Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Seriöse Studios benutzen Einweg-Utensilien zum Stechen von Tattoos. bild: unsplash.com

«Tattoos werden als Ansteckungsquelle für Hepatitis krass unterschätzt»

Eine Lizenz für Tätowierer sei dringend nötig, sagt Bettina Maeschli von Hepatitis Schweiz. Denn schon eine unsaubere Nadel reiche, um das Virus zu übertragen.



Auf ein seriöses Tattoo-Studio kommen in der Schweiz etwa drei unseriöse. So lautet die Schätzung von Luc Grossenbacher, Präsident des Verbands Schweizerischer Berufstätowierer. Im Gespräch mit watson forderte er, dass der Bund mit den Wild-West-Zuständen in der Branche aufräumt. Denn: Heute kann in der Schweiz jeder, der Tattoo-Farben und eine Nadel besitzt, legal Kunden tätowieren.

Der Forderung schliesst sich nicht nur der oberste Kantonschemiker an. Im Interview mit watson plädiert auch Bettina Maeschli, die Geschäftsführerin von Heptatitis Schweiz, eindringlich für Zulassungsprüfungen und strengere Kontrollen.

Frau Maeschli, warum interessieren Sie sich dafür, ob Tätowierer in der Schweiz eine Lizenz benötigen oder nicht?
Bettina Maeschli: Wir von Hepatitis Schweiz verfolgen das Thema schon eine Weile – und sind immer wieder erstaunt. Darüber, wie unreguliert die Branche ist. Und darüber, wie spärlich der Bund die Bevölkerung informiert. Wenn man bedenkt, wie schnell Hepatitis übertragen wird, wären Zulassungsprüfungen für Tätowierer das Mindeste!

«Vielen Leuten ist gar nicht bewusst, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich in einem zwielichtigen Studio ein Motiv unter die Haut stechen lassen.»

Was versprechen Sie sich davon?
Es könnte sichergestellt werden, dass die Tätowierer, die in Schweizer Studios am Werk sind, die grundlegenden Hygiene-Empfehlungen kennen. Gleichzeitig fände eine Sensibilisierung der Bevölkerung statt. Wir stellen fest, dass Tattoos als Ansteckungsquelle für Hepatitis krass unterschätzt werden. Vielen Leuten ist gar nicht bewusst, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich in einem zwielichtigen Studio ein Motiv unter die Haut stechen lassen.

Bild

Bettina Maeschli ist Geschäftsführerin des Vereins Hepatitis Schweiz. bild: zvg

«Auch HIV kann auf diesem Weg übertragen werden. Allerdings ist das Hepatitis-Virus im Vergleich sehr viel ansteckender, weil es an der Luft länger überlebt.»

Unter welchen Bedingungen droht beim Stechen eine Ansteckung?
Es reicht, wenn in einem Studio ein Hepatitis-Betroffener tätowiert wurde – und danach dieselbe Nadel noch für eine weitere Person verwendet wird. Auch HIV kann auf diesem Weg übertragen werden. Allerdings ist das Hepatitis-Virus im Vergleich sehr viel ansteckender, weil es an der Luft länger überlebt. Klar ist: Seriöse Studios arbeiten heute ausschliesslich mit Einweg-Utensilien, alles andere ist hochriskant.

Gibt es Schätzungen, wie viele Personen sich beim Tätowierer infizieren?
Nein, das lässt sich leider nicht beziffern. In der Schweiz leben schätzungsweise 80’000 Personen, die mit Hepatitis B oder C infiziert sind. Häufig bleibt die Krankheit allerdings lange unerkannt, weil sie im Anfangsstadium häufig ohne Symptome verläuft. Wird das Virus dann entdeckt, haben viele Betroffene keine Ahnung, wo sie sich angesteckt haben. Dann bleiben nur Mutmassungen.

«Grundsätzlich empfehlen wir Personen mit einem Jahrgang zwischen 1950 und 1985, sich mindestens einmal im Leben testen zu lassen.»

Gibt es noch andere Ansteckungsquellen, die unterschätzt werden?
Theoretisch kann das Virus auch übertragen werden, wenn eine Maniküre oder Pediküre unter mangelhaften hygienischen Bedingungen durchgeführt wird und es dabei zu Hautverletzungen kommt. Dies ist vor allem in Ländern riskant, in denen das Virus noch stärker verbreitet ist. Zu nennen ist natürlich auch das Stechen von Piercings. Dass Hepatitis beim Drogenkonsum und Hepatitis B auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden kann, dürfte den meisten Leuten bekannt sein. Auch wer vor den 90er-Jahren Blut im Spital erhalten hat, ist gefährdet.

