachrichten sind scheinbar gute Nachrichten.
    Und bald, wenn viel Ausländer, wieder zurück in die Heimat gehen. Dann die ganz grosse Krise kommt. Sind dann genau die die jetzt schweigen, wieder am Motzen, das die CH Industrie bach ab geht.
    P.S. CH ist in Europa Antizyklisch.
    • demokrit 24.10.2017 11:14
      Highlight Highlight Die Asylzahlen steigen ja, weil niemand zurück geht. Sie sinken nicht, sondern steigen bloss etwas weniger schnell an.
    • andrew1 24.10.2017 12:56
      Highlight Highlight Doch doch heute morgen um 0700 war ich ganz aleine auf der a1 - nicht....
    • heinzelman 24.10.2017 14:40
      Highlight Highlight andrew1: alles asylanten auf der A1 oder?
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  • Vio Valla 24.10.2017 10:38
    Highlight Highlight Eines Tages wird man auf die heutige Zeit zurückschauen und man wird sich fragen, wie solche Zustände in einer scheibaren humanen westlichen Welt blos geduldet werden konnten. Die Flüchtlingskrise ist das offensichtlichste Symtom dafür, was in unserer heutigen Welt komplett schief läuft. Zum einen dass soviele Menschen die Flucht überhaupt ergreifen wollen und müssen, zum anderen die scheibare Ohnmacht und agressive Abwehrhaltung der Transit und Zielländer...
    • JackMac 24.10.2017 13:23
      Highlight Highlight Bla bla bla, das Problem sind die ca. 6-7 Kinder pro Eltern wie im frühen letzten Jahrhundert, gepaart mit Medizin und Technik von Heute.
    • Fabio74 24.10.2017 19:33
      Highlight Highlight @jackmac Nein das Problem sind fehlende Bildung, fehlende Perspektiven, fehlende Altersvorsorge.
      Dazu geförderte Korruption.
    • atomschlaf 24.10.2017 21:20
      Highlight Highlight Typisch linke Sicht, Fabio.
      Immer die anderen schuld.
      Null Eigenverantwortung.
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  • andrew1 24.10.2017 10:34
    Highlight Highlight 12 seemeilen soll also der gewässerraum von syrien sein. Bei meile 12.5 werden die boote dann hunderte meilen nach europa geschleppt von ngo's. Das fällt dann wohl nicht unter hilfe in seenot sondern schlepperei. Wenn wirklich grosse seenot herrschen würde müsste man wohl die 12 meilen zurück nach syrien. Und nicht noch den riesen umweg nach europa machen. Wenn es in einem flugzeug brennt fliegt man ja auch nicht noch gemütlich 8 stunden weiter sonder landet schnellstmöglich.
    • Hoopsie 24.10.2017 11:15
      Highlight Highlight Genau Andrew1, und was denken Sie machen die zurückgeschafften Flüchtlinge am nächsten Tag? Denken, hmm hat nicht geklappt, ich geh wohl wieder nach Hause! Kaum. Sie versuchen es, bis sie A ertrunken sind, oder B am Ziel angekommen. Dass die Überfahrten dadurch immer gefährlicher und teuerer für die Menschen werden, versteht sich von selbst. Ich habe auch keine Lösung für das Problem, aber ich freue mich nur mässig, wenn die Flüchtlinge 4, 5 Versuche machen müssen. Das fördert die Schlepperei und nichts anderes. Ihr Beispiel mit dem Flugzeug ist sehr zynisch und hat nichts damit zu tun.
    • Walter Sahli 24.10.2017 11:37
      Highlight Highlight Seenot definiert sich nicht über den Wellengang, sondern über die Seetauglichkeit eines Schiffs.
      Wie kann man eigentlich als reicher, sog. zivilisierter Mensch, der weiss, dass in Libyen die Hölle auf Erden herrscht (Ja, Ihr wisst es! Keine Ausrede!), derart kaltschnäuzig fordern, dass Menschen inkl. Kinder dorthin zurückgeschickt werden?
    • Fabio74 24.10.2017 11:43
      Highlight Highlight Seit wann fahren Boote an Syrien?
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  • andrew1 24.10.2017 10:27
    Highlight Highlight "Doch diese neuen Statistiken scheinen niemanden so wirklich zu interessieren. Angesichts der Hysterie, die bei der Flüchtlingsthematik vor einem Jahr herrschte, ist das jetzige Schweigen bemerkenswert." 1. Ist der begriff hysterie reisserisch. 2. Sind wegen dieser "hysterie" von europa massnahmen getroffen worden um die zahlen zu senken. Ohne diese hysterie wären die zahlen wohl höher. 2. Sind es immer noch zehntausende gesuche pro jahr. Annahme 30000: 30000 gesuche x 50000 fr kosten pro jahr = 1.5 milliarden. Das geld muss auch irgendwie wider reinkommem. Durch steuern z.b 😐
    • seventhinkingsteps 24.10.2017 11:48
      Highlight Highlight Hast du eine Ahnung wie hoch zum Beispiel Sozialhilfekosten im Kanton Zürich sind?
  • Pierre Beauregard 24.10.2017 10:27
    Highlight Highlight Die Beispiele zeigen punktgenau warum ausschliesslich eine länderübergreifende Strategie bzw Kooperation das Thema Flüchtlinge bewältigen kann. Weder "ihr seid alle willkommen" noch "wir benötigen Stacheldraht" sind nachhaltige Lösungen, das muss endlich von der Politik verstanden werden.
    Aber solange "der Flüchtling" Spielball von politisch-wirtschaftlich getriebenen Partikulärinteressen ist, sind auch in Zukunft die gleichen humanitären Katastrophen zu erwarten.
    Leidtragende sind wie immer Menschen in echter Not.
    • marcog 24.10.2017 11:24
      Highlight Highlight Wer in einem Flüchtlingslager in Libyen ist, ist in echter not, egal woher er kommt. Aber Asyl kriegen die trotzdem nicht.
  • Platon 24.10.2017 10:11
    Highlight Highlight Für alle, die sich nun auf die Schultern klopfen und denken, das hätten wir ja toll hinbekommen:
    https://www.google.ch/amp/www.zeit.de/amp/politik/ausland/2017-08/fluechtlinge-libyen-oxfam-bericht-vergewaltigung-zwangsarbeit
    Ein ganz grosses Dankeschön auch an die SVP, die sich von Anfang an gegen vernüftige Diskussionen und Lösungen wehrte. Sie hat nun ihre "Hilfe" vor Ort. Bei der nächsten Budgetsession liegen dabei bestimmt noch Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit drinn.
    • Rabbi Jussuf 24.10.2017 11:49
      Highlight Highlight Was wären denn "vernünftige Lösungen" deiner Meinung nach gewesen?
    • Maragia 24.10.2017 12:03
      Highlight Highlight Klar, da ist jetzt natürlich die SVP schuld...
    • Platon 24.10.2017 14:06
      Highlight Highlight @Rabbi
      Beispielsweise eine, in der es nicht zu Verstössen gegen das zwingende Völkerrecht und die Menschenrechte kommt.

