Schweiz
Gesundheit

Gesetzliche PFAS-Höchstwerte im Luzerner Trinkwasser eingehalten

Gesetzliche Pfas-Höchstwerte im Luzerner Trinkwasser eingehalten

18.06.2025, 11:0618.06.2025, 14:12

Im Luzerner Trinkwasser sind bei sämtlichen 72 Wasserproben Spuren von PFAS-Rückständen nachgewiesen worden. Die gesetzlichen Höchstwerte wurden dabei aber nicht überschritten, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Die kantonale Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz (DILV) hatte dieses Jahr 44 Proben bei 38 Trinkwasserversorgungen vorgenommen und im kantonalen Labor analysiert. Bereits 2023 wurden 28 Wasserproben auf PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) und auf Trifluoressigsäure (TFA) untersucht, ein Stoff, der etwa beim Abbau von PFAS entstehen kann.

In keiner Probe seien die Höchstwerte überschritten worden, auch nicht der strengere Grenzwert der EU, der voraussichtlich 2026 in der Schweiz übernommen wird, hiess es weiter.

In 40 Prozent der Proben wurden Spuren von PFAS und in allen Proben Rückstände von Trifluoressigsäure nachgewiesen. Was diese Stoffe langfristig bewirken, sei noch nicht vollständig erforscht, wird der Luzerner Kantonschemiker Silvio Arpagaus zitiert. «Es muss dafür gesorgt werden, dass nicht noch mehr dieser Stoffe in die Umwelt und damit ins Trinkwasser gelangen», so Arpagaus.

PFAS sind künstliche Chemikalien, auch «Ewigkeitschemikalien» genannt. Sie kommen etwa in Regenbekleidungen, Teflonpfannen, Feuerlöschschaum oder Verpackungen vor. Über die Umwelt können sie ins Trinkwasser gelangen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10
Warum die Autopsien «das gleiche Problem wie in Crans-Montana» aufwerfen werden
Als erfahrener Gerichtsmediziner hilft uns Dr. Bernard Marc dabei, die Schwierigkeiten zu entschlüsseln, mit denen das Centre universitaire romand de médecine légale (Westschweizer Universitätszentrum für Rechtsmedizin) konfrontiert ist, das mit der Autopsie der sechs Passagiere beauftragt ist, die bei dem tragischen Brand in Kerzers ums Leben gekommen sind.
Eine Tragödie mit déjà-vu hat die Schweiz an diesem Dienstag erschüttert. Die Autopsie der sechs Menschen, die in Kerzers (FR) ums Leben kamen, wird ähnliche Herausforderungen mit sich bringen wie jene der Opfer von Crans-Montana vor drei Monaten.
Zur Story