Schweiz
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Bild: shutterstock

Deutlicher Anstieg von Zeckenopfern – 150 Personen mit Enzephalitis-Virus infiziert



Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet einen deutlichen Anstieg von Zecken-Enzephalitis-Fällen in der Schweiz. Demnach wurden seit Jahresbeginn bereits 150 Personen mit dem gefährlichen Enzephalitis-Virus infiziert.

Alleine im Juni erkrankten 73 Menschen in der Schweiz an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), wie aus den am Montag publizierten Zahlen des BAG hervorgeht.

Die blutsaugenden Zecken sind in diesem Jahr offenbar schon früh sehr aktiv. In den Vorjahren haben sich bis Ende Juni nämlich deutlich weniger Menschen mit dem Virus infiziert. Gemäss BAG-Bulletin wurden in den Jahren seit 2000 im selben Zeitraum jeweils zwischen 46 und 109 Fällen registriert.

In diesem Jahr haben auch deutlich mehr Personen wegen Zeckenstichen oder Borreliose einen Arzt aufgesucht. Gemäss einer Hochrechnung des BAG waren es per Ende Juni rund 21'300 Arztbesuche wegen Zeckenstichen und 6900 wegen akuter Fälle von Borreliose.

Zecken fallen übrigens nicht einfach von den Bäumen...

Video: srf

BAG empfiehlt Impfungen

Die Zeckensaison beginnt je nach Witterung im März und endet im Juni. Nur ein kleiner Teil der Zecken ist Träger des gefährlichen FSME-Virus. Zudem kommt es nur in bestimmten Gebieten der Schweiz vor. Stiche von FSME-infizierten Zecken können zwei Krankheitsschübe auslösen.

In einem ersten Schub werden Betroffene 7 bis 14 Tage nach dem Stich von grippeartigen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden geplagt. Bei 5 bis 15 Prozent der Betroffenen kommt es zu einem zweiten Schub, der Monate lang dauern kann und Symptome einer Hirnhaut- oder Hirnentzündung aufweist.

Diese Symptome können Lähmungen auslösen und bleibende Behinderungen hinterlassen. Rund 1 Prozent der FSME-Fälle verläuft tödlich. Das BAG empfiehlt, sich gegen das FSME-Virus zu impfen.

Weit mehr Zecken sind mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infiziert. Eine Impfung dagegen gibt es nicht. Borreliose als Folge von Zeckenstichen muss mit Antibiotika behandelt werden. (cma/sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nödganz.klar #161 09.07.2018 17:09
    Highlight Highlight Langsam echt übel mit den Viechern... waren letztens bei uns im Wald (Raum Zürich), kurz auf nen Trampelpfad, sofort hatte jeder von uns mind. 10 Zecken an den Beinen, die nach oben krabbelten. Natürlich sofort entfernt, bevor sie stechen konnten, dann nach Hause unter die Dusche.
    Wenn es so weiter geht, wird es bald unmöglich sein, abseits der Waldwege etwas zu unternehmen. Könnte es sein, dass der Mensch die natürlichen Feinde der Zecken dezimiert hat? Evt Waldameisen? Weiss da jemand mehr? Warum diese extreme Vermehrung?
    • KXXY 09.07.2018 21:12
      Highlight Highlight Ein Kalter Winter ist gut für die Zecken, darum wirds ein Zeckenjahr ...
    • nödganz.klar #161 09.07.2018 21:29
      Highlight Highlight Jep, das erklärt wohl die jährlichen Unterschiede in der Zeckendichte. Mich erstaunt jedoch, dass ich vor 20 Jahren stundenlang im gleichen Wald spielen konnte, auch im Unterholz, und mir dabei höchstens so etwa 5 Zecken pro Saison einfing. Notabene mit kurzen Hosen und Shirt.
      Klar, das ist keine Studie und sicherlich subjektiv, aber trotzdem beunruhigend und für mich nicht erklärbar.
      Mistviecher. 🤷🏾‍♀️
  • Edel Weiss 09.07.2018 15:35
    Highlight Highlight Richtige Entfernung
    Ich habe mich an der Uni eine Weile mit dem Tier befasst und einige wichtige Hinweise fehlen:
    1. Nicht am Blutsack ziehen, sondern am Kopf 2. Nicht möglichst schnell entfernen, sondern möglichst bald. Verfällt das Tier in Panik, kann es sein, dass es sich in die Stichwunde übergibt, wodurch Erreger hinein gelangen. Wenn man sanft den Zug erhöht, dann lässt sie von alleine los.
    3. Mit einem Stift die Stelle markieren und beobachten. Bei starker Rötung zum Arzt.
    4. Die herausgezogene Zecke aufbewahren. Sollten Rötungen oder Fieber auftreten, die Zecke mit ins Labor geben.
  • fischbrot 09.07.2018 13:23
    Highlight Highlight Dass die Lyme-Borreliose nur kurz im letzten Abschnitt erwähnt wird, lässt vermuten, dass sie eher harmlos ist. Sie kann aber äusserst unangenehm werden und unbehandelt/unentdeckt ebenfalls zu schweren chronischen Verläufen führen, wenn auch nicht so lebensbedrohlich wie FSME.
  • Randen 09.07.2018 12:58
    Highlight Highlight Achtung! Es gibt welche die Globuli gegen Zeckenbiss verkaufen. Gerade weil man mit Hilfe solcher Zuckerkügelchen wohl vor allem Kindern die Impfung ersparen will halte ich den Handel mit solchen Wundermitteln für ein Verbrechen.
    • Gimletti 09.07.2018 13:26
      Highlight Highlight Ganz toll find ich auch Bernsteinketten ,gibts auch für Hunde 🙄....
    • Bienchen 09.07.2018 14:14
      Highlight Highlight @Gilmetti
      Wir sind mit dem Bernstein und EM Keramik Halsband bei unserem Hund ganz gut gefahren.
      In Kombination mit Kokosnussöl schleppt unser Hund den ganzen Frühling vielleicht noch 6 Zecken nach Hause. Klar kriegt man mit Nervengift-haltigen Mitteln etwas bessere Resultate hin, vor allem weil die Zecken absterben bevor sie zubeissen. Aber eben, Nervengift.
    • Ueli der Knecht 09.07.2018 14:58
      Highlight Highlight Man kann das Geld auch mir spenden. Ich werde dann für die Spender beten, und die Zecken verhexen. Funktioniert immer. ;)
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