      @Maragia
      Ich kritisiere bewusst die SVP, weil sie von Anfang an gegen Flüchtlinge hetzte und nur Ängste schürte. Das vielbeschworene Asylchaos trat nie auf und die Zahlen heute schliessen dies auch aus. Trotzdem ist es ihr gelungen, dass 20% der Bevölkerung immernoch in der Migration die grösste Sorge sieht. Wo denn?!?
      Schlussendlich wurde ein Wohlstandsfaschismus geschaffen auf dem Rücken von Kriegsflüchtlingen.
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  • Stöckli 24.10.2017 10:07
    Highlight Highlight 3/3
    nach Como fahren können, um weinerliche Reportagen über das Drittweltland Italien (notabene ein Gründungsmitglied der EU) zu schreiben. Dazu müssten sie nun nämlich nach Libyen fahren, was doch aufwendiger ist. Und in Como scheint das Problem dank der rigideren Handhabung Italiens wie auch der Schweizer Grenzwache momentan gelöst zu sein. Fazit: Ihr Artikel, werte Frau Serafini, strotzt vor falsch hergeleiteter Schadenfreude, was bei diesem Thema völlig unangebracht ist.
    • Walter Sahli 24.10.2017 11:45
      Highlight Highlight Nein, das Problem ist nicht gelöst, denn Menschen lösen sich nicht einfach auf. Nur, weil in Nordafrika Gangsterbanden von Europa finanziert werden, die Flüchtlinge an der Überfahrt hindern, ist das Problem nicht gelöst.
    • Stöckli 24.10.2017 12:30
      Highlight Highlight Das Problem an der Schweizer Grenze ist momentan gelöst, in Afrika natürlich nicht. Aber dank der Massnahmen sterben eindeutig weniger Menschen auf dem Mittelmeer, und das muss das wichtigste Ziel sein. Danach gilt es, die unmenschlichen Bedingungen in Libyen zu verbessern und die Migranten davon abzuhalten, ihr Land überhaupt zu verlassen. Ein Schritt nach dem andern.
    • dechloisu 24.10.2017 13:38
      Highlight Highlight Also nach Ihren Worten sollen die Leute lieber in einem Flüchtlinsgcamp in Lybien elendlich sterben als dass sie im Mittelmeer untergehn, geschweiden denn dass man sie nach Europa lässt.