Wer sollte sich auf Hepatitis testen lassen?
Wir haben auf unserer Website einen Risikotest aufgeschaltet, der darüber Aufschluss gibt. Grundsätzlich empfehlen wir Personen mit einem Jahrgang zwischen 1950 und 1985, sich mindestens einmal im Leben testen zu lassen. Denn diese Jahrgänge sind überdurchschnittlich häufig von Hepatitis C betroffen. Gegen Hepatitis B schützt eine Impfung.

Hepatitis C tötet fünfmal mehr Menschen als HIV

Hepatitis verursacht eine Entzündung der Leber. Hepatitis B ist eine der häufigsten und schwersten Infektionskrankheiten, die durch Viren verursacht werden. Die WHO schätzt, dass weltweit 260 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind, mehr als 780'000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen. In der Schweiz, wo 40’000 Betroffene vermutet werden, gilt seit 1997 die Empfehlung, alle Kinder gegen Hepatitis B zu impfen.

Auch die Zahl der Hepatitis-C-Betroffenen in der Schweiz wird auf rund 40’000 geschätzt. Hierzulande sterben etwa fünfmal mehr Menschen an den Folgen einer Hepatitis C als an HIV. Oft bemerken Betroffene nichts von der Erkrankung, bis sich nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten eine Leberzirrhose entwickelt. Die WHO spricht deshalb von einer «stillen Epidemie». Eine Impfung gegen Hepatitis C existiert nicht, die Krankheit kann jedoch mit Medikamenten geheilt werden.

Immer mehr Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Love Life! Wie die Anti-Aids-Kampagnen mit den Jahren immer heisser wurden

Das könnte dich auch interessieren:

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Nino Niederreiter zu Carolina getradet

Link zum Artikel

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Wirbel um Cassis reisst nicht ab

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

28
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • olivia (1) 11.08.2018 19:47
    Highlight Highlight Das problem ist das ein Tattoo nichts kosten soll. Ich bin tättowiert und hatte noch nie probleme,weder gesundheitlich noch bei der arbeit. Aber ich habe auch einen vertrauenswürdigen Tattowierer und das kostet auch was. An alle anderen selber schuld wer sich auf einem sofa im hinterzimmer stechen lässt.
  • michibase 10.08.2018 13:38
    Highlight Highlight Ich bin kein Arzt... aber soweit ich informiert bin stirbt man nicht an HIV sondern an aids...
    • Mietzekatze 10.08.2018 16:00
      Highlight Highlight Heute stirbt man - bei richtiger Medikation - auch an Aids nicht mehr! Trotzdem möchte ich mich weder mit Hep noch mid HIV anstecken!
  • Alterssturheit 10.08.2018 11:27
    Highlight Highlight Schade finde ich, dass viele Junge nicht daran denken, dass Tattoos an gewissen Körperstellen für einige Jobs schlicht ein Nogo sind. Mit plus/minus 30 kommt dann je nach dem die Ernüchterung - den Job XY erhält man so nicht. Daran wird sich in den nächsten Jahren kaum was ändern. Ich denke es wäre schlau vorab zu überlegen wo mich mein Berufsweg ungefähr hinführt. Nur so als Bsp. Für DJ, Barkeeper, Eventmanager gelten bezüglich Tattoos nicht dieselben Regeln wie für die Menschen im Büroalltag. Und je höher die Karriereleiter rauf, je strenger die Regeln.
    • Tooto 10.08.2018 11:43
      Highlight Highlight Naja, vielleicht wollen die Jungen im Beruf nicht auf ihr Äusseres sondern auf ihre Fähigkeiten reduziert werden. Schleche Einstellung
    • Joe Smith 10.08.2018 12:13
      Highlight Highlight Schlimm ist eher, dass man wegen einer Tätowierung einen Job nicht bekommt. HIER muss sich was ändern. Das gleiche gilt auch für Piercings, Frisuren, Kleiderregeln, und zwar unabhängig davon, ob man die jetzt selber schön findet oder nicht.
    • Albert J. Katzenellenbogen 10.08.2018 13:39
      Highlight Highlight Joe Smith:
      Nö, das muss sich gar nicht.
      Das Problem in der heutigen Gesellschaft ist eh schon, dass alle das Gefühl haben, es stünde ihnen alles einfach zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DomKi 10.08.2018 10:42
    Highlight Highlight Es muss ernst sein, denn in einer WG machte mich mal eine Mitbewohnerin darauf aufmerksam, dass ich nicht ihre Waschlappen etc. aus versehen benutzen solle: Hepatitisübertragungsgefahr.
  • kruemelmonstah 10.08.2018 10:40
    Highlight Highlight Das sind dann meist die, welche einen Kollegen haben der einen Kollegen hat welcher für 50Fr. Flatrate tätowiert. Mit sowas soll ich Mitleid haben? Zumindest in der Schweiz muss man einfach mit 300Fr. Grundgebühr rechnen, egal wie gross das Tattoo ist.
    Und die Ergebnisse sprechen jeweils auch Bänder.
  • Toerpe Zwerg 10.08.2018 10:40
    Highlight Highlight Deshalb fasse ich nie tätowierte Menschen an ... diese Tatoos übertragen Krankheiten.