  • Stöckli 24.10.2017 10:06
    Highlight Highlight 2/3
    da die sogenannten Lebensretter auf dem Mittelmeer munter weiter ihr Schleusergeschäft durchführten.
    Bezüglich Medienartikel ist klar: Je weiter weg ein Thema von den hiesigen Presseerzeugnissen ist, desto weniger wird darüber geschrieben. Oder hört man je etwas über die Asylpolitik von Neuseeland (übrigens, das Land hat eine Obergrenze von Flüchtlingen. Nämlich 1000 oder 1500 Personen pro Jahr – wahnsinnig unmenschlich, oder?)? Die heuchlerische Schadenfreude ist also auch hier deplatziert. Denn auch Watson berichtet weniger darüber, weil die Empörten der Redaktion nicht mehr einfach so
    • Walter Sahli 24.10.2017 11:43
      Highlight Highlight Das sog. Schleusergeschäft der NGO ist eine Erfindung rechter Politiker in Italien. Die NGO haben weder die Flüchtlingsströme ins Leben gerufen, noch nenneswerte Massen an Menschen nach Europa gebracht. Die meisten Flüchtlingen wurden von und im Auftrag der ital. Behörden gerettet. Aber als Sündenböcke in der einfachen schwarz-weiss Welt der Rechten eignen sie sich natürlich prima.
    • Stöckli 24.10.2017 12:27
      Highlight Highlight "... noch nenneswerte Massen an Menschen nach Europa gebracht". Schön, dass du hunderttausende von Menschen nicht als "nennenswert" empfindest :-D Du Spassvogel. Wenn man "Flüchtlinge" kurz nach der Grenze zum libyschen Hoheitsgewässer auffängt und an die x-fach weiter entfernte italienische Küste scheppert, ist das Schlepperei par excellence, denn man hätte sie auch nach Libyen zurückbringen können.
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  • Stöckli 24.10.2017 10:05
    Highlight Highlight 1/3
    Schadenfreudig zeigt Frau Serafini auf, dass weniger Flüchtlinge in die Schweiz gelangen und die rechten Politiker ergo völlig übertrieben haben mit ihrer Angstmacherei. Sie blendet dabei tunlichst aus, dass die erwähnten Massnahmen zum Zeitpunkt der Warnungen dieser Politiker noch nicht durchgeführt wurden. Wenn es diese erst kürzlich eingeführten Massnahmen (die Migranten werden erst seit dem Sommer abgefangen) schon früher gegeben hätte, hätten die Politiker kaum ausrufen müssen. Denn zum Zeitpunkt der Warnungen war die Lage schlicht katastrophal und kein Ende absehbar...
    • Walter Sahli 24.10.2017 11:40
      Highlight Highlight Katastrophal ist die Lage in den libyschen Flüchtlingslagern, nicht hier im fetten Europa!
  • Antiremplaceur 24.10.2017 10:02
    Highlight Highlight Unglaublich, wie hier die Menschenschlepper als "private Seenotretter" verklärt werden.
  • Markus Hofstetter 24.10.2017 10:01
    Highlight Highlight Häufig heisst es doch, man könne Migration nicht stoppen. Jetzt jedoch ist es aufgrund der genannten Massnahmen ziemlich still geworden.
    • Phoria 24.10.2017 11:08
      Highlight Highlight Gut, die Massnahmen effektiv - aber ein komplettes Armutszeugnis; das Flüchtlingsproblem wurde ganz einfach ausgelagert und ignoriert. Die europäische Politik hat auf ganzer Lage versagt: Sie konnte ihr eigenes Recht nicht durchsetzen und eine zielorientierte, gesamteuropäische (UND humane!) Lösung finden. Stattdessen Deals mit fragwürdigen Ländern (Lybien, Türkei) um die eigene Bevölkerung stillzustellen. Aus dem Augen, aus dem Sinn. Von den Menschenrechtsverletzungen, die durch diese Misspolitik ausgelöst wurden will ich gar nicht anfangen.
    • Markus Hofstetter 24.10.2017 15:02
      Highlight Highlight Absolut! Wobei es gut möglich ist, dass wenigstens weniger Leute ertrinken.

      Noch intensiver in Flüchtlingslager vor Ort investieren, wäre besser gewesen. Den Leuten wäre geholfen, die Überfahrten und das Schlepperwesen würden zurückgehen und auch wir würden profitieren (geringere Kosten, weniger Spannungen etc.)
  • DerTaran 24.10.2017 09:40
    Highlight Highlight Ich habe den Artikel noch nicht gelesen, aber das Word Tsunami impliziert, dass die Flüchtlingswelle die Länder zerstört hat, die Migranten aufgenommen haben. Ist das eure Intension?
    • Rabbi Jussuf 24.10.2017 12:37
      Highlight Highlight Tja
      Es wäre vielleicht, nur vielleicht gut, wenn du den Artikel gelesen hättest und so manch andere Bücher auch noch.

      Intension? Guck mal im Duden nach...
    • DerTaran 24.10.2017 17:00
      Highlight Highlight In­ten­si­on, die
      1. Anspannung; Eifer; Kraft
      2. (Logik) Sinn, Inhalt eines Begriffs, einer Aussage
    • DerTaran 24.10.2017 17:05
      Highlight Highlight Und gelesen habe ich den Artikel mittlerweile auch, der Titel ist trotzdem reisserisch und fremdenfeindlich.
  • piedone lo sbirro 24.10.2017 09:38
    Highlight Highlight «Wenn ein Schiff mit Migranten im Mittelmeer versinkt, dann finde ich das eine gute Nachricht.»

    Andreas Glarner

    https://www.woz.ch/1627/der-hass-im-netz/wenn-ein-schiff-mit-migranten-im-mittelmeer-versinkt-dann-finde-ich-das-eine
  • piedone lo sbirro 24.10.2017 09:37
    Highlight Highlight Andreas Glarner:

    «Nur kommen dank Familiennachzug eben nicht nur Arbeitskräfte, sondern eine grosse Zahl mehrheitlich unterdurchschnittlich Begabter, dafür überdurchschnittlich gebärfreudiger Einwanderer, welche sich zum grossen Teil am Honigtopf unseres Sozialsystems laben und unsere Schulen an den Rand des Zusammenbruchs bringen.»

    https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Medien/Die-Sprache-der-Politik-wird-zusehends-primitiv



    • atomschlaf 24.10.2017 22:57
      Highlight Highlight "sondern eine grosse Zahl mehrheitlich unterdurchschnittlich Begabter, dafür überdurchschnittlich gebärfreudiger Einwanderer, welche sich zum grossen Teil am Honigtopf unseres Sozialsystems laben und unsere Schulen an den Rand des Zusammenbruchs bringen"

      und?

      kannst Du diese Aussagen widerlegen?