    Gruss an den Titel.
  • ARoq 10.08.2018 10:33
    Highlight Highlight Kann ich davon ausgehen, dass bei mir als Krebspatient irgendwann ein Hepatitis-Test gemacht wurde, z.B. vor einer Operation?
  • Watcherson 10.08.2018 09:23
    Highlight Highlight Ja toll und kiffer werden kriminalisiert! Toll organisierte Schweiz!
    • Zerschmetterling 10.08.2018 13:15
      Highlight Highlight Meinst du jetzt weil in den unseriösen Tattoo Studios oft gekifft wird? Ich versteh den Zusammenhang nicht...
    • Albert J. Katzenellenbogen 10.08.2018 13:41
      Highlight Highlight Ähm, als ich das letzte Mal geschaut habe, hatte man Kiffer gerade ENTkriminalisiert...
  • Olmabrotwurst 10.08.2018 09:15
    Highlight Highlight Ich trage kein Tattoo... hier die frage: Wer von euch Tättowierten geht regelmässig in zwielichtige Studios? XD
    • Ms. Song 10.08.2018 10:41
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass du darauf eine aussagekräftige Antwort bekommen wirst. Erfahrungsgemäss denken die meisten Leute, ihr Tätowierer ist super seriös. Gerade Leute mit unterirdisch schlechten Tattoos gehen oft immer wieder ins gleiche Studio.

      Leute mit vielen qualitativ hochwertigen Tattoos sind oft total angefressen und reisen teilweise SEHR weit um sich von einem bestimmten Künstler tätowieren zu lassen.

      Und ja, man kann schon eine Verbindung zwischen zeichnerischen Qualität und genereller Qualität machen. Sehr gute Tätowierer nehmen ihre Verantwortung ernst und achten auf ihren Ruf.
    • Theor 10.08.2018 11:20
      Highlight Highlight Frage ich mich auch. Ich bin zweifach tätowiert und kaum eine andere Entscheidung in meinem bisherigen Leben habe ich so gut abklären lassen, wie die Wahl des Tätowierers. Das Ding hast du für immer und das bedeutet dass ich über Monate duzende Male das Motiv geprüft habe und mich mittels Freunden, Bewertungen und Testimonials das Studio ausgesucht habe. Beide Tattoos sind darum grossartig geworden.

      Auf der anderen Seite habe ich in den Ferien zugeschaut, wie sich sturzbesoffene Touristen in Koh Tao spontan zur nächsten Hütte mit Tätowierer begeben haben. Also was weiss ich? ¯\_(ツ)_/¯
    • Theor 10.08.2018 11:23
      Highlight Highlight Noch ein Hinweis: Mein Tätowierer hat ein zweiteiliges Terminverfahren. Das erste mal gehst du mit ihm hin und besprichst das Motiv und den Stechtermin gibt er dir niemals vor Ablauf eines weiteren Monats. In der Zeit soll man ernsthaft über das Tattoo nachdenken. Spontane dumme Aktionen werden dadurch verhindert.

      Alleine deswegen bin ich Fan von meinem Tätowierer und falls es noch eines gibt, werde ich auch dann wieder zu ihm gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Panna cotta 10.08.2018 09:13
    Highlight Highlight Genau so sind die Tattoos, die mir täglich auf der Strasse entgegenkommen: Drei von vier sind... 🤔... nicht so professionell gemacht.
  • Slavoj Žižek 10.08.2018 09:12
    Highlight Highlight Tattoos sind generell Ungesund, auch unter guten hygienischen Bedingungen.

    https://www.welt.de/kmpkt/article167703684/Diesen-Nachteil-haben-Menschen-mit-Tattoos.html
    • News ohne blabla #haha 10.08.2018 21:42
      Highlight Highlight Blitzen gegen die Wahrheit..

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

2003 gründete Lüthy die Swiss …

Artikel lesen
Link zum Artikel