      Die Sozialhilfequoten im Asylbereich sprechen zumindest dafür, dass die Wahrheit nicht weit davon entfernt liegt.
    • piedone lo sbirro 25.10.2017 08:45
      Highlight Highlight atomschlaf

      indem sie wie a.glarner einwanderer pauschal als mehrheitlich unterdurchschnittlich begabte, dafür überdurchschnittlich gebärfreudig bezeichnen, unterstreichen sie einmal mehr ihre xenophobie sowie ihre bildungsferne.

      indem sie die hetzparolen ihrer SVP nachplappern verbessern sie ihre lage und ihren gesellschaftlichen status nicht, investieren sie in bildung und empathie.

      hätten sie sich eine gute ausbildung gegönnt, dann müssen sie auch keine angst haben, dass ihr job durch bildungsferne ausländer besetzt wird.
  • gege 24.10.2017 09:29
    Highlight Highlight Rekordtief bedeutet für mich, dass es noch nie weniger Asylgesuche gab. Gleichzeitig kann man im Artikel lesen, dass die Zahlen zuletzt vor sieben Jahren so tief waren. Wie war es vor 2010?
    Ich denke mal, nix rekordtief.
  • dechloisu 24.10.2017 09:26
    Highlight Highlight Es gibt eine erschreckende Doku eines deutschen Senders über dieses Thema.
    Dort wird dies Ziemlich genau angeschaut, auch dass im Niger und Tschad Zäune gezogen werden um Flüchtliche abzufangen. Dies alles Bezahlt durch die EU.
    Geld an Diktatoren und Milizen.
    • Watson - die Weltwoche der SP 24.10.2017 11:01
      Highlight Highlight Wirtschaftsmigranten sind keine Flüchtlinge, lernt endlich den Unterschied.
    • Friction 24.10.2017 12:33
      Highlight Highlight @roterriese: juristisch gemäss UN korrekt. Halt stets eine Definitionsfrage. Wie mit dem schweizer wirtschaftsverständnis, wonach steuerhinterziehung nicht als steuerbetrug gilt. Iuristisch ist das so. Finde es nicht in Ordnung - bin mehr der Praktiker, als der Theoretiker.
      Wenn denn diese Differenz gemacht wird. Gibt es dafür eine Legitimation dafür, Menschen wie Tiere zu behandeln? Haben Menschen in wirtschaftlicher Notsituation (ob Schweizer_innen oder Menschen aus dem Ausland) kein Recht auf Menschenwürde?
    • dechloisu 24.10.2017 12:36
      Highlight Highlight dann erzähl mir doch den Unterschied
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  • Watson - die Weltwoche der SP 24.10.2017 09:19
    Highlight Highlight "Die libysche Küstenwache soll bereits 13'000 Flüchtlinge aus dem Meer geholt und zurück ans Festland gebracht haben, bevor ihnen private Retter zuvorkamen. "

    So soll es ja auch sein?
  • Hexentanz 24.10.2017 09:11
    Highlight Highlight Vorallem Punkt 3 ist ein wichtiger Baustein im ganzen Verbund. Was sea Sheppard und Co an human trafficking betrieben, musste einfach gestoppt werden. Es gibt Tools im Internet wo man die Transponder der Schiffe tracken kann. Was die machten grenzt einfach an Unterstützung der Schlepper.
    • Nuka Cola 24.10.2017 09:24
      Highlight Highlight Meine Worte
    • Error: Name not found 24.10.2017 10:06
      Highlight Highlight Ganz sicher, dass sie Sea Shepherd, die Anti-Walfang Gruppe, meinen? Wäre mir nämlich ganz neu das die nun Flüchtlinge durch das Meer befördern...
    • Hattori_Hanzo 24.10.2017 10:22
      Highlight Highlight Mit Sea Shepherd (nicht Sea Sheppard) haben sie die falsche Organisation erwischt so viel ich weiss. Die setzen sich für den Schutz der Meere (Umweltschutz etc.) ein und nicht für Flüchtlinge.
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